Hallo
Da ich einiges über das Thema gelesen habe, frage ich, ob von euch
jetzt wer dabei ist, der den Schritt gewagt hat und PE studiert?
Überlege, es zu studieren, da hohe Spezialisierung heutzutage immer
wichtiger wird, und man hohe Gehälter kassiert
Überlege, mich noch auf der TU Freiberg zu erkundigen, aber klar, dass
die mir empfehlen, das zu studieren, was sonst..
Ich brauche authentische Berichte, wie der Job so ist etc. Kennt ihr da
was? Gut wäre auch ein Praktikum..
Danke Leute..... benzin geschnüffelt hab ich schon genug.. es geht nicht
um das fertige Produkt.
Es geht drum, dass angehende Ingenieure wie ich die Berufung haben, euch
lustigen den Rohstoff zu liefern und zu gewinnen so dass ihr jeden Tag
tanken könnt!!
Und wegen Bier studier ich nicht hier!
oil trash schrieb:> Es geht drum, dass angehende Ingenieure wie ich die Berufung haben, euch> lustigen den Rohstoff zu liefern
Ein wahrer Gönner. Nehmt euch ein Beispiel an dem. ;-)
hansel schrieb im Beitrag #3610290:
> Ich frage mich ernsthaft wieso man freiwillig bei so gewissenlosen> Vereinen wie BP oder sonstigen Konzernen arbeiten will; dort gipfelt die> Profitgier und die stellen ihren hohen Umsatz über alles.
Ach, ich glaube, daß diese Konzerne auch eine Menge manierlicher
Arbeitsplätze haben, außer dem CEO alleine. Hier gibt es nur Neiddebatte
für Randfiguren, die noch nicht drin sind. Dort werden bestimmt auch
nicht alle nur mit dem Hartz-Satz entlohnt.
hansel schrieb im Beitrag #3610290:
> Na wenigstens weißt du dann nach dem Studium, wie du dein Taxi richtig> zu betanken hast. :)>> Ich frage mich ernsthaft wieso man freiwillig bei so gewissenlosen> Vereinen wie BP oder sonstigen Konzernen arbeiten will; dort gipfelt die> Profitgier und die stellen ihren hohen Umsatz über alles.> Öl-Katastrophen werden vertuscht und wenn es ans Licht kommt ist nicht> mehr als ein "Entschuldigung, haben wir echt nicht gewollt" zu hören.> Strafen werden dank Lobby-Arbeit anscheinend auch nicht in dem Ausmaß> verhängt, dass sich was ändert.>> Wenn du was bewegen willst, dann studier etwas, dass Alternativen> voranbringt und positioniere dich in der Forschung.
Ok das heißt dann , alle Ölkonzerne sind per se böse und ich soll dort
nicht arbeiten...
Habe aber schon vieles gehört/gelesen:
Man hat globale Reisemöglichkeiten, verdient gut, hat einen
"Spezialistenstatus", bekommt zB in bestimmten Gebieten tausende von
Dollar bezahlt, Kost, Logis und Putzfrau gratis.. zudem ist das fachlich
interessant, Mischung aus Geologie und Maschinenbau...
Vielleicht bin ich verblendet, kann da keinen Nachteil entdecken...
ausser vielleicht dass das ein Nischenbereich ist. Zumindest bei uns!
Warte mal - Ölkonzerne sind ja die größten weltweit!
Mir wurde nicht ganz klar warum du dich von vornerein spezialisieren
möchtest? Maschinenbau mit der Vertiefung der Verfahrenstechnik wird
dich genau zum gleichen Ziel führen nur das du noch weitere
Möglichkeiten hast.
igor schrieb:> Mir wurde nicht ganz klar warum du dich von vornerein> spezialisieren möchtest? Maschinenbau mit der Vertiefung der> Verfahrenstechnik wird dich genau zum gleichen Ziel führen nur das du> noch weitere Möglichkeiten hast.
Ja da haste eigentlich recht.. hmmm aber bringt diese Spezialisierung
nicht irgendeinen Bonus mit sich?
Jojo schrieb:> oil trash schrieb:> Vielleicht bin ich verblendet, kann da keinen Nachteil entdecken...>> Arbeitslosigkeit!
Ja? Wenn man in Hinterostwaldossiheim bleibt, vielleicht...
Weiss auch nicht.. hab halt Lust, global Erfahrungen zu sammeln. Ist das
nicht ein globales Geschäft?
hansel schrieb im Beitrag #3610290:
> Ich frage mich ernsthaft wieso man freiwillig bei so gewissenlosen> Vereinen wie BP oder sonstigen Konzernen arbeiten will;
Dort werden nur Engländer und Ami`s eingestellt.
Hunnen landen bei den Dienstleistern!
oil trash schrieb:> Weiss auch nicht.. hab halt Lust, global Erfahrungen zu sammeln. Ist das> nicht ein globales Geschäft?
Schon, nur die liegen die Flecken wo das Öl ist, normalerweise am Arsch
der Welt!
Marx W. schrieb:> ansel schrieb:> Ich frage mich ernsthaft wieso man freiwillig bei so gewissenlosen> Vereinen wie BP oder sonstigen Konzernen arbeiten will;>> Dort werden nur Engländer und Ami`s eingestellt.> Hunnen landen bei den Dienstleistern!
Ja, die Dienstleister im öl Business sind zB Schlumberger, Halliburton
etc. Da kann man auch ohne spezielles petroleum engineering Studium
reinkommen. Einfach mit techn. Studium. Der Rest wird angelernt.
Interessant, man ist alle paar Jahre mal woanders, lohn wird in Dollar
ausbezahlt. Länderzuschläge gibt es dh einen Multiplikator. Ist man in
einem sicheren Land wie GER, ist der Multiplikator vielleicht 1, ist man
in Nigeria, dann vielleicht 1,8 odet so. Dort gibts aber die höchsten
Preise weltweit. Da zahlst du für ne Cola mal schnell $20..
Urlaub gibt's 54 Tage im Jahr. Internationaler Vertrag. Also keine
Wochenenden/Ferien/Feiertage ,einfach die 54 Tage (ist halt meistens der
Sonntag), 12 std Arbeitstag, 6 Tage die Woche.
Aber auch in GER kommt man damit schon auf rund 4k € netto im Monat
(steuerbegünstigt man zahlt in einen Topf ein).. halt ein straffes
Programm.
Schulungen finden mal in UK, mal in Dubai statt.
Ja Kanada hilft so eine Holzfällerjacke und Vollbart, in der Freizeit
mit Bären ringen. Ist halt arschkalt -20/-30°..
Usw usw könnte weiter erzählen, führt aber zu weit , tippe am Handy....
Achja was noch motiviert, man macht im Ölbusiness Arbeitspakete, wie
überall auch, da werden sie Jobs genannt. Als nicht-mehr-trainee kriegt
man für jeden job abhängig der Grösse 10-1000$ pro job..
Mal ohne Flachs, wer würde es nicht spannend finden, gut zu verdienen,
viel Chancen zu haben, die Welt zu sehen, halt auch viel zu arbeiten,
nicht dauernd nur im Büro hocken, einen Spezialistenjob zu haben..
Überlege mir echt, das zu machen.
Seien wir uns ehrlich, die meisten Ingenieurjobs sind doch heute nur
mehr Exceltippereien und totlangweilige Bürojobs, und in Konzernen
dauernd in Besprechungen hocken..
Verstehe nicht, warum das soviele Leute erstrebenswert finden, könnt ihr
mir das erklären?!
Vielen Dank im voraus!
Ja aber wie im anderen Thread erwähnt, wird auch die Arbeit auf ner
Schicht auf der Bohrinsel uninteressant und zur Routine mit der Zeit.
Also was wirklich machen?
KMU - Chaos, überforderte hirnrissige Chefs ? Nö.
Konzern - Exceljongleur und PowerPoint Dompteur? Nein danke.
Herausfordernde Arbeit die körperlich und geistig beansprucht? Ja
gerne, aber was ist das für ein Job..
Mal Arzt oder Pilot ausgenommen, möchte gerne Ingenieur werden.
Einerseits verstehe ich euch gelangweilten Excelingenieure:
Ihr wollt eine neue Herausforderung, einen spannenden job, ausserdem
feststellen, ob eure Vorstellungen von einem Job in der Ölindustrie
nicht Quatsch sind:
Abenteuer, Geld, Action, das hört sich alles spannend an:
Auch wenn oft blumige News-artikel zu dieser Branche veröffentlicht
werden:
http://www.telegraph.co.uk/finance/jobs/10286787/Oil-and-gas-sector-needs-120000-new-employees.html
Wie die Realität aber tatsächlich aussieht?
Wahrscheinlich im Feld dann als Field Engineer min. 12h täglich, zB 14
Tage durch, danach 14 Tage frei..
Ob das wirklich so prickelnd ist? Vielleicht hat man nach ein paar
Monaten auch alles gesehen und wünscht sich wieder zu wechseln...
Gute Idee, das Studium ist aber gar nicht nötig:
Die großen Servicefirmen und Ölkonzerne nehmen gerne viele technischen
Absolventen auf und schulen die dann um. bzw bilden aus.
Dh nicht zwingend ein PE Studium vorausgesetzt. Die Spezialisierung
gibt's nur ein paar mal europaweit.
Mech Eng, Electrical Eng. ,Chemie/Verfahrenstechnik,
IT/Software/Automation ist dort genauso gefragt.
Reinkommen in die Branche ist angeblich nicht so einfach...
Durch die ganzen Threads kriegt man richtig Lust sich zu bewerben und
richtig tief rein zu bohren.
Aber... ihr wisst auch was passieren kann?!
"Die Zwerge haben zu gierig und zu tief geschürft. Du weißt, was sie
aufgeweckt haben in der Dunkelheit ..."
Und dann hört man wieder die Schlagzeilen der Naturkatastrophen,
deepwater usw.
Seid auf der Hut!