Hallo Elektronikfreunde,
habe hier sehr oft mit gelesen und viel informatives erhalten.
Nun habe ich selbst ein Problem.
Für meinen Flugmodellmotor habe ich eine Ruhestrom freie
Transistorzündung gebaut, die mit einer ohmschen Last einwandfrei
funktioniert, So bald ich eine Zündspule anschließe, werden die beiden
CMOS IC zerschossen.
Ich werde versuchen das Schaltbild hoch zu laden und hoffe, dass ein
Experte unter Euch eine Lösung dafür hat.
Danke im voraus.
Alfred
> So bald ich eine Zündspule anschließe, werden die beiden> CMOS IC zerschossen
Ja, so ist das halt.
Zündspulen produzieren Störungen auf dem Bordnetz.
Daher schützt mal empfindliche Elektronikbausteine.
Durch gefilterte und gesiebte Versorgungsspannung.
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
mindestens (der MCP ist ähnlich geschützt)
Plus6V --+----- Zündspule
|
+--10Ohm--+--Chips
|
100uF
|
GND
besser
Plus6V --+----- Zündspule
|
+--47uH--100Ohm--+--Chips
| |
1000uF 100uF
| |
GND GND
Nur mal so als Hausnummer:
Als Jux habe ich bei meiner Guzzi (Kontakzündung) mal ein Scope
auf das Bordnetz geklemmt. Es waren Spannungsspitzen von über 300 V
sichtbar - alles andere wie 12 V Gleichspannung.
Netterweise ist da ja schon eine Suppressordiode mit 15V drin (RKE*). Je
nach Art der Verdrahtung wird die aber wenig bringen. Und wenn sie
fehlt, sowieso ;) Wenn man die noch direkt vor die MaWin'sche 47u-Spule
hängt (mit kurzem Anschluss zu den beiden C-Massen), sollte wohl jeder
Spike flachgebügelt sein...
aus welcher Quelle stammt die Schaltung? die Zündspule ist. m.M.n.
falsch positioniert, die kommt an Dauerplus über einen Leistungs-R und
der Transman schließt die impulsweise kurz, so jedenfalls in der
Kfz-Elektrik, und daher ist ja wohl auch das Prinzip,
bei dir bekommt die ja laufend Überschwinger und erzeugt dadurch noch
mehr Impulsstörungen!
Alfred schrieb:> So bald ich eine Zündspule anschließe, werden die beiden> CMOS IC zerschossen.
Herzlichen Glühstrumpf!
Du hast gerade entdeckt, daß die Bordspannung von Mobilen mit
elektrischer Zündung mit Störimpulsen verseucht ist.
Vor gut 25 Jahren habe ich auch etliche 4000er CMOS Bausteine auf diese
Art verloren, weil ich meinem Vater ein elektronisches Blinkrelais bauen
wollte. Trotz Elkos und Keramik-C und Drosseln und Z-Dioden (Transzorbs
gabs damals noch nicht). Ich bin dann schließlich bei einem 555 gelandet
;)
Spaß beiseite: neben MaWins Hinweis auf die DSE-FAQ und die dort
gegebenen Hinweise zur Filterung der Bordspannung würde ich empfehlen,
jedem CMOS-IC einen (durchaus reichlich bemessenen) Vorwiderstand in der
Betriebsspannungs-Zuführung zu gönnen. Der Widerstand sollte so bemessen
sein, daß der Strom beim Latchup ungefährlich bleibt. Und dazu natürlich
einen Abblock-C, um die dynamischen Stromspitzen aufzufangen.
Die Leitungsführung muß auch HF-gerecht sein. Also ordentlich
Massefläche und die Abblock-C nahe an das IC!
XL
Hallo Elektronik Freunde,
erst mal vielen Dank für die bisherigen Vorschläge da muß ich noch ein
bisschen experimentieren.
Die Transistorzündung stammt ursprünglich aus der Zeitschrift FMT 1988
und wurde mit ICs der Reihe 74LSxxx und konventuellen Transistoren
aufgebaut.
So eine Schaltung habe ich im Original gebaut und die funktionier
einwandfrei.
Die Frage warum ich sie in CMOS umgefriemelt habe ist die Tatsache, das
man iin einem Flugmodell wenig Platz und Akku Kapazität hat.
Interesannt ist, dass der Baustein MCP1406 noch nie zerstört worden ist
dies bestätigt auch MaWin.
Zur Info lade ich mal das Platinenlayout hoch.
Nochmals Danke an Euch
Alfred
Sers Alfred, sorry - übersehen ...
Alle Kabel die an das PCB angeschlossen sind wirken wie Antennen
und saugen alles an Störungen auf was so herumgeistert. Und das kann
recht viel sein.
Du gibst 6 V als Versorgung an, dann ist es ein älteres Kfz noch
mit einer 6V-Anlage ? Die "historische" Verkabelung ist meistens
hanebüchen, es ist nichts entstört und das Auto nebendran kann
nicht mehr Radio höhren.
Baue mal die o.g. Vorschläge ein, dann sollte das halbwegs stabil
funktionieren. Versuche mal die Störungen an der Störquelle in den
Griff zu bekommen: Zündkontakte, Kerzenstecker und Generator. Evtl.
ist da noch ein mechanischer Lima-Regler eingebaut.
Klaus schrieb:> Alfred schrieb:>> Für meinen FlugmodellmotorJoachim Drechsel schrieb:> es ist nichts entstört und das Auto nebendran kann> nicht mehr Radio höhren.
Wenn man SEHR TIEF nebendran vorbeifliegt...
;-)
Volker S. schrieb:> man sollte auch die Eingänge, die am Kontakt liegen, durch> Vorwiderstände und Dioden schützen.
Das reicht nicht ganz. Der IC-Speisespannung würde ich auch noch eine
dicke Diode in Sperrrichtung von Plus nach Minus gönnen um induktive
Abschaltspannungen abzubauen. Diese entstehen wenn Du alles plötzlich
abschaltest und Deine Spule noch ein war.
Hallo Ihr helfenden,
Ich habe aus Eueren Vorschlägen einen Mix erstellt und die Zündung
funktioniert !!
Es waren nur wenige Änderungen nötig die wie folgt sind:
1. An die beiden IC habe ich am IC Sockel zwischen VSS und GND 10 nF
Stützkondensatoren angelötet.
2. Habe ich die Spannung von Steuerteil zum Leistungsteil mit einer
Leitungsdiode entkoppelt.
3. Mußte ich die Zündspule anders anschließen, den die Moped Zündspule
hat die Brücke Kl 15 und Kl 4 . Klemme 1 geht an den Anschluß Drain des
Mosfet.
Ich wußte nicht, dass das Eisenpacket von der Zp. auch an Plus liegt.
Gruß
Alfred
Anbei das Neue Schaltbild
Diese Endstufe ist ziemlich bekannt und gut: http://www.metriccustom.de
"fridaZSG" tja, aber wenn man kopiert, muss man das natürlich schon
richtig machen ;-)