Embedded PC mit kleinem Formfaktor und großem Temperaturrange

OP (Firma: Ich.AG) #5200972
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Hallo!

Ich suche für ein Projekt nach einem eingebetteten PC.
Hauptrequirements sind:

- kleiner Formfaktor, soll in eine Röhre mit ~76mm Durchmesser passen
- großer Temperature Range, 0°C-120°C

Für den zweiten Punkt finde ich nichts passendes, aber vielleicht ist 
Euch ja mal etwas über den Weg gelaufen. Interessant wären für mich auch 
schon Systeme, die auch nur in die Nähe der Spezifikation kommen oder 
eins der Requirements erfüllen können..

Viele Grüße,

Hendrik
#5201664
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Heinrich H. schrieb:
> Hallo!
>
> Ich suche für ein Projekt nach einem eingebetteten PC.
> Hauptrequirements sind:
>
> - kleiner Formfaktor, soll in eine Röhre mit ~76mm Durchmesser passen
> - großer Temperature Range, 0°C-120°C
>
> Für den zweiten Punkt finde ich nichts passendes, aber vielleicht ist
> Euch ja mal etwas über den Weg gelaufen. Interessant wären für mich auch
> schon Systeme, die auch nur in die Nähe der Spezifikation kommen oder
> eins der Requirements erfüllen können..
>
> Viele Grüße,
>
> Hendrik

Die fitlet2 sind für den Temperaturbereich -40 °C - 85 °C spezifiziert. 
Was bei den dort eingesetzten Komponenten schon extrem gut ist.
So was für den Dauerbetrieb bei 120 °C spezifiziert zu finden dürfte 
schwieriger werden...
Je nach Anforderungen wären Automotive, MWD (Measurement While 
Drilling), Luftfahrt, High Reliability u.U. passende(re) Stichworte für 
eine Suche.
Controller die z.T. auch bis 175°C spezifiziert sind und noch relativ 
viel Rechenleistung haben gibt's bei den üblichen Verdächtigen: TI (div. 
DSPs, einige Sitara), NXP, Renesas (RH850), Infineon (bspw. div. 
TriCores).

Kurzfassung: Nur 0°C - 120°C als Anforderung reicht nicht wirklich, um 
da was passendes zu finden...
Für den industriellen Bereich (-40 °C bis 85 °C) gibt's fertige SOMs und 
SBCs fast wie Sand am Meer. Bspw. von Variscite, Aaeon, Compulab, Phytec
OP (Firma: Ich.AG) #5201749
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Arc N. schrieb:
> Die fitlet2 sind für den Temperaturbereich -40 °C - 85 °C spezifiziert.
Danke für den Hinweis.

> Was bei den dort eingesetzten Komponenten schon extrem gut ist.
> So was für den Dauerbetrieb bei 120 °C spezifiziert zu finden dürfte
> schwieriger werden...
> Je nach Anforderungen wären Automotive, MWD (Measurement While
> Drilling), Luftfahrt, High Reliability u.U. passende(re) Stichworte für
> eine Suche.
Danke. Ich schmeiß mal Google an.

> Controller die z.T. auch bis 175°C spezifiziert sind und noch relativ
> viel Rechenleistung haben gibt's bei den üblichen Verdächtigen: TI (div.
> DSPs, einige Sitara), NXP, Renesas (RH850), Infineon (bspw. div.
> TriCores).
Das sind aber Mikrocontroller, oder? Ich möchte ein Linux installieren.

>
> Kurzfassung: Nur 0°C - 120°C als Anforderung reicht nicht wirklich, um
> da was passendes zu finden...
> Für den industriellen Bereich (-40 °C bis 85 °C) gibt's fertige SOMs und
> SBCs fast wie Sand am Meer. Bspw. von Variscite, Aaeon, Compulab, Phytec
Richtig. Bis 85° habe ich auch gefunden.

Gruß,

Hendrik
OP (Firma: Ich.AG) #5201790
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Peter II schrieb:
> Heinrich H. schrieb:
>> Das sind aber Mikrocontroller, oder? Ich möchte ein Linux installieren.
>
> an Raspberry Pi ist auch ein Mikrocontroller und es läuft Linux.
Das ist für mich ein SoC oder ein Mikroprozessor verbaut.
Auf jeden Fall benötige ich ein System auf dem Linux läuft. Und ich 
meine nicht den 8 Bit uC von 
https://www.heise.de/make/meldung/Ubuntu-bootet-auf-8-Bit-Mikrocontroller-1487093.html 
:D

>
> Die Frage ist was du Ringrum noch brauchst (Netzwerk, PCI, USB, usw.)
Wenn ich das wüsste...
Gast #5201847
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120°C und dann Bastlerware von Olimex vorschlagen, ja ne ist klar ;-)

Übrigens kommt das auch EXTREM auf die benötigte Rechenleistung und die 
damit verbundene Verlustleistung an - so ein Teil erzeugt im Betrieb 
auch selbst Wärme und wenn die Chips nur bis +125°C gehen, dann dürfen 
die sich in Deinem Fall max. um +5°C selbst erwärmen...
Da kann es schon reichen nur ein paar Pakete über Ethernet zu senden um 
da drüber zu kommen...
(Firma: vyuxc) #5201858
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Heinrich H. schrieb:

> - großer Temperature Range, 0°C-120°C
>
> Für den zweiten Punkt finde ich nichts passendes, aber vielleicht ist
> Euch ja mal etwas über den Weg gelaufen.

Nö, da wirst du wenig finden. 120°C ist so der Temperaturbereich bei dem 
sich die Strukturen im nm-Bereich zerstören.
Nur als Beispiel: Die Intel-Atoms schalten sich bei 110°C Tj 
selbstständig ab. Nennt sich dort Critical Shutdown.
Persönliche Seite #5201861
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Interessant wäre, wie es zu den extremen Umgebungsbedingungen kommt, und 
ob ein anderes Systemdesign das Problem nicht möglicherweise umgehen 
helfen könnte.


Warum muss der PC/Rechner/Wasauchimmer bei derartigen Temperaturen 
betrieben werden? Würde es nicht genügen, die an dieser Stelle 
vermutlich eingesetzten Sensoren am heißen Ort zu betreiben und den 
auswertenden PC an einem dafür geeigneteren, abgesetzten Ort?
Gast #5202048
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Heinrich H. schrieb:
> - großer Temperature Range, 0°C-120°C

Für die Erdöl-Bohrtechnik gibt es Elektronik mit Einsatztemperaturen bis 
400 Grad. Allerdings soll die noch wesentlich teurer sein als 
Weltraum-Elektronik, aber anfragen könnte man ja mal. Aber vorher die 
Grösse des Budgets für das Projekt klären, in Richtung Million sollte es 
schon sein.

Georg
#5202497
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Heinrich H. schrieb:
>> Controller die z.T. auch bis 175°C spezifiziert sind und noch relativ
>> viel Rechenleistung haben gibt's bei den üblichen Verdächtigen: TI (div.
>> DSPs, einige Sitara), NXP, Renesas (RH850), Infineon (bspw. div.
>> TriCores).
> Das sind aber Mikrocontroller, oder? Ich möchte ein Linux installieren.

Das wäre auch etwas was man gerne vorher wissen will...
Linux ist schon mal gut... Reicht uCLinux, wenn nicht, dann wird die 
Auswahl zwar geringer, aber immer noch ausreichend.
TI Sitara AM5718-HIREL, Cortex A15, 1.5 GHz, siehe 5.3 Power On Hours 
(POH) Limits im Datenblatt bzw. Figure 5-1. Operating Life Derating 
Chart (mehr als 10k Stunden bei 125 °C)
NXP/Freescale: Div. MPC5xxx (PowerPC), falls die reichen oder einige 
bspw. i.MX6 siehe AN4725 "i.MX 6Solo/6DualLite Product Lifetime Usage 
Estimates"
https://www.nxp.com/docs/en/application-note/AN4725.pdf
Fertige Boards, die bis 125 °C spezifiziert werden, kenne ich allerdings 
nicht.

Wie oben schon angesprochen: U.U. muss eben das gesamte Design 
überarbeitet werden...
#5202671
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Heinrich H. schrieb:
> Arc N. schrieb:
>
>> Fertige Boards, die bis 125 °C spezifiziert werden, kenne ich allerdings
>> nicht.
>>
>
> Und genau die suche ich.
>
> Ich brauche ein Debian o.Ä..

So wird das nichts... Entweder ist der Einsatz/sind die Anforderungen so 
geheim, dass sie hier nicht veröffentlicht werden dürfen oder nicht. 
Falls letzteres fehlt wie so oft schlicht etwas mehr aus dem Lastenheft.
Ein BSD ist auch o.ä. das läuft zur Not auch auf PIC32MZ (die bis 125 °C 
spezifiziert sind)...
Gast #5202679
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Peter II schrieb:
> Schreiber schrieb:
>> Man kann auch einen kleinen und sparsamen PC nutzen und den mit einem
>> Peltierelement kühlen. Braucht aber viel Strom.
>
> und wie kühlst du die Kondensatoren und andere kleinen Bauteile? Es geht
> ja nicht nur um die CPU.

Die gesamte Elektronik wird gekühlt, dafür gibts extra Peltierelemente 
für Hochtemperaturanwendugnen.

Bei Umgebungstemperaturen >100°C kann man auch mit Wasser eine 
Siedekühlung nutzen, as erleichtert die Sache etwas...
Beitrag #5203992 wurde von einem Moderator gelöscht.

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