Wassersensor-Schaltung

Gast #4658599
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Hallo liebe Gemeinde

Ich habe eine 12 Volt Wassersensor-Schaltung aus dem Netz abgeändert. 
Original schaltet die Schaltung, wenn die Elektroden keine Flüssigkeit 
detektieren. Ich wollte aber dass sie schaltet, wenn die Elektroden in 
einem Medium (Wasser) sind. Die Schaltung schaltet prima bei Kontakt und 
die Empfindlichkeit lässt sich auch gut einstellen über den Poti. Jedoch 
ist das Design so eine Art Selbsthalte-Schaltung. Spricht das Relais 
fällt nicht wie gewollt nach kurzer Zeit ohne Wasserkontakt ab. Als 
Grund dafür vermute ich die zu hohe Basisspannung an Tr3 von ungefähr 
10V, die nicht zurückgeht. Das Relais ist ein 12V-Printrelais mit 200mW 
Leistung.

Nun meine Frage: Weiss jemand von euch, welche Widerstandswerte ich 
anpassen muss?

Ich danke euch schon jetzt für eure Hilfe.
Grüsse Laurin
Angehängte Dateien:
#4658962
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Nein, ich würde die Eingangsschaltung etwas umbauen:

Den Sensor zwischen Plus und die Basis legen, und den 10k-Widerstand 
zwischen Basis und Minus.
Alles andere  dort weg und den Elko deutlich kleiner machen.

P.S.:
Wenn die Empfindlichkeit dann zu hoch sein sollte, kannst du anstelle 
des 10k-Widerstandes auch das Trimpoti als veränderichen Widerstand 
verwenden.
Gast #4659228
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Also ich habe alles so geändert wie du empfohlen hast. Die Schaltung 
funktioniert von der Ansteuerung sehr sauber. Den Poti hab ich 
eingesetzt, um die Empfindlichkeit zu justieren. Leider aber fällt das 
Relais noch immer nicht ab. Ich messe allerdings bei angezogenem Relais 
jetzt eine viel tiefere Spannung von nur 2.9 Volt (zwischen Emitter von 
T3 und Ground). Für meine Logik sollte diese Spannung eigentlich nicht 
reichen um die Spule zu halten, oder???
#4659332
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Laurin schrieb:
> Für meine Logik sollte diese Spannung eigentlich nicht
> reichen um die Spule zu halten,

Das sehe ich auch so.
Bist du sicher, dass es sich um ein 12V Relais handelt?
Schau mal ins Datenblatt, wenn du eines findest.

Die Schaltung ist aber generell unzweckmäßig und wohl mehr als uralt.
Hast du evtl. noch einen NE555 in der Bastelkiste?
Damit kann man leicht diesen ganzen Drahtverhau ersetzen, und dieses IC 
kostet kaum mehr als ein Transistor.

Alternativ R4 kleiner machen und/oder R7 größer, denn diese beiden 
bilden zusammen einen Spannungsteiler, der die minimale Basisspannung 
von T3 festlegt.
So, wie die Sache jetzt aussieht, fliessen bei 12V Betriebsspannung 
durch diese beiden Widerstände ungefähr 12V/(3900Ω+1800Ω) = 2,1mA und 
diese erzeugen an R4 eine Spannung von etwa 3,8V.
Vermindert um die Basis-Emitterspannung von 0,7V ergibt das am Emitter 
von T3 mit 3,1V in etwa die Spannung, die du dort misst.

P.S.:
Anstelle die Schaltung wie beschrieben zu ändern, könntest du auch die 
Freilaufdiode (die dort gar nicht benötigt wird) mit der Relaisspule 
hintereinander schalten.
Dadurch bekommt die Spule etwa 0,7V weniger, also nur noch 2,2V, und 
damit fällt das Relais hoffentlich ab.
Gast #4659887
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Heureka! Es funzt. Es lag tatsächlich am Spannungsteiler für die Basis 
von Tr3. Bin mit dem 3,9k rauf auf 5.6k und siehe da es fällt ab. Den 
Kondensator konnte ich wieder ohne Problem auf 200u hochfahren. So habe 
ich eine Verzögerung, die für meine Anwendung sehr nützlich ist. An 
dieser Stelle ein grosses Dankeschön. Du hast mir sehr geholfen!
Gast #4660230
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Ja ich dachte, dass es zu einer geringen Elektrolyse kommen wird. Doch 
meinst du das spielt ne Rolle, wenn ich Chromstahl Elektroden einsetze? 
Zudem werde ich die Schaltung als eine Alarmanlage einsetzen für wenn 
eine Grundwasserpumpe aussteigt. Sprich wird hoffentlich nur seeehr 
selten Kontakt mit H20 geben.
#4661114
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Röder schrieb:
> Laurin schrieb:
>> Ja ich dachte, dass es zu einer geringen Elektrolyse kommen wird. Doch
>> meinst du das spielt ne Rolle, wenn ich Chromstahl Elektroden einsetze?
>
> Ja. Das weiss ich aus Erfahrung.
> Das blöde dabei: Die Metallionen vergiften alles 8-(

Man sollte die möglichen elektrolytischen Effekte nicht überbewerten.
Die Elektroden werden vermutlich nur kurzzeitig mit Wasser in Berührung 
kommen.

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