Mal wieder ein altes Thema, zu dem ich irgendwie meine Fragen noch nicht beantwortet finde.
Ich bin derzeit dabei, meinen Mehrfachsteckdosen-Wald aufzulösen, da ich einige Bereiche für kritisch halte und so über die Jahre noch das Risiko "Verschleiß" der Steckdosen hinzukommt
Sinnhaftigkeit hin oder her: Auch wenn das Kaskadieren von Mehrfachsteckddosen eher wegen der dadurch entstehenden Möglichkeit das Konstrukt einfach zu überlasten, verboten ist, so darf man es laut VDE halt einfach nicht. So zumindest mein letzter Stand aus diversen Quellen.
Auch das Überlasten mit wenigen Geräten ist tabu, auch das ist klar.
Das weitere Argument ist ja der Übergangswiderstand, der sich mit jeder Leiste erhöht und technische Sicherungsmaßnahmen so nicht mehr korrekt funktionieren.
Ich frage mich dabei aber folgendes: Gilt das Verbot der Kaskadierung nur für Mehrfachsteckdosenleisten oder auch für weitere an das Gerät angeschlossene Geräte, die aber keine Mehrfachsteckdosen sind?
Also ich denke da an Zwischenstecker, die einfach nur einzelne Geräte schalten sollen, oder zur Weihnachtszeit auch mal einen Schwippbogen, den man allerdings mit einer 3m Verlängerungsschnur dazwischen in den Mehrfachverteiler steckt. Gibt es hier Regelungen, die das ganz klar untersagen?
Was mich dabei besonders interessieren würde, wie sowas rechtlich im Fall der Fälle aussieht, oder ob man so nichts falsch gemacht hat?
Ich denke technisch kann man mit etwas Hirn das Risiko auf ein Minium reduzieren, aber rein rechtlich ist es ja ne andere Nummer, wenn die Versicherung nicht zahlt, weil zwei Dreier-Verteiler in Flammen aufgehen, obwohl nur zwei Handy-Ladegeräten darin steckten.
Ich frage deshalb weil bei der Elektro-Planung meiner Altbau-Wohnung irgendjemand so schlau war, nur auf eine Seite Stromanschlüsse zur Verfügung zu stellen und ich quasi mit einem 5m / 8 fach Verteiler einmal von links nach rechts muss um dort Kühlschrank, Wasserkocher, Kaffeemaschine und co. anzuschließen. Dabei möchte ich jedoch Kühlschrank dauerhaft laufen lassen und Wasserkocher und andere Geräte bei Nichtbenutzung einfach per Schalter ausschalten. Da kam mir halt die Idee mit dem Zwischen-Stecker und warf die obige Frage auf., da es leider keine einzeln schaltbare Leisten in der Größenordnung gibt. Und ja, ich komme mit allen 8 Geräten nicht über 3500 W ... wenn überhaupt dann nur punktuell wenn der Wasserkocher läuft etwas über 3000.
Eine weitere Frage:
Ist eine bereits Unterputz verbaute Doppelsteckdose schon als Mehrfachsteckdose zu werten oder kann man an diese jeweils einen eigenen Mehrfachverteiler anschließen? Auch das ist mir unklar, denn ich denke mal, die sind ja trotzdem nicht einzeln abgesichert und irgendwie dahinter miteinander verschaltet und dann gibt es doch auch wieder dieses Problem mit den Übergangswiderständen, oder?
Gilt das Verbot der Kaskadierung nur für Mehrfachsteckdosenleisten oder
auch für weitere an das Gerät angeschlossene Geräte, die aber keine
Mehrfachsteckdosen sind?
Es muss bei einem Kurzschluß an letzten Gerät sichergestellt sein, dass der schnelle Kurzschlusschutz des Sicherungsautomaten auslöst.
Der gesamte Kontaktwiderstand darf also nicht zu hoch sein (ich glaube es müssen zumindest 84A fliessen können).
Ich frage deshalb weil bei der Elektro-Planung meiner Altbau-Wohnung
irgendjemand so schlau war, nur auf eine Seite Stromanschlüsse zur
Verfügung zu stellen und ich quasi mit einem 5m / 8 fach Verteiler
einmal von links nach rechts muss um dort Kühlschrank, Wasserkocher,
Kaffeemaschine und co. anzuschließen. Dabei möchte ich jedoch
Kühlschrank dauerhaft laufen lassen und Wasserkocher und andere Geräte
bei Nichtbenutzung einfach per Schalter ausschalten.
Ist das in Rumänien?
Da sollte dringends eine neue Installation her.
Bist du Mieter?
Ich frage deshalb weil bei der Elektro-Planung meiner Altbau-Wohnung
irgendjemand so schlau war, nur auf eine Seite Stromanschlüsse zur
Verfügung zu stellen und ich quasi mit einem 5m / 8 fach Verteiler
einmal von links nach rechts muss um dort Kühlschrank, Wasserkocher,
Kaffeemaschine und co. anzuschließen. Dabei möchte ich jedoch
Kühlschrank dauerhaft laufen lassen und Wasserkocher und andere Geräte
bei Nichtbenutzung einfach per Schalter ausschalten.
Ist das in Rumänien?
Da sollte dringends eine neue Installation her.
Bist du Mieter?
Ja, ich bin Mieter. Da ist leider nicht viel zu machen. Wohne hier schon sehr lang und bin eigentlich sehr zufrieden.
Rechtlich ist das ganze einfach. Niemand kommt in Deine Wohnung und sieht nach was Du da (be)treibst. Wenn Du aber nach Hause kommst und Deine Wohnung wurde von der Polizei gesperrt nachdem die Feuerwehr die Tür aufgebrochen und gelöscht hat, und die Brandsachverständigen den Pfusch untersuchen kannst Du versuchen mit der Versicherung zu diskutieren ob der Sachverständige Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit gefunden hat -und dann wird es eng wenn Du von der Hausrat nichts bekommst und der Gebäudeversicherung seine Schäden bei Dir Eintreiben will. Ist sicher nicht lustig die Sanierung eines Hochhauses zu bezahlen.
Ich habe letztens 12 Stück 3-fach Stecker nacheinander angesteckt. Musste mit paar LED Party Strahlern ums Haus herum. Gängige Praxis! Schau mal was die Eventtechniker so alles zusammenbauen...müssen.... Mit 500W Strahlern brandgefährlich, mit LED nicht! Also bitte den Verstand einschalten und mit Bedacht kaskadieren. Überlegt mal wie viele versteckte Kaskaden in der Hausverteilung sind....
Viele Steckdosenleisten sind überfüllt mit Kleinkram, nicht Grossverbrauchern. Es würde dann ausreichen, die Leiste insgesamt mit 2-4A abzusichern. Hätte auch den Vorteil, dass eine zur Kunststoffschmelze mutierte Wandwarze nicht auf zig Ampere kommen muss, um auszulösen.
Wenn man daran eine weitere Leiste hängt, sollte sich das Problem von Übergangswiderständen durch Kaskadierung entschärfen. Dann fliegt zwar ggf nicht das Teil im Sicherungskasten, aber das in der Leiste.
Es gibt ja Steckdosenleisten mit eingebauter Sicherung. Ich fand aber nirgends eine, die sich bescheiden gibt, sondern nur welche mit viel zu dicken Sicherungen drinn. Auch Zwischenstecker für der Wanddose fand ich nicht. Ist das auch verboten, bin ich schief gewickelt, oder bloss der Einzige, der das für sinnvoll hält.
Rechtlich ist das ganze einfach. Niemand kommt in Deine Wohnung und
sieht nach was Du da (be)treibst. Wenn Du aber nach Hause kommst und
Deine Wohnung wurde von der Polizei gesperrt nachdem die Feuerwehr die
Tür aufgebrochen und gelöscht hat, und die Brandsachverständigen den
Pfusch untersuchen kannst Du versuchen mit der Versicherung zu
diskutieren ob der Sachverständige Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
gefunden hat -und dann wird es eng wenn Du von der Hausrat nichts
bekommst und der Gebäudeversicherung seine Schäden bei Dir Eintreiben
will. Ist sicher nicht lustig die Sanierung eines Hochhauses zu
bezahlen.
MfG
Michael
Das löst schon ein paar Ängste aus. Ich bin kein Rechtsanwalt oder Versicherungsexperte, aber soweit ich weiß sind Fahrlässigkeit (auch grobe!) immer in der Privathaftpflicht dabei. In der Hausrat in meinem Fall auch. Das ist natürlich für mich kein Grund fahrlässig zu handeln, aber ich frage mich, ab wann man die Kirche im Dorf lassen muss und wo man selber mit überschaubaren Aufwand "entgegenwirken" kann. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass auch nur ein einziger anderer aus 1000 anderen Menschen sich annähernd so viele Gedanken um Sicherheit macht wie ich. Ich möchte aber eigentlich erstmal da "safe" sein, wo mir am ehesten ein Strick draus gedreht werden kann.
Überlegt mal wie viele
versteckte Kaskaden in der Hausverteilung sind....
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch, ob das Kaskadieren in vielen Fällen einfach nur ein "Vorwand" ist, während es selbst in der Hauselektrik Gang und Gäbe ist ... nur halt nicht in Form von sichtbar hintereinander gestecten Mehrfachverteilern ...
Es gibt ja Steckdosenleisten mit eingebauter Sicherung. Ich fand aber
nirgends eine, die sich bescheiden gibt, sondern nur welche mit viel zu
dicken Sicherungen drinn. Auch Zwischenstecker für der Wanddose fand ich
nicht. Ist das auch verboten, bin ich schief gewickelt, oder bloss der
Einzige, der das für sinnvoll hält.
Das ist mir auch schon aufgefallen. Mitunter kann man hier 100-200 EUR für einen einzelnen Mehrfachverteiler lassen ... zwischen nem 6 EUR verteiler und 30-40 EUR Marke sehe ich ja noch den Preisunterschied in Kabelquerschnitt, Kontakte etc ... aber bei 120 EUR? Ich verstehe es nicht.
Ich frage mich dabei aber folgendes: Gilt das Verbot der Kaskadierung
nur für Mehrfachsteckdosenleisten oder auch für weitere an das Gerät
angeschlossene Geräte, die aber keine Mehrfachsteckdosen sind?
Wo bitte steht geschrieben, daß die Kaskadierung von Mehrfachsteckdosenleisten "verboten" ist?
Es steht auf jeder Leiste drauf und auch die Versicherung findet das im Zweifel nicht lustig wenn dadurch ein Brand verursacht wurde. Auch im Bereich der verschiedenen Berufsgenossenschaften (sind ja letztlich Versicherungen) ist das nicht erwünscht. Aber grundsätzlich ist das mW nicht verboten. Man muß halt das Gehirn einschalten....
Ja, das Kaskadieren von Mehrfachsteckdosen mit Haushaltssteckern
(z.B. Typ F CEE 7/3, SchuKo®), ist in Deutschland gemäß DIN VDE 0620-2-1:2016
nicht zulässig.
Touche! Ist an mir vorbeigegangen (meine VDE Ausgabe ist schon älter :-)
Grundsätzlich macht das Sinn, denn für den Laien ist nicht erkennbar ob eine Überlastung eintritt oder gar eine unzulässige Erhöhung des Schleifenwiderstandes bzw. PE Widerstand (durch vergammelte Steckkontakte). Mein private Meinung als Elektriker habe ich oben kundgetan :-))
Den Hersteller wollte ich dir auch gerade verlinken.
Die haben nämlich direkt die Lösung im Sortiment, kaskadierbare Leisten mit Wieland Stecker. Die kosten zwar ein bisschen was, sind aber auch sehr hochwertig und langlebig, also durchaus eine gute Investition.
Meine persönliche Meinung wäre dazu: Wenn du wirklich Wasserkocher und Toaster an der Leiste betreibst, dann steck die direkt in die (Wand-)Steckdose und stöpsel nichts weiter dazu. Es gibt auch Leisten mit 3m oder 5m Zuleitung.
Wenn du Kleinkram wie z.B. die 42 Netzteile für den Haus-EDV-Zoo betreibst, halte ich es für verantwortbar, hochwertige Leisten mit kurzer Zuleitung zu kaskadieren. Wenn du da 100% VDE-konform sein möchtest, geht das natürlich nicht. Dann musst du in Bachmann & Wieland-Stecker investieren, oder dir zumindest eine große Leiste mit ausreichend Steckplätzen besorgen. Brennenstuhl hat da einiges im Angebot, z.B. 10 Steckplätze in zwei Gruppen aufgeteilt. So ein Ding liegt hier für meine EDV, super Sache.
Ist eine bereits Unterputz verbaute Doppelsteckdose schon als
Mehrfachsteckdose zu werten oder kann man an diese jeweils einen eigenen
Mehrfachverteiler anschließen?
Die wurden doch (zumindest theoretisch) vom Fachmann installiert und geprüft, damit du jeweils bedenkenlos übliche Geräte anschließen kannst.
Da würde ich mir keine Gedanken machen, weil von dir als Otto-Normalverbraucher niemand erwarten kann, dass du die internen Verbindungen deiner Hauselektrik kennst und prüfst bevor du da eine Steckdosenleiste anschließt. Natürlich nicht übertreiben.
z.B. 10 Steckplätze in zwei Gruppen aufgeteilt. So ein Ding
liegt hier für meine EDV, super Sache.
Mit denen habe ich auch schon geliebäugelt, zumal ich regelmäßig das Problem habe, dass ein oder zwei Notebook-Netzteile über einen so hohen Einschaltstrom verfügen, dass mir regelmäßig die Sicherung fliegt. Mit zwei getrennten Schaltern und geschickter Verteilung der kritischen Netzteile sollte das Thema dann der Vergangenheit angehören.
Meine persönliche Meinung wäre dazu: Wenn du wirklich Wasserkocher und
Toaster an der Leiste betreibst, dann steck die direkt in die
(Wand-)Steckdose und stöpsel nichts weiter dazu. Es gibt auch Leisten
mit 3m oder 5m Zuleitung.
Leider geht das nicht so wirklich mit meiner aktuellen baulichen Situation ... die schlauchförmige schmale Küche ist durch die Tür in linke und rechte Zimmerhälfte getrennt ... links sind die ganzen Anschlüsse für Herd, Spülmaschine, Abzug etc. und auch eine Steckdose unmittelbar neben der Tür, die ich schon immer mit Verlängerungskabel auf die rechte Zimmerseite (unter der Türschwelle durch) verlegt habe ... das sind so ca. 4m. Da hängt der Kühlschrank dran, eine LED Leiste und eben verschiedenste Küchengeräte, die aber nie zeitgleich laufen ... also Kaffeemaschine + Wasserkocher läuft nie zusammen. Insgesamt überschreite ich also nie die 3500 Watt. Allerdings bin ich mit der aktuellen "Kaskadierungssituation" unzufrieden, weil ich einmal einen Stecker für den dauerhaften Betrieb des Kühlschranks brauche und dort wiederum eine schaltbare Steckdose. eingestect habe, für alle anderen Geräte.
Alle Geräte links hinstellen wird aus platztechnischen Gründen leider nix. Der Vermieter strebt auch keine bauliche Veränderung an, habe da schon mal angefragt.
Da würde ich mir keine Gedanken machen, weil von dir als
Otto-Normalverbraucher niemand erwarten kann, dass du die internen
Verbindungen deiner Hauselektrik kennst und prüfst bevor du da eine
Steckdosenleiste anschließt.
Haftungsmäßig bin ich da sicher aus dem Schneider, mich würde halt nur mal interessieren, ob man da als dummer Normalo mit "Darfst du nicht" abgestraft wird, während man es im "professionellen Umfeld" aber dennoch macht ... also wird da doch eigentlich mit zweierlei Maß gemessen? Man selber darf nix kaskadieren, aber wenn der Elektriker 5 Steckdosen an einen Strang anschließt, ist es ok?
Vielleicht es ja auch nur in meinem speziellen Fall etwas fail, denn wenn in meiner kleinen Wohnung im Wohnzimmer die Sicherung fliegt, geht im Schlafzimmer auch nix mehr ... laut Kasten hängen die auch nur an einer Sicherung ...
Touche! Ist an mir vorbeigegangen (meine VDE Ausgabe ist schon älter :-)
Das sagt aber nur, dass ein Warnhinweis dazu auf MSL stehen muss. Es ist weder per se verboten, noch kann sich eine Versicherung allein dadurch auf fahrlässigkeit berufen. Ich kann den Kurzschlussstrom auch durch 100m Verlängerungsleitung begrenzen.
Ich finde es aber prinzipiell gut, wenn der TO nicht hintereinander schalten möchte.
Dann bieten sich Steckdosenleisten an, die in Gruppen schaltbar sind.
Ein Zwischenschalter-Stecker je Gerät ist natürlich ebenso möglich wie 2 Leitungen.
Ich habe letztens 12 Stück 3-fach Stecker nacheinander angesteckt.
Musste mit paar LED Party Strahlern ums Haus herum.
"Geht doch mit der geringen Belastung der LEDs" wird dann gedacht, aber wenn hinten ein Kurzschluss entsteht und der Automat wegen zu hoher Schleifenimpedanz nicht abschaltet, daran denkt unser Held nicht. Die verstehen das Problem nicht mal, siehe:
Wie diese sind viele Steckdosenleisten so dicht gebaut, dass man bei Steckernetzteilen nur jede zweite Dose nutzen kann. Zwischendrin geht dann allenfalls noch ein Eurostecker rein.