ATX? Du solltest Deinen Kurs in Computergeschichte nachholen. ;-)
ATX gibt's seit Ende der 90er Jahre (1997 oder so), wenn das Teil von
1993 ist, ist das blindwütige Reinstecken eines ATX-Netzteils wohl die
beste Variante, das Board gleich mal im Ganzen zu killen...
OK, das Bild hatte ich zuerst übersehen, 's ist ja wohl doch keine
Apollo, sondern eine HP9000. Ja, HP-UX oder NetBSD laufen dann da
drauf. HP-UX war einzeln bezahlpflichtig, wenn also keins dabei ist,
fällt diese Variante wohl aus.
Nein, das Betriebssystem ist nicht auf dem ROM :-), da ist nur so eine
Art BIOS drauf. Benimmt sich ein wenig gewöhnungsbedürftig, außerdem
hat man bei HP-Hardware mit einem falschen Monitorbefehl gute Chancen,
sich die Console der Maschine komplett wegzudefinieren... HP arbeitet
mit sogenannten Hardwarpfaden, das sind (meiner Erinnerung nach)
3stellige, durch Schrägstriche getrennte Zahlenfolgen. Jede mögliche
Console hat einen solchen Hardwarepfad (da ist ein Brooktree-Chip
drauf, also hat das Ding wohl onboard-Grafik, außerdem konnte man die
Console auf eine beliebige serielle Schnittstelle legen), jede
Festplatte etc. Zum Booten muß man also ggf. auch den richtigen Pfad
angeben. Der zuletzt benutzte sollte allerdings noch irgendwo im
NVRAM stehen.
Wie geschrieben, NetBSD dürfte die praktikabelste Option sein, und
eine NetBSD-Mailingliste oder -Newsgruppe wahrscheinlich auch der
beste Platz, um noch Wissende über die Architektur und deren
Handhabung zu finden.
Achso, RAM hast Du aber dafür, ja? Ansonsten isses wohl für'n Pops.
Zu dieser Zeit hat noch jeder der großen Hersteller seine eigenen
RAM-Layouts entworfen (und sauteuer verscherbelt).