Hallo Leute,
ich habe folgendes vor:
ich möchte eine alte Präsident Electronic 6060i Schreibmaschine
ansteuern. Diese besitzt einen externen Anschluss für einen Converter,
der per LPT an einen PC angeschlossen wird. Nur, hab ich leider
überhaupt keine Ahnung, was aus diesem Converter rauskommt , bzw, was
die Schreibmaschine "will".
Ich bin sicher, man könnte so ein Adapter mit einem AVR emulieren (geht
auch mit HPIB) ;).
Hat jemand vielleicht Erfahrung, was dieses Schreibmaschinenprotokoll
angeht?
Beste Grüße und Vielen Dank
MK
Meiner Schreibmaschine (Quelle Privileg ... 1983) habe ich damals auch
eine gekaufte Interface-Platine eingebaut.
Die besteht aus einem Eprom, in dem von Ascii auf Tastaturmatrix
umcodiert wird und ein paar Analogschaltern, die parallel zu den Tasten
liegen. Das ganze benimmt sich nach der üblichen Centronics
Parallelschnittstellennorm und hat die dafür übliche 36-polige Buchse.
Wie das Busy-Signal erzeugt wird weiß ich im Moment nicht, müßte zuhause
nachschauen.
Ahh interessant. Also IEEE1284 auf eine spezifische Matrix. So. Jetzt
müsste man nur noch wissen, wie diese aufgebaut ist und die
Schreibmaschinen Pins belegt sind...
Ich bin über jede Hilfe dankbar.
Gruß
MK
Hi
>ich möchte eine alte Präsident Electronic 6060i Schreibmaschine>ansteuern. Diese besitzt einen externen Anschluss für einen Converter,>der per LPT an einen PC angeschlossen wird. Nur, hab ich leider>überhaupt keine Ahnung, was aus diesem Converter rauskommt , bzw, was>die Schreibmaschine "will".
Die Schreibmaschine ist eigentlich eine erika electronic S3006 von
Robotron Erfurt.
Für DDR-Heimcomputer gab es eine ganze Reihe von Bauanleitungen zur
Nutzung solcher Schreibmaschinen als Drucker/Tastatur. Evtl. wirst du
bei
http://www.robotron-net.de
fündig.
Mfg Spess
Hi
>Ok. Es steht irgendwas von centronica auf V.24. Den Begriff V.24 kenne>ich jedoch nur aus der DFÜ...
Dürfte in diesem Fall einfach RS232 gemeint sein.
MfG Spess
Also habe gerade eine Antwort von Kingstener erhalten (Danke ;) )
Es scheint wirklich eine Serielle Übertragung zu sein.
Ich erhielt folgenden Link:
hc-ddr.hucki.net/wiki/doku.php/z9001:erweiterungen:s3004
Die ersten Drucker sprachen RS232, später war lange Zeit die
Centronics-Schnittstelle der Standart.
Wenn das Teil an LPT angepasst war, so war das mit ziemlicher Sicherheit
auch irgendwas Centronics-Ähnliches. Centronics gibt es, soweit mir
Bekannt immer noch als USB-Converter. Möglicherweise nicht mehr überall,
ab sie müssten noch besorgbar sein.
Da noch immer tausende Dokumente im Internet zur Parallelschnittstelle
kursieren, dürfte auch die Emulation mit einem Mikrokontroller kein
Problem sein.
Ja. Das ist kein Problem. Ich bin gerade am überlegen, ob ein
Mikrocontroller noch essentiell ist, wenn man mit nem eigenen Treiber
die Kiste übern RS-232-Port anspricht. Vielleicht noch ein Max232...
Aber wenn man die Befehle direkt an die Kiste gibt, müsste das ja
theoretisch funktionieren. Dann spart man sich das hardwaregebastel. ;)
cfd.tu-berlin.de/Lehre/EDV1/skripte/alles/node165.html
Grüße
MK
Falls du das aber hinkriegst mit dem Druck, du brauchst da Gehörschutz!
Das Ding rattert los wie ein Maschinengewehr.
Mit der Treibervariante bist du natürlich flexibler. Bestimmte Zeichen
kann man nur mit Trick machen, da ja nicht alles auf dem Typenrad drauf
ist.
Centronix (Parallelport für Drucker) ist im Prinzip ganz einfach. Du
hast 8 Leitungen für die Daten, ein "Strobe" Signal mit dem der Sender
sagt, dass die Daten gültig sind, und ein "Acknownledge" Signal mit dem
der Empfänger sagt, dass das "Byte" empfangen wurde. Über die
niedrigsten 7 Datenleitungen schickst Du einfach die ASCII-Zeichen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Centronix
Für die S3004 hab ich mal eine Lösung gebastelt, damals noch mit dem
UB8840, lang ists her. Waren meine ersten Gehversuche mit µCs.
Neben der Schnittstelle zum Amiga500 hatte ich auch noch neue
Tastaturbefehle erfunden...
Holger
Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
Datum: 27.06.2013 13:09
> Meiner Schreibmaschine (Quelle Privileg ... 1983) habe ich damals> auch eine gekaufte Interface-Platine eingebaut.
Hallo Christoph, welch ein Zufall.
Ich hatte mir damals meine Facharbeit mit einem (natürlich selbst
gebauten) Texteditor getippt und mit der Privileg electronic 4000
Typenrad-Schreibmaschine gedruckt.
Die hatte einen NEC µPD7800-Prozessor mit 64 doppel-ZigZag-Anschlüssen
und externem Eprom.
Ich hatte vom Quelle-Service sogar den Schaltplan bekommen.
War ein Quelle-gelabeltes Japan?-Produkt (Fujitsu?).
Das Teil steht noch im Speicher, müsste mal nachsehen, sie geht sicher
noch.
Daneben gab es die Privileg electonic 1620, Gabriele (TA?) und natürlich
den flotten CBM8028.
Hier ein Bild der Schnittstelle.
Weiß jemand was vom pinout?. Ich weiß nur, dass der 2. von oben Masse
ist.
Gibt es eine Möglichkeit die restlichen herauszufinden?
Wenn das funktioniert, benötige ich dann noch einen TTL Pegelwandler aka
Max232?
Grüße
Fabian
So. Also den Scripten nach handelt es sich hier um folgende Belegung der
Maschine : v.o.n.u.:
Maschine Interface
TXD --> RXD
GND <-> GND
VSS --
RTS --> DTD
DTD <-- RTS 10kOhm auf Masse
RXD <-- TXD
Bin mir aber nicht zu 100% sicher. Muss ich mal testen.
Geschwindigkeit wohl 1k2 Bd
Man benötigt wohl doch einen Pegelwandler (TTL).
Dann nur noch die Steuerbefehle über die RS-232 raus und es sollte
klappen.
Werd ich heute oder morgen mal testen, wenn ich nen Max 232 finde ;)
Grüße
So. Ich habs hinbekommen, Zeichen in beide Richtungen zu schicken
(terminal)
Das Problem: Die Zeichen entsprechen nicht dem, was ich jeweils getippt
habe.
An was liegt das? 1k2 Bd, 8bit, Parität0, 1 Stopbit FC:HW.
Was kann ich noch machen?
Beste Grüße
MK
Hmmm... ich hatte gehofft, dass es wenigstens die druckbaren Zeichen
wären (8 bit und so ;)).
Also muss ich nochmal ran und schauen, um was für ein Format es sich
handelt.
Habe bisher leider keine Hinweise zum Format per se erhalten.
..und hier steht noch ein 'Hofer'-Interface: Eine Metallplatte mit
Elektromagneten (für jede Taste einer), die auf die Tastatur montiert
wird und die Fingerbewegung des Anwenders emuliert. Passt an PET2001
oder via Converter auch an gängige PC... scnr
Das ist ja genial. Ein richtiges Hardwareinterface. Hab ich mir auch
schon mal überlegt für ne alte elektromechanische Typenhebel Adler. Aber
die Ansteuerung der einzelnen Tasten mittels E-Magnet war mir dann doch
irgendwo zu aufwändig :)
Hätte aber was :)
Codiertabelle von @soul eye ist erst mal richtig, da das Gerät anfangs
nicht für einen Computeranschluß gedacht war und die Schnittstelle dem
Service vorbehalten war, haben die Codes natürlich mehr Bezug zur
internen Verarbeitung als zum ASCII-Standard.
Ich habe die "Codiertabelle" mal geschickt
mfg
Kingstener
Ja. Perfekt. habe die Tabelle erhalten. Es funktioniert einwandfrei.
Vielen Dank.
Werde mich Morgen dann an einen Treiber setzen ;)
Vielen Dank nochmal