Hallo,
zur Datensicherung habe ich 4 Stück 3,5" Festplatten.
Diese lege ich momentan zur Lagerung immer ungeschützt in den Schrank.
Um zu verhindern, dass z.B. die Platine Kratzer bekommt suche ich Boxen,
in denen die Festplatten während der Lagerung mechanisch und
staubgeschützt sind. Eine wasserdichte Box wäre natürlich optimal.
Gibt es so etwas zufälligerweise fertig oder muss ich mich auf die Suche
nach einer passenden Frischhaltebox o.ä. machen?
Bisher konnte ich nur so Silikonschutzhüllen für Festplatten finden,
welche jedoch nur einen geringen Schutz bieten.
Es gibt ziemlich stabile Frischhalteboxen, die sind auch Wasserdicht und
kosten nicht viel, sowas hab ich z.B. für meine etwas teurere
Kompaktdigitale wenns mal ins Grüne geht.
Wenns teuer sein soll, Pelicases oder Otterboxen (Globetrotter hat sowas
z.B. aber Google hilft da auch)
Dazu Schaumstoff und ESD Tüte als Innenleben.
Die Festplatten sind wie Hunde: Sie wollen ab und zu mal bewegt werden.
Eine Platte, die mehrere Jahre im Schrank lag, wollte nicht mehr
anlaufen,
weil das Lager sich festgestanden hatte.
MfG Paul
Die Platten benutze ich ja auch regelmäßig für Backups.
Allerdings habe ich einen Wechseleinschub, so dass mir externe Gehäuse
nichts bringen.
Ich werde mich mal in der Haushaltswarenabteilung bei den
Frischhaltedosen umsehen.
Mitbastler schrieb:> Allerdings habe ich einen Wechseleinschub
Ist das einer, in den "nackte" Platte eingesetzt werden oder ist die
Platte in einer Schublade unterzubringen?
In letzterem Falle solltest Du die Platten gleich in den Schubladen
lagern.
Wenn Du Frischhaltedosen verwendest, solltest Du diese allerdings mit
geeignetem Polstermaterial auskleiden; was bringt es, wenn die Platte in
einer stabilen Frischhaltedose ist, aber darin herumklötern kann?
Ka wie das Zeug heißt, aber der hiesige Supermarkt hat sowas im Angebot
- Stabiler Kunststoff, rundherum Gummidichtung, und 4 große Laschen - an
jeder Seite eine. Kostet in der Größe für ne 3,5" hdd wohl ~6€.
Und da kann man rauflatschen - da bröselt nix. Is auch son eher
schlagzäher Kunststoff, vermutlich PE oder PP.
Mitbastler schrieb:> Ja, der Einschub ist für nackte Platten.
Genau da sehe ich das größte Problem. Was hilft es, wenn die Platten
optimal gelagert sind, aber beim Umgang Gefahr der Beschädigung besteht?
1) Wenn Du die Platten nicht immer mit ESD-Bändchen wechselst, kannst Du
Dich leicht mal auf die Platine entladen.
2) Für wie viele Steckzyklen ist so ein SATA (nicht eSATA!) Stecker
spezifiziert? 50? Die sind in einem Jahr (oder schneller) voll. Oder
sind es noch alte P-ATA-Platten? Da hat man dann die Chance, daß man die
40 Kontakte schiefbiegt.
3) Die nackte Platte hat keinerlei Dämpfung oder Stoßschutz. Wenn die
beim Hantieren mal aus 5 cm auf die Tischplatte knallt, kommen etliche g
raus. Gerade bein Ein- und Auspacken in ESD-Folie und Plastikdosen kann
sowas schon mal passieren. Ein Gehäuse kann solche Stürze dämpfen, indem
es sich verformt oder die Platte sogar gedämpft drin aufgehängt ist.
Ich würde die Platten in einen vernünftigen Wechselrahmen oder gleich in
ein externes Gehäuse stecken. Das ist imho viel sinnvoller als mit den
nackten Platten zu hantieren.
Staubschutz sehe ich als wenig kritisch an: Im Rechner stauben die
Platten durch die vielen m³ Luft, die da durchgeblasen werden auch ein.
Dafür sind sie schon mit Filtern gebaut.
Aber dafür, offen auf dem Tisch rumzufahren sind sie imho nicht gedacht.
Servus
Michael
Die Kontakte an den Platten sollten min. 50 Zyklen aushalten.
Die am Wechselrahmen sollten für mehr Steckzyklen ausgelegt sein.
Da ich alle ein- bis 2 Wochen Sicherungen mache sollten die Platten (von
den Steckern her) 4 bis 8 Jahre überleben.
Im ausgeschalteten Zustand sind Festplatten nicht so empfindlich gegen
Stöße.
Und wenn man nicht auf die Platine fasst ist ESD auch kein Problem.
Ich habe früher mal mit alten Platten Versuche gemacht, was die so
aushalten.
Stürze aus ca. 50cm Höhe waren ebensowenig ein Problem wie ein längerer
Betrieb der Platte bei geöffnetem Gehäuse.
Mitbastler schrieb:> Ich habe früher mal mit alten Platten Versuche gemacht, was die so> aushalten.> Stürze aus ca. 50cm Höhe waren ebensowenig ein Problem wie ein längerer> Betrieb der Platte bei geöffnetem Gehäuse.
Das war mal so. Heutige Platten überleben weder das eine noch das
andere. Bedenke, daß die Spurbreiten und Datendichten seit dem letzten
Jahrhundert ganz massiv gesteigert wurden.
Heutige Festplatten sind empfindlich. Bereit das Umkippen einer
ausgeschalteten Platte, die auf einem Tisch steht, kann fatal sein.
Paul Baumann schrieb:> Die Festplatten sind wie Hunde: Sie wollen ab und zu mal bewegt werden.>> Eine Platte, die mehrere Jahre im Schrank lag, wollte nicht mehr> anlaufen,> weil das Lager sich festgestanden hatte.>> MfG Paul
"Interessant" (bzw. ärgerlich). Gibts da einen Richtwert wie lange eine
HDD maximal unbewegt im Schrank liegen sollte? Wenn man die HDD
regelmäßig laufen lässt, wie lange? An und Aus oder eher 20 min?
Ich hab noch einige alte HDDs (teilweise müssten die 10 Jahre alt sein),
wäre schade drum.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Mitbastler schrieb:>> Ich habe früher mal mit alten Platten Versuche gemacht, was die so>> aushalten.>> Stürze aus ca. 50cm Höhe waren ebensowenig ein Problem wie ein längerer>> Betrieb der Platte bei geöffnetem Gehäuse.>> Das war mal so. Heutige Platten überleben weder das eine noch das> andere. Bedenke, daß die Spurbreiten und Datendichten seit dem letzten> Jahrhundert ganz massiv gesteigert wurden.>> Heutige Festplatten sind empfindlich. Bereit das Umkippen einer> ausgeschalteten Platte, die auf einem Tisch steht, kann fatal sein.
Also besser 2 x 500GB statt 1 x 1TB kaufen? Je weniger Kapazität desto
größer die Spurbreiten usw. und somit die Toleranzen, Unsinn oder nicht?
Frage schrieb:> Also besser 2 x 500GB statt 1 x 1TB kaufen? Je weniger Kapazität desto> größer die Spurbreiten usw. und somit die Toleranzen, Unsinn oder nicht?
Nein, das ist unsinn. Mit älteren Festplatten sind ältere
Festplatten gemeint, also welche, die dem technischen Stand von vor 10
Jahren oder mehr entsprechen.
Heutige Festplatten nutzen alle vergleichbar feine Spuren, im
wesentlichen unterscheiden sie sich nur durch die Anzahl der genutzten
Magnetoberflächen.
Erschütterungsunempfindlicher sind 2.5"-Platten, da dort einerseits die
bewegten Massen kleiner sind, und da dort häufig bei abgeschalteter
Platte die Köpfe mechanisch verriegelt außerhalb des Plattenstapels
gelagert werden.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Frage schrieb:>> Also besser 2 x 500GB statt 1 x 1TB kaufen? Je weniger Kapazität desto>> größer die Spurbreiten usw. und somit die Toleranzen, Unsinn oder nicht?>> Nein, das ist unsinn.
OK, dachte ich mir schon.
> Erschütterungsunempfindlicher sind 2.5"-Platten, da dort einerseits die> bewegten Massen kleiner sind, und da dort häufig bei abgeschalteter> Platte die Köpfe mechanisch verriegelt außerhalb des Plattenstapels> gelagert werden.
Das ist interessant. Ich hätte behauptet die 3,5"-Platten sind
unempfindlicher weil größer und somit robuster gebaut. Ist die
Kopfverriegelung bei diesen (3,5") Modellen generell nicht vorhanden?
Hat das technische oder (ausschl.) wirtschaftliche Gründe?
Da wäre es ja besser für Backups und Datentransport ausschließlich
2,5"-Platten einzusetzen!
Frage schrieb:> Da wäre es ja besser für Backups und Datentransport ausschließlich> 2,5"-Platten einzusetzen!
Transport ok,
schade nur, daß nicht jede 2,5" USB-HD über JEDEN USB-Anschluss/ PC
ausreichend Strom bekommt, um überall zu funktionieren. Ausnahmen
bestätigen die Regel.
Frage schrieb:> Ist die> Kopfverriegelung bei diesen (3,5") Modellen generell nicht vorhanden?
Habe ich in einer 3.5"-Platte zuletzt vor über 20 Jahren gesehen.
> Hat das technische oder (ausschl.) wirtschaftliche Gründe?
Technische. Da 3.5"-Platten nicht im mobilen Einsatz (Notebooks)
verwendet werden, ist ein solcher Aufwand nicht erforderlich.
oszi40 schrieb:> schade nur, daß nicht jede 2,5" USB-HD über JEDEN USB-Anschluss/ PC> ausreichend Strom bekommt, um überall zu funktionieren.
Keine einzige, wenn man die USB-Spezifikation einhält. Jede
2.5"-Festplatte benötigt deutlich mehr als 500 mA Anlaufstrom, und so
verletzt jede netzteillose USB-Festplatte die Spezifikation.
oszi40 schrieb:> Frage schrieb:>> Da wäre es ja besser für Backups und Datentransport ausschließlich>> 2,5"-Platten einzusetzen!>> Transport ok,
Für Backup nicht OK?
Rufus Τ. Firefly schrieb:> oszi40 schrieb:>> schade nur, daß nicht jede 2,5" USB-HD über JEDEN USB-Anschluss/ PC>> ausreichend Strom bekommt, um überall zu funktionieren.>> Keine einzige, wenn man die USB-Spezifikation einhält. Jede> 2.5"-Festplatte benötigt deutlich mehr als 500 mA Anlaufstrom, und so> verletzt jede netzteillose USB-Festplatte die Spezifikation.
OK, also nur Festplatten mit Netzteil benutzen. (Wenn es solche gibt,
ich kenne den Markt nicht.)
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Frage schrieb:>> Hat das technische oder (ausschl.) wirtschaftliche Gründe?>> Technische. Da 3.5"-Platten nicht im mobilen Einsatz (Notebooks)> verwendet werden, ist ein solcher Aufwand nicht erforderlich.
Ich würde das eher als wirtschaftlichen Grund bezeichnen, weil es nicht
erforderlich ist wird es nicht eingebaut um Entwicklungskosten usw. zu
sparen, technisch wäre es ja anscheinend möglich. Aber egal, das ist
Haarspalterei meinerseits. ;-)
Hat jemand darauf
Frage schrieb:> Paul Baumann schrieb:>> Die Festplatten sind wie Hunde: Sie wollen ab und zu mal bewegt werden.>> Eine Platte, die mehrere Jahre im Schrank lag, wollte nicht mehr>> anlaufen, weil das Lager sich festgestanden hatte.> "Interessant" (bzw. ärgerlich). Gibts da einen Richtwert wie lange eine> HDD maximal unbewegt im Schrank liegen sollte? Wenn man die HDD> regelmäßig laufen lässt, wie lange? An und Aus oder eher 20 min?
eine Antwort?
Frage schrieb:> Hat jemand darauf> Frage schrieb:>> Paul Baumann schrieb:>>> Die Festplatten sind wie Hunde: Sie wollen ab und zu mal bewegt werden.>>> Eine Platte, die mehrere Jahre im Schrank lag, wollte nicht mehr>>> anlaufen, weil das Lager sich festgestanden hatte.>> "Interessant" (bzw. ärgerlich). Gibts da einen Richtwert wie lange eine>> HDD maximal unbewegt im Schrank liegen sollte? Wenn man die HDD>> regelmäßig laufen lässt, wie lange? An und Aus oder eher 20 min?> eine Antwort?
Es gab vor vielen Jahren von IBM die Vorschrift, länger als ein Jahr
unbenutzte Festplatten nicht mehr zu verwenden. Mit neueren
Vorschriften/ Verhaltensregeln ist danach (meines Wissens nach) kein
Hersteller mehr an die Öffentlichkeit gegangen.
Monatlich 2-3 h am Stück laufen lassen dürfte ratsam sein.
Michael M. schrieb:> Für wie viele Steckzyklen ist so ein SATA (nicht eSATA!) Stecker> spezifiziert? 50?
Das ist das einzige, was mich bei diesen Wechselrahmen etwas erschreckt
hat. Allerdings habe ich die Spezifikation erst zu Gesicht bekommen, als
ich die Rahmen schon eine ganze Weile in Betrieb hatte. Ursprünglich war
das so gedacht die Festplatten praktisch wie Disketten zu benutzten,
d.h. da kommen pro Tag schon einige Rein/Raus-Vorgänge zu Stande.
Inzwische habe ich die 50 garantierten Zyklen mindestens um den Faktor
10, wahrscheinlich sogar mehr, überschritten ohne das irgendwelche
Probleme aufgetreten sind. Wenn ich mir die Stecker bzw. Buchsen ansehe
ist mir allerdings auch nicht klar inwiefern sich da Verschleiß
bemerkbar machen soll?
Theodor schrieb:> Wenn ich mir die Stecker bzw. Buchsen ansehe> ist mir allerdings auch nicht klar inwiefern sich da Verschleiß> bemerkbar machen soll?
Abrieb an den hauchvergoldeten Schleifkontakten, der sich
übergangswiderstandsteigernd auswirkt.
Theodor schrieb:> Inzwische habe ich die 50 garantierten Zyklen mindestens um den Faktor> 10, wahrscheinlich sogar mehr, überschritten ohne das irgendwelche> Probleme aufgetreten sind.
Schon klar, die 50 Zyklen sind ja das was der Hersteller garantiert,
tatsächlich halten tut es i.A. länger. Aber an der geringen Anzahl der
Zyklen sieht man dass die Kontaktstellen nicht für häufiges/tägliches
Stecken gedacht sind.
Womit sich dann aber doch die Frage stellt, warum es solche
Wechselrahmen überhaupt gibt? 50 mal Wechseln bedeutet ja das bei
wöchentlichem Wechsel die garantierten Zyklen nach ungefähr einem Jahr
durch sind. In der Praxis wird man den Rahmen wohl wesentlich öfter
benutzen. Sind diese Rahmen dann überhaupt sinnvoll?
mhh schrieb:> Es gab vor vielen Jahren von IBM die Vorschrift, länger als ein Jahr> unbenutzte Festplatten nicht mehr zu verwenden. Mit neueren> Vorschriften/ Verhaltensregeln ist danach (meines Wissens nach) kein> Hersteller mehr an die Öffentlichkeit gegangen.>> Monatlich 2-3 h am Stück laufen lassen dürfte ratsam sein.
Hm... Bei den heutigen Übertragungsraten würde es mich nicht wundern
wenn selbst Backupplatten nur 1-2h pro Monat laufen (inkrementelle
Updates jede Woche und solche Geschichten). Bei den Platten die zur
Archivierung genutzt werden sieht es deutlich schlechter aus. Ich hätte
jetzt gesagt alle 3-6 Monate mal ne Stunde, 2-3h pro Monat sind ganz
ordentlich. Ist ja eigentlich keine Arbeit eine HDD anzuklemmen und
laufen zu lassen, aber wenn 4,5,6 oder mehr alte Platten im Schrank auf
Verwendung warten wird das imho sehr schnell nervig diese Prozedur jeden
Monat durchzuziehen.
Dann werd ich mal meine alten Platten hervorholen und das Netzteil vom
USB-Adapter anklemmen (allerdings nicht für ne Stunde)... Hoffentlich
laufen die Dinger ohne PC-Anschluss überhaupt an.
Frager schrieb:> Womit sich dann aber doch die Frage stellt, warum es solche> Wechselrahmen überhaupt gibt?
Der Preis? Ich wollte mir vor ein paar Monaten einen Wechselrahmen +
Einschübe usw. anschaffen und hab mich ziemlich geärgert. Schlussendlich
ist es ein einschubloser Rahmen geworden welchen ich Angst für die
HDD(s) auch nur selten nutze.
Das Problem: Sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen ist
echt anstrengend, selbst auf den Herstellerseiten sind die Infos
spärlich, rauszufinden welcher Rahmen mit welchem Einschub usw. ist
nicht so einfach.
Und vor allem: Eine HDD mit zig hundert GB gibts heute für ~40€, der
Wechselrahmen mit zwei drei Einschüben kostet schnell ein Vielfaches.
Für den schmalen Geldbeutel (Student, Arbeitslos usw.) sind eigentlich
nur die einschublosen Systeme bezahlbar. :-(
> Und vor allem: Eine HDD mit zig hundert GB gibts heute für ~40€, der> Wechselrahmen mit zwei drei Einschüben kostet schnell ein Vielfaches.
Wobei klapprige Wechselrahmen und Kühlung noch zu betrachten sind.
Wahrscheinlich wäre es besser, das gesparte Geld regelmäßig in mehr HDs
zu investieren und damit altersbedingte Fehlerchancen zu verringern.
Ahnungsloser schrieb:> Ist ja eigentlich keine Arbeit eine HDD anzuklemmen und> laufen zu lassen, aber wenn 4,5,6 oder mehr alte Platten im Schrank auf> Verwendung warten wird das imho sehr schnell nervig diese Prozedur jeden> Monat durchzuziehen.
Bei mir habe ich einen µATX Rechner für die Datensicherung im Netzwerk.
Da ist das paar Stunden laufen lassen und sichern übers Netzwerk
problemlos abgedeckt ohne Klimmzüge zu machen. Wichtige Sachen kommen
außerdem auf DVD und DVD RAM. Die halten bei richtiger Auswahl länger
als die 5 Jahre Lebensdauer, für die eine HDD konzipiert ist.
oszi40 schrieb:>> Und vor allem: Eine HDD mit zig hundert GB gibts heute für ~40€, der>> Wechselrahmen mit zwei drei Einschüben kostet schnell ein Vielfaches.> Wobei klapprige Wechselrahmen und Kühlung noch zu betrachten sind.
Kühlung ist in der Tat so eine Sache, ein kleiner Ventilator sollte
schon "drin" sein.
> Wahrscheinlich wäre es besser, das gesparte Geld regelmäßig in mehr HDs> zu investieren und damit altersbedingte Fehlerchancen zu verringern.
Naja, ich möchte nicht jedes Jahr neuen Elektroschrott produzieren...
Und Wechselrahmen sind ja nicht nur für Backupgeschichten nützlich, ganz
im Gegenteil.
mhh schrieb:> Bei mir habe ich einen µATX Rechner für die Datensicherung im Netzwerk.> Da ist das paar Stunden laufen lassen und sichern übers Netzwerk> problemlos abgedeckt ohne Klimmzüge zu machen.
Klar, aber solche Lösungen lohnen sich für mich z.B. nicht.
> Wichtige Sachen kommen außerdem auf DVD und DVD RAM.
Das sowieso, immer 2 verschiedene Medien, nur HDD ist auch nicht gut.
Michael M. schrieb:> 3) Die nackte Platte hat keinerlei Dämpfung oder Stoßschutz. Wenn die> beim Hantieren mal aus 5 cm auf die Tischplatte knallt, kommen etliche g> raus. Gerade bein Ein- und Auspacken in ESD-Folie und Plastikdosen kann> sowas schon mal passieren. Ein Gehäuse kann solche Stürze dämpfen, indem> es sich verformt oder die Platte sogar gedämpft drin aufgehängt ist.
Kommt aber sehr auf das Gehäuse an. Ich hatte mal eins, wo die
Festplatte fest mit dem Metallgehäuse verschraubt werden mußte. Da war
keinerlei Dämpfung. Als die im Betrieb von meinem Tower-Gehäuse
runtergerutscht und auf den Teppich gefallen ist, ist sie dabei
schlagartig stehengeblieben und nicht mehr angelaufen. Da sie eh Schrott
war und glücklicherweise nichts wichtiges drauf war, hab ich sie
aufgemacht. Das Lager war so fest, daß es auch mit viel Krafteinsatz
nicht mehr möglich war, die Platte von Hand zu drehen.
Frage schrieb:> Rufus Τ. Firefly schrieb:>> Frage schrieb:>>> Hat das technische oder (ausschl.) wirtschaftliche Gründe?>>>> Technische. Da 3.5"-Platten nicht im mobilen Einsatz (Notebooks)>> verwendet werden, ist ein solcher Aufwand nicht erforderlich.> Ich würde das eher als wirtschaftlichen Grund bezeichnen, weil es nicht> erforderlich ist wird es nicht eingebaut um Entwicklungskosten usw. zu> sparen, technisch wäre es ja anscheinend möglich.
Kann man so oder so sehen. Man kann auch sagen, daß 3,5"-Platten der
"Normalfall" sind und bei den 2,5"-Modellen wegen der größeren
mechanischen Belastung in Notebooks zusätzlich diese Verriegelung
eingebaut wird.
Hat es wirtschaftliche Gründe, daß man bei einem Ferrari üblicherweise
keine Anhängerkupplung anbaut? Wäre ja technisch auch möglich.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Theodor schrieb:>> Wenn ich mir die Stecker bzw. Buchsen ansehe>> ist mir allerdings auch nicht klar inwiefern sich da Verschleiß>> bemerkbar machen soll?>> Abrieb an den hauchvergoldeten Schleifkontakten, der sich> übergangswiderstandsteigernd auswirkt.
Naja, nicht direkt. Immerhin hat Gold einen deutlich höheren
spezifischen Widerstand als Kupfer. Allerdings werden die Kontakte
einerseits dann anfangen zu oxidieren, andererseits wird durch Abrieb
(ob nun Gold oder sonstwas) der Anpreßdruck sich verringern und die
Oberfläche unebener.
Frage schrieb:> oszi40 schrieb:>>> Und vor allem: Eine HDD mit zig hundert GB gibts heute für ~40€, der>>> Wechselrahmen mit zwei drei Einschüben kostet schnell ein Vielfaches.>> Wobei klapprige Wechselrahmen und Kühlung noch zu betrachten sind.> Kühlung ist in der Tat so eine Sache, ein kleiner Ventilator sollte> schon "drin" sein.
Ich habe mir hier für meine 2GB-3,5"-Festplate ein USB/ESATA-Gehäuse mit
Lüfter gekauft. Die erwärmt sich dabei im Dauerstress bis auf 26°C. Im
Idle-Betrieb kühlt sie dann wieder auf 24°C ab. Per ESATA angeschlossen
ist die mit ihren 140 MB/s auch recht flott.
Ahnungsloser schrieb:> Frager schrieb:>> Womit sich dann aber doch die Frage stellt, warum es solche>> Wechselrahmen überhaupt gibt?> Der Preis? Ich wollte mir vor ein paar Monaten einen Wechselrahmen +> Einschübe usw. anschaffen und hab mich ziemlich geärgert. Schlussendlich> ist es ein einschubloser Rahmen geworden welchen ich Angst für die> HDD(s) auch nur selten nutze.
Die Kontakte bei den Einschüben sind auch nicht unbedingt besser. Ich
hatte früher welche auf PATA-Basis, und das war auch eher wackelig.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Mitbastler schrieb:>> Ich habe früher mal mit alten Platten Versuche gemacht, was die so>> aushalten.>> Stürze aus ca. 50cm Höhe waren ebensowenig ein Problem wie ein längerer>> Betrieb der Platte bei geöffnetem Gehäuse.>> Das war mal so. Heutige Platten überleben weder das eine noch das> andere. Bedenke, daß die Spurbreiten und Datendichten seit dem letzten> Jahrhundert ganz massiv gesteigert wurden.>> Heutige Festplatten sind empfindlich. Bereit das Umkippen einer> ausgeschalteten Platte, die auf einem Tisch steht, kann fatal sein.
Ich transportiere regelmäßig meine modernen > 500 GB Festplatten mit dem
Auto 3 h herum und das Auto wird beim Fahren überall durchgeschüttelt
und gerüttelt, kaputt gegangen ist mir dabei noch keine einzige
Festplatte.
Nix da schrieb:> und das Auto wird beim Fahren überall durchgeschüttelt und gerüttelt,
Und hast Du die Festplatten auch hart mit dem Blech des Autos
verschraubt? Oder sind sie vielleicht doch in einer gepolsterten Tasche
und die liegt auf den gepolsterten Sitzen?
Das ist ein großer Unterschied.
wenn es wirklich wichtige Daten sind, und dazu zähle ich auch
persönliche Daten wie Fotos , dann würde ich die Datensicherung auf
jeden Fall ausserhalb der Wohnung aufbewahren. Bei Freunden oder den
Eltern untergebrachte Daten ( zur Not verschlüsselt) sind auf jeden Fall
vor Diebstahl und Brand der eigenen Wohnung geschütz. Was nützt die
beste Datensicherung, wenn sie mit zerstört oder gestohlen wird.
Gruß Thomas