Drehstromdose an Herdanschluss

Gast #7107999
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Hallo Forum,

da ich mich mit den Vorschriften nicht auskenne mal die Frage an die 
Elektrofachkräfte hier:

Darf man an (oder an Stelle von) einer 3-phasigen Herdanschlussdose 
(3PNE/16A) eine CEE Steckdose 16A montieren? Dass es technisch möglich 
ist, ist mir klar. Ich wüsste halt gern ob bürokratisch was dagegen 
einzuwenden ist und was das wäre. Ein Verweis darauf wo das steht / 
geregelt ist nehme ich dankend an...

Ziel ist Geräte mit Drehstromanschluss betreiben zu können und dafür 
nicht die Elektroverteilung anzufassen. Der Herdanschluss wird nicht für 
einen Herd benötigt und steht daher zur Verfügung. Die 
Elektroinstallation ist 2020 neu gemacht worden. Der Herdanschluss ist 
mit Leitungsschutzschalter B16 abgesichert der alle drei Phasen 
gemeinsam abschaltet.

FI ist keiner im Herdstromkreis (und beim Durchlauferitzer auch nicht). 
Ist das heutzutage eigentlich noch OK so ohne FI? Alle anderen 
Stromkreise sind 1phasig und haben eine B16/FI Kombi.

Danke im voraus!
#7108022
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Simon schrieb:

> Darf man an (oder an Stelle von) einer 3-phasigen Herdanschlussdose
> (3PNE/16A) eine CEE Steckdose 16A montieren?

Da soetwas in Grossküchen Standard ist, sollte das wohl zulässig sein.

> FI ist keiner im Herdstromkreis (und beim Durchlauferitzer auch nicht).
> Ist das heutzutage eigentlich noch OK so ohne FI?

Das kann ich Dir auch nicht so genau sagen.
Gast #7108055
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Simon schrieb:
> Darf man an (oder an Stelle von) einer 3-phasigen Herdanschlussdose
> (3PNE/16A) eine CEE Steckdose 16A montieren?

Wenn da kein FI installiert ist, darfst du das nicht!

Steckdosen müssen mittels FI geschützt sein. Eine Steckdose ist eine 
laienbedienbare elektrische Einrichtung und somit ist ein FI Pflicht.

Eine Herdanschlußdose brauchte (bisher) keinen FI, weil selbige für 
einen Festanschluß vorgesehen ist, denn Festanschlüsse brauchten bisher 
keinen FI.

Es gibt einen neuen Normungsentwurf in welchem gefordert wird auch 
"festangeschlossene ortsunabhängige Geräte", auf Deutsch, bewegliche 
Geräte an einer flexiblen Leitung, zwingend mit FI auszustatten.
#7108405
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Peter* schrieb:
> Schaut doch mal bitte in Euren Sicherungskasten!,
> ernsthaft... wie viele Fi's findet Ihr da?
>
> Phasenschieber S. schrieb:
>> laienbedienbare elektrische Einrichtung
>
> Das Zitat sagt alles.

Dann fangen wir mal an...
HV
300mA Typ B sichert alles
30mA für den vorderen Bereich
30mA für die Heizung
UV
30mA für Küche allgemein
30mA Kühlschrank
30mA Außenbeleuchtung / Steckdose
10mA Badezimmer
30mA Typ B für Induktionsfeld/Waschmaschine/Trockner
UV Garage
30mA
macht bei mir 9xRCD
Gast #7108608
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Dirk L. schrieb:
> Dann fangen wir mal an...
> HV
> 300mA Typ B sichert alles
> 30mA für den vorderen Bereich
> 30mA für die Heizung
> UV
> 30mA für Küche allgemein
> 30mA Kühlschrank
> 30mA Außenbeleuchtung / Steckdose
> 10mA Badezimmer
> 30mA Typ B für Induktionsfeld/Waschmaschine/Trockner
> UV Garage
> 30mA
> macht bei mir 9xRCD

Bravo, gut gemacht. Nur wer kann sowas bezahlen? Bei Neubau noch 
halbwegs realistisch, im Altbau rüstet das keiner nach, da muss man froh 
sein, wenn man überhaupt einen PE vorfindet. Das geht doch bezahlbar nur 
mit einem guten Draht zur Elektro-Lobby. Vermutlich auch noch alles 
selbst installiert weil du selber Elektriker bist?
Gast #7108649
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Paul schrieb:
> Nur wer kann sowas bezahlen?

So ein Fi kostet 30€.



90.000€ für den dicken SUV - kein Problem.

500€ Aufpreis für das Raucherpaket? Geschenkt!

600.000€ für das Baugrundstück - kein Problem.

800.000€ für das Haus - kein Problem.

200€ für Ausstattung die dir das Leben retten kann? Absoluter Wucher, 
kann kein Mensch finanzieren!
Gast #7108670
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Anti Glasses Gang schrieb:
> kann kein Mensch finanzieren!

Spinner.

Ein FI mag bei Hornbach 30 EUR kosten, der Elektriker der wegen 
Platzmangel den Sicherungskasten komplett wechselt und wegen klassische 
Nullung überall einen Schutzleiter unter Putz bringen will verlangt aber 
25000 (vor der Hausse, jetzt wohl 50000).

Und Autos für 90000 werden fast nur von Firmen gekauft, quasi keine 
Privatperson (ab Grössenordnung Passat schlägt es von privat auf 
gewerblich um) leistet sich das (mrin DUV kostete ubtiges 30k, billiger 
und leichter als ein aktueller Passat).

Ebensowenig zahlen die allerwenigsten 1.4Mio für ihr Haus mit 
Grundstück, auch das sind zu 90% gewerbliche Deals.

Du lebst wohl von H4, so realitätsfern wie du bist, und ein Auto hast du 
auch nicht  so ahnungslos wie du bist.
Beitrag #7108675 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7108680
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MaWin schrieb:
> Spinner.

MaWin schrieb:
> Du lebst wohl von H4, so realitätsfern wie du bist, und ein Auto hast du
> auch nicht  so ahnungslos wie du bist.

@MaWin
Kein Mensch kann etwas dafür, dass Du es bist, der so ein armer 
Schlucker ist und Dir die reale Welt nicht vorstellen kannst.

Naja, wenn man am Bodensatz lebt, hat man wirklich keine Vorstellung von 
den Kosten des Lebens.
#7108687
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MaWin schrieb:
> und wegen klassische
> Nullung überall einen Schutzleiter unter Putz bringen will

Wenn man noch klassische Nullung hat ist die Installation älter als 50 
Jahre. Dann sollte man sie sowiso mal neu machen.
Und es gibt auch nicht mehr überall klassische Nullung wie hier gerne 
breitgetreten wird. Die wird so langsam deutlich seltener.

Gerade beim TO ist es wohl schon ein halbwegs modernes TN-C-S System.
Ausser dem gibt es auch kombinierte Drehstrom LS-RCD die nur 4 Einheiten 
breit sein, genau wie einpolige die nur eine Einheit breit sind.

Zum Thema bei Sicherheit übers Geld jammern und beim Auto dann die 
dicken Alufelgen drauf oder das Bose Sound system plus Video für die 
Rücksitzen.
Oh doch sowas wird auch privat sehr gerne gekauft. Man muss sich die 
Autos nur mal anschauen.
Gast #7108700
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Udo S. schrieb:
> Wenn man noch klassische Nullung hat ist die Installation älter als 50
> Jahre. Dann sollte man sie sowiso mal neu machen.
> Und es gibt auch nicht mehr überall klassische Nullung wie hier gerne
> breitgetreten wird. Die wird so langsam deutlich seltener.

Naja so um 1960-1970 wurde in Deutschland viel gebaut. Die Häuser stehen 
noch und wurden auch nicht kernsaniert wenn der Eigentümer mit Familie 
selber drin wohnt. Den Aufwand gibt man sich nur wenn man ausziehen will 
und die alte Hütte vermieten oder verkaufen will. Gibt auch noch 
genügend Häuser von vor dem WKII. Es sind ja eher die großen Städte 
zerbombt worden. So selten ist klassische Nullung also nicht.
Gast #7108796
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Thomas F. schrieb:
> Hier gibts welche schon für 20€.
> Das Argument "soo teuer" ist seit knapp 20 Jahren Quatsch

Für die Teile mag das gelten. Die darf aber nun mal nur der Handwerker 
einbauen. Und die sind teuer. Wenn man einen findet der Zeit hat.


MaWin schrieb:
> Ein FI mag bei Hornbach 30 EUR kosten, der Elektriker der wegen
> Platzmangel den Sicherungskasten komplett wechselt und wegen klassische
> Nullung überall einen Schutzleiter unter Putz bringen will verlangt aber
> 25000 (vor der Hausse, jetzt wohl 50000).


Lesen bildet lieber MaWin, denn :

Simon schrieb:
> Die Elektroinstallation ist 2020 neu gemacht worden.

Und wenn ein Elektriker DA noch klassische Nullung findet, ist 2020 
schon was schief gelaufen.
Findet man im Sicherungskasten noch 1 TE kann man leicht einen RCBO 
(FI/LS) nachrüsten.

Die einfachste und billigste Variante wird aber sein einen 
Steckdosenblock mit FI zu verbauen.
#7108805
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MaWin schrieb:
> Spinner.

Selber Spinner – und was für einer.

Seit Jahrzehnten ist es inzwischen Vorschrift, bei einer Änderung an der 
elektrischen Anlage Reserven vorzuhalten, und die klassische Nullung 
darf seit 50 Jahren nicht mehr neu installiert werden. Wer heute also 
noch klassische Nullung betreibt, sollte besser hoffen, dass an seiner 
Anlage niemand zu Schaden kommt, denn im Schadensfall werden Gericht und 
Gutachter dem Eigentümer eindeutig bescheinigen, seiner Pflicht zur 
permanenten Sicherheitsüberprüfung und Sicherstellung der 
Nichtgefährdung Dritter durch sein Eigentum nicht nachgekommen zu sein 
und damit den Schaden mindestens fahrlässig herbeigeführt zu haben – da 
kann der Eigentümer noch so oft "Bestandsschutz!" schreien (was es ja 
ohnehin nicht gibt). Das gilt generell für alle Gewerke und sollte einem 
eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen, aber nun gut; was erwarte 
ich.

Zum Rest deines Geblubbers: Es mag dir entgangen sein, aber wir haben 
nicht mehr 2002; die Preise für Immobilien und Pkws sind seitdem etwas 
angestiegen. Aber offenbar gehörst du zu den Verlierern dieser 
Entwicklung, die sich sowas eben nicht leisten können und somit nur 
ihren Frust hier abladen können – mein Beileid.
Gast #7108889
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Horst G. schrieb:
> denn im Schadensfall werden Gericht und Gutachter dem Eigentümer
> eindeutig bescheinigen, seiner Pflicht zur permanenten
> Sicherheitsüberprüfung und Sicherstellung der Nichtgefährdung Dritter
> durch sein Eigentum nicht nachgekommen zu sein und damit den Schaden
> mindestens fahrlässig herbeigeführt zu haben

Heikle Geschichte, da zwar das mit dem Bestandsschutz zwar in der Tat 
Schwachsinn ist, es aber defacto keine Pflicht zum Nachrüsten gibt.
Eine Anlage die 1980 dem Stand der Technik entsprach darf auch heute 
noch so betrieben werden, solange keine Änderungen daran stattfinden.
 Punkt.

Das man natürlich mal sanieren sollte, schon des eigenen 
Sicherheitsgedanken wegen, ist eine andere Geschichte.

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