Hilfe bei Umbau Schaltung von Klatschschalter

OP #7583105
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Hallo,

ich habe einen sog. Klatschschalter (Bausatz) gekauft und diesen zusammengebaut. (Schaltbild anbei)

Leider ist die hier umgesetzte Fkt. nicht so wie ich sie benötige - Klatschen - EIN / nochmal Klatschen - AUS.

Ich möchte diese Schaltung dahingehend modifizieren, dass beim Klatschen das Relais für einen einstellbaren Zeitraum EINschaltet und danach wieder abfällt.

Vielen Dank!

[Mod: bitte nächstes Mal den Threadtitel etwas aussagekräftiger gestalten]

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#7583142
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Eine monostabile Kippstufe kann man z.B. hier finden: https://www.elektroniktutor.de/analogverstaerker/monoflop.html

R. H. schrieb:

dass beim Klatschen das Relais für einen einstellbaren Zeitraum EINschaltet und danach wieder abfällt.

Wie lange soll den die Einschaltzeit werden? Bei wenigen Sekunden wird das mit der analogen Schaltung noch machbar sein, aber schon bei zweistelligen Minuten sollte man weg von analogen Lösungen und einen µC verwenden, also ganz neue Schaltung, die auch deutlich kleiner werden dürfte ...

#7583324
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R. H. schrieb:

ich habe einen sog. Klatschschalter (Bausatz) gekauft und diesen zusammengebaut. (Schaltbild anbei)

Erstaunlich, daß es noch solche uralten Bausätze bei Pollin gibt.

Ich möchte diese Schaltung dahingehend modifizieren, dass beim Klatschen das Relais für einen einstellbaren Zeitraum EINschaltet und danach wieder abfällt.

Vor etwa 50 Jahren wurde der NE555 für genau diese Art von Anwendungen entwickelt. Mit dem wäre die Aufgabe viel einfacher zu lösen und man erreicht längere Zeiten als mit dem gezeigten Bausatz. Siehe Anhang. Das Relais zieht nach Auslösung für etwa 2,5s an, für längere Zeiten den 47K/22µ vergrößern. Die Empfindlichkeit lässt sich mit dem 10k-Poti einstellen, man kann auch einen Festwiderstand nach Masse einbauen.

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#7583442
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R. H. schrieb:

Hallo Klaus, es geht wirklich nur um 2 bis 3 Sekunden.

Das ist machbar.

Enrico E. schrieb:

Falls ...

Enrico, der Trigger muss an die andere Basis. In Ruhe sorgt R12 für einen leitenden Q2 und damit ist Q1 gesperrt. Du kannst also nur die Basis von Q2 nach LOW ziehen. Ich hatte zunächst auch ein paar Überlegungsprobleme, aber die häufig gezeigten Schaltungen triggern Q1 mit HIGH, hier solle es der LOW-Puls von Q3 tun. Im Anhang meine Vorschlag, simuliert liefert der etwa 5s Strom für R2, der das Relais sein soll.

Noch ein paar Erläuterungen: D1 braucht man, um den Q2 vor zu hoher negativer Basisspannung zu schützen. Leider verkürzt der die Pulszeit. Ein paar Volt wären zulässig, man könnte, um das zum großen Teil zu kompensieren, bis zu 6-7 Dioden in Reihe schalten. Damit erreicht man fast die doppelte Zeit.

Die Zeit ist abhängig von C1 und R3.

Die Eingangsempfindlichkeit ist besser als 10mVp, falls zu empfindlich: R5 vergrößern. Der Mikrofontyp und -pegel ist uns unbekannt.

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OP #7584052
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Ersteinmal allen Ratgebern ein großes Dankeschön.

Der Umbau ist prinzipiell okay, erfordert aber einen doch recht massiven Eingriff in die bestehende Platine und das Ganze sieht am Ende doch sehr gebastelt aus. Der Hinweis auf den NE555 scheint mir zielführender für mein Projekt zu sein. Hier habe ich jetzt eine Komponente gefunden, die nahezu unschlagbar im Preis ist: https://www.ebay.de/itm/354957073910

Hier müsste ich nur noch das Micro anschließen. Über Hinweise, wie ich das einfach bewerkstelligen kann bin ich sehr dankbar. Ggf. gibt es dafür auch ein konfektioniertes Modul.

#7584290
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R. H. schrieb:

Hier müsste ich nur noch das Micro anschließen. Über Hinweise, wie ich das einfach bewerkstelligen kann bin ich sehr dankbar.

Der NE555-Monoflop wird normalerweise durch herunterziehen des Triggereingangs (Pin 2) unter die Schaltschwelle (1/3 Vcc) gestartet. Vermutlich ist das auch bei dem Modul so. Dann kannst du den Schaltungszusatz nehmen, der im Anhang zu sehen ist.

Wegen der Beschwerde seiner Majestät über zu schlechte Temperaturstabilität habe ich einen Emitterwiderstand eingebaut. Ggfs. überbrückt man den mit einem kleinen Elko, um die Spannungsverstärkung der Stufe nicht zu reduzieren. Die Spannung am Pin 2 des 555 muss im Ruhezustand > 1/3 Vcc (6,2V im Bild) und beim Triggern < 1/3 Vcc sein. Der Transistortyp ist praktisch egal.

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OP #7584299
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Klasse. Danke.

Noch eine Frage. Was passiert, wenn der Schall länger anhält als der High Level dauert.

Case 1: Es klingelt jmnd, der Türöffner wird durch Anziehen des Relais betätigt. (Best Case)

Case 2: Es klingelt jmd., der Türöffner wird durch Anziehen des Relais betätigt und während dessen klingelt derjenige noch einmal.

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7584305
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R. H. schrieb:

Diese sollte sich auch in einen Monoflop umbauen lassen, oder?

Ja, da wurden lediglich die beiden Transistoren durch 2 OP-Amps ersetzt.

hälst

"hältst", mit 2 t, denn das hat nichts mit "halsen" zu tun, sondern mit "halten"...

R. H. schrieb:

Was passiert, wenn der Schall länger anhält als der High Level dauert.

Case 1: Es klingelt jmnd ...

Da frage ich mich gerade, wofür du diese Bastelei brauchst und ob man die Aufgabe nicht viel einfacher und besser lösen könnte als mit einem Lärmschalter.

#7584768
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H. H. schrieb:

Und wozu der Klatschschalter?

Vor die Klingel legen und mit dem Relais den Taster im Haustelefon drücken lassen. Das ist, neben allen noch so gut gemeinten, Vorschlägen für neu zu bauende Schaltungen die schnellste und einfachste Lösung.

Enrico und <weiss den namen jetzt nicht mehr> haben das erkannt und losgelegt, einen Weg aufzuzeigen, der möglichst wenig Arbeit verursacht.

#7584802
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Michael G. schrieb:

Hat halt so einen Klingelton

Wenn das Mikrofon direkt neben die Klingel geschraubt wird, dann klappt das auch mit einer normalen Rrrrinnng Rrrrinnng oder Ding Dong Klingel.

Wf88 schrieb:

einen Weg aufzuzeigen, der möglichst wenig Arbeit verursacht.

Wenn an der fertigen Platine noch entsprechende Änderungen vorgenommen werden, dann sieht sie aber nicht mehr so schön aus. Insbesondere wenn auch noch der NF-Verstärker so abgeändert wird, wie hildek oder arnor das vernünftiger Weise vorgeschlagen haben.

Die Optik der Platine scheint dem TE ebenfalls wichtig zu sein:

R. H. schrieb:

...massiven Eingriff in die bestehende Platine und das Ganze sieht am Ende doch sehr gebastelt aus.

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#7584812
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Enrico E. schrieb:

...dann wird nicht nur dem Postboten, sondern auch dem Einbrecher automatisch Tür und Tor geöffnet!

Wir hatten schon in mehreren Häusern Klingelbretter, an denen eine unbeschriftete Klingel direkt auf den Öffner ("Summer") in der Haustür ging. Das scheint eine gängige Methode zu sein und die Post nutzt das auch.

Gast #7585072
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R. H. schrieb:

Wf88 schrieb:

H. H. schrieb:

Und wozu der Klatschschalter?

Vor die Klingel legen und mit dem Relais den Taster im Haustelefon drücken lassen. Das ist, neben allen noch so gut gemeinten, Vorschlägen für neu zu bauende Schaltungen die schnellste und einfachste Lösung.

Danke. Genau das war meine Idee.

Wozu den akustischen Weg nehmen, wenn man doch Zugriff auf das elektrische Signal hat.

Was ist das denn für eine Sprechanlage?

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