Hilfestellung zu HF-Aufgabe

Gast #493157
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Hallo, diese HF-Aufgabe bereitet mir Probleme.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber die Lösung müsste doch falsch sein 
oder?
Man kann doch nicht zu der Eingangsleistung: -94dBm die 10dB 
Systemreserve sowie die 3dB hinzu addieren oder?
Die 10db und die 3dB müsste man doch abziehen oder?
Angehängte Dateien:
Gast #493172
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Es soll eine Systemreserve von 10dB gegeben sein. Somit wird eine 
Eingangsleistung von: -94dBm +10dB = -84dBm erwartet.
Am Rand gesteht man 3dB Verlust zu, also: -84dBm -3dB = -87dBm
Oder anders ausgedrückt: Am Rand hat man nur noch 7dB Systemreserve.
Gast #493215
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Seltsam, ich dachte die geostationäre Bahn sei bei 36000km, nicht 42000

Am Rand soll der Empfänger doch auch noch funktionieren, und das mit 10 
dB Reserve. Also muß der Pegel 13 dB höher als die Mindestleistung von 
94dBm sein, die Berechnung stimmt.

Zu Parabolantennen gibts ausführliche Texte von Paul Wade W1GHZ:
http://www.w1ghz.org/
Gast #493234
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Bei -94dBm + 13dB ist das Eingangssignal stärker.
Warum ist es nicht umgekehrt? -94dBm -13dB (Systemreserve + 3dB)
Man geht doch immer vom schlechtesten aus? Was ist eigentlich mit 
systemreserve genau gemeint?

Wie kommt man da auf die 20W Sendeleistung?
Gast #493255
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Wenn das Signal in der Mitte des Zielgebiets mit -94 dBm ankäme, wären 
es am Rand nur noch -97 dBm, also 3dB unter dem Minimum, Empfang 
gestört.

Die "Reserve" heißt ein vorsorglich eingehaltener Überschuß gegenüber 
dem unbedingt nötigen, falls eine wetterbedingte Verringerung der 
Empfangsleistung auftritt. Bei schlechtem Wetter wären es nochmal 10 dB 
weniger.

Die 43 dB sind wenn ich recht sehe der Antennengewinn des 
Parabolspiegels gegenüber einem Isotropstrahler. Das hat mit der zweiten 
Aufgabe noch nichts zu tun.

Zuerst wird aus der Wirkfläche die Empfangsleistung pro Quadratmeter 
berechnet, dann die gesamte "beleuchtete" Fläche , und der Quotient aus 
beiden mit der gewünschten Empfangsleistung (-81dBm) multipliziert, das 
soll die Seneleistung sein.
Gast #493630
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a) -81dBm rechnen sich um zu 7,94*10^-12W, das sind 81dB unter 1mW

b) diese Leistung auf die Antennenfläche verteilt, gibt die 
Leistungsdichte S auf der Empfangsantenne, dabei muss noch der Faktor 
0,5 berücksichtigt werden.

c) diese Leistngsdichte S muss in einem Kreis mit Radius 500km erbracht 
werden, also auf einer Fläche von 7.85*10^11 m^2.

Alles klar?
Gast #493645
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Ok habs so langsam verstanden.

      Pt
S = ----------
     4*PI*r^2
(Formel für Flächenleistungsdichte einer isotropen Antenne)

Diese Formel legt man doch hier bei der Sendeleistungsberechnung zu 
grunde oder?
Die 4*PI*r^2 ist doch die Fläche einer Kugel. Da wir aber eine normale 
Fläche haben muss man diesen Ausdruck dann durch PI* (500km)^2 ersetzen.
Das S ist die leistungsdichte die zuvor berechnet wurde: S= PVR/Ae
(PVR = Empfangsleistung = -81dBm, Ae = effektive Antennenfläche 
0,318m^2)
Gast #493663
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So isses.

Im Prinzip kannste ja ohne Deine gesammelten Formeln auskommen.

Irgendeine Leistung wird auf irgendeine Fläche aufgeteilt. Hier ist es 
halt die Satellitenleistung auf die 1000km Kreisfläche.

Wäre noch anzumerken, dass die Aufgabenstellung schlecht ist:

a) wie schon bemerkt, ist die geostat. Bahn 36000km über der 
Erdoberfläche. OK, der Bahnradius ist 42000km, aber bitte den Erdradius 
abziehen.

b) gute Aufgaben sind so, dass falsche Lösungswege auch zu falschen 
Ergebnissen führen. Dies bewahrt den Korrektor davor, dem 
Student/Schüler erklären zu müssen, dass er für sein "richtiges" 
Ergebnis keine Punkte kriegt. Hier ist Antennengewinn in dB zufällig 
gleich der Sendeleistung in dBm. Nicht gut.

Gruss - T.

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