Man nehme einen der hunderten NE555 Rechner im Internet und rechne R und
C passend aus. Fortgeschrittene User können das sogar mit einem
Taschenrechner und der Formel aus dem Datenblatt.
Falk B. schrieb:> Man nehme einen der hunderten NE555 Rechner im Internet und rechne R und> C passend aus. Fortgeschrittene User können das sogar mit einem> Taschenrechner und der Formel aus dem Datenblatt.
Da aber sowohl der 555, als auch C und R Toleranzen haben können,
misst man bei hohen Genauigkeitsanforderungen die Zeit aus, und
passtden Widerstand entsprechend an. Dann sind Genauigkeiten
besserals 1% möglich.
Hohe Genauigkeitanforderungen sollte man sowieso nicht an so eine
Schaltung stellen. Jedenfalls nicht wenn sich die Umgebungstemperaturen
mal aendern.
Olaf
Falk B. schrieb:> Ja. Man sollte aber beachten, das die Werte für R und C sich in> sinnvollen Regionen bewegen. GOhm und pF sind es nicht ;-)
Solche Rechner können einem eben nicht das Denken abnehmen.
Im Zweifel würde ich immer die Schaltung und die Formel aus
dem Datenblatt nehmen. Fehler im Datenblatt gibt es zwar auch,
sie sind aber sehr, sehr selten.
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>Mit Rechner habe ich herausgefunden:>C: 470/1000000 = 470 µF>R: 1064 Ohm>=0,550088 Verzögerung
Naja, es könnte schlechter sein.
Praktisch nimmt man eher 4,7uF und 105kOhm. Die große Toleranz bringt so
oder so der Kondensator, denn der hat 20% und mehr Fehler! Wenn es
genauer sein soll, muss man einen Poti von 20k in Reihe zum
Festwiderstand schalten und abgleichen.
> Hohe Genauigkeitanforderungen sollte man sowieso nicht an so eine> Schaltung stellen.> Jedenfalls nicht wenn sich die Umgebungstemperaturen> mal aendern.
-
> Elkos können -20/+50% Toleranz haben.
Alernative: Leidener Flaschen; ε(r) von Glas ist nicht sehr
temperaturabhängig, auch die Spannungsfestigkeit reicht aus ... ;-)
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>> Wofür willst du denn dieses 0,55s Monoflop benutzen?>Ich brauche es für einen Timer, bei dem man den Startknopf mindestens>0.55 Sekunden gedrückt halten muss, bevor man loslassen kann und der>Timer startet.
Dann muss es aber nicht GENAU 0,55s sein sondern nur mindestens 0,55s.
Also einfach auf 1s +/-20% dimensionieren und gut.
>> Ekos können -20/+50% Toleranz haben.>http://www.reichelt.de/MKS-2-5-4-7-/3/index.html?&...>Der hier nicht :)
Das ist auch kein Elko (Elektroliytkondensator) sondern ein
Folienkondensator.
Falk B. schrieb:> Das ist auch kein Elko (Elektroliytkondensator) sondern ein> Folienkondensator.
Kann man denn dafür beide verwenden?
Falk B. schrieb:> Dann muss es aber nicht GENAU 0,55s sein sondern nur mindestens 0,55s.> Also einfach auf 1s +/-20% dimensionieren und gut.
0,6s +-20% würde ich dann nehmen, das fällt eh keinem auf. Außerdem
leuchtet danach eine LED, es ist also klar wann die Verzögerung zuende
ist.
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>> Das ist auch kein Elko (Elektroliytkondensator) sondern ein>> Folienkondensator.>Kann man denn dafür beide verwenden?
Ja, aber Folie ist besser.
>> Also einfach auf 1s +/-20% dimensionieren und gut.>0,6s +-20% würde ich dann nehmen, das fällt eh keinem auf.
Übertreib es nicht mit der Genauigkeit! Ausserdem sind 0,6s-20% zu kurz!
>Und wo ist da das Glas und die Spannungsfestigkeit?https://de.wikipedia.org/wiki/Ironiehttps://de.wikipedia.org/wiki/Leidener_Flasche
Falk B. schrieb:> Ja, aber Folie ist besser.
Dann nehm ich den mit Folie, ist eh in genauer erhältlich.
Falk B. schrieb:> https://de.wikipedia.org/wiki/Leidener_FlascheElektrofan schrieb:> Alernative: Leidener Flaschen; ε(r) von Glas ist nicht sehr> temperaturabhängig, auch die Spannungsfestigkeit reicht aus ... ;-)
Ich brauche jetzt wirklich keinen Hochspannungskondensator.
Falk B. schrieb:> Übertreib es nicht mit der Genauigkeit! Ausserdem sind 0,6s-20% zu kurz!
Ich weiß, so 0,48s bis 0,72s sind aber ok.
Hiernach http://www.csgnetwork.com/ne555timer1calc.html habe ich die
Schaltung mit den passenden Werten aufgebaut. Irgentwie funktioniert es
aber nicht: Die LED schaltet sich bei einem negativem Impuls für die
Impulsdauer an und bleibt danach aus. Kann jmd. die Schaltung mal
überprüfen?
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>Hiernach http://www.csgnetwork.com/ne555timer1calc.html habe ich die>Schaltung mit den passenden Werten aufgebaut. Irgentwie funktioniert es>aber nicht: Die LED schaltet sich bei einem negativem Impuls für die>Impulsdauer an und bleibt danach aus.
Das ist ja auch der Sinn eines Monoflops!
> Kann jmd. die Schaltung mal überprüfen?
Was willst du denn GENAU erreichen?
Falk B. schrieb:> Was willst du denn GENAU erreichen?
Das sie das tut, was sie soll. Zitat der Seite: "When power is applied
the output is low until the delay time has elapsed, the output then goes
high and remains high."
@Elektroniknichtversteher (Gast)
>Das sie das tut, was sie soll. Zitat der Seite: "When power is applied>the output is low until the delay time has elapsed, the output then goes>high and remains high."
Dann musst du Trigger mit VCC verbinden. GGf. noch eine Diode parallel
zu zum R, Kathode an Vcc.
>Wie wäre es mit sowas>http://www.reichelt.de/MKS-2-5-4-7-/3/index.html?&...>? Mit dem hier>http://www.reichelt.de/METALL-105K/3/index.html?&A...>sind das 5% und nochmal 1%, als eine halbwegs genaue Lösung.>
...
>>Wenn dir ~5% Genauigkeit reichen, dann geht das so.
Davon würde ich nicht ausgehen. Der NE555 selbst bringt auch noch mal
bis an die 30% Toleranz bei seinen Umschaltspannungen mit (wenn auch
idR. deutlich weniger). Da werden niedrigprozentige Teile trotzdem nicht
genau genug die richtige Zeit ergeben.
Falk B. schrieb:> Dann musst du Trigger mit VCC verbinden. GGf. noch eine Diode parallel> zu zum R, Kathode an Vcc.
Das habe ich gemacht und den Elko wieder zurückgetauscht. Am Ausgang
habe ich über einen 470Ohm-Widerstand eine rote LED angeschlossen. Wenn
ich jetzt dem Trigger einen kurzen negativen Impuls gebe, leuchtet die
LED etwa eine halbe Sekunde (0,55 vermutlich). Beim einschalten der
Schaltung passiert jedoch nichts und der Stromverbrauch bleibt <0.01A.
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>> Dann musst du Trigger mit VCC verbinden. GGf. noch eine Diode parallel>> zu zum R, Kathode an Vcc.>Das habe ich gemacht und den Elko wieder zurückgetauscht. Am Ausgang>habe ich über einen 470Ohm-Widerstand eine rote LED angeschlossen. Wenn>ich jetzt dem Trigger einen kurzen negativen Impuls gebe,
Das kannst du gar nicht, weil es mit VCC verbunden ist!
> leuchtet die>LED etwa eine halbe Sekunde (0,55 vermutlich). Beim einschalten der>Schaltung passiert jedoch nichts und der Stromverbrauch bleibt <0.01A.
Dann hast du was falsch aufgebaut.
Im Anhang befindet sich ein Bild von meinem Schaltungsaufbau. An den
mittleren Bahnen befindet sich die Spannung, rot für +5V und blau für -.
Sie wird mit einem PS-303D erzeugt.
Falk B. schrieb:>>> Dann musst du Trigger mit VCC verbinden. GGf. noch eine Diode parallel>>> zu zum R, Kathode an Vcc.>>>Das habe ich gemacht und den Elko wieder zurückgetauscht. Am Ausgang>>habe ich über einen 470Ohm-Widerstand eine rote LED angeschlossen. Wenn>>ich jetzt dem Trigger einen kurzen negativen Impuls gebe,>> Das kannst du gar nicht, weil es mit VCC verbunden ist!
Nur zum Testen. Da es nicht gelötet ist gehe ich so vor:
1. Draht aus + herausziehen
2. Draht bei - hereinstecken
und dann umgekehrt. So geht es!
OK, gemäß dem Plan aus dem Netz ist alles richtig verbunden, aber für
deine Anwendung passt das nicht.
Folgende Änderungen.
Pin 7 offen lassen
Pin 2 mit Pin 6 verbinden
Die 10nF an Pin 5 kann man weglassen
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>Nur zum Testen. Da es nicht gelötet ist gehe ich so vor:>1. Draht aus + herausziehen>2. Draht bei - hereinstecken>und dann umgekehrt. So geht es!
So willst du es aber nicht. Du willst es ja beim Einschalten.
Ausserdem ist das halber Zufall, denn es fehlt ein Pull-Up Widerstand an
Pin 2. Eingänge dürfen niemals in der Luft hängen (auch nicht beim
Umstecken)! Sonst gibt es merkwürdige (Fehl)funktionen.
Beim Einschalten der Betriebsspannung leuchtet die LED für 0,5s.
Achtung! Nach dem Abschalten der Betriebsspannung muss man mehrere
Sekunden warten, ehe man wieder einschalten kann, sonst funktioniert es
nicht.
Falk B. schrieb:> Achtung! Nach dem Abschalten der Betriebsspannung muss man mehrere> Sekunden warten, ehe man wieder einschalten kann, sonst funktioniert es> nicht.
Das war der Fehler.
Was ich aber eigentlich will:
1. Negativer Impuls am Trigger
2. .5 Sekunden warten
3. unendlich langer positiver Impuls am Ausgang
Gibt es dafür eine Lösung?
@Elektroniknichtversteher (Gast)
>> Achtung! Nach dem Abschalten der Betriebsspannung muss man mehrere>> Sekunden warten, ehe man wieder einschalten kann, sonst funktioniert es>> nicht.>Das war der Fehler.
AHA!!!
>Was ich aber eigentlich will:>1. Negativer Impuls am Trigger>2. .5 Sekunden warten>3. unendlich langer positiver Impuls am Ausgang
Schön, daß du das nach 2 Wochen! auch endlich mal sagst!
>Gibt es dafür eine Lösung?
Ja, aber das wird aufwändiger.
Falk B. schrieb:>>Was ich aber eigentlich will:>>1. Negativer Impuls am Trigger>>2. .5 Sekunden warten>>3. unendlich langer positiver Impuls am Ausgang>> Schön, daß du das nach 2 Wochen! auch endlich mal sagst!
Ich dachte das wäre schon genau genug erklärt gewesen. Naja.
Falk B. schrieb:>>Gibt es dafür eine Lösung?>> Ja
Gut.
> , aber das wird aufwändiger.
Wie aufwändig denn?
@Elektroniknichtversteher (Gast)
>Die LED leuchtet direkt nach Einschalten ohne Tasterdruck. Bei>Tasterdruck geht sie aus.
Und was passiert, wenn du die Taste losläßt?
Der 555 hat gerne einen Kondensator über seine Betriebsspannung.
(Texas Instr. schlägt als Minimum 100 nF parallel mit einem Elko 1 µF
vor.)
Ohne diese "Stütze" kann es unkontrolliertes Schwingen geben.
Falk B. schrieb:>>Die LED leuchtet direkt nach Einschalten ohne Tasterdruck. Bei>>Tasterdruck geht sie aus.>> Und was passiert, wenn du die Taste losläßt?
Die LED geht wieder aus.
Elektronikfan schrieb:> Der 555 hat gerne einen Kondensator über seine Betriebsspannung.> (Texas Instr. schlägt als Minimum 100 nF parallel mit einem Elko 1 µF> vor.)> Ohne diese "Stütze" kann es unkontrolliertes Schwingen geben.
OK, wusste ich nicht, ich glaube aber nicht, dass dies der Grund ist.
Werde ich aber bei zukünftigen Schaltungen beachten.
@ Elektroniknichtversteher (Gast)
>> Die LED geht wieder aus.>Ich meine an.
Ist ja fast das Selbe :-(
MENSCH MEIER, reiß dich mal ein wenig zusammen.
OK, meine Schaltung tut nicht das was du willst. Dazu braucht man mehr
Bauteile.
>Was ich aber eigentlich will:>1. Negativer Impuls am Trigger>2. .5 Sekunden warten>3. unendlich langer positiver Impuls am Ausgang
Das geht mit zwei 555, oder einem 556. Ungefähr so wie im Anhang. Die
Zeitkonstante beim ersten 555 muß noch nach Wunsch angepaßt werden
C1 muß natürlich nicht so groß sein, bzw. könnte auch ganz entfallen
(zumindest wenn keine große Last am Ausgang)
Und R3 kann man sicherlich auch gleich durch eine direkte Verbindung
ersetzt werden (hatte ich nur schnell mal aus einer größeren Schaltung
herausgerissen ...)
Jens G. schrieb:> Das geht mit zwei 555, oder einem 556. Ungefähr so wie im Anhang. Die> Zeitkonstante beim ersten 555 muß noch nach Wunsch angepaßt werden
So ähnlich habe ich das Problem jetzt gelöst.
Jens G. schrieb:> C1 muß natürlich nicht so groß sein, bzw. könnte auch ganz entfallen> (zumindest wenn keine große Last am Ausgang)
Am Ausgang hängt ein 4N35 Optokoppler auf 5V, dahinter ein 74HCxx OR mit
2 Eingängen, dahinter ein 74HCxx AND mit 2 Eingängen, dahinter ein
Flipflop, dahinter ein astabiler 555, dahinter ein 4029, dahinter ein
4543 und dahinter eine 7-Segment-Anzeige. Im Test habe ich es mit 0µF,
220µF, 470µF, 1000µF und 4700µF probiert und es hat immer funktioniert
(Betrieb mit kurzschlussfestem Netzteil und 7.5V).
EDIT: Ich habe mich angemeldet.