Ich möchte zwei Mikrocontroller über UART mit 57600 Baud kommunizieren
lassen. Die beiden Schaltungen müssen aber galvanisch getrennt sein. Ein
Controller arbeitet mit 5 Volt , der andere mit 3.3 Volt. Die
Beschaltung der Optokoppler ist kein Problem, ich habe den passenden
Optokoppler aber noch nicht gefunden. Kennt jemand einen geeigneten
Optokoppler, der zwei Optokoppler in einem Gehäuse hat und schnell genug
ist. Auf jeder Seite sollte ein Eingang und ein Ausgang sein.
UART schrieb:> Die beiden Schaltungen müssen aber galvanisch getrennt sein.
deswegen:
> Ein Controller arbeitet mit 5 Volt , der andere mit 3.3 Volt.
?
MfG Klaus
57.6kBaud ist nicht gerade schnell. Das sollte also nicht das Problem
sein
> Auf jeder Seite sollte ein Eingang und ein Ausgang sein
Könnte mich nicht erinnern so etwas schon einmal gesehen zu haben. Wieso
muss das genau so sein?
Optokoppler gibt es 1-fach, 2-fach und ganz-schön-vielfach.
"C" hat davon so viele, dass er sie sogar zum Verkauf anbieten kann.
Aber, um die Bibel zu zitieren: Suchet, so werdet ihr finden.
Ein Optokoppler mit 2 Kanälen in unterschiedlicher Richtung ist mir noch
nicht über den Weg gelaufen.
Vielleicht wäre ADuM 1201 was für diese Anwendung?
Braucht wesentlich weniger Strom und funktioniert in der langsamen A
Version bis 2MBit/s.
Gibts aber nur im SMD SO8 Gehäuse.
Dieter Werner schrieb:> ADuM 1201
Bin ich auch dafuer.
Den nehme ich in Industrieanwendungen um auch die PC Masse nicht in
meine Schaltung zu bekommen.
Einfacher und mit weniger Platz auf der Platine geht's kaum.
Sven S. schrieb:> wenn ich einen RS232 Transciver benutze, ist doch bereits solch ein> Trenner bzw. digital Isolation integriert oder?
Gibt es mit und ohne wie Juergen G. schon sagte.
Wäre aber auch mit Trennung hier nicht Mittel der Wahl, da es um die
Kopplung zwischen 5V und 3,3V Pegel geht.
Ein RS232 Treiber erzeugt aber (wie der Name schon sagt) RS232 Pegel und
die sind bei der geplanten Anwendung eher störend.
Sven S. schrieb:> wenn ich einen RS232 Transciver benutze, ist doch bereits solch ein> Trenner bzw. digital Isolation integriert oder?
Üblicherweise (MAX232, SN75188/189) nicht.
Dieter Werner schrieb:> Ein Optokoppler mit 2 Kanälen in unterschiedlicher Richtung ist mir noch> nicht über den Weg gelaufen.
Normalerweise sind die OKs ja nicht nur in Signalflussrichtung
voneinander entkoppelt, sondern auch untereinander. Wie hoch da
aber der Potentialunterschied sein darf, ist üblicherweise nicht
spezifiziert.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Normalerweise sind die OKs ja nicht nur in Signalflussrichtung> voneinander entkoppelt, sondern auch untereinander.
Nein, das genaue Gegenteil ist der Fall. Double- oder Quad-OCs sind
empfängerseitig meist auf einem gemeinsamen Massepotential. Genau das
wird ja vermutlich auch das Problem des OP sein.
Auch bei MIDI sind die Geräte erdfrei verbunden, es ist aber
normalerweise nicht nötig, das auf beiden Seiten doppelt zu machen.
Sprich, lediglich 'MIDI In' eines Gerätes ist mit einem Optokoppler
ausgestattet (z.B. PC900 von Sharp ist für 31250 Baud geeignet).
Andere Optokoppler für hohe Geschwindigkeit sind z.B. der 6N137 oder der
HCPL2630 als Dualkoppler. Allerdings benötigen diese eine VCC von min.
4,5 Volt lt. Datenblatt. Der o.a. PC900 ist ein 'Standard' Koppler ohne
aktiven Receiver.
UART schrieb:> Die beiden Schaltungen müssen aber galvanisch getrennt sein.
Ich weiss nicht ob der OP das auch so meint, oder ob er die Trennung von
5V und 3.3V als "galvanisch getrennt" ansieht.
Wenn er echte Galvanische Trennung meint, wird die Loesungsmenge sehr
gering.
Du brauchst eigentlich keinen Optokoppler.
Der Eingang vom 3V uC empfängt den Ausgang vom 5V uC über zwei
Widerstände, z.B. 2,2K und 3,3K (dieser an Masse). Verbindung der zwei
Wid. an Eingang 3V uC. Eigentlich geht auch, wenn Du nur einen Wid in
Reihe schaltest. Die Spannung wird intern begrenzt. Also zwischen uC 5V
und uC 3V nur einen Wid. setzen. Ansonsten Wid-Teiler.
Andere Richtung:
Ausgang 3V uC direkt an Eingang 5V uC setzen. Der erkennt locker Hi,
wenn 3V anliegen und Lo, wenn 0V da sind.
Das wird in der Praxis oft so gemacht. Z.B. wenn Du eine MCC-Card mit 3V
mit einem 5V uC auslesen willst ....
Jens, das ist Pfush.
Zum einen habe ich warscheinlich ueberlesen wo der OP schreibt welche
uC's er verwendet. Oder Du bist der bessere Hellseher.
Das zum Thema : Nicht alle uC's haben Shutz-Dioden an den Pins verbaut.
Und wie sehen die Flanken bei 57600 Baud nach einem V-Div aus?
Jens schrieb:> Das wird in der Praxis oft so gemacht. Z.B. wenn Du eine MCC-Card mit 3V> mit einem 5V uC auslesen willst ....
In der Heimbastler Praxis ja, da stimme ich Dir zu, dafuer suchen diese
Leute dann tagelang in ihrem Programmcode nach dem Fehler, warum es
manchmal geht und manchmal nicht.
Unsinn, -- 5V/3V --- kein Problem.
Optokoppler hält auch nur auf .... wie so oft wird aufwendige Elektronik
verwendet, um einfache Probleme zu beheben.
Und die sogenannten "Bastelvarianten" haben mich bis jetzt nicht
schlecht ernährt (beruflich). Denn Bastelvarianten an sich sind oftmals
viel effektiver und preiswerter, als hochgeschossene Hi-Tech Lösungen.
Damit stehe ich nicht allein -- zum Glück.
Mehr als 5V, kann ein 5V betriebener uC ja nicht liefern, was spricht
gegen zwei Widerstände????
Matthias Sch. schrieb:> Der o.a. PC900 ist ein 'Standard' Koppler ohne> aktiven Receiver.
Der PC900 hat einen Schmitt-Trigger auf der Empfängerseite, was sich für
die Signalübertragung sehr positiv auswirkt. Der Nachteil daraus ist,
das er deshalb ein 6-Pin Gehäuse hat und dem Fragesteller wohl zu groß
ist.
>Ein Optokoppler mit 2 Kanälen in unterschiedlicher Richtung ist mir noch>nicht über den Weg gelaufen.
Die Richtung hängt doch nur von der Beschaltung ab, da die OCs im IC
normalerweise völlig voneinander getrennt sind.
>Double- oder Quad-OCs sind>empfängerseitig meist auf einem gemeinsamen Massepotential.
Nö. s.o.
Aber gängige u günstige OCs sind ganz schön langsam! einige..viele us!