Hallo Zusammen,
ist es möglich mit dem Monoflop die Hizeit des Outputs soweit zu
verlängern, wie das Triggersignal Hi aufweist?
Hintergrund ist der, bei einer Lichtschranke soll ein sehr kurzer Impuls
"aufgefangen" werden, aber "On" soll eben "On" am Output bewirken.
Ich habe ein Dualmonoflop retriggerbar, habe also noch ein Baustein
intern übrig.
Hat jemand eine Idee? Oder geht sowas nur mit einem weiteren Oder
Gatter?
Gruß
Georg
Ich rate jetzt mal, was du erreichen willst:
Bei einem kurzen Impuls soll das Monoflop normal laufen, wenn der Puls
aber länger als die Monoflopzeit ist, soll der Ausgang auch (mindestens)
so lange aktiv sein?
Wenn ja, sehe ich mindestens einen einfachen Lösungsweg: Mit der
negativen Flanke triggern und den Widerstand an das Triggersignal statt
an VDD legen.
Uwe
Mein Gott schreibe ich so kryptisch? :-/
Aber ja so wie du beschrieben hast könnte man es sehen....
Allerdings verstehe ich kein bisschen wie das funktionieren soll, denn
wenn das Triggersignal ansteht wird der Timer ganz normal ablaufen und
weiterhin einen kurzen Impuls am Ausgang erzeugen. Oder?
Georg schrieb:> Mein Gott schreibe ich so kryptisch? :-/> Aber ja so wie du beschrieben hast könnte man es sehen....
Nicht kryptisch, aber es ließ verschiedene Interpretationsmöglichkeiten
offen.
> wenn das Triggersignal ansteht wird der Timer ganz normal ablaufen und> weiterhin einen kurzen Impuls am Ausgang erzeugen. Oder?
Nein, wenn der Lade-Widerstand nicht auf VDD liegt, wenn der Timer
getriggert wurde, kann auch die Spannung am Kondensator nicht steigen.
Erst wenn das Triggersignal weg (= wieder high) ist, beginnt der Timer
normal zu laufen.
Nebenbei: Falls du noch die Freiheit hast - mit einer 555 geht das noch
einfacher. Die wird mit einem Pegel statt mit einer Flanke getriggert.
Sorry, nein, ich habe mich leider geirrt. Mit der 555 geht es nicht so
leicht. Da musste ich noch mal die Doku studieren,und dort ist es nicht
auf Anhieb zu erkennen. Mit der Schaltung in
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/ne555.pdf, Kapitel 9.2.1 "Missing-Pulse
Detector" wäre es möglich, aber das finde ich zu umständlich.
Andererseits widerspricht das scheinbar der Aussage in Kap. 8.2: "B.
RESET can override TRIG, which can override THRES". Mir fehlt noch eine
Aussage, was passiert, wenn THRES erreicht wird, wenn TRIG noch low ist.
Vielleicht fällt mir noch was ein. Ist ein bisschen spät heute.
Ach so, alle Lösungen basieren auf einem Steuersignal, das low(!) geht.
Also erst mal danke für deine Mühe hier :-)
Uwe B. schrieb:> Nein, wenn der Lade-Widerstand nicht auf VDD liegt, wenn der Timer> getriggert wurde, kann auch die Spannung am Kondensator nicht steigen.> Erst wenn das Triggersignal weg (= wieder high) ist, beginnt der Timer> normal zu laufen.
Jetzt verstehe ich erst was du da vor hast...
Ja, das könnte funktionieren.
Nur dass ich positiv Triggern muss, da müsste ich nochmal ein Inverter
davor hängen, das ist blöd, dann könnte ich gleich ein oder parallel zur
Schaltung hängen, welches dann die dauer-on Bedingung erfüllen würde.
Aber wieder was bei gelernt, wie der Baustein funktioniert, darüber habe
ich mir noch nie Gedanken gemacht:-)
Wenn du den Gedanken mit dem Timer zuende führen willst, ich bin noch
komplett frei in Moment
Moin Georg,
die schlechte Nachricht ist, dass ich mich doch nicht geirrt habe... Ich
habe es eben mit einer ICM7555 (Harris), der CMOS-Variante der NE555,
ausprobiert:
Hättest du einen negativen Trigger, wäre die 555-Lösung ideal: Das
Ausgangssignal ist high, solange Trigger low ist oder (= Oder-Gatter)
solange die Timerzeit nach der negativen Triggerflanke läuft. Anders
gesagt: Der negative Triggerpuls startet nicht nur den Timer, er
erzwingt auch, dass der Ausgang unabhängig vom Timer high wird bzw.
bleibt. Das kam im TI-Datenblatt nicht so ganz klar heraus. (Jedenfalls
nicht mehr nach Mitternacht.) Nebenbei: Mein Versuchsergebnis
widerspricht eindeutig der Schaltung im NXP-Datenblatt, das ich gerade
eben zum ersten Mal gesehen habe. Ich kann's nicht ändern, aber
beweisen, das ich recht habe.
Dummerweise brauchst du einen positiven Trigger. Was stört dich am
meisten: Die Anzahl der Bauelemente? Der Platzbedarf? Darf es SMD sein?
Betriebsspannung? Den geringsten Platzbedarf hättest du mit einer
ICM7555 im SO08- (Ess-Oh-Null-Acht-) Gehäuse und einem Tiny-Logic Gate,
z.B. 74HC1G04 im SOT23-5 Gehäuse. Viel weniger als eine 4098, aber max.
nur 5 V und SMD.
Es kann auch sein, dass man die zweite Hälfte der 4098 als Inverter
schalten kann. Aber das wäre etwas windig und ich kann es mangels IC
nicht testen. Ich habe nur CD4538 und die HC/HCT-Varianten hier.
Noch eine Idee: Wenn es nicht auf Präzision ankommt, die
Betriebsspannung <= 5 V ist und der Startpuls nicht beliebig kurz ist:
Ein NPN-Emitterfolger lädt einen Kondensator auf. Ein Widerstand entlädt
ihn. Ein 1G-Schmitttrigger (74HC1G14) liefert das Ausgangssignal.
Aufwand: 2 x SOT23, 1 x R, 1 x C.
Du kannst den 555C auch positiv triggern, wenn du den Triggereingang auf
knapp über 1/3Vcc "festnagelst" und auf den Control-Eingang einen
positiven Puls gibst, der grösser als 2/3Vcc ist.
Das impulsartige Anheben der Komparatorreferenz bewirkt das Selbe, wie
das Absenken des Triggereingangs...
Simpel schrieb:> auf den Control-Eingang einen positiven Puls gibst
Das ist ein interessanter Ansatz, hat aber einen Nachteil: Die
Control-Spannung ist gleichzeitig der Threshold-Referenz. Man darf daher
das Steuersignal nicht direkt auf Control geben, nur z. B. über eine
Diode. Und das "Festnageln" kostet weitere Bauelemente. Wenn man aber
schon zusätzliche Bauelemente akzeptiert, gibt es noch viele weitere
Lösungsmöglichkeiten. Sportliches Ziel ist wohl ein IC, ein R und ein C.