Oszilloskop defekt oder fehlende galv. Trennung?

Gast #308558
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Hallo,

habe einen Gleichrichter an eine Wechselspannung gehängt und wollte mir
mal die pulsierende 100HZ Ausgangsspannung anzeigen lassen, bisher hat
das auch immer funktioniert nur hatte ich da immer einen Trafo
dazwischen. Wenn ich die Tastspitze des Oszi an Punkt 1 hänge sehe ich
die positiven Halbwellen. Tastspitze an Punkt 2 zeigt mir die
negativen. Das dürfte doch nach dem Gleichrichten garnicht sein. Wenn
ich die Tastkopfspitze auf Punkt 1 gebe und die Masse auf Punkt 2 sehe
ich wieder nur die positiven Halbwellen.

Erst dachte ich Gleichrichter ist vielleicht hinüber. Dann habe ich mal
zw. Punt 1 und Punkt 2 einen 500V Kondensator gehängt und nun zeigt mein
Oszi eine flache Gleichspannung an. Aber die Pulsierende 100Hz
Gleichspannung bekomme ich nicht auf meinen Schirm.

Wollte mal fragen was da los ist liegt das an der fehlenden galv.
Trennung oder hat mein Oszi vielleicht nen Schaden?
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Gast #308561
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weil ich auf die schnelle keine bessere Bezeichnung in meiner alten
Eagle-Version gefunden hab. Nennen wir es also L1 und N.

Zuerst habe ich ohne Erdung gemessen wie ich es beschrieben habe. Denke
mal das der Gleichrichter noch lebt da ich ja nenn sehr hohen
Widerstandswert verwendet habe um den Strom stark zu begrenzen.

Was müsste ich also machen um es mir korrekt anzeigen zu lassen?
Gast #308562
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Nun, das Einfachste ist, Du begibst Dich erst einmal außer Lebensgefahr
und benutzt einen Trenntrafo für Deine Netzspannungs-Experimente.
Danach  wird sich wohl auch Dein Scope mit Dir solidarisieren und die
zweite Halbwelle wieder anzeigen.
Damit Du bei solchen Experimenten nicht unvermittelt verreckst, hat
Dein Oszi-Bauer Dir nämlich das Gehäuse an den PE angeschlossen.
Alternativ kann man natürlich ein SK2 Oszi-verwenden... Was aber nicht
davon entbindet über Berührungsspannungen, Spannungsverschleppung ...
nachzudenken. Im Gegenteil, es verführt zu tödlicher Sorglosigkeit.
Gast #308563
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Differential-Tastkopf verwenden.

Aber wenn ich mir das oben so durchlese, vielleicht doch besser die
Finger von Netzspannung lassen! Das ist nicht abwertend gemeint, aber
bevor man etwas misst, nur um sich "eben mal" was anzeigen zu lassen,
muss schon VORHER wissen, WAS er da misst und wie das Messgerät
funktioniert. Sonst löst sich unter Umständen "eben mal" alles in
Rauch auf (und das kann sehr schnell auch auf den Bediener
zutreffen!)!!!

Gruß

Johnny
Gast #308564
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Ein Kanal (invertiert) an Punkt 2, den anderen an Punkt 1, dann im Oszi
die Summe der Spannungen anzeigen lassen? Wegen Netzspannung natürlich
Spannungsfestigkeit der Tastköpfe u. Eingänge u.s.w. beachten. Ein
Trenntrafo wäre vielleicht eine Anschaffung wert...
Gast #308565
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also wenn ich mal an 230V gehe dann passe ich da schon besonderst auf.
Also ich verkabele erst die ganze Schaltung schließe das Oszi an und
dann gebe ich mit ausreichend abstand Strom auf die Schaltung.

Aber wenn ich doch nur die Tastkopfspitze anschließe also ohne die
Masse/Erde vom Oszi müsste ich doch beide Halbwellen sehen.

Im Prinzip will ich oben genannte Schaltung nachbauen. Da ich aber
keine 100k/1W Widerstand habe, habe ich den Wert vervierfacht um einen
1/4W Widerstand nehmen zu können.

Da ich immer Schritt für Schritt den Schaltungsaufbau kontrolliere,
wollte ich das hier auch machen, was leider nicht geht. Also muss ein
Trafo davor oder gibt es ne schnelle Lösung um das kurz zu prüfen.
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Gast #308567
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Ein 2 Kanal Oszi habe ich nicht. Daher scheidet das mit dem invertierten
Signal aus. Das mit dem Teilerverhältniss hat schon gepasst 1:10 am Oszi
und nochmal 1:10 bei 10V/Div.

Also ihr meint das ich da auf jedenfall meine pulsierende 100Hz am
Gleichrichterausgang habe. Wenn ja dann überspringe ich mal diese
Messung.
Gast #308569
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Einfache Lösung, da du aus den 230V  keinen nennenswerten Strom
entnimmst: 230V auf 12V (oder was passsend rumliegt)
heruntertransformieren und mit einem gleichen Trafo umgedreht aus den
12V wieder 230V (es werden nicht genau 230V rauskommen, das sollte aber
egal sein) machen.
1
o------I I---o-----o---II-----o
2
       I I             II 
3
  230  I I 12       12 II  230
4
       I I             II 
5
o------I I---o-----o---II-----o

Diie Spannungsfestigkeit von 1/4W Widerständen könnte etwas knapp für
Netzspannung sein...
Gast #308572
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EZ81: und dann kann ich die Nullpunkterkennung wegen der
Phasenverschiebung vergessen.

Das ist auch der Grund warum ich auf einen Trafo verzichten will bzw.
an der Primärseite abgreifen will, die restl. schaltung läuft ja über
einen Trafo.
Gast #308573
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So geht's das heißt nicht das du es so machen sollst!!!

Klemm deinen PE am Oszi ab, stell es auf a leere Bierkiste oder
ähnliches, jedenfalls isoliert, dann stell alles ein am Oszi Time Base
und Spg. dann klemmst deinen Tastkopf fest an deine Schaltung Masse an
2, Messleitung an 1 und dann stellst sicher das niemand an dein Oszi
greift selbst du nicht!!!
Dann schaltest die spannung vor dem Gleichrichter zu.

Aber lass die Finger vom Oszi da liegt entweder a Pseudo N oder L1
an!!! Lebensgefahr!!!

P.S.: A Trenntrafo in der Oszi Zuleitung macht nichts anderes, nur das
hat zudem noch andere Gründe.
Gast #308576
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Trenntrafo am Oszi und Netzspannung ist nicht unbedingt ratsam, da man
da schnell mal ans Gehäuse greift, der Schutzleiter fehlt halt dann und
die 30mA für den FI müssen sich 'nen anderen Weg suchen und der geht da
meist durchs Herz!

Lieber 'nen Differenzspannungstastkopf kaufen, einen Anschluss für die
BNC Buchse am Oszi und zwei 4mm Messleitungen die man beliebig in der
Schaltung positionieren kann ohne sich irgendwie in Gefahr zu begeben.
Vorteil von so nen Tastkopf ist auch noch, man kann in einer Schaltung
beliebig mit den 2 Kanälen messen ohne auf Massebezug der beiden Kanäle
zu achten.

Bzw. weitere Möglichkeit isoliertes Oszi kaufen meist die Handgeräte
sind auch "Erdfrei".

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