Homer: bitte beachten, dass durch die Messkabel (Probes) der Oszillator
belastet wird und sogar aussetzen kann. Diese Uhrenoszillatoren sind
sehr hochohmig, damit sie wenig Strom brauchen.
Hast Du die Spannung direkt am Quarz gemessen, also Gnd an den einen
und die Spitze an den anderen Pin des Quarzes?
Das kann doch gar nicht gehen:
1. die Kapazitaet des Oskars gegen Masse ist viel zu groß.
2. der Oskar ist entweder geerdet oder floating.
2a. wenn geerdet: der Oszillator wird kurzgeschlossen.
(haengt auch davon ab, ob der Rest der Schaltung (z.B. ueber den PC)
geerdet ist).
2a. wenn floating: s.1. und ACHTUNG: durch die hohe Spannung gegenueber
Masse (entsteht durch kapazitive Kopplung der Netzspannung (im Netztrafo
oder in Netz-Filtern) koennen ICs leicht ins Jenseits befoerdert
werden!! (mir leider schon oefers passiert).
Mach doch mal den Versuch: Schließe am Oszi nur Null-Leiter und Phase
an und lasse den Schutzleiter offen (z.B. Isoband drueber oder
Billig-Reiseadapter o.ae.). Dann messe die Wechselspannung zwischen
Schutzleiter der Steckdose (Erde) und Gnd des Oskars. Nicht wundern,
wenn diese Spannung zwischen 60 und 150 V liegt.
Und jetzt ueberleg mal, was passiert, wenn Du Oskar-Gnd mit einem
IC-Pin verbindest.
Das selbe kann natuerlich auch passieren, wenn man ein Netzteil
verwendet (kapazitive Kopplung zwischen den Wicklungen).
Ich verwende einen Trenntrafo und lege die Oszi-Masse ueber 10kOhm auf
Erdpotential -> es kann keine hohe Spannung auftreten und es passiert
auch nichts, wenn ich mal mit Gnd auf eine niedrige Spannung komme.
Auch noch wichtig: bei den Cs gibt es verschiedene Materialien, die vor
allem das HF-Verhalten maßgeblich beeinflussen. Fuer Oszillatoren und
zum Abblocken eignen sich nur solche, die bei HF wenig Verluste (also
niedrige Impedanz) haben. Billige Folien-Cs sind bei HF /
Impulsbelastung mehr Spulen als Cs.