Apollo 11 und Deutschlands kleiner Beitrag dazu.

OP #6137038
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Beim Ansehen einer Nasa Doku fielen mir die zwei im Vordergrund 
liegenden Uher Report 4000 Portablen Tonbandgeräte auf, sichtbar auf 
zwei der Konsolen im Vordergrund. Nett, daß auch wir (D) etwas dazu 
beitragen konnten. Das Bild zeigt eine Restauration der Konsolen in der 
ehemaligen Mission Control welches nun öffentlich besichtigbar sein 
soll.

Da kommt einem schon ein etwas nostalgisches Gefühl auf. Heute erinnert 
angeblich nicht mal mehr ein Schild an Uher vor dem ehemaligen Uher 
Fabriksgebäude in München. Diese Uher Report 4000 waren damals der 
begehrte Stolz vieler jungen Leute. Die Mechanik der Geräte und der 
Gleichlauf bei schnellen Bewegungen war übrigens Legende. Fast zwei 
Millionen Geräte wurden angeblich hergestellt. Damit rumzuspielen macht 
mir auch heute noch Spass. Allerdings ist mein 24-bit Recorder doch 
etwas kleiner und vieeel leichter;-)
Angehängte Dateien:
(Firma: Funkenflug Industries) #6137106
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Als ob Deutschland keine Atomwaffen gebaut hätte wenn mehr Zeit gewesen 
oder der Krieg 5 Jahre später begonnen worden wäre... Dann wären damals 
London, Moskau und Washington DC davon getroffen worden.

Und ich finde auch, von Braun hat sich ziemlich freiwillig "exportieren" 
lassen. Der hat ja ohne Rücksicht auf Verluste so ziemlich alles für 
seine Raketen getan, sogar die Amis haben das später parodiert. Da war 
der Verlust des nach dem Krieg plattgebombten Deutschlands, das 
garantiert keine Raketen seiner Entwürfe mehr bauen durfte, sicherlich 
kein großer Verlust.
#6137139
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#6137160
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Wo wir grad bei Raumfahrt sind: Wusstet ihr eigentlich, dass die 
UDSSRigen Raketen zumindest in den Jahren des Aufbruchs 
Tonfrequenzgesteuert funktionierten?

Nein?

Es kam eine UDSSR-Kapsel beim Wiedereintritt in die EA ganz heftig ins 
trudeln, was in einer TV-Doku nachgeäfft wurde. In dieser Doku war ganz 
deutlich zu sehen, dass das Hauptbediengerät, welches der Kosmonaut 
direkt vor seiner Nase hatte, ein Audiogenerator der 600er-Serie von HP 
war. Und durch intensives Betätigen der Frequenzkurbel hat es der 
Kosmonaut tatsächlich geschafft, aus der Misere rauszukommen.

Links neben sich hatte er noch weitere Gerätschaften, auch solche mit 
reihenweise Shadow Digitast, die es damals wohl nur in der UDSSR gab; in 
der Restwelt erst viel später. Und einen guten Trick, wie der Kosmonaut 
mit seinen bollerigen Weltraumhandschuhen nur eine statt gleich zwei 
oder drei dieser Taster betätigen konnte, müssen die auch auf Lager 
gehabt haben.

Und wo auch das Thema Nazi gestreift wurde: Seit wann haben wir in D 
eine QWERTZ-Tastatur? Weil in einer anderen Doku war zu sehen, dass eine 
von Hitlers Sekretärinnen Schreibmaschine eine QWERTY-Tastatur hatte.
#6137541
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Achim B. schrieb:
> Wenn die Amis den von Braun nicht hätten gebrauchen können, hätten ihn
> die Russen kassiert, oder man hätte ihn - richtigerweise - in
> Deutschland als Kriegsverbrecher verurteilt.

Letzteres wäre vermutlich nicht passiert. Hier gab es zwar keine "Papier 
clips", aber man wusste auch so recht gut, wie man "wertvolles" Personal 
entbräunt.
Bedenke: In Adenauers Diensten trieben sich mehr Pg herum als in der 
Reichskanzlei. Und auch wenn man zunächst keine Bundeswehr haben wollen 
sollte, so bräuchte man doch einen Nachrichtendienst. Erstaunlicher 
Weise gab es erfahrene Spezialisten für nahezu jedes Spezialgebiet in 
diesem Bereich; und die schlaueren hatten rechtzeitig wertvolle 
Materialsammlungen beiseite gebracht.

Denkbar gewesen wäre immerhin eine Verurteilung durch alliierte 
Tribunale. Allerdings nicht unbedingt als Kriegsverbrecher; seine 
"Personalpolitik" in Dora hätte aber sicherlich für eine Anklage wegen 
"crimes against humanity" gereicht.
#6137551
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Achim B. schrieb:

> Und wo auch das Thema Nazi gestreift wurde: Seit wann haben wir in D
> eine QWERTZ-Tastatur? Weil in einer anderen Doku war zu sehen, dass eine
> von Hitlers Sekretärinnen Schreibmaschine eine QWERTY-Tastatur hatte.

Das muss daran gelegen haben, dass Hitler Großbritannien für den 
natürlichen Verbü deren Deutschlands gehalten hat. Ansonsten wäre es 
wohl AZERTY gewesen ... ;-)
#6137587
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Ben B. schrieb:
> Als ob Deutschland keine Atomwaffen gebaut hätte wenn mehr Zeit gewesen
> oder der Krieg 5 Jahre später begonnen worden wäre... Dann wären damals
> London, Moskau und Washington DC davon getroffen worden.
>
Wenn man bedenkt, wie viel Personal mit wie massiver Förderung beim 
Manhattan Project beschäftigt waren und wie lange sie gebraucht haben 
dann dürften die Bemühungen des deutschen Uran-Vereins nicht allzu weit 
geführt haben. Zum einen wurde durch den GröFaZ so ziemlich alles 
blockiert, was moderner war als eine MPi, zum anderen wäre eine deutsche 
Fissionsbombe wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen. Die
von Goebbels so geschätzten A4 alias V2 waren taktisch nahezu wertlos; 
wirtschaftlich dienten sie immerhin dazu, dreimal so viele 
Zwangsarbeiter und Häftlinge "durch Arbeit zu vernichten", als 
feindliche Soldaten und Zivilisten im Einsatz.

Die propagandistische Wirkung auf den Feind ging übrigens genau so nach 
hinten los wie umgekehrt die area bombing direktive.
Beitrag #6141053 wurde von einem Moderator gelöscht.
#6141151
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Das mit dem "our rockets kept exploding" stimmt so. Erst wollte die Navy 
den ersten westlichen Satelliten starten, mit großem Presseaufgebot. 
Eine Explosion noch auf der Startrampe führte zu Zeitungsüberschriften 
wie "Kaputnik".
https://en.wikipedia.org/wiki/Vanguard_TV-3
"... such as "Flopnik", "Kaputnik", "Oopsnik", and "Stayputnik"

oopsnik ist auch gut.

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