In welchem Breich kann ich arbeiten ?

OP #4289594
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Hallo Leute,

ich besuche in der Uni seit 1 Woche den Kurs Mikrokontroller & 
Elektronik.
Wir werden lernen, wie man mit C einen ARM Cortex M-0 SoC programmiert.

Der Prof sagt man kann später im Bereich Eingebettete Systeme(Wearables, 
Smartphone usw.) arbeiten und dass es dort massig Arbeitsplätze gibt.

Jetzt wollte ich euch fragen wie es nun tatsächlich aussieht, wäre nett 
wenn ihre kurz eure Meinung dazu sagt. (und was ihr beruflich macht und 
wieviel ihr ca. so jährlich verdient).

Ich bin gerade an einem Punkt , wo ich mich entscheiden muss in welche 
Richtung
ich mich intensiv einarbeite. Ich habe 3 optionen:

1. Rechnernetze+IT-Sicherheit

2.Programmieren(Java)+Software
Engineering+Datenbanken (also eher Backend)

3.Mikrokontroller Programmierung
Eingebettete Systeme
+ggf. VHDL und FPGA

Ich möchte wissen in welchem dieser Bereiche es viele Arbeitsplätze gibt 
und wo man mehr bzw. weniger verdient.

beste Grüße
Bernd
Gast #4289627
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Bernd H. schrieb:
> 3.Mikrokontroller Programmierung
> Eingebettete Systeme
> +ggf. VHDL und FPGA

Mikrocontroller und FPGA sind zwei verschiedene Welten, die sich 
gelegentlich ein kleines Stück vom Himmel teilen.

Falls Du in FPGA's einsteigen willst solltest Du dich mit 
Hardwareentwicklung beschäftigen und darauf spezialisieren. Mit
µC-Programmierkenntnissen, mglw noch Arduino-C only, fehlen dir die 
Grundlagen für Digitalentwicklung zu 90%.

Gruß,
Gast #4289649
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Bernd H. schrieb:
> Ich möchte wissen in welchem dieser Bereiche es viele Arbeitsplätze gibt
> und wo man mehr bzw. weniger verdient.

Eigentlich gehört das Thema ins Forum Ausbildung und Beruf.
Vielleicht verschiebt ein Mod. es ja noch.

Kommt drauf an, was für eine Leidenschaft du dafür aufbringst.
Was dein Prof. dir in diesem Zusammenhang (Jobs)erzählt, kannst
du getrost vergessen, denn davon hat er keine Ahnung, bzw. kann
nur für sich sprechen. Bedenke, dass ein Studium noch keine
Berufsausbildung ist und wegen der fehlenden Erfahrung auch so
mancher dann nichts findet.

Wenn du in die Entwicklung für eingebettete Systeme willst, musst du
darauf gefasst sein, dich BUNDESWEIT umzusehen. Einen guten Abschluss
von höchstens 1,9-2,0 werden die Arbeitgeber schon erwarten, es sei
denn du hast Beziehungen und kommst durch ein Hintertürchen an den
begehrten Job. Übrigens findet nur jeder vierte Akademiker seinen
Wunschjob. Der Rest macht dann was anderes, die aber nicht das sind
was du dir da erträumst.

Auch musst du drauf gefasst sein, dass der Arbeitsmarkt nicht so
seriös ist, wie du glaubst. Da gibts eine Menge Ganoven, die einem
einen tollen Job vorgaukeln, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt.
Gast #4289802
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Mike schrieb:
> Vogel schrieb:
>> Für gute Leute ist der Markt immer schon da gewesen.
>
> Full Ack
>
> Wolfgang E. schrieb:
>> Bis du damit fertig bist, kann sich das schon wieder geändert haben.
>>
>> Ich würde das nehmen, was mir den meisten Spaß verspricht.
>
> Full Ack
>
> Und mehr muss man dazu nicht sagen!

Full Ack

Ländlich finden auch mäßige Leute schnell was.
Gast #4290514
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> Ich hatte mich im Studium u.a. auf Höchstfrequenztechnik fokusiert.
> Gearbeitet habe ich seither in anderen Themenbereichen, u.a.
> Netzwerktechnik und Statistik.

Mit welchen Beziehungen hast du es geschafft, in einen fachfremden 
Bereich einzusteigen? Wieso haben die dich da genommen?
(Firma: --------------) #4290751
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you schrieb:
>> Ich hatte mich im Studium u.a. auf Höchstfrequenztechnik fokusiert.
>> Gearbeitet habe ich seither in anderen Themenbereichen, u.a.
>> Netzwerktechnik und Statistik.
>
> Mit welchen Beziehungen hast du es geschafft, in einen fachfremden
> Bereich einzusteigen?

> Wieso haben die dich da genommen?

Vllt ist der auch als Laborknecht an der Hochschule geblieben.
Gast #4290838
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you schrieb:
>> Ich hatte mich im Studium u.a. auf Höchstfrequenztechnik fokusiert.
>> Gearbeitet habe ich seither in anderen Themenbereichen, u.a.
>> Netzwerktechnik und Statistik.
>
> Mit welchen Beziehungen hast du es geschafft, in einen fachfremden
> Bereich einzusteigen? Wieso haben die dich da genommen?

Was ist in Zeiten von Netzwerktechnik mit LTE, 5GHz WLAN und 10Gbit 
Ethernet fachfremd zu Höchstfrequenztechnik? Ebenso Statistik; 
Datenerfassung und Auswertung gehört sehrwohl zur Ausbildung eines 
ET-Ingenieurs.

Gruß;
(Firma: janeeisklar) #4291324
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you schrieb:
>> Ich hatte mich im Studium u.a. auf Höchstfrequenztechnik fokusiert.
>> Gearbeitet habe ich seither in anderen Themenbereichen, u.a.
>> Netzwerktechnik und Statistik.
>
> Mit welchen Beziehungen hast du es geschafft, in einen fachfremden
> Bereich einzusteigen? Wieso haben die dich da genommen?

Wieso fachfremd?
Beides sind Gebiete für einen Dipl. Ing. E-Technik. Wer meint, nur in 
der Entwicklung seinen Platz finden zu können, trägt Scheuklappen und 
verpasst so manch interessantes Tätigkeitsfeld.
Bei der Statistik ging es um Datenanlyse bestehender technischer System, 
über die ich in diesem Rahmen sehr viel gelernt habe, was mir später für 
meine weiteren Interessen und Arbeitsplätze sehr weitergeholfen hat.
Letztendlich war es den Arbeitgebern egal, welche Spezialisierung ich im 
Studium hatte. Wichtig ist dazustellen, dass man in der Lage ist sich 
schnell und mit Eigeninitiative einzuarbeiten.
Und da war Höchstfrequenztechnik evtl. auch ein Hinweis dafür, dass man 
auch außerhalb des Mainstreams sich wohlfühlt.

Beziehungen waren keine notwendig. Auch wenn jetzt einige aufstöhnen 
mögen: sie haben mich genommen, weil ich sehr gut bin und das auch 
zeigen kann. Das hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun. Wer sich 
selbst nicht gut findet, kann das auch seinem zukünftigen AG nicht 
vermitteln.

Cha-woma M. schrieb:
> Vllt ist der auch als Laborknecht an der Hochschule geblieben.

Das wäre für mich keine Option gewesen.
Gast #4291361
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Wolfgang E. schrieb:
> Zeige Finger schrieb:
>> Was ist in Zeiten von Netzwerktechnik mit LTE, 5GHz WLAN und 10Gbit
>> Ethernet fachfremd zu Höchstfrequenztechnik?
>
> Das gilt heute. Als ich meine Abschluss gemacht habe, lief Ethernet noch
> über Koaxkabel und das D-Netz war gerade erst in der Einführung ;-)

Ja? GSM900 mit dem Bereich 876,2 bis 959,8 MHz ist Höchstfrequenz. Und 
gerade wenn etwas in der Einführung ist werden Spezialisten gebracht. 
Und selbst wenn der heim-PC nur bei 10Mbit netzwerkt kann im 
Rechenzentrum ein ATM-Switsch mit 125Mbit werkeln. Richtfunk war damals 
auch en vogue.

MfG,
Gast #4291464
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Cha-woma M. schrieb:
> Zeige Finger schrieb:
>> Ebenso Statistik;
>> Datenerfassung und Auswertung gehört sehrwohl zur Ausbildung eines
>> ET-Ingenieurs.
>
> So? Welche Hochschule hat sowas im ET-Studiums-Programm?

Jede als Bestandteil des Faches Messtechnik? Oder als Einzelvorlesung im 
Fach Mathematik? Vielleicht auch als Vertiefung mit Numerik für 
Ingenieure mit den Kapiteln Approximation/Interpolation (Splines etc).

Oder sind die klassischen Labore mit Kennlinienaufbnahme etc. f. 
Bachelöre wegreformiert worden? - Glaub ich nicht!

Gruß,
Gast #4291482
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bastler schrieb im Beitrag #4291469:
> Wolfgang E. schrieb:
>> Letztendlich war es den Arbeitgebern egal, welche Spezialisierung ich im
>> Studium hatte. Wichtig ist dazustellen, dass man in der Lage ist sich
>> schnell und mit Eigeninitiative einzuarbeiten.
>
> Das ist aber doch eher die Ausnahme. Die Arbeitgeber wollen natürlich
> jemanden der aus dem passenden Spezialgebiet kommt und fast keine
> Einarbeitung benötigt.

Nö das ist die Regel. Jeder Absolvent braucht Einarbeitung. Die Cleveren 
nutzen die Zeit als Masterand/Werksstudent die Einarbeitungszeit in der 
ersten Ar5beitsstelle zu verkürzen.

Gruß,
(Firma: --------------) #4291492
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Werktätiger schrieb:
> Jede als Bestandteil des Faches Messtechnik? Oder als Einzelvorlesung im
> Fach Mathematik? Vielleicht auch als Vertiefung mit Numerik für
> Ingenieure mit den Kapiteln Approximation/Interpolation (Splines etc).
>
> Oder sind die klassischen Labore mit Kennlinienaufbnahme etc. f.
> Bachelöre wegreformiert worden? - Glaub ich nicht!
>
> Gruß,

Aber das was du da beschreibst ist doch nur Mittelwertbildung und 
Fehlerrechnung.
Mehr nicht!
Statistik ist das nicht!
Gast #4291508
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bastler schrieb im Beitrag #4291493:

> Als Absolvent hat man ohne sehr gute Beziehungen sowieso
> Null Chancen. Ich kenne keinen, der durch normale Bewerbung zu seinem
> Job gekommen ist.

Da musst du ja ziemlich einsam sein. Alle meine Kollegen, Ex-Kollegen 
und Mitstudenten sind über eine "normale Bewerbung" an den Job gelangt. 
Und das sollten einige Hundert sein. Ausnahme natürlich die Freiberufler 
- aber die schreiben ja eh Angebote und keine Bewerbungen.

Gruß,
(Firma: --------------) #4291568
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Werktätiger schrieb:
> bastler schrieb:
>
>> Als Absolvent hat man ohne sehr gute Beziehungen sowieso
>> Null Chancen. Ich kenne keinen, der durch normale Bewerbung zu seinem
>> Job gekommen ist.
>
> Da musst du ja ziemlich einsam sein. Alle meine Kollegen, Ex-Kollegen
> und Mitstudenten sind über eine "normale Bewerbung" an den Job gelangt.
> Und das sollten einige Hundert sein. Ausnahme natürlich die Freiberufler
> - aber die schreiben ja eh Angebote und keine Bewerbungen.
>
> Gruß,

....Und das sollten einige Hundert sein.....

Was ist für dich eine "normale Bewerbung"
Gast #4291586
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Cha-woma M. schrieb:
> Werktätiger schrieb:
>> bastler schrieb:
>>
>>> Null Chancen. Ich kenne keinen, der durch normale Bewerbung zu seinem
>>> Job gekommen ist.

>
> Was ist für dich eine "normale Bewerbung"

Das musst du den Bastler fragen, der hat den Begriff in den Raum 
gestellt.
Für mich gibt es nur normale Bewerbungen: Auf eine Stellenausschreibung 
hin
versandte Unterlagen (cv).

Gruß,
Gast #4292117
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Cha-woma M. schrieb:
> Wer versendet Unterlagen auf eine Stellenausschreibung heute noch?
> Sowas  habe ich zuletzt vor 15 Jahren gemacht.

Vor 15 Jahren war das leider auch noch nötig denn da konnten selbst 
Firmen wie T-Systems kein PDF lesen und T-Online hat bei Bewerbungen 
sogar DOC-Dateien von einer ganz bestimmten Word-Version akzeptiert. Das 
waren noch Zeiten.

Habe mich damals auch bei einem größerem Ingenieurbüro per E-Mail 
beworben. Die Absage kam dann per Post mit den ausgedruckten PDFs von 
mir.
Gast #4292340
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Alex schrieb:
> Cha-woma M. schrieb:
> Wer versendet Unterlagen auf eine Stellenausschreibung heute noch?
> Sowas  habe ich zuletzt vor 15 Jahren gemacht.
>
> Vor 15 Jahren war das leider auch noch nötig denn da konnten selbst
> Firmen wie T-Systems kein PDF lesen und T-Online hat bei Bewerbungen
> sogar DOC-Dateien von einer ganz bestimmten Word-Version akzeptiert.

Richtig. Er meinte wohl eher vor 10 Jahren.
Gast #4292349
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polb schrieb:
> Richtig. Er meinte wohl eher vor 10 Jahren.

Und mit meiner Formulierung:

Werktätiger schrieb:
> Auf eine Stellenausschreibung
> hin
> versandte Unterlagen (cv).

sind elektronischer und materieller Versand eingeschlossen. "Cha-woma 
M." hat sich da nicht nur mit der Zeit sondern der Aussage an sich 
vertan. Was nicht verwundert bei einem der Numerik, AWGN-Kanamodelle, 
Markov-Ketten, Stochastik und andere Statistikthemen der 
Ingenieursausbildung als "Mittelwertbildung" abtut.

Gruß,
Gast #4305484
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Alex schrieb:
> Die Absage kam dann per Post mit den ausgedruckten PDFs von
> mir.

Sowas hatte ich mal!!!!!! Die dumme Tusse in der PA hat meinen PDFs per 
mail nicht intern elektronisch, sondern schlecht gedruckt 
weitergeleitet. Weil das aussah, wie Sau, hat der Abeilungsleiter das 
dann abgewehrt-
Gast #4308488
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Bernd H. schrieb:

> Der Prof sagt man kann später im Bereich Eingebettete Systeme(Wearables,
> Smartphone usw.) arbeiten und dass es dort massig Arbeitsplätze gibt.
>
> Jetzt wollte ich euch fragen wie es nun tatsächlich aussieht, wäre nett
> wenn ihre kurz eure Meinung dazu sagt. (und was ihr beruflich macht und
> wieviel ihr ca. so jährlich verdient).

Also wenn dabei so eine Scheiße wie Android™ raus kommt, mach besser was 
anderes.
Gast #4317197
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Werktätiger schrieb:
>> So? Welche Hochschule hat sowas im ET-Studiums-Programm?
>
> Jede als Bestandteil des Faches Messtechnik? Oder als Einzelvorlesung im
> Fach Mathematik?

Bei uns nannte sich das "Technische Datenverarbeitung". Da gehörte auch 
Unix und OS0, sowie Datenbankdesign dazu. Leitet direkt über in die 
flexible Pointerarithmetik bei binären Listen auf der Hochebene und 
weiter unten in die Treiberprogrammierung bei Multitaskinsystemen.

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