Hallo
Foobar schrieb:
Sieht man ja schließlich im Kino - Platine rausziehen, mit dem Lötkolben
rumwedeln, etwas "Wingardium Leviosa" murmeln, und flutsch, alles geht
so, wie es das Drehbuch verlangt
Das ist halt Film und Kino - die Kunden ("Wir") wollen das so und die meisten Regisseure und Drehbuchautoren sind nun mal keine Techniker, sondern in irgendeiner Form "Künstler" bzw. Träumer, die Traumwelten für den Zuschauer und oft auch für sich erzeugen.
Ja, da kommt man als "Fachkraft" (mehr oder weniger) mal schnell ins Lästern - und trotzdem ist es eigentlich unfair, das ist halt beim "Film" besonders im Blockbuster und den Bereich der einfach produzierten Massenware (vom inhaltlichen Anspruch und den letztendlich Genretypischen immer gleichen Inhalt) nun mal so, und zwar erfolgreich.
Es ist Unterhaltung und die muss Aktion, Bilder und Emotionen, aber nicht vorrangig Realität bieten.
Die Sitcom Serie "The Big Bang Theory" ist dir sicherlich auch bekannt(?)
Dass dort die Physik, Technik, Forschungsgebiete, Formeln, welche in der Serie immer ein wichtiger Teil des "Bühnenbildhintergrunds" und auch der Gesprächsthemen zwischen den Akteuren sind, von echten Wissenschaftlern lobend erwähnt werden (weil wohl real und eben ohne all die "Fluxkomensatoren" und wild ausgewählte Formeln ohne jeden Zusammenhang) zeigt ja wie ungewöhnlich so eine Darstellung in der Unterhaltung (Film und Serien) ist.
Ich glaube, Dave Jones (EEV Blog) hatte es mal erwähnt:
Ähnlich wie bei den ganzen "Dokumentationen" des Berufsalltags (na ja - gelogen wird da wohl nicht - aber geschickt ausgewählt und geschnitten) der Goldsucher, Autotuner, Gerichtsvollzieher, Abschleppunternehmen, also Abschleppen von Fahrzeugen und nicht, was "ihr jetzt denkt ;-) wurde auch mal versucht den Berufsalltag von Ingenieuren (Entwicklern) im E-Tedchnik Bereich in einer (natürlich unterhaltenden) Dokuserie zu verwerten:
Es hat nicht funktioniert - Arbeiten an CAD Systemen, echtes Debuggen und Testaufbauten, die nicht bei einem Fehler in einer großen Explosion für Effekte sorgen, bringen keine Quote und sind selbst für "uns" Nerd wird es m schnell langweilig - mal ganz abgesehen, dass die (wenigstens für uns Nerds) interessanten Teile "geschwärzt" werden würden.
Und auch die Standardeinlage solcher "Dokuserien" wie:
"Immer Zeitdruck - aber "wir" schaffen es letztendlich immer bis zur letzten Minute" und entweder "Kurz vor der Pleite" oder "das große Geld" (bis zur nächsten Folge) klappt auch nicht so wirklich gut.
Und ganz bestimmt auch nicht unwichtig die Persönlichkeiten der Akteure selbst:
Goldsucher, Autotuner, Hochseefischer, aber auch Gerichtsvollzieher usw. sind halt doch anders drauf (bzw. deren unfreiwillige Kunden) als halt ein Bildschirmarbeiter, Entwickler, Sacharbeiter beim Einwohnermeldeamt oder halt die "Denker" und Theoretiker.