Hallo,
ganz banale Sache, aber wieviel Strom würdet ihr einem 0815-Flachstecker
in 6,3 mm zutrauen, der stehend auf einer Platine eingelötet ist und
ringsum 1 cm Abstand hat? Luftaustausch ist vorhanden.
Mir geht es nur um eine ungefähre Größenordnung. Die Teile sind
vergleichsweise billig und kompakt.
Kann ich da bei beidseitigem Einlöten problemlos mit 15A draufgehen
(36V)?
Danke
Hm.
Hm.
Etwas Reserve hätte ich doch gern gehabt.
Ich überlegs mir noch. Theoretisch reichts, praktisch ist immer was
anderes. Die Alternative wären 2-mm-Goldstecker aus dem Modellbau. Denen
traue ich mechanisch und stromtechnisch mehr zu, dafür kosten sie einen
Tick mehr.
Wichtig ist mir, dass ich beidseitig anlöten kann, damit stabil und
leitfähig.
Maus schrieb:> ganz banale Sache, aber wieviel Strom würdet ihr einem 0815-Flachstecker> in 6,3 mm zutrauen, der stehend auf einer Platine eingelötet ist und> ringsum 1 cm Abstand hat?
Der Flachstecker ist nicht das begrenzende Element, sondern die
Flachsteckhülse bzw. der Übergang zwischen beiden. Wieviel Strom da
zulässig ist, steht natürlich im Datenblatt:
https://www.reichelt.de/index.html?ACTION=7&LA=3&OPEN=0&INDEX=0&FILENAME=C180%252FFSH.pdf
Maus schrieb:> Naja. Dann versenke ich lieber eine dicke 2-mm-Goldbuchse.
Modellbaukram ist meistens Spielzeug
Ich nehmen eher solche
https://katalog.ettinger.de/#p=424
die sind festgeschraubt und halten auch wenn sie warm werden ohne von
der Platine zu fallen.
Die aus Stahl sind sowieso wärmefest.
Maus schrieb:> Wichtig ist mir, dass ich beidseitig anlöten kann, damit stabil und> leitfähig.
Crimpverbindungen (mit der richtigen Crimpzange) sind zuverlässiger
als Lötverbindungen. Wichtig ist, das der Stecker, der ja eigentlich
eine Buchse ist, von guter Qulität ist und möglichst nur einmal
gesteckt wird.
Harald W. schrieb:> Wichtig ist, das der Stecker, der ja eigentlich> eine Buchse ist, von guter Qulität ist und möglichst nur einmal> gesteckt wird.
Zur Sicherheit anschließend verlöten ;-)
m.n. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Wichtig ist, das der Stecker, der ja eigentlich>> eine Buchse ist, von guter Qulität ist und möglichst nur einmal>> gesteckt wird.>> Zur Sicherheit anschließend verlöten ;-)
...und Gaffa Tape rumwickeln. :-)
Wie man bei Millionen von Kraftfahrzeugen sieht, sind zumindest
die sog. unisolierten Flachstecker eigentlich recht zuverlässig
und das bei Strömen von >10A.
Harald W. schrieb:> Maus schrieb:>> Wichtig ist mir, dass ich beidseitig anlöten kann, damit stabil und> leitfähig.>> Crimpverbindungen (mit der richtigen Crimpzange) sind zuverlässiger> als Lötverbindungen. Wichtig ist, das der Stecker, der ja eigentlich> eine Buchse ist, von guter Qulität ist und möglichst nur einmal> gesteckt wird.
Moment, es geht um die Buchse an der Platine. Die Verbindung verlöten
wäre Käse.
Harald W. schrieb:> Wie man bei Millionen von Kraftfahrzeugen sieht, sind zumindest> die sog. unisolierten Flachstecker eigentlich recht zuverlässig> und das bei Strömen von >10A.
Was in der Automobilindustrie verbaut wird, entspricht aber nicht der
0815-Norm. Unter den Bedingungen 36 V und 15 A würde ich nur eine Löt-
bzw. Schraubverbindung vorsehen.
Maus schrieb:> wieviel Strom würdet ihr einem 0815-Flachstecker> in 6,3 mm zutrauen, der stehend auf einer Platine eingelötet ist und> ringsum 1 cm Abstand hat? Luftaustausch ist vorhanden.>> Mir geht es nur um eine ungefähre Größenordnung. Die Teile sind> vergleichsweise billig und kompakt.
130 Ampere @ 5 sekunden
95 Ampere @ 2 minuten lang..
http://www.csb-battery.com/upfiles/dow01488780616.pdf
wäre mir vom gefühl her aber auch etwas dolle.. :-)
Maus schrieb:> 0815-Flachstecker in 6,3 mm zutrauen,> der stehend auf einer Platine eingelötet ist
Die Idee gefällt mechanisch nicht, im Internet gibt es genug Bilder, wo
Waschmaschinen an genau dieser Stelle angekokelt sind.
Das beginnt mit der recht hohen Steckkraft bei der Montage und geht
weiter, wenn sich das Gerät bewegt.
m.n. schrieb:> Unter den Bedingungen 36 V und 15 A würde ich nur eine Löt-> bzw. Schraubverbindung vorsehen.
Wie bereits gesagt: Crimpverbindugen sind besser.
Heinz V. schrieb:> Wie wäre es damit?>> https://www.voelkner.de/products/46493/Print-Zugfe...
An sich gute Idee - aber leider kann ich da wieder nicht von oben
anlöten.
Mod schrieb:> Ich hoffe der TO bedenkt auch, dass der ganze Strom ja über die> Platine sprich Leiterbahnen muss. Dies könnte eher die Limitierung> darstellen.
Ist bekannt. Die Leiterbahn bewegt sich im Bereich 3-5 mm und ist
maximal 10 cm lang. Zusätzlich kommt noch 1,5mm Massivkupferdraht drauf.
Löten kann zwar den Übergangswiderstand verminder, aber da sich die
Litzen bei zu langem Löten mit Lötzinn ins Kabel vollsaugen, wird es
sehr steif und fängt keine Bewegungen mehr so leicht auf, was zu einem
Kabelbruch kurz nach dem Lötzinn führt.
Für H4 Birnen gibt es größere Flachsteckhülsen glaube 9,x mm aber woher
und ob man passende Platinenstecker dafür findet weiß ich nicht.
@ To Maus oder Grunzel,
diese Steckkontakte mit 6,3mm Flachstecker gibt es auch etwas massiver
aus Messing, genau die gleiche Bauform nur im gesamten Material etwas
breiter.
Die sind dann auch etwas weicher und haben somit einen besseren Kontakt
zu dem darauf zusteckenden Stecker, also der Übergangs-R wird geringer.
Jetzt frag aber nicht wo man diese heute in Mengen herbekommt, sowas
habe ich vor Jahren mal bei einem Restpostenhändler in Stk.Zahlen
gekauft.
Die labberigen, mit Zinnüberzug aus dem Link, würde ich dafür eher nicht
nehmen wollen.
m.n. schrieb:> Zur Sicherheit anschließend verlöten ;-)
Verlöten bei flexiblen Leitungen ist immer ein "No Go"! Das Lot fließt
immer mehr oder weniger weit in die Litze und die einzelnen Kupferdrähte
brechen genau dort bzw. dahinter. Crimpen und solide Steckverbinder sind
ein Muß. Und auch kein Modellbaukram, auch wenn die die Sterne vom
Himmel versprechen!
Lehrgeld hundertfach bezahlt...
Gruß Rainer
Wichtig beim 6.3mm wie auch bei allen Anderen ist die Standzeit, dh die
Anzahl Steckungen. Der 6.3 ist nicht fuer viele Steckungen gedacht. Die
Federkraft ist etwas auf der lahmen Seite. Vielleicht 10 mal Stecken.
Dann wird er schlechter. Viele Verbindungen im Auto werden nur einmal
gesteckt daher geht das dort.
Moin
In Inverterschweißgeräten von Esetti werden 80A darüber geleitet.
Im Fall meines 250A Inverters kommen drei einzelne Leitungen vom Trafo
welche jede auf so einen in der Platine eingelöteten Flachstecker
gesteckt ist und der Strom von da zur Diode geleitet wird.
Im Bild sind die beiden nebeneinanderliegenden Lötpunkte die Lötstellen
der Flachstecker. Das breite Lötfeld der eine Diodenanschluß und der
einzelne Lötpunkt rechts davon der zweite Diodenanschluß. Und davon sind
im 250A Inverter gerade mal drei Dioden, in einem 350A Inverter vier
Stück auf der Platine. Für den Freilauf des Flußwandlers gibt es die
selbe Anzahl jeweils nocheinmal.
MfG
Maus schrieb:> ganz banale Sache, aber wieviel Strom würdet ihr einem 0815-Flachstecker> in 6,3 mm zutrauen, der stehend auf einer Platine eingelötet ist und> ringsum 1 cm Abstand hat? Luftaustausch ist vorhanden.
Wenn der Gegenstecker nicht aus dem Schüttgutsortiment vom Baumarkt
stammt, sondern Tyco MCP6.3, dann sind (mit passendem Kabel) bis zu 60 A
möglich.
http://www.te.com/commerce/DocumentDelivery/DDEController?Action=showdoc&DocId=Specification+Or+Standard%7F108-18718%7FD%7Fpdf%7FEnglish%7FENG_SS_108-18718_D.pdf%7F1241400-1
Bei anderen Steckern gilt das, was der Hersteller exakt Deines Steckers
im Datenblatt angegeben hat. Bei gleich aussehenden Teilen kann da eine
Größenordnung zwischenliegen.
> Kann ich da bei beidseitigem Einlöten problemlos mit 15A draufgehen> (36V)?
Der leiterplattenseitige Teil dürfte eher unkritisch sein, zumindest bei
vernünftiger Anbindung.
Die Beiträge zum Thema "Wieviel Strom durch 6,3 mm Flachstecker" sind
zwar uralt aber trotzdem für mich sehr interessant, weil ich eine
ALDI-Quigg-Doppelheizplatte habe, wo der Anshluss der großen Kochplatte
auch über solche Stecker ausgeführt wurde. Ergebnis: Die Steckhülse wird
heiß, verliert an Federkraft und beendet das Leben der Herdplatte. Was
würdet Ihr tun?
chrishel schrieb:> Was würdet Ihr tun?
Wieviel Strom läuft über den Kontakt?
Wie hoch ist der Widerstand (4-Leiter Messung)?
Du muss für anständigen Kontakt sorgen. Wenn die Federkraft zu gering
ist und/oder der Kontakt korrodiert ist, hast du das Problem.
Nicht recht zufrieden mit den Antworten. Z.B. Mehr Geld ausgeben und was
vernünftiges kaufen oder vernünftige Qualität an Steker und dem Teil wo
es gesteckt ist kaufen. Die Platte hat 1500 Watt, sagt eigentlich alles.
Das Thema ist doch, wie gestaltet man einen sicheren und haltbaren
Kontakt, der auch heiß werden kann. Kaum ein Lieferant gibt bei den
Flachsteckhülsen die Materialstärke oder das Material an. Sollte man
also verschrauben? Auch Federringe lassen in ihrer Spannkraft nach.
Bessere Qualität kaufen. Eine teurere Platte kann mit den gleichen
Steckerhülsen ausgerüstet sein. Kein Verkäufer wird die Platte
aufschrauben lassen, nur weil man mal schauen möchte, wie die
Kontaktierung gestaltet wurde.
chrishel schrieb:> Kaum ein Lieferant gibt bei den> Flachsteckhülsen die Materialstärke oder das Material an.
Einfach nicht beim Bastlerbedarf kaufen, sondern nur dort wo es auch ein
ordentliches Datenblatt gibt.
chrishel schrieb:> Nicht recht zufrieden mit den Antworten. Z.B. Mehr Geld ausgeben und was> vernünftiges kaufen oder vernünftige Qualität an Steker und dem Teil wo> es gesteckt ist kaufen.
Exakt das ist die einzige vernünftige Antwort, die man zu dieser Frage
geben kann. So ein Kontakt ist kein einfaches Stück Messingblech. Das
Rohmaterial für die Stanze ist selektiv gehärtet und angelassen, so dass
die verschiedenen Bereiche des Terminals unterschiedliche Elastizitäten
bekommen. Die Oberflächen sind je nach Anwendung unterschiedlich
behandelt, so dass sich im mechanisch belasteten Kontaktbereich und in
der Crimpzone optimale Übergänge ergeben. Das ist eine Wissenschaft für
sich, die Kontakthersteller stecken da eine Menge Aufwand rein.
Diese Blechteile aus dem Baumarkt oder vom Chinesen, vor allem die im
Set mit der Quetsch-Absiolierzange aus Blech, sehen vielleicht aus wie
Kontakte. Es fehlt aber alles an Eigenschaften, was für die Funktion
erforderlich ist.
hhinz schrieb: Einfach nicht beim Bastlerbedarf kaufen, sondern nur dort
wo es auch ein
ordentliches Datenblatt gibt.
Die Flachsteckhülse wurde doch vom Hersteller eingebaut! Nach meiner
Ansicht ist eine Flachsteckhülse an dieser Stelle fehl am Platz. Die
Frage war aber: Wie sieht eine bessere Lösung aus?
Christian S. schrieb:> Die Flachsteckhülse wurde doch vom Hersteller eingebaut!
Geiz ist geil.
> Nach meiner> Ansicht ist eine Flachsteckhülse an dieser Stelle fehl am Platz.
Da stehst du recht alleine.
> Die Frage war aber: Wie sieht eine bessere Lösung aus?
Einfach ordentliches Material nehmen.
Christian S. schrieb:> Die Flachsteckhülse wurde doch vom Hersteller eingebaut! Nach meiner> Ansicht ist eine Flachsteckhülse an dieser Stelle fehl am Platz. Die> Frage war aber: Wie sieht eine bessere Lösung aus?
Eine Flachsteckhülse kaufen, deren Lieferant die benötigten
Eigenschaften spezifiziert, und diese dann nach den Vorgaben im
Datenblatt verarbeiten. Klar, das muss der Hersteller machen und nicht
Du. Als Endkunde bleibt Dir nur, bei einem Hersteller zu kaufen bei dem
Du davon ausgehen kannst, dass er Die keinen Wohnungsbrand verursacht,
oder der bekannt genug ist damit man ihn hinterher in Regress nehmen
kann.
Hier ein Beispiel für einen 6,3 mm Flachkontakt:
https://www.te.com/commerce/DocumentDelivery/DDEController?Action=showdoc&DocId=Specification+Or+Standard%7F108-18718%7FD%7Fpdf%7FEnglish%7FENG_SS_108-18718_D.pdf%7F1241400-1
Vermutlich haben die Leser das Problem nicht recht erkannt. Die
Steckverbindung erwärmt sich doch nicht, weil der durchfliessende Strom
so hoch ist sondern weil die Heizplatte den Anschlußdraht erwärmt.
Dadurch wird dann auch der Stecker heiß, wird weich und dann erst kommt
durch den schlechten elektrischen Kontakt eine weitere Erwärmung hinzu,
die schließlich zum Ausfall des Systems führt.
chrishel schrieb:> Mehr Geld ausgeben und was> vernünftiges kaufen oder vernünftige Qualität an Steker und dem Teil wo> es gesteckt ist kaufen
Früher wurden Kontakte geschraubt.
Christian S. schrieb:> weil die Heizplatte den Anschlußdraht erwärmt.> Dadurch wird dann auch der Stecker heiß, wird weich
Wenn der Flachstecker "weich" wird durch den thermischen Kontakt mit dem
Anschlußdraht, dann müsste der Anschlußdraht hell glühen.
mumpel rät: Früher wurden Kontakte geschraubt.
Hast recht! Also sollte ich die Steckerfahne vom
Heizplattenanschlußdraht abschneiden, dann an dem Anschlußdraht eine
saubere Öse anformen, dann vom Leiter die Flachsteckhülse abschneiden,
dafür einen Kabelschuh anquetschen und schließlich verschrauben.
Verwendung einer Zahnscheibe ist wohl nicht mehr zulässig.
Selbstsicherne Mutter dürfte ebenfalls ungeeignet sein, weil der
Kunststoffring unter Wärmeeinwirkung weich wird.
Danke an mumpel
Egal, wer solche Herdplatten vertreibt, frage ich mich, ob Stiftung
Warentest o.a. Vergleichsportale bzw. Tester solchen Fragen nachgehen.
Auf einen höheren Preis würde ich also nichts geben. (Wird hier das
Verfallsdatum schon eingebaut?)
Gast realist schrieb:
Wenn der Flachstecker "weich" wird durch den thermischen Kontakt mit dem
Anschlußdraht, dann müsste der Anschlußdraht hell glühen.
Das glaubst Du doch wohl selbst nicht! In Metallurgie die Vorlesung
verpasst? Entschuldigung. War nicht so gemeint. Aber wenn ein
Nikolindraht hellrot glüht, hat der rund 900° Celsius. Überleg mal warum
die Hersteller der Flachsteckhülsen als Temperaturobergrenze teilweise
nur 70° C angeben.
Christian S. schrieb:> Gast realist schrieb:> Wenn der Flachstecker "weich" wird durch den thermischen Kontakt mit dem> Anschlußdraht, dann müsste der Anschlußdraht hell glühen.> Das glaubst Du doch wohl selbst nicht! In Metallurgie die Vorlesung> verpasst? Entschuldigung. War nicht so gemeint. Aber wenn ein> Nikolindraht hellrot glüht, hat der rund 900° Celsius. Überleg mal warum> die Hersteller der Flachsteckhülsen als Temperaturobergrenze teilweise> nur 70° C angeben.
Gegenfrage:
Bei welcher Temperatur wird das Material des Flachsteckers weich?
Müsste auch in Metallurgie passen (Messing)
Gast realist
Du weiß selber, daß es viele Messinglegierungen gibt. Vom
Mesingfederdraht bis zum weich fliesenden oder kalt gewalzen
Plattenmaterial (Bänder) für Flchsteckhülsen. Denkst Du,die
haben alle die gleiche Temperatur-Festigkeitsgrenze?
Mein Wissensdurst ist inzwischen gestillt. Ich weiß, wie ich den Anschuß
abändern muß. Danke allen für die Hirnakrobatik.
Was bisher noch nicht erwähnt wurde:
Auch die Anzahl der Steckvorgänge ist relevant.
D.h. möglichst nicht unnötig die Steckverbindung lösen und
wiederaufstecken.
Wir haben hier mal diverse Messungen gemacht,
Bereits nach wenigen Steckvorgängen nimmt der Übergangswiderstand am
Kontakt deutlich zu.
Das kann dann später bei hohen Strömen direkt ein Problem werden .-)
Ohne das Thema nochmal aufwärmen zu wollen, nutzt vielleicht dem Ein
oder Anderen Passiv-Leser meine Erfahrung in der Sache noch etwas.
Es hängt in erster Linie am Hersteller, was man den Steckern zumuten
kann. Wie bereits geschrieben wurde, der gesamte billige Dreck aus dem
Baumarktsortiment ist Müll. Und der vergleichbare Dreck wird zumeist in
Geräten verbaut und auch gute Markengeräte sind da nicht frei von. Von
Metallurgie habe ich zwar keine Ahnung, aber man mekrt auch so
gravierende Unterschiede:
Da gibt es welche, die kann man mit der Hand leicht zwischen Steckteil
und Crimpteil verbiegen oder abbrechen. Man fühlt schon das dünne Blech.
Das sind dann zumeist auch die, welche sich in gestecktem Zustand noch
Bewegen, also hin-und-her wackeln lassen. Da kann es keine feste
Verbindung mit großer Kontaktfläche geben. Sowas habe ich auch schon von
Markenherstellern wie Amphenol gesehen - kann aber auch eine Fälschung
gewesen sein.
Dann gibt es die anderen. Lassen sich etwas strammer stecken, aber noch
ohne Bauchweh beim eingelöteten Gegenstück. Die verbiegt und bricht man
nicht von Hand und die wackeln nicht gesteckt. Und bei denen merkt man
auch, dass sie nicht für mehrere Steckzyklen gemacht sind: Die
Verbindung rastet spürbar ein, da das Gegenstück der Bohrung
rampenförmig ausgeprägt ist. Abziehen geht nur mit einer Zange und
Kraft, durchaus problematisch. Das Material ist massiv und der Kontakt
fest, da wird die Limitierung Abseits der Steckverbindung liegen. Die
passende Leitung von Art und Querschnitt, sowie eine ordentliche
Crimpung vorausgesetzt. Mit einer externen thermischen Belastung habe
ich aber leider keine Erfahrung.
Dafür muss man ein wenig mehr ausgeben - der gängige Spruch. Aber es
sind längst keine Unsummen. Ich verwende nur noch Phoenix Contact oder
Klauke mit passender Zange (crimpen ist eh ein Thema für sich) und
vermeide bei Steckverbindungen grundsätzlich wo möglich Kombinationen
unterschiedlicher Hersteller.
Beste Grüße...
Abdul K. schrieb:> Anlöten samt Stecker. Kann man ja wieder lösen
Logisch, an einer Heizung, das löst sich schon von selbst, keine Sorge,
weil das Lötzinn wieder mürbe wird.
Selten solchen Schwachsinn gelesen.
René H. schrieb:> Früher wurden Kontakte geschraubt.
In der Flachsteckzunge das kleine Loch aufbohren und mit einer Schraube
tja was denn anschrauben eine Ringöse mit angecrimptem Draht ? Dann
hätte man es gleich beim Crimpstecker belassen können. Eher einen
längeren Blechstreifen und erst an dessen kühleren Ende dann das Kabel,
mit welcher Befestigungsmethode auch immer.
Gero V. schrieb:> Es hängt in erster Linie am Hersteller, was man den Steckern zumuten> kann. Wie bereits geschrieben wurde, der gesamte billige Dreck aus dem> Baumarktsortiment ist Müll. Und der vergleichbare Dreck wird zumeist in> Geräten verbaut und auch gute Markengeräte sind da nicht frei von.
Niemand wird gezwungen, diese alten Blechdinger vom VW Käfer zu
verbauen, die die Form eines liegenden "B" haben. Auf 6.3 mm FASTON
passt auch sowas: https://www.te.com/deu-de/product-1241416-3.html , und
da gibt der Hersteller bei 2,5 mm2 Kabelquerschnitt eine
Stromtragfähigkeit von 34 A bis 45°C, von 20 A bei 100°C und von 10 A
bei 125°C an.
Hersteller von Herden bauen gerne Steckhülsen aus Eisenblech ein
und lassen den Kunden diese dann mit dem Strom
des ganzen Kochfelds belasten, wenn alle Platten genutzt werden.
●DesIntegrator ●. schrieb:> Hersteller von Herden bauen gerne Steckhülsen aus Eisenblech ein> und lassen den Kunden diese dann mit dem Strom> des ganzen Kochfelds belasten, wenn alle Platten genutzt werden.
D.h. das Punktschweissen bezahlt der Endkunde ;-) ?
Soul E. schrieb:> ●DesIntegrator ●. schrieb:>> Hersteller von Herden bauen gerne Steckhülsen aus Eisenblech ein>> und lassen den Kunden diese dann mit dem Strom>> des ganzen Kochfelds belasten, wenn alle Platten genutzt werden.>> D.h. das Punktschweissen bezahlt der Endkunde ;-) ?
dann steht wenigstens die Verbindung!
:D
Christian S. schrieb:> Die Flachsteckhülse wurde doch vom Hersteller eingebaut! Nach meiner> Ansicht ist eine Flachsteckhülse an dieser Stelle fehl am Platz.
Nun, im Auto hat man mit ähnlichen Strömen nur selten Probleme
> Die Frage war aber: Wie sieht eine bessere Lösung aus?
Man nehme eine bessere Flachsteckhülse und vor allen Dingen eine
dazu passende bessewre Crimpzange.
René H. schrieb:>> Mehr Geld ausgeben und was>> vernünftiges kaufen oder vernünftige Qualität an Steker und dem Teil wo>> es gesteckt ist kaufen>> Früher wurden Kontakte geschraubt.
Da hatte man häufiger Probleme.
Soul E. schrieb:> Niemand wird gezwungen, diese alten Blechdinger vom VW Käfer zu> verbauen
Nichts gegen die alten Dinger in VW und Co. Bei irgendwelchen
Kontaktproblemen hat man einfach den Stecker gezogen und wieder
aufgesteckt! Dann war alles Gut.. und die Dinger haben damals noch echt
im Dreck gewerkelt. Gebrochene Gummitüllen z.B. habe ich immer ersatzlos
entfern, weil die dann nur noch den feuchten Dreck um den Stecker
gehalten haben und der dann in Windeseile wegkorridiert war. Auch die
Rundstecker von den "Franzosen" fand ich ähnlich gut :-)
Gruß Rainer