Widerstandsmessung in Messbrücke

Gast #3283748
Lesenswert?

Guten Tag Liebe Forumsmitglieder,

ich möchte gerne mittels Weatherstone-Brücke den Widerstand eines PT1000 
messen.

Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich mit einer 
Konstantspannungsquelle oder einer Konstantstromquelle arbeiten soll.

Lege ich die Schaltung mit konstantem Strom aus, so kann ich 
sicherstellen, dass der fließende Strom im AD-Wandler des uCs nicht zu 
groß wird. Da ich aber noch Anfänger bin, würde ich mich sehr über ein 
paar Tipps freuen, in welchen Fällen die Speisung mit Konstantstrom 
erfolgt oder wann eine Konstantspannung besser ist, um noch etwas 
dazuzulernen.

Vielen Dank im Voraus.
#3283774
Lesenswert?

Bei den meisten in Controllern eingebauten ADCs und auch sehr vielen 
Messaufgaben ist es egal, ob Konstantstrom oder Spannung genutzt wird, 
da die div. Fehler (Leitungswiderstand, Kontaktwiderstand, Reaktanz, 
Thermospannungen etc., zu niedrige Eingangsimpedanz und div. andere 
Fehler der ADCs/Eingangsschaltung kommen noch hinzu)

"Normalerweise" würde für PTs keine Brücke, sondern eine 
4-Leiter-Schaltung eingesetzt und vier Messungen gemacht:
Referenzwiderstand, PT, dann Stromrichtung umkehren und wieder 
Referenzwiderstand und PT.
Vorteil: Thermospannungen, Leitungswiderstände, Offset-Fehler usw. 
fallen damit weg bzw. werden "weg gerechnet"
#3283791
Lesenswert?

Anfänger schrieb:

> ich möchte gerne mittels Weatherstone-Brücke den Widerstand eines
> PT1000 messen.

Sieht in der Theorie zwar ganz hübsch aus, ist aber in der Praxis
nicht besonders brauchbar. Übrigens hat eine solche Brücke mit
"Wettersteinen" wenig zu tun. :-)

> Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich mit einer
> Konstantspannungsquelle oder einer Konstantstromquelle arbeiten soll.

Für eine Wheatstonesche Messbrücke brauchst Du zwar eine
Betriebsspannung; konstant muss die aber nicht sein, da
sich die Meßwerte aus den Widerstandsverhältnissen ergeben.

Messschaltungen mit PT-Widerständen arbeiten typisch mit Konstantstrom.
Es wird dann der Spannungsabfall am Widerstand gemessen.
Gruss
Harald
Gast #3283795
Lesenswert?

Martin Wende schrieb:
> Der Typ hieß Wheatstone

Meine Schreibweise habe ich auch im Netz in Beiträgen gefunden, aber 
vielen Dank für den Hinweis :-)

Ich möchte gerne einfach am Steckbrett die Brücke mit dem PT1000 
ausprobieren, da ich den grade verfügbar habe.

Arc Net schrieb:
> "Normalerweise" würde für PTs keine Brücke, sondern eine
> 4-Leiter-Schaltung eingesetzt und vier Messungen gemacht:
> Referenzwiderstand, PT, dann Stromrichtung umkehren und wieder
> Referenzwiderstand und PT.
> Vorteil: Thermospannungen, Leitungswiderstände, Offset-Fehler usw.
> fallen damit weg bzw. werden "weg gerechnet"

Vielen Dank für diesen Tipp. Wenn das mit der Messbrücke geklappt hat, 
dann kann ich das auch mal ausprobieren.
#3283806
Lesenswert?

Anfänger schrieb:

> Meine Schreibweise habe ich auch im Netz in Beiträgen gefunden, aber
> vielen Dank für den Hinweis :-)

Ein "Weatherstone" ist ein solches Gerät:
http://sabrina-temmen.eshop.t-online.de/WebRoot/Store/Shops/Shop01108/47F3/F5AA/94BB/E0F4/D277/AC14/500A/B201/Witzig_-_Wetterstation_mit_Stein.jpg

Damit kann man natürlich auch Temperaturen messen:
"Wenn Stein kalt, herscht eine niedrige Temperatur."
Gruss
Harald
Gast #3283813
Lesenswert?

Anfänger schrieb:
> Meine Schreibweise habe ich auch im Netz in Beiträgen gefunden, aber
> vielen Dank für den Hinweis :-)

Vielleicht meinten die tatsächlich einen Wetterstein. Der dient zur 
Beurteilung des aktuellen Wetters ;-)
1
Stein trocken= Sonne
2
Stein nass = Regen
3
Stein unsichtbar= Nebel
4
Stein weiß= Schnee
5
Stein schwingt= Sturm
6
Stein am Boden = Erdbeben
7
Stein weg= geklaut
8
Stein doppelt= Alkohol
Gast #3283821
Lesenswert?

Harald Wilhelms schrieb:
>> ich möchte gerne mittels Weatherstone-Brücke den Widerstand eines
>> PT1000 messen.
>
> Sieht in der Theorie zwar ganz hübsch aus, ist aber in der Praxis
> nicht besonders brauchbar. Übrigens hat eine solche Brücke mit
> "Wettersteinen" wenig zu tun. :-)

Warum ist das eigentlich nicht brauchbar?  Meinst Du, dass liegt evtl. 
daran, dass die Widerstandsänderung sehr klein ist und die anderen 
Einflüsse (Kabelwiderstände ...) zu großen Messfehlern führen würden?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren