Moin,
eine kleine Tritium Funzel (GTLS) ist etwas in die Jahre gekommen.
Welche LEDs eignen sich besonders gut für den Betrieb mit <800nA?
Grün-Gelb (555nm) ist wohl am besten?
Spielt die Größe der aktiven Fläche der LED eine Rolle?
Grün ist am besten, da weist das menschliche Auge die höchste
Empfindlichkeit auf. Heißt, Du brauchst für eine relativ gute
Sichtbarkeit nur wenig Licht erzeugen.
Evtl. kannst Du auch probieren, den Leuchtstoff mit UV-Licht anzuregen.
Allerdings kann ich Dir nicht empfehlen an der Tritiumkapsel
rumzufummeln. Solange das Tritium da drin ist, wird die Strahlung
komplett abgeschirmt. Aber wenn Du das Ding zerbrichst kommt das nicht
so gut.
Ben B. schrieb:> Grün ist am besten, da weist das menschliche Auge die höchste> Empfindlichkeit auf.
Aber grüne LEDs haben nicht unbedingt den besten Wirkungsgrad.
Am besten schaut man im Datenblatt nach dem besten Wert für
Lumen pro Watt. Bei dem ist die Augenempfindlichkeit bereits
berücksichtigt.
Warum muss die LED eigentlich <800nA haben? Ich mein, hey. Low Current
LEDs sind immer noch im mA-Bereich daheim, das sind mal eben schmale 3-4
Zehnerpotenzen mehr.
M. K. schrieb:> Warum muss die LED eigentlich <800nA haben? Ich mein, hey. Low Current> LEDs sind immer noch im mA-Bereich daheim, das sind mal eben schmale 3-4> Zehnerpotenzen mehr.
Nur sind die meisten Low Current LEDs im Vergleich zu modernen LEDs eine
Katastrophe, was den Wirkungsgrad angeht. Die Bezeichnung ist da schon
lange nicht mehr adäquat.
M. K. schrieb:> Warum muss die LED eigentlich <800nA haben? Ich mein, hey. Low Current> LEDs sind immer noch im mA-Bereich daheim, das sind mal eben schmale 3-4> Zehnerpotenzen mehr.
Ob man Low current oder andere LEDs verwendet ist ziemlich egal,
entscheidend ist allein der Lumen pro Watt-Wert. Bei sehr kleiner
Helligkeit verschiebt sich allerdings die Wellenlänge für die
höchste Augenempfindlichkeit mehr ins Bläuliche. Ob man das dann
berücksichtigen muss, weiss ich nicht genau.
Wenn man jetzt grob rechnet: Die besten blauen LEDs erreichen 80%
Wirkungsgrad und teilweise noch etwas mehr. Bei 1µA und 2,7V macht es
Pel 2,7µW und ~2,2µW Pstr. Bei 470nm entspricht es 1,5*10^-4 Lumen.
Dumm nur, dass man wahrscheinlich keine schwachen LEDs finden wird, die
diese Wirkungsgrade haben, weil so gut sind nur die besten blauen
Hochleistungs-LEDs im Bereich von 1-10W. Ausnahme mag da der LM301B-Chip
von Samsung sein, der für 65mA Nennstrom ausgelegt ist. Welchen
Wirkungsgrad dieser bei unter 1µA hat?
Manch (eigentlich die Meisten... denke ich) Blau o. Weiße LEDs funzeln
bereits so ab 50µA!
J. S. schrieb:> Nur sind die meisten Low Current LEDs im Vergleich zu modernen LEDs eine> Katastrophe, was den Wirkungsgrad angeht. Die Bezeichnung ist da schon> lange nicht mehr adäquat.
Jo, da ist's empfehlenswerter auf die mcd's zu achten (~600-6k)!
Da kommen die ollen Low-Current, mit ihren ~20mcd bei 2mA, nicht
annähernd ran.
Teo D. schrieb:> Manch (eigentlich die Meisten... denke ich) Blau o. Weiße LEDs /funzeln/> bereits so ab 50µA!>> J. S. schrieb:>> Nur sind die meisten Low Current LEDs im Vergleich zu modernen LEDs eine>> Katastrophe, was den Wirkungsgrad angeht. Die Bezeichnung ist da schon>> lange nicht mehr adäquat.>> Jo, da ist's empfehlenswerter auf die mcd's zu achten (~600-6k)!> Da kommen die ollen Low-Current, mit ihren ~20mcd bei 2mA, nicht> annähernd ran.
Die oben von mir erwähnte LM301B wäre vllt einen Versuch wert, da sie
alle 5mm LEDs weit in den Schatten stellt. Aber ob und wie gut sie bei
<1µA leuchtet? Das kann ich mit meinen Gerätschaften nicht einmal
testen, obwohl ich diese LEDs hier liegen habe ...
https://e-neon.ru/catalog_files/pdf2/lm301b_cri80.pdf
Teo D. schrieb:> Jo, da ist's empfehlenswerter auf die mcd's zu achten (~600-6k)!
Dqa wäre aber die Frage an den TE, inwieweit er eher Rundumlicht
oder stark gebündeltes Licht benötigt.
J. S. schrieb:> Das kann ich mit meinen Gerätschaften nicht einmal> testen, obwohl ich diese LEDs hier liegen habe ...
Echt nich, Widerstand, DMM, Stromquelle, Taschenrechner, ist nicht
vorhanden? Ihr get's ja nicht grad um Präzision, +-20% ist doch egal.
Harald W. schrieb:> Dqa wäre aber die Frage an den TE, inwieweit er eher Rundumlicht> oder stark gebündeltes Licht benötigt.
Nur Funzeln, wird Ihm wohl reichen. ?-)
Egon S. schrieb:> eine kleine Tritium Funzel (GTLS) ist etwas in die Jahre gekommen.
Tom schrieb:> Vermutlich..eine Badewanne hat auch einen größeren Wasserbedarf als ein> Schnapsglas
Keine Ahnung haben, aber Hauptsache irgendwas abgesondert.
Egon S. schrieb:> Welche LEDs eignen sich besonders gut für den Betrieb mit <800nA?
An sich alle LEDs, wichtig ist natürlich die Effizienz. Die wird aber
mit sinkendem Strom immer besser (Weil weniger Leistung an internen
Widerständen verloren geht, die eigentlich Effizienz der QW in der LED
ist weitgehend unabhängig vom Strom). Insofern ist es erstmal egal, ob
die LED maximal 1, 10 oder 2000mA kann.
Gelb-Grün ist keine wirklich gute Idee, weil die LEDs entweder aus InGaN
mit relativ hohem In-Anteil bestehen (Meistens schlechte
Kristallqualität) oder aus wesentlich weniger effizienten anderen
Halbleitern. Ich würde deswegen eher ein grün bis grün-blau wählen.
Alternativ grüne mit Leuchtstoff, weil royalblaue LEDs tendenziell noch
einen Tick besser sind - dafür geht aber bei der Umwandlung Energie
verloren (Mindestens die Energiedifferenz der Photonen) - am besten in
Datenblätter schauen und vergleichen.
Besonders hell wird es mit 800nA naturgemäß nicht, aber ich habe hier
blaue LEDs (0815 Dinger mit 5mm Gehäuse), die als Statusanzeige mit 15uA
auch tagsüber noch erkennbar sind (Im Innenraum) und nachts den halben
Raum "ausleuchten" können. Mit 800nA sollte also ein Glimmen auf jeden
Fall sichtbar sein.
Teo D. schrieb:> Manch (eigentlich die Meisten... denke ich) Blau o. Weiße LEDs funzeln> bereits so ab 50µA!
Ich glaube da hab ich mich um ne ganze Dekade verhauen. Bin mir ziemlich
sicher, das waren 5µA.... Kann ja Jeder selber mal Testen (da tun aber
noch nicht alle!).
Teo D. schrieb:> J. S. schrieb:>> Das kann ich mit meinen Gerätschaften nicht einmal>> testen, obwohl ich diese LEDs hier liegen habe ...>> Echt nich, Widerstand, DMM, Stromquelle, Taschenrechner, ist nicht> vorhanden? Ihr get's ja nicht grad um Präzision, +-20% ist doch egal.
Ja ok, aber wie du schon sagst: Die Genauigkeit ...
Eine grüne 20000mcd LED leuchtet schon ordentlich hell bei 100uA. Wenn
man sich mit 20uA zufrieden gibt, kann man diese LED mit einer Goldcap
schon einige Monate, wenn nicht sogar Jahre, leuchten lassen!
Meiner Beobachtung nach sind "echtgrüne" LEDS mit 525nm bei sehr
geringen Strömen am besten sichtbar ich habe hier welche mit 10uA
gefüttert die mir den Flur in der Wohnung ausleuchten
qwertzuiopü+ schrieb:> An sich alle LEDs,
Ich würde eher sagen: keine.
qwertzuiopü+ schrieb:> Mit 800nA sollte also ein Glimmen auf jeden Fall sichtbar sein.
Meine LEDs (darunter hocheffiziente 3mm) sind bei <1uA schlicht AUS.
Hallo
ohne viel Worte:
Weiße oder Blaue LEDs - selbst billige Chinaware ohne jedes Datenblatt
erzeugen erstaunlich viel Licht schon bei kleinsten Strömen zumindest
wenn es nicht gut abgelagerte Leds noch aus den ersten 10 Jahren dieses
Jahrhundert oder gar noch älter sind.
Ob jetzt eine 1W 3W 5W oder eine "normale" 5mm LED bei diesen
Stromstärken das meiste Licht erzeugen musst du halt ausprobieren.
Grüne LEDs sind trotz höchster Empfindlichkeit des Auges in diesen
Bereichs erstaunlich oft recht enttäuschend im Vergleich zu den weißen
LEDs.
Jemand
MaWin schrieb:> Meine LEDs (darunter hocheffiziente 3mm) sind bei <1uA schlicht AUS.
Dann hast du sie vermutlich beim billigen Jakob gekauft, oder selbst
beschädigt.
Moderne LED sind ESD gefährdet, und bei unsachgemäßer Handhabung kann
die zulässige Sperrspannung (Datenblatt!!!) überschritten werden.
Die Folge ist ein kleiner Defekt in der Sperrschicht, der als
Nebenschluss zur LED wirkt, Strom leitet, aber nicht leuchtet.
Bei geringen Strömen wird dadurch die Schwellspannung der eigentlichen
LED nicht erreicht.
LEDs im blaugrünen Bereich sind vermutlich schon eine gute Wahl. Die
meisten LED sind nicht für so kleine Ströme spezifiziert. Da muss man
wohl selber probieren / Nachmessen. Bei den sehr kleinen Strömen wird
der Wirkungsgrad ggf. einiges schlechter sein als beim normalen Strom.
Schon relativ wenige Defekte können ggf. den ganzen Strom schlucken.
Auch die LEDs aus einer Charge können sich das noch unterscheiden.
Ich kann mich an eine grüne LED erinnern, die auch bei ca. 1 µA noch
durchaus sichtbar hell war. Die Tritium-leuchte könnte aber ggf. noch
heller sein.
Ok, grad gemessen: 3,000V angelegt und einen 10kR Widerstand in Reihe
geschaltet zu der unten verlinkten Platine mit 2700K wo 7xLM301B
parallel geschaltet sind. Glüht deutlich sichtbar aber immer noch sehr
schwach. Als Spannung bei den LEDs haben sich 2,357V eingestellt, was
einem Strom von von ~9,2µA pro LED entspricht.
Anfangen überhaupt wahrnehmbar zu leuchten tun sie bei 2,408V, am
Widerstand sind es dann 112,8mV was 1,6µA pro LED entspricht. Davon ein
Bild gemacht bei normalen Zimmerlicht. Links davon ist der Auszustand.
Alles gemessen mit dem Extech EX510 Multimeter, Werte haben sich fest
eingependelt und haben nicht geschwankt. Gehe ich mit der Spannung nur
leicht runter, gehen sie komplett aus.
https://www.led-tech.de/de/3W-Samsung-LM301B-High-Performance-Stripe
J. S. schrieb:> Alles gemessen mit dem Extech EX510 Multimeter,
Nimm doch das Voltmeter als Vorwiderstand!
Das hat wahrscheinlich 10 oder 20MOhm Eingangswiderstand, und du kannst
mit handlichen Spannungsquellen, z.B. ein oder zwei 9V Blocks und einem
Poti, bequem Ströme weit unterhalb 1µA einstellen und gleich ablesen.
Die Spannung ist ja zweitrangig. Nötigenfalls kann man sie auch mit
einem zweiten Voltmeter am Poti ablesen, und den vom "nA-Meter"
angezeigten Wert subtrahieren.
Achte mal darauf, ob du schon Einflüsse durch den Netzbrumm siehst. Eine
derart vorgespannte LED ist ja auch ein empfindlicher Gleichrichter...
J. S. schrieb:> Als Spannung bei den LEDs haben sich 2,357V eingestellt, was> einem Strom von von ~9,2µA pro LED entspricht.
Ja, aber durch die Parallelschaltung der LED reicht ein einziges
schlechtes Exemplar um auch alle anderen bei niedrigem Strom verlöschen
zu lassen.
nachtmix schrieb:> J. S. schrieb:>> Als Spannung bei den LEDs haben sich 2,357V eingestellt, was>> einem Strom von von ~9,2µA pro LED entspricht.>> Ja, aber durch die Parallelschaltung der LED reicht ein einziges> schlechtes Exemplar um auch alle anderen bei niedrigem Strom verlöschen> zu lassen.
Ich weiß, trotzdem passierte das bei extrem niedrigem Strom. Sind schon
seehr gut selektiert. Und auslöten werde ich sie nicht...
jemand anderes schrieb:> Meiner Beobachtung nach sind "echtgrüne" LEDS mit 525nm bei sehr> geringen Strömen am besten sichtbar ich habe hier welche mit 10uA> gefüttert die mir den Flur in der Wohnung ausleuchten
Beim gestrigen Mitternachtsfußball haben vier LEDs, die mit 1 µA
betrieben wurden, das ganze Stadion (c.a 160 m x 75 m) erleuchtet
J. S. schrieb:> Die besten blauen LEDs ...
Wie kommst du jetzt auf blaue LEDs?
Das Maximum der Augenempfindlichkeit liegt um die 510nm.
Bei den typ. 460nm einer blauen LED ist du Kurve schon wieder kräftig am
abfallen (< 60%).
https://de.wikipedia.org/wiki/V-Lambda-Kurve
W.A. schrieb:> J. S. schrieb:>> Die besten blauen LEDs ...>> Wie kommst du jetzt auf blaue LEDs?> Das Maximum der Augenempfindlichkeit liegt um die 510nm.> Bei den typ. 460nm einer blauen LED ist du Kurve schon wieder kräftig am> abfallen (< 60%).> https://de.wikipedia.org/wiki/V-Lambda-Kurve
Ich habe doch vom Wirkungsgrad gesprochen. Das Maximum für Nachtsehen
liegt bei 506nm.
Grüne LEDs hingegen haben katatstrophale Wirkungsgrade. Heißt: Selbst
eine weiße LEDs nach Wandlungsverlusten ist immer noch weit überlegen.
Obwohl sie auch noch einiges an Blau, Rot etc. hat.
nachtmix schrieb:> J. S. schrieb:>> Alles gemessen mit dem Extech EX510 Multimeter,>> Nimm doch das Voltmeter als Vorwiderstand!> Das hat wahrscheinlich 10 oder 20MOhm Eingangswiderstand, und du kannst> mit handlichen Spannungsquellen, z.B. ein oder zwei 9V Blocks und einem> Poti, bequem Ströme weit unterhalb 1µA einstellen und gleich ablesen.> Die Spannung ist ja zweitrangig. Nötigenfalls kann man sie auch mit> einem zweiten Voltmeter am Poti ablesen, und den vom "nA-Meter"> angezeigten Wert subtrahieren.>> Achte mal darauf, ob du schon Einflüsse durch den Netzbrumm siehst. Eine> derart vorgespannte LED ist ja auch ein empfindlicher Gleichrichter...
Was denn jetzt? Netzteil oder mehrere 9V-Blöcke?:D
Spaß beiseite: Ich werde es vllt später noch mal testen, mit einer
anderen Platine wo jeweils 7 in Reihe sind, sodass ich ohne Auslöten
auch eine einzige betreiben kann, indem ich direkt an die LED Drähte
anlöte.
Aber noch ein Wort zum Megaohm-Widerstand: Mein erster Versuch war ein
33MR und ich konnte die LED-Leiste nicht zum Leuchten bringen. Habe mein
Labornetzteil bis 33V aufgedreht und es passierte gar nichts.
J. S. schrieb:> Aber noch ein Wort zum Megaohm-Widerstand: Mein erster Versuch war ein> 33MR und ich konnte die LED-Leiste nicht zum Leuchten bringen. Habe mein> Labornetzteil bis 33V aufgedreht und es passierte gar nichts.
Wahrscheinlich hast du das Leuchten nur nicht gesehen. Bei deinem
Versuch dürften nur 900nA geflossen sein. Das dürfte selbst bei komplett
abgedunkeltem Raum und nachdem du deinen Augen 30 Minuten Zeit für gute
Dunkeladaptation gegeben hast, kaum zu sehen sein. Hänge mal eine PMT im
Single Photon Counting Mode davor. Der wird das sehen können. ;-)
Hallo
"Wie kommst du jetzt auf blaue LEDs?
Das Maximum der Augenempfindlichkeit liegt um die 510nm.
Bei den typ. 460nm einer blauen LED ist du Kurve schon wieder kräftig am
abfallen (< 60%)."
Einfach mal in der Praxis mit realen Leuchtdioden ausprobieren und schon
wird dir ein mehr (Weißes / Blaues)oder weniger helles (Grünes)Licht
aufgehen.
Richtig helle LEDs im grünen Spektrum sind auch heute bei weiten nicht
die Normalität, wohingegen die ehemals "normalen" 20mA Betriebsstrom bei
Blauen und Weißen LEDs bei selbst bei noch recht heller Umgebung oft
schon viel zu viel sind, selbst 10mA stören oft schon durch zu viel
Lichtentwicklung.
Warum Grüne LEDs oft noch so "wenig" Lichtausbeute = Wirkungsgrad(?)
haben wurde im laufe des Treads mal kurz angedeutet - an eine
detailliertere Erklärung wäre ich allerdings auch interessiert.
Das es aber so ist wird dir jeder Praktiker der nicht Äpfel (Die Weiße /
Blaue undokumentierte 3mm LED von 2002) mit Birnen(Die grüne 3W LED mit
Datenblatt von einen "richtigen" LED Entwickler von 2018) vergleicht.
Also: Das Datenendgerät mal ausschalten, dir Biologie des Auges kurz
vergessen und so ganz real mal eine LED "Schaltung" aufbauen, dabei
natürlich auf ähnlichen Betriebsstrom achten und ohne großartiges
nachdenken dann erkennen und sagen: Diese oder jene LED ist heller.
Wissen und theoretischer Hintergrund können manchmal auch eine Belastung
sein besonders wenn man sein "Wissen" auf überheblicher Art anderen aufs
Auge drücken will, oder noch schlimmer bloßstellen will (Was aber oft
nach Hinten los geht...Gut so!)
Eric Rasierfrau
Blaue LEDs sind die Basis für weiße LEDs und daher sind da enorme
Entwicklungsarbeiten zur Verbesserung reingeflossen. Grüne dagegen? Da
ist finanziell kaum Interesse vorhanden.
Wolfgang schrieb:> J. S. schrieb:>> Grüne dagegen?>> Dann guck dir mal eine aktuelle 500nm LED an, z.B.> https://www.reichelt.de/led-5-mm-blau-gruen-39-mcd-15-rnd-135-00176-p263824.html?&trstct=pol_3
39 Candela klingen ja beeindruckend, aber:
15° Öffnungswinkel entspricht 0,0538sr, womit sie bei 39cd 2,1 Lumen
erzeugt. Was einer Lichtausbeute von <33 lm/W entspricht bei einem
V-Lambda-Faktor von 0,3 bzw. einer LER von 205 lm/W bei 500nm für das
Tagessehen.
Oder anders gesagt es sind nur etwa 16% Wirkungsgrad bzw. 10mW
Strahlungsleistung!
Gut, bei Nachtsehen wären es immerhin 17 Lumen, aber eine hellblaue LED
mit 475nm und Wirkungsgrad >50% (technischer Stand sind wie gesagt eher
>80%) wird diese trotzdem weit in den Schatten stellen.
Oder besser gesagt in blaues Licht!:D
https://www.youtube.com/watch?v=F27a_llICDU
jemand anderes schrieb:> ... Flur in der Wohnung ausleuchten
Ja, ja - Betonung auf ausleuchten. Muß man bei dieser Helligkeit schon
Sonnenbrille tragen?
So, neue Messung! Diesmal die 5000K-Variante, wo pro Segment jeweils 7
LM301B in Reihe geschaltet sind. Habe dazu noch ein 180kR Widerstand
angelötet und dann jeweils die Spannungen am Widerstand gemessen.
Reihenfolge der Bilder von Links nach Rechts:
7mV ~39nA (!)
18mV ~100nA
180mV ~1µA
1,800mV ~10µA
14,50V ~81µA
Noch ein Kommentar zum Eindruck für das Auge: Bei den knapp 40nA glüht
die LED so schwach, dass man diese bei absoluter Dunkelheit eigentlich
nur aus kurzer Entfernung sieht. Max 10m würde ich sagen. Das Glühen
beginnt dabei bei ~3mV bzw. 1,7nA, sieht man dann aber bei absoluter
Dunkelheit wirklich nur aus allernächster Nähe.
Um Scharfe Fotos machen zu können habe ich aber etwas Licht ins immer
gelassen und erst bei 7mV angefangen. Danach noch meine Rote
Zimmerlampe, damit die Kamera mehr Licht zum Scharfstellen hat, weil sie
da irgendwie nicht mehr dazu in der Lage war. Letztes Bild sind 50mA.:D
Edit: Das mittlere Bild sind auch 1µA und gehört da nicht rein, war noch
ohne das Rote Hintergrundlicht.
Zeno schrieb:> jemand anderes schrieb:>> ... Flur in der Wohnung ausleuchten>> Ja, ja - Betonung auf ausleuchten. Muß man bei dieser Helligkeit schon> Sonnenbrille tragen?
NaJa, mit auf Nachtsicht getrimmte Augen, reicht mir eine kleine
Glimmlampe um alles deutlich zu sehen.
4 Grüne-LEDs mit je 10µA... Könnt schon funzen, zumindest sollte (wenn
sie den bei 10µA leuchten) reichen, um als Stehpinkler nicht den
Mülleimer in der Küche zu missbrauchen. :)
Noch ein Bild bei 500nA, die Kantenlänge des LED-Streifens ist dabei
36mm. Zweites Bild sind 81µA.
Bei der oberen Bildreihe ist das unscharfe, dritte Bild doppelt bzw.
überflüssig.
Manfred schrieb:> J. S. schrieb:>> Grüne LEDs hingegen haben katatstrophale Wirkungsgrade.>> Schaue nach aktueller Ware und wundere Dich:> Beitrag "Re: Quick&dirty - schnelle Problemlösungen selbst gebaut">> Neben der Lichtausbeute aber auch über die Flußspannung, die ist> deutlich höher als früher.
Wo finde ich denn dort im elend langen Strang exakte Werte oder besser
das Datenblatt? Würde mich wundern, wenn selbst moderne Grüne entfernt
an Blaue rankommen.
Oben habe ich ja exemplarisch vorgerechnet, dass selbst eine
beeindruckend aussehende grüne LED in Wirklichkeit eine Katastrophe ist.
Eine deutlich besser scheinende aber immer noch katastrophal schlechte
Grüne:
https://www.led-tech.de/de/OSRAM-Oslon-SSL-80-gruen-528
Macht 86 lm/W und damit ~15% Wirkungsgrad. Gut, hier ist die
Lichtausbeute die zählt, aber eine moderne Weiße schlägt diese mit ~220
lm/W um weit mehr als das Doppelte.
Zeno schrieb:> Teo D. schrieb:>> um als Stehpinkler nicht den>> Mülleimer in der Küche zu missbrauchen. :)>> Da würd ich mich lieber nicht drauf verlassen :-)
Ach man, wegen dem Einem mal... und da war ich stockbesoffen. ;D