Hallo
bevor ich selbst bastle, die Frage in die Runde: kennt jemand eine App
oder fertiges Gerät, was GPS zusammen mit dem magnetischen Kurs
aufzeichnen kann? Also GPS plus Kompass. Ich finde leider nur GPS Logger
ohne Kompassaufzeichnung.
Oder kennt jemand ein Selbstbauprojekt?
Joe F. schrieb:> Solange du dich bewegst, kann man den Kurs leicht aus den Positionen> ableiten. Die "Kompass" Sensoren sind da um Längen ungenauer.
Magnetfeldsensor (Kompass) und GPS-Bewegungsrichtung sind zwei völlig
verschiedene Parameter. Der Kompass gibt eine Blickrichtung an, das GPS
eine Bewegungsrichtung. Die beiden Werte lassen sich prinzipbedingt
nicht voneinander ableiten.
micha schrieb:> Dumme Idee, Smartphone ? Müsste doch ein paar Geocaching-apps für> so was> geben. Ansonsten kann die "Physiks Toolbox" app auch loggen
GPS + Kompass gleichzeitig loggen?
Ich verwende so etwas fur mein GPS-rover. Ist gebasteld mit einen Ublox
M8n GPS und ein MPU9250 mit 3 achsen Kompass sensor. GPS gibt nur eine
Himmelsrichtung ab eine minimale Geschwindigkeit. Das kompass muss
naturlich kalibriert werden (offset jede Achse, siehe Hard Iron
calibration), mit 3 Achse ist es moglich um auch eine gute Messung zu
machen wen das kompass nicht in die horizontale Lage ist.
Siehe auch : https://www.youtube.com/watch?v=yMbmp7c2mrw und
https://www.youtube.com/watch?v=5vCAOM6f5UE
Ja, es muss beides sein und auch schnell. Dient zum Ausrichten eines
Sonar-Mosaiks. GPS-Richtung ist leider bei niedrigen Geschwindigkeiten
zu ungenau.
Verirrt schrieb:> ... GPS-Richtung ist leider bei niedrigen Geschwindigkeiten> zu ungenau.
Ein normales GPS-Modul liefert KEINE Ausrichtunginformation.
Nur wenn Bewegungsrichtung und Ausrichtung übereinstimmen, also
(seitliche) Drift sicher ausgeschlossen werden kann, besteht ein
direkter Zusammenhang. Sonst muss man zusätzlich den Driftvektor kennen.
Wolfgang schrieb:> Ein normales GPS-Modul liefert KEINE Ausrichtunginformation.
Da ist ja auch physikalisch nicht möglich. Man kann natürlich die
Kompassrichtung aus der Bewegungsrichtung und der vorliegenden Karte
errechnen. Sinn macht das aber nur bei höheren Geschwindigkeiten.
Der Vorteil der so errechneten Kompassrichtung ist, das sie unab-
hängig von irgendwelchen Eisenteilen in der Nähe ist.
Wolfgang schrieb:> Ein normales GPS-Modul liefert KEINE Ausrichtunginformation.
Ob du es nun glaubst oder nicht. Aus diesem Grund sucht der TO auch ein
GPS-Modul gemeinsam mit einem Kompass. Verrückt, diese Zufälle, oder?
:-)))
Verirrt schrieb:> Danke! Ist aber leider etwas zu teuer für mein Budget.Verirrt schrieb:> Dient zum Ausrichten eines Sonar-Mosaiks.
Ach komm. 250 EUR sprengt dein Budget?
Sonar-Mosaik hört sich nach Hochschulprojekt an.
250 EUR sollten da zu besorgen sein (z.B. Sponsor). Ein Selbstbau wird
mit Sicherheit nicht günstiger, und du hast am Ende einen wackeligen
Aufbau auf Lochraster ohne Gehäuse. Ist doch Mist.
Wenn wirklich gar kein Geld da ist, dann eben 2 Handys + Apps, Stift und
Papier.
Eines moderne GPS-modul (Ublox M8n) gibt ab eine Geschwindigkeit von ca
1 m/s eine Himmelsrichtung aus. Nach meine Erfahrung selbst sehr genau !
In diesen Graph siehen sie das difference zwischen GPS-Kurs und Kompas
kurs. Es ist fiel schwieriger das Kompass zu kalibrieren (hard iron),
aber das Kompass hat fast keine Verzogerung (10 ms). Das GPS hat eine
Verzogerung van ca 400 ms, bei einen Refresh von 10 Hz. Standard lauft
ein GPS an 1 Hz, hat man naturlich mehr Verzogerung. Diesen GPS-daten
kommen aus den NMEA String (Meist seriel ausgegeben).
RP6conrad schrieb:> Eines moderne GPS-modul (Ublox M8n) gibt ab eine Geschwindigkeit von ca> 1 m/s eine Himmelsrichtung aus.
Ja, aber das ist die Bewegungsrichtung, und nicht die Ausrichtung des
Gerätes. Du kannst das GPS von West nach Ost bewegen, aber gleichzeitig
nach Nord gucken lassen. Das ist ein Unterschied. Es geht ja auch
offenbar um stationäre Positions- und Ausrichtungs-Messungen.
Andere Selbstbauidee für TO:
Nimm möglichst viel vorhandene Hardware. Z.B. Handy, und App schreiben
(Nachteil: Batterielaufzeit). Oder Laptop, und Sensoren auf USB Basis.
Da kann man dann ein paar EUR sparen.
RP6conrad schrieb:> GPS-modul (Ublox M8n) gibt ab eine Geschwindigkeit von ca> 1 m/s eine Himmelsrichtung aus.
Hmm.
> Es ist fiel schwieriger das Kompass zu kalibrieren (hard iron),> aber das Kompass hat fast keine Verzogerung (10 ms).
Ein Modul, welches den Kompsskurs aus der Bewegunsrichtung plus
Karte errechnet, braucht nicht kalbriert zu werden, da dieser
Wert unabhängig von der Magnetisierung ist. Möglicherweise enthält
obiges Gerät zusätzlich zum GPS-Empfänger nocheinen Magnetsensor,
dessen Daten eben auch mit ausgegeben werden.
Harald W. schrieb:> Möglicherweise enthält> obiges Gerät zusätzlich zum GPS-Empfänger nocheinen Magnetsensor,> dessen Daten eben auch mit ausgegeben werden.
Nicht nur "möglicherweise" ;-)
RP6conrad schrieb:> In diesen Graph siehen sie das difference zwischen GPS-Kurs und Kompas> kurs.
Das Sonar hat bereits einen serve genauen GPS Empfänger. Nur das Problem
ist, wenn mein Boot zB quer über den Fluss fährt, denkt das GPS
natürlich ich fahre schräg. Aber der Bug zeigt die ganze Zeit direkt
aufs andere Ufer, somit ist das Sonar fürn Eimer. Gleiches Problem mit
Ruderboot: dreht sich mit dem Ruderschlag, ist langsam etc. GPS alleine
reicht nicht.
Ist kein Schulprojekt, sondern zum Angeln. Ich erstelle mir damit Karten
wo überall Hindernisse am Grund liegen etc.
Hi
Aber so ergibt sich direkt ein Sinn.
Gerade hier stört der durch das GPS berechnete Winkel eigentlich nur, da
die Blickrichtung des Sonar in Bug-Richtung fest zu stehen scheint.
Interessantes Projekt!
Was kann ich damit anfangen, wenn ich weiß, daß da_und_da ein etwas
größerer Stein in 2m Tiefe liegt?
Noch hätte ich keinen Bedarf für eine solche Karte, aber Mal Eine
anschauen, wäre nicht schlecht.
MfG
Hi²
Über welche Entfernungen sprechen wir hier eigentlich?
Wenn ein Kompass-Modul nicht genau genug ist oder 'alle Nase lang'
justiert werden muß - könnte man was in Richtung Baken machen?
Nur ne fixe Idee, auch hier müsste man irgendwie die Winkel ermitteln,
also in welcher Richtung wohl diese Bake steht.
Aber Du könntest doch vor dem Einsatz einen Punkt per GPS einmessen,
einen weiteren Punkt einnehmen und zum ersten Punkt 'zielen' - erneut
einmessen und Dein µC 'weiß', daß Er auf Punkt 2 steht und genau zu
Punkt 1 schaut - aus den zwei GPS-Punkten sollte sich ein Winkel zur
Kalibrierung des Kompass ausrechnen lassen bzw. sich der Kompass-Wert an
diese Messung angleichen lassen.
MfG²
posti schrieb:> Was kann ich damit anfangen, wenn ich weiß, daß da_und_da ein etwas> größerer Stein in 2m Tiefe liegt?
Du weißt beispielsweise, wo irgendwelche Unterwasserkanten sind, an
denen irgendwelche Fische gerne stehen.
Genau. Oder wo das alte Boot liegt, auf dem immer Fische stehen, das
aber gerne Hänger produziert.
Fische lieben Struktur, deshalb hilft sowas. Außerdem ist es
Technikspielerei ;-)
Soviel bringt es am Ende auch nicht.