Hallo,
ich habe hier einen SMD Buzzer, der passiv ist. Ich muss also selbst
eine Wellenform liefern. Ich möchte das gerne ohne µC machen. Sobald
Spannung anliegt, soll er einen durchgehenden 2 kHz Ton ausgeben. Wie
macht man das am einfachsten?
Gemessen habe ich 350 uH bei 10 kHz und 10 Ohm bei DC.
Den Parallelkondensator kannst du mit der Thomsonschen
Schwingungsformel ausrechnen. Ein Schwingkreis schwingt
aber nicht alleine, du brauchst dazu noch eine
Oszillatorschaltung.
Timmy schrieb:> ich habe hier einen SMD Buzzer, der passiv ist.
Hat der einen Rückkopplungsanschluss? Dann kann er mit einer
einfachen Ein-Transistorschaltung leicht zum Schwingen auf
seiner Eigenfrequenz gebracht werden
> Sobald Spannung anliegt, soll er einen durchgehenden 2 kHz Ton> ausgeben.
Soll eine Piezoscheibe auf einer anderen als der Eigenfrequenz
angeregt werden, ist die Lautstärke deutlich niedriger.
Harald W. schrieb:> Soll eine Piezoscheibe auf einer anderen als der Eigenfrequenz> angeregt werden, ist die Lautstärke deutlich niedriger.
Du redest von Thema-fremden Dingen.
Eine Piezoscheibe hat keine solchen technischen Daten:
Timmy schrieb:> Gemessen habe ich 350 uH bei 10 kHz und 10 Ohm bei DC.
Inschen Jöhr schrieb:> Du redest von Thema-fremden Dingen.>> Eine Piezoscheibe hat keine solchen technischen Daten:>> Timmy schrieb:>> Gemessen habe ich 350 uH bei 10 kHz und 10 Ohm bei DC.
Du meinst, er hat einen einfachen Spulensummer? Die werden
typischerweise direkt mit 50Hz betrieben. Die angegebenen
Daten hatte ich als Meßfehler eingestuft.
Mit einem 555-Timer kommst Du etwa auf 6 Bauteile. Siehe hier:
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0310131.htm
Mit einem ATiny von AVR reichen etwa 2 (der Tiny plus 1 Kondensator)
Bauteile. Such mal nach Minimalbeschaltung hier im Forum und wandle sie
entsprechend ab. (Ich weiß, eigentlich willst Du keinen uC programmieren
- nur mal so zum Vergleich).
Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz des Piezo als
frequenzbestimmendes Bauteil in einem aus diskreten Bauelementen
aufgebauten Oszillator. Das kommt etwa auf 5-6 Bauteile (1 Transistor, 3
Widerstände, 1 Kondensator, evtl. ein zusätzlicher Kondensator).
Allerdings wird es von dem Piezo selbst abhängen, ob Du damit gerade
2kHz hinkriegst, denn diese Methode beruht darauf die Eigenresonanzen
(eine Serien- und eine Parallelresonanz) des Piezo zu nutzen. Die sind
nicht notwendigerweise bei 2kHz. Siehe:
https://www.piceramic.de/de/piezo-technologie/grundlagen/ - ganz unten,
wo der prinzipielle Impedanzverlauf skizziert ist.
Falls Du aber zwingend einen 2kHz-Ton erzeugen willst, kommen zu der
Oszillatorschaltung ein Kondensator und eine Spule hinzu.
Letztere beiden Möglichkeiten sind für einen Unerfahrenen nicht ganz so
einfach zu realisieren. Niedrige Frequenzen mit Schwingkreisen zu
erzeugen, ergibt große Induktivitäts- und Kapazitätswerte mit
notwendigerweise großen parasitären Werten. Das kann es schwierig
machen, den Oszillator zuverlässig zum Schwingen zu bekommen. Was man da
machen muss, kann zumindest ich, nicht ganz einfach erklären.
Falls Du mehr oder weniger Laie bist und auf minimale Bauteilanzahl ohne
Programmierung Wert legst, empfehle ich die Lösung mit dem 555-Timer.
Auch das ist unter gewissen Umständen (wir kennen ja den Typ des Piezos
nicht) mit Problemen verbunden, sollte aber mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit leicht zum Laufen zu bringen sein. Jedenfalls im
Vergleich zu den anderen Lösungen.
@ Timmy
Timmy schrieb:> Es ist ein einfacher SMD Speaker. Leider gibts den nicht mehr bei> Aliexpress, aber hier ist noch ein Produktbild.
Ah. Du hast die Info gepostet, während ich getippt habe. Naja. Man kann
wenigstens einige Informationen daraus entnehmen.
Wie ich gerade bemerke, ist die Annahme einer "Piezo"-Scheibe eigentlich
nicht gerechtfertig. Das hat einer der Antworter aufgebracht. Kam nicht
von Dir.
Das in dem Bild sichtbare kupferfarbene Fleckchen deutet, meiner Meinung
nach, tatsächlich darauf hin, dass es sich um eine Spule handelt.
Ich bin jetzt nicht so der Experte in sowas, aber 90mA bei bis zu 5V
sollte sich noch mit nem bipolaren 555 machen lassen. Ich selbst würde
es zumindest mal versuchen.
Theor schrieb:> Ah. Du hast die Info gepostet, während ich getippt habe.
Nein, er hat es bereits im Eröffnungsbeitrag benannt.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Aber lieber mal
dumm drauf losschreiben vor dem Lesen.
Timmy schrieb:> Gemessen habe ich 350 uH bei 10 kHz und 10 Ohm bei DC.
Danke für die Antworten, aber leider war bisher nicht dabei, was ich
gesucht habe. Mir wäre am liebsten 1-2 passive Bauteile und es schnurrt.
Aber vielleicht geht das einfach nicht und ich muss mich damit abfinden.
Mich wundert dann nur, wie die Chinesen dann die aktiven SMD Buzzer auf
4x4mm herstellen. Da passt das doch gar nicht alles rein und schon gar
nicht für 1 Euro Verkaufspreis bei 1 Stück.
Timmy schrieb:> Mir wäre am liebsten 1-2 passive Bauteile und es schnurrt.
Dann brauchst du einen anderen Summer.
Nach dem Prinzip der Autohupe.
Dir ist nicht zu helfen.
Oder es droht bereits der Freitag(s-Troll).
Timmy schrieb:> Ich habe halt eine 10 Cent Lösung gesucht. Aber die kennt wohl> hier> keiner.
Mit zwei Kondensatoren, einem Transistor und etwas passivem Hühnerfutter
kann man damit einen Oszillator bauen. Wird bereits bei geringer
Latstärke brüllend laut und kostet keine 10 Cent.
Moin,
Schreiber schrieb:> Mit zwei Kondensatoren, einem Transistor und etwas passivem Hühnerfutter> kann man damit einen Oszillator bauen. Wird bereits bei geringer> Latstärke brüllend laut und kostet keine 10 Cent.
Ja, kann man alles machen. Aber der Hersteller tut sich immer leichter,
wenn er so ein Ding von Anfang an designt. Dann ist's simpel, z.B. eine
Anzapfung in die Sschwingspule bzw. eine 2. Spule mechanisch irgendwie
gekoppelt einzubauen. Das versimpelt den Oszillatoraufbau gewaltig.
Aber ich wuerd' auch sagen, so einen 555 sollte man aufwandsartig doch
im Griff haben. Und mit dem Ausgangskondensator kann man dann natuerlich
so spielen, dass da ggf. ein (Serien)Schwingkreis auf Resonanz kommt...
Gruss
WK
Dergute W. schrieb:> Ja, kann man alles machen. Aber der Hersteller tut sich immer leichter,> wenn er so ein Ding von Anfang an designt. Dann ist's simpel, z.B. eine> Anzapfung in die Sschwingspule bzw. eine 2. Spule mechanisch irgendwie> gekoppelt einzubauen. Das versimpelt den Oszillatoraufbau gewaltig.
Nein, eigentlich nicht. Einfach mal nach Clopitts-Oszillator suchen.
Minimaler Aufwand, maximale Lautstärke.