Hallo,
Ich habe ein PCM2902E USB-DAC gekauft und möchte mir hiermit eine Simple
USB auf S/PDIF Soundkarte bauen.
Die angebliche Einfachheit dieses ICs verleitete mich zum kauf.
Nun, nach einigen Wochen habe ich das IC so wie im Datenblatt empfohlen
als Schaltung aufgebaut, doch das Gerät wird nicht vom PC erkannt (weder
Windows 7, noch Linux, noch Windows 10). Ich erhalte immer "Code 43
Fehler beim Anfordern der Geräteinformationen". Als Ausgelesene VID und
PID steht tatsächlich nur "0000" da. Seltsam. Flugs das Oszi rausgeholt
und mal gemessen:
Okay, Spannungen sind überall da, wo sie sein sollen. Masse ist
ebenfalls auch überall dran. Der 12 MHz Quarz schwingt schön mit ca.
83ms Periode, was sehr genau 12MHz sein sollten.
Beim anstecken an den PC tut sich auch etwas auf den USB Datenleitungen.
Nur leider wird das Gerät eben nicht erkannt. Ich habe mittlerweile
schon alles ausprobiert was mir eingefallen ist. Datenleitungen
umgedreht, ein anderes USB Kabel verwendet, andere PCs verwendet,
sämtliche Widerstandswerte geringfügig Variiert, Pufferkondensator
hinzugefügt, doch leider brachte nichts abhilfe.
Wer kennt sich mit diesem IC aus? Wer hatte schon ein mal ein ähnliches
Problem ?
Hier ist noch das Datenblatt des ICs:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/pcm2900.pdf
Seite 30 (Abbildung 39) zeigt meine Beschaltung. Ich dachte mir, da ich
keinen Analogausgang brauche, brauche ich auch keine Zusätzliche
Spannungsversorgung des Analogteils.
Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
Oli
Würde mich extrem wundern, wenn der ohne die AVCC laufen könnte. Im
Normalfall machen Chips dann ganz verrückte Sachen, wenn nicht alle
Betriebsspannungen vorhanden sind.
Schließ die Spannung an und probiere noch mal.
Oli477 schrieb:> Der 12 MHz Quarz schwingt schön> mit ca. 83ms Periode, was sehr genau 12MHz sein sollten.
Ich vermute mal, daß du ns meinst ...
Die Serienwiderstände in den USB-Leitungen und den einen Pullup an D+
nach VDDI hast Du auch verbaut?
Wie lang sind die Leitungen zwischen der USB-Buchse und dem Baustein?
Moin,
Also die 22 Ohm Widerstände habe ich verbaut, sowie einen 1.5k Pullup
nach D+. Die Leitungslänge von PC zu dem IC beträgt zirka 20cm.
Und ja, ich meinte 83ns und nicht ms. Doof, dass n und m direkt
nebeneinander liegen.
Das mit 3.3V auf die Analoge Versorgungsspannung muss ich noch testen,
ich hoffe ich komme heute noch dazu. Ich gebe Bescheid.
Viele Grüße
Oli
Oli477 schrieb:> Das mit 3.3V auf die Analoge Versorgungsspannung muss ich noch testen,
Okay,
Bin doch noch schnell in die gute Bastelstube und muss leider mit
Enttäuschung erwähnen, dass es nicht funktioniert hat.
Grüße
Oli
Oli477 schrieb:> Die Leitungslänge von PC zu dem IC beträgt zirka 20cm.
Ich meine nicht die Länge des USB-Kabels, sondern den Abstand zwischen
der USB-Buchse und dem IC.
Hast Du ein Bild von Deinem Aufbau?
(AVCC habe ich im Datenblatt nicht entdecken können, wie willst Du das
weggelassen haben?)
Hallo Rufus,
Der Aufbau ist etwas schlampig auf einem Breadboard, Das USB Kabel führt
direkt auf eine 4 Polige stiftleiste und zum IC hin ,das war mit den
20cm gemeint.
Viele Grüße
Oli
Hallo Thomas,
Den 1.5k pullup habe ich nach D+ verbunden. Habe sogar testweise D+ und
D- vertauscht, aber keine Veränderung, beides mal der selbe Fehler
Viele Grüße
Oliver
nun zeig halt mal deinen Schaltplan fig 36 is nicht fuer den 2902.
Dein Fehler ist typisch für vertauschte D+ und D- oder 1.5k für FS an D-
Falls das alles korrekt ist fehlt VCC.
Der Baustein braucht wirklich nicht viel an Beschaltung.
Probieren ist uebrigens der falsche weg du must es richtig anschliesen.
Thomas
Hallo Thomas,
Es handelt sich ja nicht um Abbildung 36 sondern um Abb. 39 Auf Seite
30.
Die Datenpins sind definitiv auch korrekt verdrahtet und der 1.5k ist
auch an D+ wie im Schaltplan. Ich habe jetzt noch zusätzlich 3.3V an
Vcci bzw. Den anderen VCC Pins angelegt, wo nun rund 35mA fließen. Nötig
ist dies laut datenblatt aber eigentlich nicht, da der IC eine interne
spannungsversorgung hat. Der suspend pin ist auch auf high. Der Quarz
schwingt ebenfalls dauerhaft also gehe ich davon aus, dass der IC am
laufen ist. Trotzdem erhalte ich immer noch die selbe Fehlermeldung und
das Gerät wurde nicht erkannt.
Wie soll ich nun vorgehen?
Viele Grüße
Oli
Clemens L. schrieb:> Oli477 schrieb:> Beim anstecken an den PC tut sich auch etwas auf den USB Datenleitungen.>> Was denn?
Naja, D+ geht beim anstecken mehrmals für ganz kurze Zeit auf Low,
während scheinbar D- symmetrisch dazu auf high geht, so wie es sein
sollte. Auf genaue Signallängen habe ich noch nicht geachtet, falls das
eine Rolle spielt kann ich das aber gerne noch mal messen und
durchgeben.
Grüße
Oli
Oli477 schrieb:> Das mit 3.3V auf die Analoge Versorgungsspannung muss ich noch testen,> ich hoffe ich komme heute noch dazu. Ich gebe Bescheid.
Der Chip ist doch "Bus powered", der braucht keine externe Versorgung.
Hallo Reiner,
Deswegen habe ich die 3.3V ja weggelassen. Aber nachdem ich doch hier
mehrfach darauf hingewiesen wurde habe ich das doch einmal getestet, was
allerdings (wie zu erwarten) keine besserung brachte.
Viele Grüße
Oli
Oli477 schrieb:> Der Aufbau ist etwas schlampig auf einem Breadboard, Das USB Kabel führt> direkt auf eine 4 Polige stiftleiste und zum IC hin ,das war mit den> 20cm gemeint.
Bilder sagen mehr als Worte.
Oli477 schrieb:> Über eure Antworten würde ich mich sehr freuen.
Das wiederum glaube ich nicht.
Also der Chip ist USB1.1 und wenn du mal auf den dürren Descriptor auf
Seite 20 schaust, dann kommt bezüglich des nötigen Treibers auch etwas
Stirnrunzeln auf.
Aber soweit kommst du ja garnicht. Überdenke mal, ob du den 1k5
tatsächlich an D+ schalten willst und nicht etwa an D-. Wenn ich mich
recht erinnere, gehört der 1k5 bei Low-Speed-Geräten an D- und nicht an
D+.
W.S.
W.S. schrieb:> Überdenke mal, ob du den 1k5 tatsächlich an D+ schalten willst und nicht> etwa an D-.
Das Datenblatt sollte von Leuten verfasst worden sein, die wissen, was
sie tun.
Auch bei USB 1.1 gabs schon Full Speed. Mit Low Speed wäre es bissl lahm
für USB Audio. Ich habe schon mehrere Soundkarten mit dem und ähnlichen
PCM gebaut, ging immer gut und mit externem OPV als Filter/Verstärker
auch ziemlich gute Ausgabe Qualität.
Lief (läuft!) auf Anhieb. Verschaltung ebenso nach
> Seite 30 (Abbildung 39)
(Bis auf die analogen Ein-/Ausgänge und die Schalter)
Wird seit W2k und Kernel 2.4 ohne weitere Treiber unterstützt.
Gruß
Jobst