Kann man eigentlich noch irgendwo "analoge" Netzteile zum Einbau in ein
Gerät kaufen?
Ich habe ein Gerät gebaut das inzwischen auch ordentlich funktioniert,
allerdings war der zusätzliche Aufwand die aus dem zugekauften Netzteil
gelieferte 24V Spannung halbwegs sauber zu bekommen etwas sehr nervig.
Und ich meine jetzt nicht so ein bisschen Welligkeit bei 50Hz.
Bei 24V gab es ordentliche Peaks bis +/- 1V mit diversen Frequenzen, so
xxx kHz bis xx MHz.
Ziemlich verstrahlt eben und die Analog-Signale von den mit diesen 24V
versorgten Sensoren sahen dann auch nicht sooo toll aus.
Das war so ein geschlossenes Schaltnetzteil von MeanWell.
Hat mal bitte jemand einen Tipp, wo man sowas in dem Formfaktor und
möglichst sauberen Ausgang kaufen kann?
Also entweder ganz Oldschool mit Ringkern-Trafo und Linear-Regler.
Oder alternativ in guter Qualität, also als Schaltnetzteil mit
Gleichspannung am Ausgang ohne die ganzen Störungen.
Man koennte sich ueberlegen den Siff wegzufiltern bevor er auf die
Leiterplatte kommt. Dabei muss man 2 Frequenzen wegmachen.
1) die Chopperfrequenz des Switchers selbst : 100..500kHz plus
Oberwellen
2) die Umschaltspitzen bei 50..1000MHz.
Nummer 2 Zuerst mit einem symmetrischen T-Ferrit Filter
Dann Nummer 1, mit einem symmetrischen LC Filter.
Oder D. schrieb:> Man koennte sich ueberlegen den Siff wegzufiltern bevor er auf die> Leiterplatte kommt.
Genau das habe ich dann auch gemacht, zwei Drosseln, ein Satz Elkos und
zwei Folien-Kondensatoren dazu.
Damit war es dann erträglich.
Das ist doch aber unnötiges an den Symptonen rumdoktoren.
> .. also als Schaltnetzteil mit Gleichspannung am Ausgang ohne die ganzen
Störungen.
Das waere zu einem gewissen Mass auch machbar. Bis die Leute den Preis
sehen. Dann nehmen sie doch ein Meanwell.
hk_book schrieb:> http://kniel.de/produktseite/index.php?artikelnummer=101-005-02
Naja, das ist für 19" Racks mit so einer für meine Anwendung doch recht
hässlichen Federleiste.
Ohne Adapter-Kit direkt für Hutschienen-Montage wäre noch okay, also
direkt fest angebaute Klemmen an der Kiste.
> ist halt nicht billig...
Über welche Größenordnung reden wir da? 50 Euro? 150 Euro?
Oder D. schrieb:>> .. also als Schaltnetzteil mit Gleichspannung am Ausgang ohne die ganzen> Störungen.>> Das waere zu einem gewissen Mass auch machbar. Bis die Leute den Preis> sehen. Dann nehmen sie doch ein Meanwell.
Nun ja, das MeanWell hat jetzt vielleicht 25 Euro gekostet, ich weiss
gerade nicht genau welcher Typ das war, ich habe das weder ausgesucht
noch gekauft.
Laut Katalog-Seite "Schaltnetzteile mit eingebauten Entstörfiltern"
"geringe Restwelligkeit URW".
Dann hat das Teil aber locker Folge-Kosten von >200 Euro verursacht und
das Ergebnis lässt immer noch zu Wünschen übrig.
Rudolph schrieb:> Naja, das ist für 19" Racks mit so einer für meine Anwendung doch recht> hässlichen Federleiste.> Ohne Adapter-Kit direkt für Hutschienen-Montage wäre noch okay, also> direkt fest angebaute Klemmen an der Kiste.>>> ist halt nicht billig...>> Über welche Größenordnung reden wir da? 50 Euro? 150 Euro?
zur Bauform war ja nichts ausgesagt; gibt es auch ohne Frontplatte mit
Wandhalterung oder für Hutschiene:
http://kniel.de/produktseite/index.php?artikelnummer=101-005-00
Preis kann man ja anfragen, wobei die € 150.- eher wahrscheinlich sind
als die € 50.-
Rudolph schrieb:> Ich habe ein Gerät
Brauchst Du denn nur ein Einzelstück? Das würde ich ganz klassisch
selbst aufbauen. Die Kosten dürften unter € 15 liegen und bei der
Ausgangsspannung hat man viele Optionen, auch eine negative Spannung
ohne Störungen zu erzeugen.
Die Isolation zur Primäseite ist bestens, und die Ableitströme sind sehr
klein. Einzig der Weitbereichseingang geht verloren.
hk_book schrieb:> zur Bauform war ja nichts ausgesagt;
Doch schon, "geschlossenes Schaltnetzteil" ist nur nicht die beste
Beschreibung, wie heissen die Dinge sonst? "Closed Frame" im Gegensatz
zu den ganzen "Open Frame" Teilen? Wie auch immer. :-)
> gibt es auch ohne Frontplatte mit Wandhalterung oder für Hutschiene:
Stimmt schon, ist mir wie gesagt nur zu fummelig mit dem Adpater-Kit.
m.n. schrieb:> Brauchst Du denn nur ein Einzelstück?
Es sind jetzt mehrere Geräte in der Art geplant als Folge-Projekt.
Aber auch für andere Gelegenheiten wäre sowas nützlich.
> Das würde ich ganz klassisch selbst aufbauen.
Ja, schon, am liebsten mit Ringkerntrafo.
Nur, Schutzkleinspannung und so, wenn ich das Netzteil fertig dazu
kaufen kann muss ich auch nicht nachweisen, dass ich mich mit der DIN
VDE 0100 beschäftigt habe. Da wird dann noch ein Isolationstest
durchgeführt und fertig.
Am liebsten wäre mir ja sogar, wenn das Netzteil gar keine
Schraubanschlüsse für die 230V Seite hat, sondern eine Kaltgeräte-Dose
und einen Schalter. So wie bei einem PC eben, alles was 230V ist kommt
vorverdrahtet in einer eigenen Kiste die mit dem Gehäuse verschraubt
wird.
Rudolph schrieb:> Nur, Schutzkleinspannung und so, wenn ich das Netzteil fertig dazu> kaufen kann muss ich auch nicht nachweisen, dass ich mich mit der DIN> VDE 0100 beschäftigt habe. Da wird dann noch ein Isolationstest> durchgeführt und fertig.
Ich verstehe Dich schon, aber mir mußt Du es z.B. nicht nachweisen. Wenn
ich einen geeigneten Trafo nebst isolierten Zuleitungen sehe, ist mir
wohler im Bauch als bei einem "Chinakracher".
Mit einem vergossenem Zweikammer-Flachtrafo bist Du auf der sicheren
Seite.
Sei mal etwas mutiger ;-)
Och naja, mutig, ich habe nur keinen Bock mich wegen sowas mit dem
Qualitäts-Management rumzuärgern, da geht der Trend dann doch eher in
Richtung selber-machen-lassen. :-)
Hab gerade noch die GLS230/24-0.5 (310-1083) bei RS gefunden.
Für die schlapp 100 Euro baut man das nicht selber, nicht nach diversen
Standards mit CE und so.
Peter D. schrieb:> Wo stört es denn?> Sind es wirklich die 24V oder eine Erdschleife zu anderen Geräten, z.B.> zum PC.
Es gibt keine anderen Geräte, das Teil steckt mit der Zuleitung in der
Steckdose und ist sonst nirgend wohin verbunden.
Die 24V am Ausgang sind HF verstrahlt, Schaltnetzteil eben.
Rudolph schrieb:> Hab gerade noch die GLS230/24-0.5 (310-1083) bei RS gefunden.>> Für die schlapp 100 Euro baut man das nicht selber, nicht nach diversen> Standards mit CE und so.
Dann nimm es, obwohl es keine Kaltgerätedose hat, deren Verdahtung
natürlich allen Normen entsprechen muß.
Hoffentlich wird das von Deinem Qualitäts-Management akzeptiert ;-)
m.n. schrieb:> Dann nimm es, obwohl es keine Kaltgerätedose hat, deren Verdahtung> natürlich allen Normen entsprechen muß.
Tja, was soll man machen, das ist entweder eine Marktlücke die noch kein
Hersteller entdeckt hat, oder ich habe den Hersteller noch nicht
gefunden der sowas liefern will. :-)
> Hoffentlich wird das von Deinem Qualitäts-Management akzeptiert ;-)
Das ist dann ja nur Verdrahtung, damit kommt man leicher durch,
Isolationstest -> Prüfsiegel. :-)
Rudolph schrieb:> Tja, was soll man machen, das ist entweder eine Marktlücke die noch kein> Hersteller entdeckt hat, oder ich habe den Hersteller noch nicht> gefunden der sowas liefern will. :-)
Wie wärs mit "Friwo"?
Harald W. schrieb:> Wie wärs mit "Friwo"?
Ja, na klar, wenn denn Friwo sowas im Sortiment hätte?
Oder auch überhaupt Linear geregelte Netzteile.
Wenn ich da jetzt was passendes übersehen haben sollte, dann reich mal
bitte nen Link rüber.
Rudolph R. schrieb:> Wenn ich da jetzt was passendes übersehen haben sollte, dann reich mal> bitte nen Link rüber.
Wie wärs mit einem Anruf bei denen?
Oder soll ich das auch für Dich erledigen?
Friwo ist seit Jahrzehnten die führende
Adresse für Netzteile aller Art. Sie sind
allerdings nicht ganz billig.
Lothar S. schrieb:>> Wie wärs mit einem Anruf bei denen?>> Die bauen keine Trafo-Netzteile mehr, allerdings bessere SNT als> Meanwell.
Das wusste ich allerdings nicht. Allerdings bin ich mir
sicher, das man da bei einem Anruf auch Ersatzlieferanten
genannt bekommen hätte.
U. M. schrieb:> wie wäre es denn mit einem Steckernetzteil 24V/1A ?
Meine bisherigen Messungen an Steckernetzteilen zeigten nicht nur
ähnlich schlechte Entstörung, in dem Gerät ist allerdings noch ein 230V
Verbraucher.
Also in dem Fall komme ich nicht um die Netz-Zuleitung drum herum.
Ja, Schaltnetzteile können schon fiese Störungen haben, je nach
Anwendung. Aber mir kam bisher noch keines unter, dass bei 200mA und 24V
dann Spikes von 1V hatte. 100 mV vielleicht aber doch nicht 1 V…
Ich verwende ausschliesslich Kleinspannungen auf einer Elektronik.
Normen und so werden alle einfacher. Ich verwende genau eine
Kleinspannung von aussen, die wird dann auf dem Board nach Bedarf
kleiner gemacht, falls noetig. So kann man am Speisungseingang auch
etwas filtern.
Oder D. schrieb:> Ich verwende ausschliesslich Kleinspannungen auf einer Elektronik.> Normen und so werden alle einfacher.
Das klingt nach einem interessanten Konzept, erzähl mal mehr davon.
Oh, moment mal...
Michael K. schrieb:> Aber mir kam bisher noch keines unter, dass bei 200mA und 24V> dann Spikes von 1V hatte.
Naja, man muss auch genauer hinsehen, das waren Spikes so um 17 MHz.
Nun, das Projekt ist erfolgreich beendet, das nächste dürfte dann besser
starten. :-)
Und der Strom war sogar noch deutlich niedriger, eher so 70 mA.
>>Oder D. schrieb:>> Ich verwende ausschliesslich Kleinspannungen auf einer Elektronik.>> Normen und so werden alle einfacher.>Das klingt nach einem interessanten Konzept, erzähl mal mehr davon.>Oh, moment mal...
Soll heissen, kein Netz. Und nur eine einzige Speisung. Zb 6, 12, 24,
48V. Falls andere Spannung benoetigt werden, werden sie auf dem Board
erzeugt.