Hi Leute !!!
Ich habe mir eine kleine Überwachungsanwendung für meinen Briefkasten am
Gartenzaun gebaut. Diese erfaßt den Einwurf von Post und übermittelt den
Posteingang per Funk ins Haus an einen Empfänger, der mich dann per
LED-Blinken auf einen gefüllten Briefkasten aufmerksam macht.
Das Ganze funktionierte für ca. 11 Tage auch ganz gut, bis der Empfänger
dann plötzlich keinen Mucks mehr von sich gab, obwohl natürlich nach wie
vor Post im Briefkasten landete. Weil ich keine andere Idee hatte, habe
ich dann einfach mal den Akku im Empfänger geprüft. Und sie da, der war
leer, was in der Tat eine Überraschung für mich war, denn ich hatte die
durchschnittliche Laufzeit mit mindestens 3 Monaten berechnet.
Das Sende- und das Empfangsmodul ist folgendermaßen aufgebaut:
> µC: ATTiny44A> Transceiver: nRF24L01+> 3,3 V Step-Up: Pololu U1V11F3> 1 x AA Batterie im Sender, 1 x AA Akku im Empfänger (PolarCell AA 2900 mAh)
Untergebracht ist das Ganze dann jeweils in einem leicht modifizierten 3
x AA Batteriehalter.
Der vereinfachte Programmablauf sieht so aus:
Empfänger
---------
1. ATTiny44A Power Up
2. ATTiny44A --> nRF24L01+ Power Up (soft)
3. ATTiny44A setzt nRF24L01+ für 1,5 Sekunden in den Empfangsmodus
4. ATTiny44A --> nRF24L01+ Power Down (soft)
5. ATTiny44A Power Down
6. 20 Sekunden
....
Sender
------
1. Posteinwurf
2. ATTiny44A Power Up (IRQ)
3. ATTiny44A --> nRF24L01+ Power Up (hard)
4. nRF24L01+ sendet für max. 40 Sekunden "Posteingang" an den Empfänger,
bis dieser antwortet (Automatic Acknowledgement)
5. ATTiny44A --> nRF24L01+ Power Down (hard)
6. ATTiny44A Power Down
--> Postentnahme analog
Im Empfänger wird der nRF24L01+ durch den ATTiny44A per Befehl in den
Power-Down-Modus versetzt, im Sender wird er direkt abgeschaltet.
So, laut Datenblatt verbraucht der nRF24L01+ im RX-Mode bei 250 kbps
12,6 mA. Damit der Empfänger überhaupt länger mit dem AA Akku läuft,
wird der nRF24L01+ wie gesagt nur aller 20 Sekunden für jeweils 1,5
Sekunden in den Empfangsmodus geschaltet. Das wäre dann nach meiner
Berechnung ein Verbrauch von ca. 24 mA pro Tag. Damit sollte der Akku
also mindestens 3 Monate halten.
Nun habe ich entsprechend mal den Strom im Empfänger bei laufendem
Programm gemessen. Und zu meinem Erstaunen ergaben sich dabei für die
jeweils 1,5 Sekunden, in denen sich der nRF24L01+ im Empfangsmodus
befindet, Spitzenwerte von bis zu 124 mA. Das erklärt natürlich, warum
der Akku so schnell schlapp gemacht hat. Aber wieso verbraucht der
nRF24L01+ zehnmal mehr, als im Datenblatt angegeben? Und da der
Transceiver (VCC), obwohl er im Empfänger softwaremäßig an- u.
ausgeschaltet wird (PWR_UP, PWR_DOWN), trotzdem direkt am µC hängt,
wundert es mich auch, daß der Tiny diese Stromspitzen überhaupt bis
jetzt mitgemacht hat.
Woran könnte der erhöhte Stromverbrauch des nRF24L01+ liegen?
Grüße,
The SphereX
Wenn 250kbit/s geht ist es zumindest schon mal kein fake nrf24l01.
Schaltungsfehler sind ausgeschlossen? Oder ist es der von qwerty
erwähnte nrf24l01 + PA? Welchen Einfluss hat das Reduzieren der
Sendeleistung?
Vielleicht ist ja auch irgendwo ein Metall/Lotkrümel auf deiner
Platine!?
Also es handelt sich definitiv um das einfache nRF24L01+ Modul ohne
Verstärker mit PCB-Antenne. Die habe ich mal im Fünferpack für 1 € vom
Chinamann erstanden ;-).
Der "Long-Distance-250kbps-Modus" funktioniert auch tadellos. Um genau
zu sein: Ich muß diesen sogar verwenden, um eine stabile Verbindung zum
Sender im Briefkasten hinzubekommen.
Ein eventueller Lötfehler ist mir auch nicht aufgefallen. Ich habe
eigentlich alle Kontakte nach Fertigstellung geprüft. Wie könnte / müßte
denn ein solcher Fehler aussehen, damit sich das von mir beschriebene
Verhalten des nRF24L01+ zeigt? Wie gesagt, die Anwendung an sich,
insbesondere die Funkübertragung, funktioniert ja problemlos, nur
verbraucht der nRF24L01+ eben leider wesentlich mehr, als er eigentlich
sollte.
Bei reduzierter Sendeleistung den Strom zu messen, habe ich noch nicht
probiert, da sich der Empfänger ja sowie nur im Fall eines empfangenen
"Posteingang" vom Sender kurz selbst in den TX-Modus schaltet, um die
Paketempfangsbestätigung (ACK) zu senden.
Grüße,
The SphereX
@ The SphereX
Also ich habe fast das gleiche Setup wie du, nur dass mein ATmega8 im
Sender nur dann geweckt wird wenn der Klingelknopf gedrückt wird.
Ich nutze auch einen 3.6V LiIon-Akku und einen 3.3V Low
Drop-Festspannungsregler.
(100pcs-XC6206P332MR 3.3V 0.5A Fixed-LDO-Voltage-Regulator SOT-23)
Preis: 2,65 Euro für 100 Stück incl. Versand
http://www.ebay.de/itm/191536899846
Ich habe einen Ruhestrom von 7,5µA gemessen.
Wenn man eine einfache Diode (1N4148) nimmt ist der Ruhestrom zwar null,
aber 4.2V-0.5V = 3.7V und das Funkmodul hält nur 3.6V aus.
Man dürfte den Akku also nicht zu voll laden!
Einen Akku der lange (über Monate) gelagert wird soll man aber eh nur
mit 3,94V aufladen, denn sonst zersetzt sich die Elektrode des Akkus und
er verliert recht schnell an Kapazität.
Das mit der Diode hat bei mir eigentlich sehr gut funktioniert.
Der ATmega8 zieht selbst nur etwas unter 1µA wenn er schläft und die
7,5µA hauen schon recht rein. :-D
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The SphereX schrieb:> Das Ganze funktionierte für ca. 11 Tage auch ganz gut,> ... bis der Empfänger dann plötzlich keinen Mucks mehr von sich gab,
Der 3.3V StepUp-Wandler am empfänger braucht selbst schon 1mA.
PolarCell AA 2900 mAh
Rechnen wir mal mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 1mA, dann
sind das 2900 Stunden = 120 Tage = 4 Monate die deine Schaltung damit
auskommen müsste.
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zu 6.)
Schläft der Empfänger 20 Sekunden und ist 1.5 Sekunden aktiv?
Rechnen wir mal mit einem Stromverbrauch von 20mA für den ATtiny und dem
Funkmodul.
Intervallzeit = 21,5s
Die 1mA vom Schaltregler fließen ständig.
In den 20s verbraucht er zusätzlich 5µA (ATtiny und nRF im Sleepmodus)
In den 1,5s verbraucht er usätzlich 20mA (ATtiny und nRF aktiv)
Im Durchschnitt verbrauchen AVR und nRF dann: 1,5s*20mA/21,5s = 1,4mA
Mit dem Schaltreglerstom sind es 2,4mA.
Ergibt immer noch 50 Tage Laufzeit.
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Mein Empfänger ist an 5V angeschlossen, besitzt ein blaues 16x2
LC-Display und zeigt mir die Akkuspannung des Senders an.
Der Sender schickt mir bei jeder Auslösung auch den aktuellen
Batteriewert.
Den Spannungsteiler aktiviere ich dazu mit Hilfe eines kleinen P-Kanal
MosFETs, lese den Wert aus und deaktiviere den MosFET wieder damit kein
Strom sinnlos über den Spannungsteiler fließt.
Man könnte aber auch einfach einen Spannungsteiler aus zwei 2.2M Ohm
Widerständen nutzen und einen 1nF bis 100nF Kondensator an den ADC-Pin
hängen damit der interne Sample&Hold-Kondensator des AVR aufgeladen
werden kann.
... denn der P-Kanal-MosFET hat auch einen Leckstrom von 1µA.
Wenn der Powercell bei 1.2V 2900mah hat, der Stepup realistisch einen
Wirkungsgerad im spannungsbereich der AA Zelle von 0.6-0.7 hat dann
ergibt sich hinter dem Stepup eine Stromumrechnung.
Akkukapazität Wirkungsgrad Spannungsverdreifachung
Also eine theoretische Akkukapazität hinter dem Stepup von:
2900*0.65*0.35
Das macht dann ungefähr 942mah.
Es gibt hier ein paar Kundenmeinnungen zu dieser Zelle.
http://www.amazon.de/product-reviews/B00300TKUI/ref=cm_cr_dp_see_all_btm/275-6203173-6762067?ie=UTF8&showViewpoints=1&sortBy=bySubmissionDateDescending
"Doch nicht so gut wie ich dachte.
Entladen sich schnell von selbst. Nach 3 Wochen um ungefähr 20 bis 30 %
"
"Habe diese Batterien nun schon eine ganze weile und muss sagen das ich
nicht wirklich überzeugt bin, sie halten nicht mal ansatzweise das was
sie versprechen ( selbst billige discounter akkus halten länger) Sehr
schade"
Nimm einen LiIon-Akku die verlieren so gut wie keine Spannung und wenn
du sie nicht über 3.94V auflädst verlieren sie auch keine Kapazität.
Bei 3.6V leuchtet bei meinem Empfänger eine rote Lampe, dann wird es an
der Zeit den Akku des Senders wieder aufzuladen.
Oder nen 9V Industrie Block mit StepDown.. kommt man bei 3,3V vielleicht
noch weit über 1000mah..
Wäre auch anders zu rechnen..
Sagen wir mal ca 25ma 3,3V .. wären dann 25*4,5
Im blödestens Falle bei einer Spannungsvervierfachung bei 0,8V des akkus
und schlechtem Wirkungsgrad sogar ca 120ma.
Also wenn ich Euch richtig verstanden habe, dann verbraucht der
nRF24L01+ in den jeweils 1,5 s, in denen er sich aktiviert im RX-Modus
befindet, tatsächlich nur die vom Hersteller angegebenen 12,6 mA, und
die bis zu 124 mA, die ich messe, ergeben sich einzig durch den Aufbau
der Schaltung, vor allem durch den verwendeten Akku und den Wirkungsgrad
des Step-Up?
Der nRF24L01+ hat also quasi mit diesem hohen Verbrauch gar nichts zu
tun?
Grüße,
The SphereX
Mike J. schrieb:> Mit dem Schaltreglerstom sind es 2,4mA.>> Ergibt immer noch 50 Tage Laufzeit.
Ah ... Denkfehler.
Die 1.4mA verbraucht der AVR und das nRF-Modul im Durchschnitt.
Der Schaltregler zieht aber mehr Strom da er aus den 1.2V die 3.3V
macht.
Bei einem Wirkungsgrad von 90% zieht er dann einen Strom von
((3.3V/1.2V)*1,4mA*0,9) = 4,27mA
Wieder den 1mA Ruhestrom addieren: 5,27mA
Aus dem 2900mAh Akku kann sich deine Schaltung also 2900mAh/5,27mA =
550h = 22 Tage versorgen.
Wenn der Akku wirklich so schlecht ist wie man aus den Bewertungen
teilweise entnehmen kann, dann stimmen die 11 Tage vielleicht.
The SphereX schrieb:> die bis zu 124 mA, die ich messe,
Das misst du nur in den Aktiven Phasen, aber es ist trotzdem etwas viel.
Das Modul und der AVR werden ca. 20mA verbrauchen.
Die 124mA würden aber einen Wirkungsgrad von 20mA/124mA = 16% bedeuten.
Kannst du das mal ohne Schaltregler probieren, einfach nur mit einem
3.90V LiIon-Akku und Diode?
Oder du hängst einfach ein Multimeter zwischen Schaltregler und AVR/nRF
und misst einfach mal dort den Strom der hinter dem Schaltregler
verbraucht wird.
Mike J. schrieb:> Die 124mA würden aber einen Wirkungsgrad von 20mA/124mA = 16% bedeuten.
nein aber die Spannungsverdreifachung fehlt doch noch, das P=U*I ?
3,3V*20ma =0,066W
Am Akku dann bei ca 0.8V macht das
0,066W/0.8V=52ma
mit einem Wirkungsgrad von 60-65% laut Polulu Datenblatt ergibt
52ma * (1/0.60)=86ma
Muss man eigentlich auf beiden Seiten den Strom messen um das dann
schwarz auf Weiß zu haben.
Philipp K. schrieb:> nein aber die Spannungsverdreifachung fehlt doch noch, das P=U*I ?
Ach ja ... hab ich das schon wieder vergessen.
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Auf der Seite vom "Pololu U1V11F3" ist ein kleines Diagramm mit dem
Wirkungsgrad.
Bei 1V sind es 55% und bei 1,5V 65%, also werden es bei 1.2V oder 1.3V
ca. 60% sein.
((3,3/1,2)*21,4*(1/0,6)) = 98mA
Wenn sein AVR + nRF jetzt in Wirklichkeit nicht die geschätzten 20mA
ziehen, sondern 27mA (nRF = 12,5mA, AVR = 14,5mA), dann kommt man auf
124mA.
((3,3/1,2)*27*(1/0,6)) = 123,75mA
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Der durchschnittliche Stromverbrauch liegt also bei:
(1,5s/21,5s)*124mA = 8,65mA
Mit dem Ruhestrom sind es im Durchschnitt 9,65mA.
2900mAh/9,65mA = 335h = 14 Tage
... das kommt eigentlich ganz gut hin.
Es wäre echt besser einen Linearregler oder eine Diode und einen
LiIon-Akku zu nehmen da er dort eh keine genaue Spannung benötigt.
Die LiPo-Akkus die ich getestet hatte haben auch im Winter ihre Arbeit
verrichtet.
(Wichtig : Die Akkus darf man nur aufladen wenn sie Raumtemperatur
erreicht haben, auf alle Fälle über 0°C und am besten bei 20°C.)
Ich hatte Tests mit den Funkmodulen gemacht und festgestellt dass ich
mit Sichtverbindung ca. 100m weit komme, aber mit zwei 4.7µF Kerkos und
einem 47µF Elko an dem +3.3V Pin und GND-Pin des Steckers (also direkt
auf dem Modul) komme ich um einiges weiter!
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Gibt es einen Grund weshalb der Empfänger an einer Batterie hängt?
Mein Empfänger kann permanent empfangen da der Sender nur kurz senden
soll um möglichst wenig Strom zu verbrauchen.
Da der Empfänger auch Alarm schlagen soll wenn der Akku leer ist braucht
er eben auch genügend Strom für den Fall.
Ihr habt ja sowas von recht :-) !!!
Da ich leider keinen LiPo zur Hand habe, der Pololu U1V11F3 allerdings
als nettes Feature im Bereich von 3,3 V <= VIN <= 5,5 V automatisch auf
Linearregler (down) umschaltet, habe ich kurzerhand einen 3 x AA
Batteriehalter mit 3 Akkus bestückt und die Messung mit folgendem
Ergebnis nochmals durchgeführt.
Pololu U1V11F3 als Step-Down: 3,8 V auf 3,3 V
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> Power-Down (ATTiny, nRF24L01+) während den 20 s Warten: 340 µA> 1,5 s aktiver RX-Betrieb: 17 mA
--> zum Vergleich vorher
Pololu U1V11F3 als Step-Up: 1,25 V auf 3,3 V
---------------------------------------------
> Power-Down (ATTiny, nRF24L01+) während den 20 s Warten: 1,8 mA> 1,5 s aktiver RX-Betrieb: 120 mA
Tja, ich würde mal sagen: Was zu beweisen war! Und wieder was
dazugelernt. Meine Milchmädchenrechnung geht also nicht auf. Und das
wirft leider meine gesamte Konzeptionierung was den Empfänger angeht
über den Haufen :-(.
@ Mike J.
" ... Gibt es einen Grund weshalb der Empfänger an einer Batterie hängt?
..."
Der Empfänger sollte ursprünglich an einem Ort stehen, an dem kein
Netzzugang verfügbar ist. Glücklicherweise, so zumindest muß ich es
jetzt wohl sehen, habe ich ihn letztlich dann doch anderswo aufgestellt.
Und dort gibt's auch eine Steckdose :-). Es sieht also ganz danach aus,
als müßte ich den Empfänger doch ans Netz hängen. Dann kann ich ihn
natürlich, wie Du richtig bemerkt hast, auch gleich dauerhaft im
Empfangsbetrieb lassen und damit den Verbrauch des Senders noch mal
deutlich senken.
" ... Ich hatte Tests mit den Funkmodulen gemacht und festgestellt dass
ich mit Sichtverbindung ca. 100m weit komme, aber mit zwei 4.7µF Kerkos
und einem 47µF Elko an dem +3.3V Pin und GND-Pin des Steckers (also
direkt auf dem Modul) komme ich um einiges weiter! ... "
Da sagst Du was. Ohne die 47er Elkos ging bei mir zunächst mal gar
nichts, und ich bin fast verzweifelt. Bis ich dann hier den
entscheidenden Hinweis bekam :-).
Grüße,
The SphereX
The SphereX schrieb:> habe ich kurzerhand einen 3 x AA> Batteriehalter mit 3 Akkus bestückt
Jetzt liegt deine Versorgungsspannung bei 1,2V*3=3,6V , da der StepUp
noch dran ist zieht er aber immer noch die 1mA (oder 1,8mA) für den
Eigenverbrauch.
Vorher hat er 1,2V*1,8mA = 2,16mW verbraucht.
Jetzt verbraucht er 3,6*1,0mA=3.6mW oder sogar 3,6*1,8mA=6,48mW
Du fährst damit nicht wirklich besser.
Wenn die Zellen eine unterschiedliche Kapazität haben (was bei mir immer
der Fall war), dann wird eine Zelle wahrscheinlich defekt sein wenn du
die Batterie das nächste mal wieder aufladen möchtest.
Deine drei Akkus werden in Summe noch eine Spannung von 3*0.9V=2,7V Volt
aufweisen, aber die Zelle mit der niedrigeren Kapazität hat dann 0,5V
und die anderen beiden 1,1V ... und damit ist eine Zelle defekt.
Die Reihenschaltung von Zellen ist nur dann möglich wenn man die
Spannung von jeder Reihe überprüft oder ganz hochwertige, selektierte
Zellen nutzt und sie möglichst nur zu 50% entlädt.
Du wirst doch einen alten LiIon-Akku irgendwo rumzuliegen haben.
Irgendjemand hat doch immer einen, frag mal deinen Vater oder das alte
Handy der Freundin.
Die 3 Akkus sollen ja keine Dauerlösung sein, sondern dienten mir nur
für einen schnellen, möglichst unkomplizierten Test, um zu sehen, ob der
Step-Up hier ursächlich für den hohen Stromverbrauch ist. Und das hat
der Test ja mehr als deutlich gezeigt.
Entgegen Deiner Vermutung, zählt ein LiPo-Akku leider auch nicht zu den
Dingen, die ich für gewöhnlich mal eben so rumliegen habe ;-). Und
selbst wenn, dann würde es noch am passenden Ladegerät mangeln.
Ich denke allerdings schon, daß 17 mA im Aktiv-Betrieb verglichen mit
120 mA, bzw. 340 µA statt 1,8 mA im Power-Down-Modus, durchaus eine sehr
beachtliche Verbesserung sind. Damit käme ich dann sogar wieder die
angepeilten 3 Monate. Die Sache mit der Akku-Reihenschaltung sehe ich
übrigens etwas gelassener. Ich habe hier schon länger mehrere dieser
Dreifachbatteriehalter im Einsatz, und den Akkus geht's noch bestens.
Übrigens auch den PolarCell Akkus, die mir bis jetzt absolut nicht
negativ aufgefallen sind.
Aber wie gesagt, der Empfänger bekommt jetzt einen Netzanschluß
spendiert, und dann sollte sich das Problem erledigt haben :-).
Grüße,
The SphereX
Philipp K. schrieb:> TP4056 Ladeboard mit integriertem Schutz
Der LiIon-Akku besitzt schon eine Schutzelektronik.
Ich halte wirklich nicht viel von diesem Akkuschutz, die maximale
Abschaltspannung liegt oft bei 4.325V und da gast der Akku ja schon und
geht kaputt, also auf diesen Schutz kann man sich absolut nicht
verlassen.
Bei eBay gibt es Standard-LiIon-Akkus die relativ günstig sind.
"8 Stück Vander-18650 3.7V 4200mAh LiIon-Akkus"
Preis: 7,98 Euro incl. Versand
http://www.ebay.de/itm/381278909846
Passende Halterungen:
http://www.ebay.de/itm/121514753150
5 Stück für 2,90 Euro
Es gibt halt Akkus mit Schutz und ohne Schutz und ich habe nur gute
Erfahrungen mit dem TP4056. (Wenn beim Akku nicht "mit Schutz" oder
Protected PCB dran steht sind die ungeschützt, auch wenn der Ring
sichtbar ist)
Die Akkus sind dazu noch so billig, wenn ich da ne kapazitätsmessung und
Entladekurve erstelle bleiben da 400ma Kapazität.. und die elektronik
ist meist kaputt.
Ein Akku nach deutschen Qualitätsstandards mit Schutz kriegste über
3000mah nicht unter 7€.
Oder das ist ein Bombe Angebot.. aber bisher war die Entladekurve bei
den billigen absolut daneben.
Nachtrag: der Billigscheiss ist Saugefährlich, meist nicht mehr weil die
Restkapazität so gering ist das da nix mehr brennt. Das sind ungeprüfte
neugelabelte gebrauchte Notebookakkus von der Entsorgungsstelle.
Die Deutschen Händler die solche Teile verkaufen sollte man verklagen,
habe 4 Stück für 8€ erstanden und eine Entladekurve erstellt. 2 Von 4
hatten eine defekte Schutzelektronik und waren sofort nach 1000mah
Tiefentladen. Die anderen 2 hatten auch keine 1000mah mehr.. dazu steht
da ja sogar noch das man die Dinger 6 Stunden Laden soll, einen guten
LiIon kannste immer mit 1C Laden. Bei mir hat der Händler nur gesagt
"Alle Kunden waren bisher zufrieden und ich habe schon Tausende
verkauft".
Bei Pollin kostet ein ungeschützter Markenakku 5€, die guten 3000mah
geschützten Panasonic liegen bei 10€.
Dann lieber das geschützte Board mit nem ICR18650-26A,den gibts bei den
inetshops schon für 3€ was aber auch noch nicht lange so günstig ist.
Philipp K. schrieb:> Nachtrag: der Billigscheiss ist Saugefährlich, ...> Das sind ungeprüfte neugelabelte gebrauchte Notebookakkus> von der Entsorgungsstelle.
Danke Philipp,
ich habe gerade gesehen wo diese Akkus auseinander- und zusammengebaut
werden.
Das war eine Hütte mit Sandboden und dort stehen mehrere größere
Wog-Schalen in denen sich die Innereien vieler Akkus befinden.
Die werden dann in eine neue Blechhülle gesteckt und mit neuem Plastik
ummantelt.
Viele bekommen auch nur eine neue Plastikfolie.
Es gibt auch welche in denen ein Miniatur-Akku (so eine mini-Flachzelle)
drin ist.
Mir war zwar klar dass diese 4200mAh Akkus mit zu hohen Werten beworben
werden und es nur um die 2000mAh sein können, aber das ist dreist und
hoch gefährlich.
Der Verkäufer hat viele positive Bewertungen , aber das ist
unerheblich!
Die Bewertungen werden abgegeben wenn die Ware erfolgreich angekommen
ist.
Hier ein Beispiel eines "4-Port USB 2.0 Hubs", dieser Hub hatte durchweg
positive Bewertungen obwohl er keinen einzigen Chip oder überhaupt
Elektronik auf der Platine hatte und man nicht mehr als ein Gerät
anstecken konnte da es ja keinen Koordinator-chip gibt.
http://www.cwcity.de/community/board/showthread_27_6_45311-Achtung-Fake-USB-20-Hubs-von-eBay.html
Nochmal zu dem Polulu.. falls die Schaltung so bleiben soll und genug
Platz da ist könnte man einen Langzeitest aus Fun mit 2 Baby/Monozellen
von Duracell mit 10000/20000mah starten..
So könnte der Wirkungsgrad zu 80-90% tendieren und man hätte halt 3V mit
20000mah Kapazität. Kostenpunkt 3,5€ die Doppelpackung. Vielleicht hält
das nen Jahr.
Bei kleinen Strömen und bei Batteriebetrieb sind Linearregler oft besser
als Stepup / Stepdown Regler.
Diese haben oft einen hohen Eigenverbrauch von ein paar mA.
Ein guter Linearregler braucht dazu nur ein paar µA.
Noch sparsamer sind ein bis drei Dioden in Reihe geschaltet. Je nach
Strom haben diese einen Drop von 0,6-0,8 Volt.
5Volt - 3x 0.6V = 3,2Volt
Jens schrieb:> Bei kleinen Strömen und bei Batteriebetrieb sind Linearregler oft besser> als Stepup / Stepdown Regler.
Kaum fünf Jahre später willst du dem TO diese Infos geben?