Wenn man einen guten Linear-Regler aufbaut und diesen hinter das
Netzteil hängt, bekommt man eine recht gute Spannung, die sicherlich
mit so manchem Billiglabor-NT mithalten kann. Da kann man dann auch
eine Strombegrenzung mit einbauen. Wenns nicht auf eine 100% saubere
Ausgangsspannung ankommt, kann man auch die Methode mit einem
Schaltregler verwenden. Dabei gibts bei richtigem Aufbau auch keine
Probleme, schließlich befindet sich ja auch auf jedem MB ein recht
kräftiger Schaltregler (siehe Ls und Cs direkt neben dem Prozessor).
Aber den entscheidenden Nachteil eines PC-NTs gegenüber einem anderen
habt ihr vergessen: Die Schaltungsmasse ist mit PE verbunden, d.h. man
hat recht große Probleme beim Messen mit dem Oszi, oder wenn eine
Verbindung zu anderen Geräten mit einem Potential gegenüber PE
hergestellt werden soll. Auch folgende Situation hatte ich schon: Ich
hatte bei meiner Schaltung einfach die Masse abgeklemmt um sie
auszuschalten. Dann steck ich den Programmer an und auf dem LCD
erscheint wieder was. Da wurde halt die GND verbindung über den PC
hergestellt.
Also: Für die alltäglichen Basteleien ganz gut zu gebrauchen, wegen den
schönen Spannungen von 3.3,5,12V. Aber eine Regelung dahinter zu bauen
lohnt sich nicht. Dann doch lieber einen kräftigen Trafo kaufen und ein
komplettes NT selber bauen oder eben ein fertiges nehmen. Da hat man auf
lange Sicht mehr davon.