Hallo,
ich bin gerade dabei, eine Stromquelle ca. 1A zur Versorgung
mehrerer LCD-Beleuchtungen zu entwerfen. Der erste Gedanke war
eine Art Zweipunktregler, der dann ein geschaltetes Ausgangssignal
erzeugt... ...nun habe ich zu dem Thema auch schon gründlich
recherchiert, und konnte Zweipunktregler eigentlich nur in
langsamen Regelkreisen (Temperatur, Feuchte...) finden. Daher
argwöhne ich nun, daß meine Idee wohl einen Pferdefuß hat.
Konkret war angedacht, den Strom über einem Shunt zu messen,
den gemessenen Wert mit einem OP in den Bereich der Versorgungsspannung
verstärkt und damit dann einen Schmitt-Trigger steuert.
Falls eine Zweipunktregelung für diesen Zweck tatsächlich nicht
taugen sollte, was ist dann der Grund? Schnell genug sollten die
verfügbaren Bauteile eigentlich sein.
Gruß,
Harald
Auch die Stromquelle braucht wie die PWM einen Tiefpass. Das darf auch
eine in Serie liegende Induktivität sein.
Zweipunkt heißt im Englischen auch gern mal "Bang-Bang"-Regelung nur als
Suchbegriff.
Wenn Du den Strom durch Deine LEDs einstellen möchtest, nimmst Du
entweder einen Schaltregler, bei dem sich der Strom einstellen läßt
(z.B. LM7525) oder Du steuerst den Strom mit PWM.
Such Dir was aus (aber vergiß den Zweipunktregler, mit sowas steuert
man die Kühlschranktemperatur).
Hallo Jack,
>[...](aber vergiß den Zweipunktregler, mit sowas steuert>man die Kühlschranktemperatur)
wie ich schon schrieb, gehe ich ja auch genau von diesem
Sachverhalt aus. Allerdings ist mir der Grund dafür
gerade nicht ersichtlich. Ich möchte gerne verstehen,
warum dieses Reglerprinzip nicht für eine Stromquelle
taugt.
Gruß,
Harald
Jeder Schaltnetzteilregler ist ein Zweipunktregler, der Transistor ist
entweder ein- oder ausgeschaltet. Es gibt Schaltregler-IC mit konstanter
Frequenz, also PWM, und andere mit lastabhängig schwankender
Frequenz,das wäre hier der Fall.
Weil Zweipunktregler eher für langsame Vorgänge geeignet sind, wo die
Regelgüte ausserdem geringer sein kann, als bei klassischen Reglern.
Ein zweipunktregler wird immer eine nichtlineare Grenzschwingung
durchführen. Wie groß Frequenz, Amplitude und Tastverhältnis sind, ist
abhängig von Arbeitspunkt und Strecke. Ausserdem sind solche Regler eher
bei integriendem/verzögerndem Verhalten (I, T1) geeignet. Weil dort das
Ausgangssignal nach Anlegen des Stellwertes langsam durch den
Hysteresebereich läuft... Weiterhin werden Zweipunktregler oft so
beschalten, dass die Schalthäufigkeit noch weiter sinkt (par. PD als
Rückf. zB)
Hast du jetzt ne Spannungsquelle OHNE Vorviderstand und LED, und
möchtest das mit dem Schalter auf 1A "regeln": Vergiss es:
Der Schalter geht an, Strom (fast) sofort größer 1A, Schalter geht aus,
Strom (fast) sofort Null. Der Schalter wird also schnell wie der ganze
"Regelkreis" (das IC..) ist, schwingen... Mal abgesehen von den
Schaltverlusten im Schalter...
Das (fast) bedeutet, dass nur die Leitungsinduktivitäten den
Stromanstieg begrenzen...
Deshalb werden Spulen verwendet, diese haben einen definierten
Stromanstieg, und somit kann ein "ordentlicher" RK aufgebaut werden...
Hallo allerseits,
Christoph Kessler war auf der richtigen Spur - nach nochmaliger,
sorgfältiger Lektüre von http://www.led-treiber.de stieß ich auf
diese Schaltung :
http://www.led-treiber.de/html/getaktete_treiber.html#Treiber-555-P
die, der Bschreibung nach, ungefähr das sein soll, was ich mir
auch schon ausgedacht hatte. Allein, ich hab da ein kleines
Verständnisproblem:
Wenn man sich das ganze mal vom Einschaltzeitpunkt ab durchdenkt,
müsste jetzt folgendes Passiere:
-Spannung wird an die Schaltung gelegt
-THR und TR am 555 sind low -> Ausgang 555 geht high -> duch LED&Spule
beginnt ein Strom zu fließen.
- Der Strom erreicht eine Größe, die zu einem Spannungsabfall >= 64mv
über R1 führt -> IC2A schaltet -> THR geht high -> Ausgang 555 und DIS
bleiben high und aus.
- Der Laststrom steigt weiter an; der Spannungsabfall an R1 erreicht
83mV -> TR geht high -> Ausgang 555 geht low, DIS geht ein.
- T1 geht aus und unterbricht den Energiezufluss zum Lastkreis ->
Laststrom beginnt abzufallen -> Spannungsabfall an R1 sinkt unter 83mV
Und hier fängt das Problem an: Meinem Verständnis der Schaltung nach
geht nun TR low und Ausgang 555 wieder high, DIS geht aus, der Strom
beginnt wieder zu steigen, das Spiel geht von vorne los.
Die restliche beschreibung der Schaltung, insbesondere die Angabe des
mittleren LED-Stromes mit 74mV/R1, legt nahe, daß der Ausgang am 555
erst wieder high geht, wenn an R1 64mV wieder unterschritten werden. Ich
sehe aber nicht, wie das zustande kommen sollte. Dafür spricht auch, daß
man IC2A überhaupt nicht benötigen würde, wenn das ganze nur immer knapp
um die 83mV herumtanzen soll. Aber irgendwie muß da ja auch eine
Hysterese zustande kommen.
Kann mir jemand weiterhelfen?
TIA,
Harald
Die Hysterese ist im 555 realisiert, dessen Schaltschwellen liegen bei
1/3 und 2/3 der Versorgungsspannung.
Sollte aber im Datenblatt genau beschrieben sein.
Die beiden LM393 Komparatoren bilden einen Fensterdiskriminator, wie der
gute alte TCA965. R4-R6 geben die Schwellen vor. Wird 64 mV
unterschritten dann geht Ausgang Pin1 auf high, wird 83mV überschritten,
dann geht Pin7 auf low. Dazwischen ist 1 low und 7 high. Das sind
übrigens Open-collector Ausgänge daher die Widerstände R2 und R3.
Ich glaube wir haben von zwei verschiedenen Schaltungen geredet. Der 555
hat also ebenfalls einen Fensterdiskriminator mit fest eingestellten
Schwellen.
Hallo,
Dieter:
Müssten die Schaltschwellen nicht egal sein? Schließlich
schalten die Komparatorausgänge die Eingänge des 555 nur
zwischen +UB und GND um-
Christoph:
Deinen Ausführungen nach müsste ich in meinen Überlegungen die
auftretenden Logikpegel an den Komparatorausgängen zeitlich invertiert
vorausgesetzt haben. Nach dem, was du schreibst, ergibt sich aber das
Problem, daß nach dem Einschalten An THR und TR UB anliegt; dann ist Q
aber low und DIS eingeschaltet. Es könnte ja kein Strom im LAstkreis
fließen, und somit auch die Spannung über R1 nicht ansteigen.
Gruß,
Harald