Schwingkreis für passiven Buzzer

Gast #5149941
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Hallo,

ich habe hier einen SMD Buzzer, der passiv ist. Ich muss also selbst 
eine Wellenform liefern. Ich möchte das gerne ohne µC machen. Sobald 
Spannung anliegt, soll er einen durchgehenden 2 kHz Ton ausgeben. Wie 
macht man das am einfachsten?

Gemessen habe ich 350 uH bei 10 kHz und 10 Ohm bei DC.
#5149982
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Timmy schrieb:

> ich habe hier einen SMD Buzzer, der passiv ist.

Hat der einen Rückkopplungsanschluss? Dann kann er mit einer
einfachen Ein-Transistorschaltung leicht zum Schwingen auf
seiner Eigenfrequenz gebracht werden

> Sobald Spannung anliegt, soll er einen durchgehenden 2 kHz Ton
> ausgeben.

Soll eine Piezoscheibe auf einer anderen als der Eigenfrequenz
angeregt werden, ist die Lautstärke deutlich niedriger.
Gast #5150088
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Mit einem 555-Timer kommst Du etwa auf 6 Bauteile. Siehe hier: 
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0310131.htm

Mit einem ATiny von AVR reichen etwa 2 (der Tiny plus 1 Kondensator) 
Bauteile. Such mal nach Minimalbeschaltung hier im Forum und wandle sie 
entsprechend ab. (Ich weiß, eigentlich willst Du keinen uC programmieren 
- nur mal so zum Vergleich).

Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz des Piezo als 
frequenzbestimmendes Bauteil in einem aus diskreten Bauelementen 
aufgebauten Oszillator. Das kommt etwa auf 5-6 Bauteile (1 Transistor, 3 
Widerstände, 1 Kondensator, evtl. ein zusätzlicher Kondensator). 
Allerdings wird es von dem Piezo selbst abhängen, ob Du damit gerade 
2kHz hinkriegst, denn diese Methode beruht darauf die Eigenresonanzen 
(eine Serien- und eine Parallelresonanz) des Piezo zu nutzen. Die sind 
nicht notwendigerweise bei 2kHz. Siehe: 
https://www.piceramic.de/de/piezo-technologie/grundlagen/ - ganz unten, 
wo der prinzipielle Impedanzverlauf skizziert ist.

Falls Du aber zwingend einen 2kHz-Ton erzeugen willst, kommen zu der 
Oszillatorschaltung ein Kondensator und eine Spule hinzu.


Letztere beiden Möglichkeiten sind für einen Unerfahrenen nicht ganz so 
einfach zu realisieren. Niedrige Frequenzen mit Schwingkreisen zu 
erzeugen, ergibt große Induktivitäts- und Kapazitätswerte mit 
notwendigerweise großen parasitären Werten. Das kann es schwierig 
machen, den Oszillator zuverlässig zum Schwingen zu bekommen. Was man da 
machen muss, kann zumindest ich, nicht ganz einfach erklären.


Falls Du mehr oder weniger Laie bist und auf minimale Bauteilanzahl ohne 
Programmierung Wert legst, empfehle ich die Lösung mit dem 555-Timer.
Auch das ist unter gewissen Umständen (wir kennen ja den Typ des Piezos 
nicht) mit Problemen verbunden, sollte aber mit hinreichender 
Wahrscheinlichkeit leicht zum Laufen zu bringen sein. Jedenfalls im 
Vergleich zu den anderen Lösungen.
Gast #5150107
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@ Timmy

Timmy schrieb:
> Es ist ein einfacher SMD Speaker. Leider gibts den nicht mehr bei
> Aliexpress, aber hier ist noch ein Produktbild.

Ah. Du hast die Info gepostet, während ich getippt habe. Naja. Man kann 
wenigstens einige Informationen daraus entnehmen.

Wie ich gerade bemerke, ist die Annahme einer "Piezo"-Scheibe eigentlich 
nicht gerechtfertig. Das hat einer der Antworter aufgebracht. Kam nicht 
von Dir.

Das in dem Bild sichtbare kupferfarbene Fleckchen deutet, meiner Meinung 
nach, tatsächlich darauf hin, dass es sich um eine Spule handelt.

Ich bin jetzt nicht so der Experte in sowas, aber 90mA bei bis zu 5V 
sollte sich noch mit nem bipolaren 555 machen lassen. Ich selbst würde 
es zumindest mal versuchen.
Gast #5150294
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Danke für die Antworten, aber leider war bisher nicht dabei, was ich 
gesucht habe. Mir wäre am liebsten 1-2 passive Bauteile und es schnurrt. 
Aber vielleicht geht das einfach nicht und ich muss mich damit abfinden.

Mich wundert dann nur, wie die Chinesen dann die aktiven SMD Buzzer auf 
4x4mm herstellen. Da passt das doch gar nicht alles rein und schon gar 
nicht für 1 Euro Verkaufspreis bei 1 Stück.
Gast #5150338
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Timmy schrieb:
> Ich habe halt eine 10 Cent Lösung gesucht. Aber die kennt wohl
> hier
> keiner.

Mit zwei Kondensatoren, einem Transistor und etwas passivem Hühnerfutter 
kann man damit einen Oszillator bauen. Wird bereits bei geringer 
Latstärke brüllend laut und kostet keine 10 Cent.
#5150354
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Moin,

Schreiber schrieb:
> Mit zwei Kondensatoren, einem Transistor und etwas passivem Hühnerfutter
> kann man damit einen Oszillator bauen. Wird bereits bei geringer
> Latstärke brüllend laut und kostet keine 10 Cent.

Ja, kann man alles machen. Aber der Hersteller tut sich immer leichter, 
wenn er so ein Ding von Anfang an designt. Dann ist's simpel, z.B. eine 
Anzapfung in die Sschwingspule bzw. eine 2. Spule mechanisch irgendwie 
gekoppelt einzubauen. Das versimpelt den Oszillatoraufbau gewaltig.
Aber ich wuerd' auch sagen, so einen 555 sollte man aufwandsartig doch 
im Griff haben. Und mit dem Ausgangskondensator kann man dann natuerlich 
so spielen, dass da ggf. ein (Serien)Schwingkreis auf Resonanz kommt...

Gruss
WK
Gast #5150623
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Ich habe mal gesehen, dass es Chips für solche Dinge gibt.

Microchip ist da gut bestückt, die haben einen Hersteller von dem Kram 
gekauft:
http://www.microchip.com/paramChartSearch/chart.aspx?branchID=9033
Ob das wirklich auf so einen SMD-Buzzer passt, habe ich mir jetzt nicht 
genau angesehen.

Wem der NE555 zu teuer ist:
http://www.hobby-bastelecke.de/grundschaltungen/multivibrator.htm
Bekommt man für <0,05€ hin.

Ich persönlich würde das nehmen:
https://www.reichelt.de/Signalakustik/SUMMER-BS-21B/3/index.html?ACTION=3&LA=446&ARTICLE=35921&GROUPID=6560&artnr=SUMMER+BS+21B&SEARCH=Piezo
Einfach anschließen, fertig.

Je nach Bequemlichkeit ist es halt entweder kompliziert oder billig. 
Musst halt den richtigen Kompromiss finden.
Für den Sparfuchs würde ich die Astabile Kippstufe empfehlen, der faule 
Hund nimmt den Pieper.
Wer einfacher und billiger will, muss halt noch mehr Aufwand reinstecken 
und selber recherchieren.
Gast #5151362
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Dergute W. schrieb:
> Ja, kann man alles machen. Aber der Hersteller tut sich immer leichter,
> wenn er so ein Ding von Anfang an designt. Dann ist's simpel, z.B. eine
> Anzapfung in die Sschwingspule bzw. eine 2. Spule mechanisch irgendwie
> gekoppelt einzubauen. Das versimpelt den Oszillatoraufbau gewaltig.

Nein, eigentlich nicht. Einfach mal nach Clopitts-Oszillator suchen. 
Minimaler Aufwand, maximale Lautstärke.

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