Hallo, wir sind ein wenig verzweifelt, denn wir haben mittlerweile 3 defekte LEDs, die mit einem einstellbaren LED-Stromregler betrieben wurden, der ca. 20mA liefert.
Laut Osram Datenblatt dürfen die LEDs auch nur mit mindestens 100mA betrieben werden. So etwas haben wir noch nie gesehen bisher.
Wie kann das sein? welcher Effekt steckt dahinter, dass eine LED bei zuwenig Strom kaputt geht? Das Thema kann man leider sehr schwierig googeln.
Wie kann das sein? welcher Effekt steckt dahinter, dass eine LED bei
zuwenig Strom kaputt geht?
Die Ursache weiß ich auch nicht, habe aber selbst auch 9s2p COB-High-Power-LEDs, bei denen einzelne Chips nach einer gewissen Zeit bei sehr kleinen Strömen (<1% Nennstrom) ausgefallen sind. Die restlichen Chips der Ketten arbeiten aber noch und bei höheren Strömen funktionieren die "kaputten" Chips auch wieder mit gleicher Helligkeit.
Und bei den 3s3p 10W-Schrott-LEDs aus China ist dieses Verhalten auch bei größeren Strömen der Normalfall.
Wackelkontakt? LEDs bei eingeschaltetem Netzteil angeschlossen?
Dann kann die Ausgangsspannung hochlaufen und bei Kontakt fließt kurz aber heftig ein viel größerer Strom als die 20mA.
Die Ursache weiß ich auch nicht, habe aber selbst auch 9s2p
COB-High-Power-LEDs, bei denen einzelne Chips nach einer gewissen Zeit
bei sehr kleinen Strömen (<1% Nennstrom) ausgefallen sind. Die
restlichen Chips der Ketten arbeiten aber noch und bei höheren Strömen
funktionieren die "kaputten" Chips auch wieder mit gleicher Helligkeit.
Bonddraht intern abgelöst. Hat mit niedrigem Strom als Ursache nix zu tun.
Laut Osram Datenblatt dürfen die LEDs auch nur mit mindestens 100mA
betrieben werden. So etwas haben wir noch nie gesehen bisher.
Das steht sicher nicht als Grenzwert drin, sondern als Bedingung, daß die weiße LED einigermaßen ihre Farbcharakteristik beibehält.
Ansonsten ist wohl das Netzteil ein Schrottiges, das offensichtlich einen unsauberen Strom liefertt, oder der einstellbare Stromregler hat nur ein Dreck-Poti, welches bei Kontaktproblemen einen erhöhten Strom liefert.
Am besten Du nennst uns mal den TYP der LED und des Reglers (letzteres mit Schaltplan, falls das Eigenbau ist).
Bonddraht intern abgelöst. Hat mit niedrigem Strom als Ursache nix zu
tun.
Es sind je 9 LEDs in Reihe. Wenn sich bei einer der Bonddraht ablöst, fällt die ganze Kette aus, was aber nicht der Fall ist.
Im Anhang mal so eine LED mit 2 verschiedenen Strömen. Es sind in beiden Strängen jeweils die erste und letzte LED bei sehr wenig Strom aus. Bei etwas mehr Strom gehen die wieder an. Vor ein paar Jahren waren es nur die LEDs am Anfang der Kette.
Bonddraht intern abgelöst. Hat mit niedrigem Strom als Ursache nix zu
tun.
Es sind je 9 LEDs in Reihe. Wenn sich bei einer der Bonddraht ablöst,
fällt die ganze Kette aus, was aber nicht der Fall ist.
Im Anhang mal so eine LED mit 2 verschiedenen Strömen. Es sind in beiden
Strängen jeweils die erste und letzte LED bei sehr wenig Strom aus. Bei
etwas mehr Strom gehen die wieder an. Vor ein paar Jahren waren es nur
die LEDs am Anfang der Kette.
Dann haben die eben unterschiedliche "Startspannungen", was sich mit der Zeit bei Bestromung auch ändern kann, oder Verschleiß des Floureszenzstoffs. Aber die ändern sich ganz gewiss nicht einfach nur speziell bei zu geringem Strom.
Der ist natürlich getaktet, aber angeblich auf 200mA per DIP-Schalter begrenzt. Oszilloskop zeigt keine Spitzen an. Wir betreiben aber bei typischerweise 20mA
Laut Osram Datenblatt dürfen die LEDs auch nur mit mindestens 100mA
betrieben werden.
... wenn die im Datenblatt spezifizierten Werte (Farbtreue, Abstrahlwinkel, Homogenität, usw.) eingehalten werden sollen.
Aber weil auf dem Weg "von stromlos bis 100mA" zwingend auch weniger als 100mA fließen müssen, wird die LED das auch überleben. Sonst müsste eine Flankensteilheit für den Stromanstieg bis 100mA spezifiziert werden.
Wir nutzen den Regler
https://www.opto-e.com/de/produkte/ltic-series/LTICGR1000-D1
Der ist natürlich getaktet, aber angeblich auf 200mA per DIP-Schalter
begrenzt. Oszilloskop zeigt keine Spitzen an.
Wir betreiben aber bei typischerweise 20mA
Schon mal sehr spannnend, wenn du eine Schaltung im 1%-Bereich ihres "nennwerts" (hier 2A) betreibst.
denn wir haben mittlerweile 3 defekte LEDs, die mit einem einstellbaren
LED-Stromregler betrieben wurden, der ca. 20mA liefert.
Welche Versorgungsspannung bekommt das Ding? Klemmst du die LEDs auch mal ohne Ausschalten "unter Spannung" an und ab? Welche Leerlaufspannung hat die KSQ?
Die LEDs in den Ketten laufen alle mit dem gleichen
(Konstant-) STROM,
Richtig; und der fließende Strom bestimmt dann gemäß der Kennlinie (die aber eben Exemplarstreuungen unterliegt) die Flußspannung, die folglich bei jeder LED anders sein kann.
die Flußspannung spielt dabei keine Rolle.
Um überhaupt zu leuchten muß die Flußspannung aber einen gewissen Mindestwert erreichen, der primär von der Farbe und Halbleiterstruktur abhängt.
Wenn Du den Strom durch mehrere in Serie geschaltete LEDs langsam genug hochdrehst, findest Du bei jeder Kette so einen Übergangsbereich, in dem einige schon leuchten und andere noch nicht.
Um überhaupt zu leuchten muß die Flußspannung aber einen gewissen
Mindestwert erreichen, der primär von der Farbe und Halbleiterstruktur
abhängt.
Ja, das ist ja klar. Ich meinte damit, daß sich die Flußspannung der LED eben in jedem Fall auf ihren individuellen Wert einstellen kann.
Wenn Du den Strom durch mehrere in Serie geschaltete LEDs langsam genug
hochdrehst, findest Du bei jeder Kette so einen Übergangsbereich, in dem
einige schon leuchten und andere noch nicht.
Das weiß ich.
Bei diesen LEDs aber hat sich das Verhalten mit der Zeit gravierend geändert. Als die neu waren, leuchteten alle Chips vollkommen gleichmäßig, auch beim geringsten Strom. Nach einiger Zeit ist dann bei einer Kette der erste Chip bei kleinen Strömen ausgefallen, etwas später dann bei der zweiten Kette das gleiche. Nun, noch später, sind 2 weitere Chips bei kleinen Strömen aus.
Wir nutzen den Regler
https://www.opto-e.com/de/produkte/ltic-series/LTICGR1000-D1
Der ist natürlich getaktet, aber angeblich auf 200mA per DIP-Schalter
begrenzt. Oszilloskop zeigt keine Spitzen an.
Wir betreiben aber bei typischerweise 20mA
Schon mal sehr spannnend, wenn du eine Schaltung im 1%-Bereich ihres
"nennwerts" (hier 2A) betreibst.
Stephan K. schrieb:
denn wir haben mittlerweile 3 defekte LEDs, die mit einem einstellbaren
LED-Stromregler betrieben wurden, der ca. 20mA liefert.
Welche Versorgungsspannung bekommt das Ding? Klemmst du die LEDs auch
mal ohne Ausschalten "unter Spannung" an und ab? Welche Leerlaufspannung
hat die KSQ?
Bei dem Regler kann man die Bereiche per DIP-Schalter bestimmen, wir haben den kleinsten = 200mA. Laut Oscar sieht auch alles gut aus.
Ich meine die LED wurde nicht bewusst getrennt/angeschlossen.
Ist an einem 24V Schaltnetzteil.
Wichtig war mir zu wissen, dass hier sich alle einig sind, dass zu kleiner Strom LEDs nicht zerstören kann :-)
Kennt Jemand ein Stromregler der nicht taktet, auch kein StepDown, etc. ? Also diskret aufgebaut
Als die neu waren, leuchteten alle Chips vollkommen
gleichmäßig, auch beim geringsten Strom.
Das wären dann also 0+ε fA oder meinst Du doch nur den geringsten Strom, mit dem Du es probiert hast, also vermutlich zumindest im höheren µA Bereich oder gar schon mA?
Nun, noch später, sind 2 weitere
Chips bei kleinen Strömen aus.
Zum einen würde ich stark vermuten, daß die LED Kennlinien mit der Zeit auch (leicht) variieren, aber auch Deine Konstantstromquelle driftet sicherlich auch etwas. Wenn Du mit dem Strom gerade an der Grenze bist, an der die jeweilige Flußspannung den kritischen Wert überschreitet, dann reichen eben auch solche minimalen Variationen, die sich auf die Helligkeit der bereits leuchtenden LEDs praktisch nicht auswirken.
Also wirklich diskret ist der zwar nicht, aber definitiv ein reiner Linearregler und völlig taktlos.
Bei nur 20mA schafft er wohl auch noch eine einzelne LED an 24V Eingangsspannung ohne Kühlkörper, aber bei 200mA dauerts nicht allzu lang bis der Übertemperatur-Schutz auslöst.
Das wären dann also 0+ε fA oder meinst Du doch nur den geringsten Strom,
mit dem Du es probiert hast, also vermutlich zumindest im höheren µA
Bereich oder gar schon mA?
Ich meine damit z.B. solche Ströme wie in den Bildern zu sehen. Da erkennt man ja auch, daß die anderen Chips nicht stark unterschiedlich sind. So haben sich im Neuzustand alle Chips verhalten.
Die Helligkeit (und somit auch deren Alterung)
verteilt sich ungleichmäßig, weil dort eine Parallelschaltung aus nicht
identischen (schlecht selektierten) LEDs gemacht wurde.
Die Chips sind in Reihe geschaltet...
Und schlecht selektiert sind die auch nicht, wie auf den Bildern zu sehen ist.
Kommt mir bekannt vor, nur andersherum mit PNP gebaut und anstatt der Z-Diode eine rote LED. Das Gebilde ist erstaunlich stabil und besser als die Stromquellen mit zwei Transistoren.
Es bleibt das Problem, dass die Differenz zwischen Netzteil- und LED-Spannung zu Wärme wird. Bei 20mA unproblematisch, bei größerem Strom muß ein Kühlkörper her.
Der "Regler" ist kein Stromregler.
Der taktet die Betriebsspannung in voller Höhe durch und entsprechend fließt durch die LEDs ein Strom in unbekannter Höhe!
Das Gebilde ist erstaunlich stabil und besser als
die Stromquellen mit zwei Transistoren.
Kostet allerdings ein paar mA mehr als nur den LED Strom, da die Zenerdiode auch noch etwa 5mA schluckt. Ist sicher meist ein erträglicher Preis.
Ich frage mich sowieso, warum man für 20mA einen so enormen technischen und finanziellen Aufwand wie der TE betreibt. Diese Dingse von Opto Engineering sind ja sicher nicht gratis erhältlich - und dabei noch nahezu völlig ungeeignet für diesen Zweck.
Ehe sich sowas rentiert gegenüber dem gemeinen, freilebenden Vorwiderstand, ist eine Menge Wasser die Wupper runtergeflossen.
ja, wegen Taktung suche ich ja etwas anderes, aber man kann nichts professionelles kaufen! Sollte nicht teurer als 200,- sein.
Wichtig ist: kein Drift und stabil einstellbar. LED muss immer gleich hell leuchten.
Ich frage mich weiterhin, warum 3 LEDs kaputt gegangen sind, obwohl das so ein teurer Regler ist, der vermutlich hundertfach von Industriekunden im Einsatz ist.
der vermutlich hundertfach von Industriekunden
im Einsatz ist.
Aber nicht um einzelne High-Power LEDs mit 20mA zu befeuern. 40-Tonner sind im Speditionsgewerbe zu tausenden im Einsatz; um einen Hocker von Ikea heimzubringen aber doch etwas unhandlich.
Für den menschlichen Beobachter oder für ein Meßgerät?
Außerdem läßt die Leuchtkraft jeder LED mit der Zeit nach; um dich also an immer gleich hell wenigstens im Rahmen des technisch machbaren annähern willst, kommst Du um einen Regelkreis, der die Helligkeit mißt eh nicht herum.
Ich frage mich weiterhin, warum 3 LEDs kaputt gegangen sind, obwohl das
so ein teurer Regler ist, der vermutlich hundertfach von Industriekunden
im Einsatz ist.
Das ist KEIN Regler sondern ein Steller. Für eine Regelung braucht es, wie schon angesprochen, eine Rückführung.
Ich könnte mir vorstellen, dass deine LED locker überleben wenn Du denen einen geeigneten Vorwiderstand spendierst mit dem diese an der angedachten "zu regelnden" Versorgungsspannung dauerhaft überleben so wie es in diesen meterlangen Stripes ebenfalls realisiert ist. Diese sind, um die Größe des Widerstandes zu reduzieren in viele kleine Abschnitte mit jeweils eigenem Vorwiderstand segmentiert und lassen sich mit dem von dir eingesetzten Steller wunderbar in der Helligkeit einstellen.
Wobei: lass mal deine geheimnisvollen LED sehen. Dann kann ich dir sagen ob ich richtig liege oder nicht.
Ich habe mit einem Mega8, einem externen DAC und einer diskreten U/I Wandlerschaltung (von einem Kollegen gebaut) eine wunderbare Regelung der Helligkeit in dem Bereich 20-80mA. Stabil und ohne drift.
In einem Kamerabild würde ich einen Helligkeitsunterschied erkennen. Wie viel es in mA sein darf, weiß ich gerade nicht.
Dieser Steller von OPTO ist zB OK. Bis auf dieTatsache, dass er vermutlich schon 3 LEDs gekillt hat. Obwohl er per DIP auf 200mA gesperrt ist und laut Oscar keine Spitzen zu erkennen sind (bei angeschlossener LED, die ja deutlich mehr kann)
Wie auch immer, suche ich jetzt eine erwerbbare Alternative, die nicht taktet, um die Risiken zu minimieren. Denn die LED kann man nicht mal ebend ersetzen.
Danke für deine Nachricht, das Thema zuwenig Strom wurde hier thematisiert:
Bauform B. schrieb im Beitrag #7526377:
31.10.2023 10:51
Es steht eindeutig im Datenblatt "Do not use current below 100mA". Aber OSRAM hat darauf geantwortet, dass die LEDs NICHT kaputt gehen.
Wir haben allerdings noch nicht herausgefunden, warum sie dann unter Laborbedingungen doch kaputt gehen. Kann ja nur der Stromsteller sein. Der ist aber eigentlich kein Spielzeug.
Laut Osram Datenblatt dürfen die LEDs auch nur mit mindestens 100mA
betrieben werden. So etwas haben wir noch nie gesehen bisher.
Wie kann das sein? welcher Effekt steckt dahinter, dass eine LED bei
zuwenig Strom kaputt geht?
Datenblatt nicht genau gelesen/verstanden oder unfähiger
Datenblatt-Autor/Übersetzer.
Der Mindeststrom bezieht sich auf die Einhaltung der spezifizierten lichttechnischen Größen. Wenn Du den unterschreitest weicht die Farbe bzw der Weisspunkt ab, die Lichtverteilung wird inhomogen, und der Zusammenhang zwischen Strom und Helligkeit ist schlecht reproduzierbar. So ist die LED für Beleuchtungszwecke nicht zu gebrauchen.
Kaputt geht da nichts. Zum Testen kannst Du die LED auch mit Mikroampere betreiben.
Der Mindeststrom bezieht sich auf die Einhaltung der spezifizierten
lichttechnischen Größen. Wenn Du den unterschreitest weicht die Farbe
bzw der Weisspunkt ab, die Lichtverteilung wird inhomogen, und der
Zusammenhang zwischen Strom und Helligkeit ist schlecht reproduzierbar.
So ist die LED für Beleuchtungszwecke nicht zu gebrauchen.
Kaputt geht da nichts. Zum Testen kannst Du die LED auch mit Mikroampere
betreiben.
Full ACK. Ich wette wenn du die LED mit einem reinen Linearregler für die selbe Zeit betreibst, passiert nix. Es liegt am Steller oder dem Netzteil oder...iwo / iwann gibt es da "unschöne Zustände" die die LED stressen.