ich habe da ein Problem mit LTSpice und wuerde mich freuen wenn der ein oder andere mich in die richtige Richtung schubsen koennte.
Ich habe eine kleine OP-AMP Schaltung, nichts wirklich schwieriges, und verwende fuer die Simulation AD8628. Nun wollte ich die Schaltung auf OPA387 umstellen und ploetzlich laeuft die Simulation nicht mehr richtig rund bzw. braucht ewig.
Was koennte ich falsch machen? Sorry ich bin relativ neu auf dem Gebiet.
Wenn das noch wichtig ist, ich benutze die Default Werte im Contol Panel.
umstellen und ploetzlich laeuft die Simulation nicht mehr richtig
rund bzw. braucht ewig.
Das passiert entweder mit ultra komplizierten Schaltungen oder wenn man z.B. bei Spulen, Kondesatoren und Spannungsquellen keinen Rser (Innenwiderstand, Rser) angegeben hat.
Gib deiner Versorgung einfach mal "10m" (10 Milliohm) und den Kondesatoren auch.
Ohne ASC oder Screenshot ist das allerdings nur Stochern im Nebel.
Vielleicht banal: Masseanschluss vergessen? Das führt oft zu so einem
Verhalten.
Ich hab irgendwo dunkel im Hinterkopf, dass LTSpice meckert, wenn ein Teil der Schaltung frei in der Luft hängt.
Seit Jahren versehe ich jeden Teil der Schaltung mit Masse oder verbinde zumindest über 100+Meg R. Kann sein, dass das mittlerweile ohne gehen würde und ich das nur noch nicht mitbekommen habe.
Ich hab irgendwo dunkel im Hinterkopf, dass LTSpice meckert, wenn ein
Teil der Schaltung frei in der Luft hängt.
Ein Multimeter zeigt auch Mist an, wenn eine der Messleitungen in der Luft hängt - solchen Fehlern versucht LTSpice vorzubeugen und berechnet den Unsinn erst gar nicht.
Ein Multimeter zeigt auch Mist an, wenn eine der Messleitungen in der
Luft hängt - solchen Fehlern versucht LTSpice vorzubeugen und berechnet
den Unsinn erst gar nicht.
Man kann ja in LTSpice für die Messung einen anderen Referenzpunkt wählen, also die Minus-Messstrippe z.B. auf den Positiven Ausgang des Flybacks legen.
Ausserdem sehe ich keinen Grund, warum das Spice- oder Programmiertechnisch nicht gehen sollte (etwas in der Luft hängen lassen).
Aber es wurde halt so umgesetzt, wie es umgesetzt wurde und ich finde das auch in Ordnung so. Wie du sagst, mit dem echten Multimeter wäre es auch nicht anders.
Sehr viel heisse Luft zwischen den Bauelementen.
Bauelemente werden sonst zu heiss? Bildschirm zu gross?
Daisy D. schrieb:
Darf man hier eine asc Datei einfuegen?
*.asc-Dateien die gut lesbar sind, sind noch mehr willkommen.
Sonst kriegt der geneigte Leser Augenkrebs.
Also komm schon, das ist ne Einsteiger Frage und du regst dich darüber auf, dass die Bauteile nicht ordentlich platziert sind? Der TO wird froh sein, dass er das soweit hinbekommen hat.
Ausserdem sehe ich keinen Grund, warum das Spice- oder
Programmiertechnisch nicht gehen sollte (etwas in der Luft hängen
lassen).
Ob das prinzipiell programmiertechnich gehen sollte, spielt hier keine Rolle, weil LTSpice die Spannungen bzgl. Gnd rechnet - fertig.
Sonst wäre LTSpice nicht in der Lage, Spannungen ohne explizite Angabe eines Referenzpunktes auszugeben.
Man kann ja in LTSpice für die Messung einen anderen Referenzpunkt
wählen, also die Minus-Messstrippe z.B. auf den Positiven Ausgang des
Flybacks legen.
Das sind immer Differenzen zwischen Gnd-bezogenen Spannungen (steht sogar explizit in der Bezeichnung/Formel eines Traces).
Möglicherweise kommt LTSpice mit dem Modell des AD8628 nicht zurecht. Das kommt schon mal vor, denn viele Modelle sind für PSpice geschrieben und wenn die dabei Besonderheiten nutzen, kommt es gerne zu Problemen.
a) hänge dein Modell des AD8628 mit an.
b) suche dir aus der LTSpice-Lib den AD8628 - den gibt es auch.
Dass die Schaltung mit dem AD8628 funktioniert, scheint von Anfang an
klar zu sein.
Hab mal wieder zu oberflächlich gelesen. Du hast recht, sorry.
Auf den ersten Blick sind sich beide durchaus ähnlich mit kleinen Vorteilen des OPA387. Wenn die Simulationsergebnisse mit dem AD8628 passen, dann kann es wenig Zweifel geben, dass die Schaltung mit dem OPA387 auch o.k. ist.
Wenn es um das Simulationsmodell des OPA387 geht, ja dann braucht man die verwendete OPA387 Lib.
Die ICs von TI (und anderen) sind teilweise ziemlich schlecht modelliert.
Welches Modell Daisy D. verwendet hat, weiß ich leider nicht. Bei TI habe ich nach kurzer Suche zwei ziemlich aufwändige Modelle OPAx387 gefunden:
Date: 29SEP2021
Datasheet: SBOS984B - NOVEMBER 2020 - REVISED AUGUST 2021
Model Version: Final 1.1
Date: 27JUN2022
Datasheet: SBOS984F - NOVEMBER 2020 - REVISED FEBRUARY 2022
Model Version: Final 1.2
Sicherlich gab es auch mal Version 1.0 und vielleicht gibt es auch noch welche von Burr-Brown oder anderen.
Im Circuit_with_OPAx387__fixed_strip_-_19012024.asc aus Beitrag "Re: Hilfe bei LTSpice" ist das Simulationskommando ".tran 10". Wenn ich das so mit den Standardeinstellungen von LTspice bei mir laufen lasse, läuft der Lüfter von meinem kleinen Dell Optiplex amok und die Simulation ist nach einer Minute immer noch erst bei 0.00%. Wenn ich den Simulationsbefehl in ".tran 0 10m 0 0.1m" ändere, schafft LTspice immerhin 99.9% und hängt dann. D.h. bis 9 ms läuft die Transientenanalyse schnell durch und ab 10 ms nicht mehr.
Wie H.H. geschrieben hat, geht es aber mit dem Alternate Solver, auch die vollen 10 sec.
Für alle ohne LTspice oder die LTspice nicht aufrufen wollen hier vier Bilder.
In der log-Datei steht nach der .op Analyse mehrmals die Bemerkung:
"Ignoring empty pin current: Ix(u7:dummy)"
Keine Ahnung, ob das mit den Konvergenzproblemen zu tun haben kann.
Der Alternate Solver rechnet mit höherer Auflösung. Wenn irgendwo durch "fast Null" dividiert wird, kann der Konvergenz-Probleme lösen.
Was mir noch auffällt:
Bei den Operationsverstärkern U1...7 sind vermutlich aus früheren Versuchen weitere Parameter eingetragen. Die werden aber vom OPAx387 subckt ignoriert. Beispiel (Auszug aus der Netzliste):
An allen Kondensatoren steht "F" als Symbol für die physikalische Einheit. Das sollte man nicht dazuschreiben, denn "F" bedeutet auch "femto". LTspice bricht das Auswerten des Faktors glücklicherweise nach der ersten Erkennung ab.
1
1p = 1pF = 1pA = 1pirgendwasdahinter
aber
1
1F = 1fF (1 femto Farad)
Die Verstärkung von U2 ist R14/R25 = 1E6 = 120 dB. Das ist schon ziemlich nah an der Leerlaufverstärkung von Operationsverstärkern. Der Schaltungsteil wird ziemlich langsam und ungenau.
U4 ist (zurzeit) als Spannungsfolger geschaltet. Mindestens C4 ist hier wirkungslos und entbehrlich.
U3 und U5 sind auch entbehrlich. Sie können durch je eine Brücke ersetzt werden.
Erstmal vielen Danke fuer die vielen hilfreichen Antworten und ja ich benutze nicht wirklich oft LTSpice. Wuerde da gern mehr Zeit investieren.
Leider war ich auch ziehmlich eingespannt am Wochenende daher meine spaete Antwort.
Hintergrund der ganzen Sache ist das es die Schaltung wirklich so aufgebaut gibt. Vorherige Simulationen wurden mit dem AD8628 gemacht aber die Schaltung verwendet den OPA387. Die Schaltung ist extrem miniturasiert da das PCB mit einer anderen Elektronik im gleichen Gehaeuse verheirartet werden soll.
Ich musste das Projekt uebernehmen da ein Mitarbeiter die Firma verlassen hat. Auch waren ein paar Externe involviert.
Augenkrebs... sorry. Ich musste ein wenig lachen aber ich brauche das Schaltbild auch fuer die Dokumentation und unsere Software und Systemfuzzis denken in Blockschaltbildern. Muss zugeben das jetzt aber kompakter aussieht, keine Frage. Danke nochmals.
10 Sekunden. Spaeter wird ein Signal der Squarewave voltammetry (SWV) eingespeist, welches 10 Sekunden lang ist.
Ich bin gerade dabein zu sehen ob die Realitaet und die Simulation uebereinstimmen...