Kleiner Röntgen-Apparat (Quelle + Sensor) gesucht

Gast #2767748
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Zahnarzt und Tierarzt ist nicht passend, weil ich viel dünnere 
Materialein (bis zu 1cm, größetenteils Zellulose) durchleuchten will.
Außerdem muss es digital auswertbar sein, nicht erst als Foto 
entwickeln...

Den weg zur nächsten Hochschule nehme ich, wenn sich hier nichts 
ergiebt.
Gast #2767755
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Steep schrieb:
> Zahnarzt und Tierarzt ist nicht passend, weil ich viel dünnere
> Materialein (bis zu 1cm, größetenteils Zellulose) durchleuchten will.
> Außerdem muss es digital auswertbar sein, nicht erst als Foto
> entwickeln...

also mein Zahnarzt macht das alles digital. Den sensor hängt nur an 
einer PCMCIA Karte. und ist ein kleine Platte die auch komplett in den 
mund passt.

gibt es scheinbar sogar als usb.

http://www.ic-med.de/medizintechnik/dexisp_sensor.htm
Gast #2767793
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Es ist erstmal eine Recherche, was es auf dem Markt gibt.
Hohe Auflösung bedeutet ca. 100 Pixel/cm Material. Man kann beliebig nah 
an das Material dran.
Das Material ist bis zu 1cm dick, besteht aus Plastik, Zellulose 
(Pappier, schwannartige Stoffe und so), halt ein Verbundmaterial.
Schnell bedeutet, dass das Material mit einer Bewegungsgeschwindigkeit 
von ca. 2m/s abfotographiert werden muss.
Gast #2767802
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Steep schrieb:

erst schreibst du:
> Ich brauche eine viel höhere Auflösung, bei viel kleineren
> Belichtungszeiten.

und dann noch:
> Hohe Auflösung bedeutet ca. 100 Pixel/cm Material.

der Sensor hat aber mindestens 20pixel/mm also 200pixel/cm und das ist 
doch mehr als du wolltest.

Über die geschwindigkeit steht nichts da, aber wenn USB und 2Mpixel je 
bild wird das wohl nichts.
Gast #2767859
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Das so eine Ausrüstung mit Mikrofokus Röhre, Hochspannungsgenerator und 
nötigem Kabel so bei 20k€ losgeht ist dir hoffentlich klar? Und 
Bildgebende Sensoren von Hamamatsu kosten z.B. locker bis 50k€. Vom 
Fraunhofer Institut bekommst auch eine Zeilenkamera für kontinuierliche 
Inspektion, liegt auch bei 25 k€.
Wenn du das ernst meinst solltest du wirklich erstmal z.B. beim 
Fraunhofer IIS anfragen, hier wirst du schnell auf www.fingers-welt.de 
verwiesen...
Gast #2768388
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Ja, das mit der Preiskategorie ist mir klar.
Vielen Dank für den Verweis auf das Frauenhofer Institut! Werd mich 
gleich mal umschauen.
Eine Zeilenkamera ist möglicherweise auch eine Option.

So wie ich bisher sehe, gilt Hamamatsu als größter Lieferant für 
Sensoren. Gibt es da noch eine andere Adresse, wo ich nachschauen 
könnte.

Bei fingers-welt finde ich nichts passendes. Die paar 
Röntgen-Experimente, die dort aufgeführt werden sind eher weniger 
Industrie-tauglich.


Mal ne andere Frage:
Ich will keine Vergrößerung über 50x, brauche ich dann eine 
mikrofokus-Röhre, oder reicht eine Handelsübliche wie beim Zahnarzt?
Gast #2768390
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Peter II schrieb:
> also mein Zahnarzt macht das alles digital. Den sensor hängt nur an
> einer PCMCIA Karte. und ist ein kleine Platte die auch komplett in den
> mund passt.
>
> gibt es scheinbar sogar als usb.
>
> http://www.ic-med.de/medizintechnik/dexisp_sensor.htm

PerfectSize™ Sensor
TrueComfort™ Design
WiseAngle™ Kabel-Anschluss
PureImage™ Technologie
ScatterGuard™ Protection

Na wenn das mal keine Qualäti mäid in Gschärmani ist, dann weiß ich auch 
nicht.
Gast #2768422
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Damit wäre das ja schonmal geklärt.

Was den Preis angeht, so ist er momentan noch irrelevant. Für mich geht 
es erstmal darum, was es auf dem Markt gibt und was für mich nutzbar 
ist. Das Preis Leistungs-Verhältniss ist momentan noch nicht direkt 
absehbar.
#2768425
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Nö, ich habe mir diesen  angesehen

Steep schrieb:
> Dieser hier:
>
> http://www.yxlon.de/Produkte/Rontgendetektoren/Dig...
>
> Kommt dem, was ich suche schon ziemlich nahe.

Und der liegt bei 3...4 Lines/mm.

> und ich glaube nicht das der Sensor 100000 Euro kostet. Incl.
> Stahlerzeuger und Software eventuell.

Liegt drüber. Wir arbeiten mit sowas. Daher: Ich weiß .-)

Und klar sollte Dir sein: Ohne geeigneten Strahlerzeuger bringt das Teil 
auch nie die Auflösung. Es ist also mehr als sinnfrei, sich nur & allein 
auf den Sensor zu konzentrieren



Du kaufst ja auch keine 300km/h-fähigen Reifen für Deinen 45 kW Skoda 
und hoffst auf ein 300km/h Fahrerlebnis.

so what...
Gast #2768427
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Vorheriger Post war an Andrew Taylor.

Die Zahnarzt Sensoren scheiden aus, weil sie zu langsam sind (Annahme!).
Warum ich wieder Richtung Zahnarz ging war die Röhre.
Ich weiß nicht, ob nun Mikrofokus oder normale Röhre besser geeignet 
ist.
Gast #2768435
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Andrew Taylor schrieb:
> Steep schrieb:
>
>> Dieser hier:
>
>>
>
>> http://www.yxlon.de/Produkte/Rontgendetektoren/Dig...
>
>>
>
>> Kommt dem, was ich suche schon ziemlich nahe.
>
>
>
> Und der liegt bei 3...4 Lines/mm.

Im Datenblatt steht Auflösung 70 Lp/cm
Ich hab ja nicht geschrieben, dass der perfekt ist, außerdem war 100 
auch nur ein schätzwert.


Andrew Taylor schrieb:
> Und klar sollte Dir sein: Ohne geeigneten Strahlerzeuger bringt das Teil
>
> auch nie die Auflösung. Es ist also mehr als sinnfrei, sich nur & allein
>
> auf den Sensor zu konzentrieren

Welche Qualitätsmerkmale hat ein strahlerzeuger?
Gast #2768441
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1. Du brauchst gültige Zeugnisse (Strahlenschutz R3 o.ä.)
2. Du brauchst eine Erlaubnis vom Gewerbeamt
3. Du brauchst Geld in 6 Stelligen Bereich
4. Du musst wissen, was du "durchleuchten" willst.

Ich habe so eine Anlage hier. Macht "Livebilder", ist ein 
Vollschutzgerät und braucht locker 120kV :)
Papier, Pappe, Kunsstoff etc in der dicke ist kein Problem! Es sei denn, 
du willst dir genau dieses ansehen (z.B. Materialprüfung)! Es wird 
einfach "durchleuchtet". Ich musste mal Klebungen an CFK & GFK 
überprüfen... Geht nicht! Erst nachdem man (ich glaube) Silbernitrat in 
den Klebstoff mischte wurde etwas sichtbar!

PS Das erzeugen von ionisierter Röntgenstrahlung ist sehr einfach - nur 
die Anwendung nicht!
Gast #2768503
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Strahlemann schrieb:
> 1. Du brauchst gültige Zeugnisse (Strahlenschutz R3 o.ä.)
>
> 2. Du brauchst eine Erlaubnis vom Gewerbeamt
>
> 3. Du brauchst Geld in 6 Stelligen Bereich
>
> 4. Du musst wissen, was du "durchleuchten" willst.

Ist alles machbar.


Strahlemann schrieb:
> Es sei denn,
>
> du willst dir genau dieses ansehen (z.B. Materialprüfung)!

Was meinst du damit? Ich will es mir nicht mikroskopisch genau angucken, 
aber schon eine gute Auflösung und wenigstens ein bisschen Kontrast 
haben. Ist das mit kurzer belichtungszeit und kleinen Intensitäten nicht 
realistisch? Ich meine, der Arzt kann sogar Entzyndungen oder Zysten 
damit sehen...
Gast #2768515
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Der "Arzt" sieht nicht jedes Gewebe!
Schon mal gefragt warum man "Kontrastmittel" bekommt, wenn man Organe / 
weiches Gewebe (keine Knochen) geröngt bekommt?

Wenn ich Platinen Röntge, sehe ich bei Chips zwar Bonddrähte, aber der 
Die ist aus Silizium und damit fast genauso Röntgendurchlässig wie sein 
Kunststoffgehäuse und damit fast nicht sichtbar!!!
Gast #2768523
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Strahlemann schrieb:
> Wenn ich Platinen Röntge, sehe ich bei Chips zwar Bonddrähte, aber der
> Die ist aus Silizium und damit fast genauso Röntgendurchlässig wie sein
> Kunststoffgehäuse und damit fast nicht sichtbar!!!

is ja spannend, hätte gedacht das Silizium (was doch metall ähnlich ist) 
sehr stark sichtbar ist, oder ist der DIE einfach zu dünn?. Gibt es eine 
Art Tabelle wo man die sichtbarkeit von verschienden Materialen 
aufgelistet ist?
Gast #2768540
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Naja, du Hast wahrscheinlich auch entsprechende Intensitäten... Bei 
kleineren Intensitäten und Energien (sagen wir mal 30-40kV) könnte ich 
mir Vorstellen, dass man bei mir auch ohne Zusätze was erkennen wird.
#2768544
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Für intraorale Röntgendetektoren im dental Bereich gilt folgendes:

Minimale Auflösung laut Röntgenverordnung 5 lp/mm, aber heute erreichen 
praktisch alle mindestens 10 lp/mm in der Praxis. Entsprechende 
Messprüfkörper sind vorhanden.
Die Auflösung hängt aber nicht unwesentlich von der Dämpfung ab, 5mm Alu 
bei dental Messungen.

Kleine Dentalsensoren findet man für ca €5000. In USA weitaus billiger.
Sensoren für die Veterenär Anwendungen sind billiger, haben aber 
teilweise mehr Pixelfehler.

Belichtungszeit bei 70kV/7mA Röhre im Dentalbereich ca 0.06s.
Die Auslesezeit ist unter 1s und auf die Dauer weitaus schneller als die 
Abkühlzeit der Röhre.

Als Antwort für Gäste führen weitere nähere Erläuterungen zu weit, wie
Strahlenschutzverodnung , Strahlenschutzfachkunde Prüfung etc.
Gast #2768552
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Wolfgang R. schrieb:
> Belichtungszeit bei 70kV/7mA Röhre im Dentalbereich ca 0.06s.
>
> Die Auslesezeit ist unter 1s und auf die Dauer weitaus schneller als die
>
> Abkühlzeit der Röhre.

Bei der Belichtungszeit wirds schon schwierig bei mir. Ich habe ein 
Förderband, das sich recht schnell bewegt...
Auslesezeit des Dentalbereichs passt mir wie gesagt leider auch nicht.

Wolfgang R. schrieb:
> Als Antwort für Gäste führen weitere nähere Erläuterungen zu weit, wie
>
> Strahlenschutzverodnung , Strahlenschutzfachkunde Prüfung etc.

Trotzdem vielen Dank für die Auskunft!
Aber um die Strahlenschutzverordnung geht es mir momentan auch garnicht. 
Darum kümmere ich mich, wenn soein System angeschafft werden soll.
Gast #2768587
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Steep schrieb:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Belichtungszeit bei 70kV/7mA Röhre im Dentalbereich ca 0.06s.
>>
>> Die Auslesezeit ist unter 1s und auf die Dauer weitaus schneller als die
>>
>> Abkühlzeit der Röhre.
>
> Bei der Belichtungszeit wirds schon schwierig bei mir. Ich habe ein
> Förderband, das sich recht schnell bewegt...
> Auslesezeit des Dentalbereichs passt mir wie gesagt leider auch nicht.
>

Dann ist dies der falsche Ansatz, dazu braucht es etwas andere Röntgen 
Scanner Technik.
Das geheime Stichwort heisst TDI.

Schreib mal ne private Mail dann kann geholfen werden.
#2768655
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Peter II schrieb:
> is ja spannend, hätte gedacht das Silizium (was doch metall ähnlich ist)
> sehr stark sichtbar ist, oder ist der DIE einfach zu dünn?. Gibt es eine
> Art Tabelle wo man die sichtbarkeit von verschienden Materialen
> aufgelistet ist?

Die Beugung und Abschwächung von Röntgenstrahlung geschieht an den 
Elektronen des Materials. Entscheidend ist die 
Elektronendichteverteilung. Elemente mit hohen Ordnungszahlen und hoher 
Dichte (Blei, Kupfer, etc..) wirken deshalb sehr abschirmend. Silizium 
hingegen steht recht weit oben im Periodensystem (Ordnungszahl 14) und 
hat eine verhältnismäßig geringe Elektronendichte und gibt deshalb nur 
geringe Aufhellungen am Röntgenfilm.
#2768671
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Ich hab jetzt mal 3 Erzeuger ausgesucht. So wie ich das momentan sehe, 
gibt es da kaum unterschiede für meinen Anwendungsfall.
Seht ihr vielleicht etwas nennenswertes?

http://jp.hamamatsu.com/products/x-ray/pd036/index_en.html

http://www.ge-mcs.com/de/radiography-x-ray/tubes-and-generator/micro-nanofocus-x-ray-tubes.html

http://www.yxlon.de/Resources/Products/X-ray-tubes-and-generators/Y_FXE_ProductSheet_DE_LE01_offpr
#2768689
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Steep schrieb:
> Es ist erstmal eine Recherche, was es auf dem Markt gibt.
> Hohe Auflösung bedeutet ca. 100 Pixel/cm Material. Man kann beliebig nah
> an das Material dran.
> Das Material ist bis zu 1cm dick, besteht aus Plastik, Zellulose
> (Pappier, schwannartige Stoffe und so), halt ein Verbundmaterial.
> Schnell bedeutet, dass das Material mit einer Bewegungsgeschwindigkeit
> von ca. 2m/s abfotographiert werden muss.

Hallo,

ist die Aufloesung eigentlich laengs oder quer zur Bewegungsrichtung?

Falls dies auch laengs zur Bewegungsrichtung gilt:

100 pixel/cm (1/10 mm) Aufloesung und eine Geschwindigkeit von 2m/s 
(2000 mm/s) bedeuten aber auch uebersetzt 1/20000 s pro pixel.

Falls nun waehrend der Belichtung das Messobjekt maximal ein Pixel 
bewegt werden darf bedeutet dies eine Belichtungszeit von maximal 50 
Mikrosekunden! So schnell muss die Quelle schaltbar sein oder die 
Belichtungssteuerung des Detektors.

Viel Glueck beim Suchen solch einer (bezahlbaren!) Quelle oder 
Detektors.

Bye
Matthias
#2768830
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Steep schrieb:
> Matthias Heininger schrieb:
>> Viel Glueck beim Suchen solch einer (bezahlbaren!) Quelle oder
>>
>> Detektors.
>
> http://jp.hamamatsu.com/products/x-ray/5101/5172/c12200/index_en.html
>
> Der hier kann bei der gewünschten Auflösung 36m/min.
> Die Quelle wird soweit ich das verstanden habe nicht ausgeschaltet,
> sondern läuft im Dauerbetrieb.

Im TDI Sensor werden die Pixellinien intern durch den Sensor geschoben 
(getaktet). Die Belichtung erfolgt während der ganzen Schiebezeit, 
dadurch erhöht sich die Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit. Am 
Schluss wird jeweils eine Linie ausgelesen bevor diese hinten runter 
fällt.
 Mit dem Schiebetakt kann man die Schärfenebene bestimmen. Also 
Schiebegeschwindigkeit = Förderbandgeschwindigkeit heisst Band wird im 
Film scharf abgebildet.
#2768865
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Wolfgang R. schrieb:
> Steep schrieb:
>> Matthias Heininger schrieb:
>>> Viel Glueck beim Suchen solch einer (bezahlbaren!) Quelle oder
>>>
>>> Detektors.
>>
>> http://jp.hamamatsu.com/products/x-ray/5101/5172/c12200/index_en.html
>>
>> Der hier kann bei der gewünschten Auflösung 36m/min.
>> Die Quelle wird soweit ich das verstanden habe nicht ausgeschaltet,
>> sondern läuft im Dauerbetrieb.
>
> Im TDI Sensor werden die Pixellinien intern durch den Sensor geschoben
> (getaktet). Die Belichtung erfolgt während der ganzen Schiebezeit,
> dadurch erhöht sich die Belichtungszeit und Lichtempfindlichkeit. Am
> Schluss wird jeweils eine Linie ausgelesen bevor diese hinten runter
> fällt.
>  Mit dem Schiebetakt kann man die Schärfenebene bestimmen. Also
> Schiebegeschwindigkeit = Förderbandgeschwindigkeit heisst Band wird im
> Film scharf abgebildet.

Hallo

gefordert wurden allerdings 2 m/s und das sind nun einmal 120 m/min und 
nicht 36.8 m/min. Dies ergibt eine Verschmierung des Bildes und begrenzt 
damit wieder die nutzbare Belichtungszeit.

Die angegebenen 128 Linien (vertikal und damit in Bewegungsrichtung?) 
muessen dann auch noch ausgelesen werden und dies liefert bei einer 
lueckenlosen Abdeckung des Messobjekts alle 128*1/20000 s eine Zeile mit 
4608 Pixeln (bei dann aber nicht mehr akzeptabler Verschmierung).

Die Frage ist daher auch ob das Messobjekt lueckenlos auf einem kleinen 
Streifen (wie breit soll die Messung eigentlich erfolgen?) abgetastet 
werden soll oder nicht. Die Angabe einer Aufloesung von 1/10 mm alleine 
ist hierzu nicht ausreichend.

Falls zum Beispiel jeweils 1 cm^2 grosse Schnappschuesse gemacht werden 
und diese auch noch lueckenlos, so bedeutet dies (unabhaengig von der 
geforderten Aufloesung) eine Bildrate von 200 Bildern pro Sekunde (2 
m/s).

Bei einem Liniensensor (Aufloesung 1/10 mm) bedeutet dies 20000 Linien 
pro Sekunde (ebenfalls lueckenlos).

=> Ohne naehere Angaben ist es praktisch unmoeglich eine Loesung 
vorzuschlagen.


Bye
Matthias
Gast #2768893
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Es gibt auch Zeilensensoren. Die liefern wenige Pixel an Breite und 
bilden sehr schnell ab. Bis zu 500 fps sind machbar. Man braucht aber 
ziemlich viel Belichtung, weil der Kontrast bei den Weichmaterialien 
sehr gering ist.
#2769116
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Matthias Heininger schrieb:
> gefordert wurden allerdings 2 m/s

Sorry, habe s mit min verwechselt... Bei den Liniensensoren wird alles 
mit min angegeben.

Matthias Heininger schrieb:
> Die angegebenen 128 Linien (vertikal und damit in Bewegungsrichtung?)
>
> muessen dann auch noch ausgelesen werden

So wie ich das verstanden habe, sind das 128 TDI stages, sodass ich 
eigentlich nur 1 Linie auslese.

Matthias Heininger schrieb:
> wie breit soll die Messung eigentlich erfolgen?

Eigentlich möchte ich durchgehend messen.

Matthias Heininger schrieb:
> gefordert wurden allerdings 2 m/s

Habe ich das geschireben? Ich konnte das grad nicht auf die Schnelle 
finden. 2m/s wären schon gut, aber je mehr desto besser ist es.

Dipl.-Ing. (FH) schrieb:
> Dalsa, Thales, Dexela

Danke! Guck ich mir gleich an!


Dipl.-Ing. (FH) schrieb:
> Man braucht aber
>
> ziemlich viel Belichtung

Meinst du damit Belichtungsintensität? Oder die Energie der Strahlung? 
Oder was anderes?
Gast #2769897
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Als Strahlenquelle kannst Du alternativ auch Pfifferlinge aus der 
Ukraine nehmen, ist ja jetzt sogar Saison. Das hast Du schonmal 
keinerlei Probleme mit dem Gewerbeamt und mit einem schönen Halter 
kannst Du die auch auswechselbar machen.
(Firma: Projektleiter Medizinsoftware) #2942123
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M. Schwaikert schrieb:
> PerfectSize™ Sensor
> TrueComfort™ Design
> WiseAngle™ Kabel-Anschluss
> PureImage™ Technologie
> ScatterGuard™ Protection

Selten soviel Schmarrn gelesen!

PerfectSize: Wenn einige Zähne draufpassen sollen, geht das nicht 
kleiner

TrueComfort: Behauptet wer?

WiseAngle: Was ist weise daran, den Kabelanschluss eines Sensors nach 
vorne rausgehen zu lassen

PureImage: Gelogen! Wenn der Sensor ein reales reines Bild abgeben 
würde, ohne flat field correction, Elimination der Pixelfehler, etc 
würde man nicht Gescheites nicht erkennen.
Gast #2942494
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Steep schrieb:
> Zahnarzt und Tierarzt ist nicht passend, weil ich viel dünnere
> Materialein (bis zu 1cm, größetenteils Zellulose) durchleuchten will.
> Außerdem muss es digital auswertbar sein, nicht erst als Foto
> entwickeln...
>
> Den weg zur nächsten Hochschule nehme ich, wenn sich hier nichts
> ergiebt.

Röntenbilder leben natürlich vom Kontrast der unteschiedlichen 
Absorptionsgrade der Materialien, die da durchleuchtet werden.

Wenn du also die Zellulose durchleuchtest, würdest du etwas erkennen, 
wenn einer Metallpulver reingestreut hat - das ist aber auch schon 
alles.

Röntgengeräte sind ohne spezielle Abschirmung gefährlich. Nicht nur für 
dich, sondern ggf. auch für deine Nachbarn, wenn du mal grade durch die 
Wand "röntgst". Aus gutem Grund gibt es daher nicht den kleinen 
Röntgenator bei ebay.

Warum meinst du, dass du deine Zellulose rönten musst?
Gast #2942536
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> Röntgengeräte sind ohne spezielle Abschirmung gefährlich. Nicht nur für
> dich, sondern ggf. auch für deine Nachbarn, wenn du mal grade durch die
> Wand "röntgst".

Für (jüngere) Forumsbesucher mit Interesse an einer Anwendung 
"spezieller Strahlungsmesstechnik", die man im Deutschland des 
vergangenen Jahrhunderts nutzte:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html
#2943024
Lesenswert?

Erich M. schrieb:
>> Röntgengeräte sind ohne spezielle Abschirmung gefährlich. Nicht nur für
>> dich, sondern ggf. auch für deine Nachbarn, wenn du mal grade durch die
>> Wand "röntgst".
>
> Für (jüngere) Forumsbesucher mit Interesse an einer Anwendung
> "spezieller Strahlungsmesstechnik", die man im Deutschland des
> vergangenen Jahrhunderts nutzte:
>
> http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13687249.html

Wobei man Strahlung, die von radioaktiv zerfallenden Stoffen ausgeht (so 
genannte radioaktive Strahlung) und Röntgenstrahlen nicht verwechseln 
sollte.

Ach ja, wenn wir über Strahlung und Papier (Zellulose) sprechen: Es gibt 
einen Hochleistungs-Elektronenbestrahler, mit dem man Zellulose 
"aufknackt", damit man bei der weiteren Verarbeitung weniger Energie 
etc. braucht. Das Teil ist echt krass, meterdicke Betonwände etc.

Spritzern werden in der Maschine ebenfalls sterilisiert. Gleich im 
verpackten Zustand werden sie unten durchgeschoben.

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