Guten Abend nette Herren und Damen,
Ich hoffe es ist nicht schlimm das ich erst 15 bin und noch kein
Elektroniker oder so!
Ich baue seit ich klein bin elektronische Schaltungen, am Anfang
vorallem mit Baukästen von Kosmos. Danach mit Arduino und Co.
Ich habe immer wieder lange an Problemen oder Störungen herumgesucht
weil ich nur ein Multimeter und ein Tischnetzteil mit Stromanzeige zum
Messen zur Verfügung habe.
Aus diesem Grund möchte mein Vater mir auf den Geburtstag ein
Oszilloskop schenken, damit ich z.b. Bus und Signale anschauen kann um
dann Fehler schneller und einfacher zu finden. Und auch mal praktisch
gewisse elektronische Vorgänge und Abläufe anzuschauen. (z.b. Ladekurve
von Kondensatoren oder Sendewellen von einem Radiomodul).
Leider hat mein Vater keine Ahnung von diesen Oszilloskopen, und ich
weiss auch nicht wirklich viel darüber.
Er hat jetzt mal dieses bei Völkner rausgesucht
http://www.voelkner.de/products/653908/Tektronix-Digital-Oszilloskop-TBS1152B-EDU-150-MHz-2-Kanal-2-GSa-s-2.5-kpts-8-Bit-Digital-Speicher.html?ref=43&products_model=V039621&gclid=CjwKEAjw7ZHABRCTr_DV4_ejvgQSJACr-YcwoJ8VCn8ByTTrXty8n4uZycmaCQSrk6pZTA4eV2tCdRoC1eDw_wcB
Ich möchte jetz mal nett fragen ob mir jemand von Ihnen hier sagen kann,
ob dieses Oszilloskop gut geignet ist und was Vor - und Nachteile des
Geräts sind. Falls Sie mir das Oszilloskop nicht empfehlen können,
welches Modell währe eine bessere Alternative?
Vielen Dank im Vorraus
Sebastian
Sebastian P schrieb:> ob dieses Oszilloskop gut geignet ist und was Vor - und Nachteile des> Geräts sind. Falls Sie mir das Oszilloskop nicht empfehlen können,> welches Modell währe eine bessere Alternative?
Für dich wohl absolut oversized. So viel Bandbreite brauchst du nicht.
Für den Anfang reicht erst einmal
http://www.batronix.com/versand/oszilloskope/Rigol-DS1054Z.html
Da es außerdem sehr verbreitet ist, wirst du immer jemanden finden, der
dir damit helfen kann.
150 MHz Bandbreite ist (und kostet!) wohl mehr, als man für das meiste
am Anfang braucht. Wobei, bei "Sendewellen von einem Radiomodul" kann
das auch zu wenig sein wenn das z.B. irgendsoein 433 MHz Dingens ist.
Tektronix ist ja eine der großen Marken bei Oszilloskopen und so richtig
falsch macht man mit denen nichts, aber bei manchen Sachen sind die halt
schon ein wenig rückständig. Nur 2500 Punkte Aufzeichnung in einem
aktuellen Gerät, ernsthaft? Hoffentlich ist wenigstens das Display
besser als bei den TDS Dingern.
Sebastian P schrieb:> damit ich z.b. Bus und Signale anschauen kann
Sieh dich mal nach einem MSO um. Da ist auch gleich ein Logikanalyser
drin. Von Rigol gibt's da sicher auch was für das aufgezeigte Budget...
Bei dem hier sind für das gesparte Geld sogar noch zwei Wochen Zeltlager
mit drin:
http://www.batronix.com/versand/rigol/MSO1000Z.html
rh-doc schrieb:> Warum der digitalo Shop eine verblüffende Ähnlichkeit mit den anderen> beiden hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Digitalo.de ist ein Shop der Conrad gehört, so wie voelkner.de
Um mal auf die Frage des Originalposts einzugehen und nicht nur zu sagen
'kauf dies' hier mal einige Gedanken zu dem Tektronix-Scope:
Tek weiß bestimmt wie man gute Scopes baut, aber 2,5k Speicher pro Kanal
sind heutzutage ein Witz. Klar kann man damit auch viele Probleme lösen,
aber da ist man selbst von billigsten China-Scopes deutlich mehr
gewohnt. Die 2GS pro Kanal sind dagegen gut, wenn es so implementiert
ist wie beschrieben. Viele günstigere Scopes werden mit 1GS beworben und
der Wert halbiert sich dann nochmal wenn 2 Kanäle genutzt werden. Wobei
aber für die meisten Fälle auch 500Msample/s noch völlig ausreichen
sollten.
Wenn man nicht auf die 2GS aus ist würde ich auch nach etwas anderem
schauen. Wenn es Ware mit einem 'guten Namen' sein soll würde ich mal
nach einem HMO1002 schauen. Da bekommt man (meiner Meinung nach) schon
mal mehr geboten bei günstigerem Preis. Nochmal deutlich günstiger sind
dann die Chinageräte, also wie bereits erwähnt Rigol, Owon, Siglent,...
rh-doc schrieb:> Warum der digitalo Shop eine verblüffende Ähnlichkeit mit den anderen> beiden hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Schaue Dir mal das Impressum an, Geschäftsführer und Rücksendeadresse!
Cyborg schrieb:> 20Mhz analog reichen erst mal.
Na, das ist doch heute nicht mehr zeitgemäß. Ein einfacher Cortex M4,
wie Du ihn auf den für den Einstieg sinnvollen Boards wie den
Discoveries, mbeds etc. findest, macht Dir locker Signale die Du damit
nicht mehr sinnvoll charakterisieren kannst.
Und weil Du heute günstige Oszis mit deutlich mehr Bandbreite bekommst,
muss man sich da nicht mehr mit 20 MHz rumschlagen.
> Dann bleiben noch Mittel für andere nützlich Geräte.
Du musst doch aber zugeben daß das Oszi für den Einsteiger das
wichtigste wirklich teure Gerät ist. Labornetzteil, Multimeter und
Lötkolben brauchst Du natürlich auch, aber da bekommst Du auch schon für
jeweils <100 EUR was für den Einstieg brauchbares.
Zur Auswahl des Oszis:
- Bandbreite ist nicht das wichtigste
- Den Speicher pro Kanal nicht unterschätzen, das Rigol mit 24Mpts/Kanal
ist da eine ganz andere Welt als das Tek mit seinen 2,5Kpts.
- 2 Kanäle sind für den allerersten Anfang ok. Aber schon bald wirst Du
vor dem ersten Problem stehen was sich mit 4 Kanälen parallel wesentlich
besser erfassen lässt
-> das Rigol bietet für den Einstieg echt ein ziemlich gutes Gesamtpaket
Cyborg schrieb:> Statt Rigol sollte man bei dem Anfängerniveau auch Hameg> oder Voltcraft nicht ignorieren. 20Mhz analog reichen erst mal.
Wer heute noch analog empfiehlt tickt nicht mehr ganz richtig. Ab ins
betreute wohnen und Internetzugang sperren.
Ne Analogkiste wüde ich mir nicht mehr unbedingt antun wollen. Erst
recht nicht wenn Digitlagrusch und auch langsame oder neur einmalige
schnelle Sachen untersucht werden wollen. Da will man einfach ein
Vernünftiges Speicheroszi. Bei Digitalgursch machen auch noch Decoder
für I2C, CAN, RS232, SPI, etc sinn und Spaß.
Und Pretrigger, Anzeige wo sich gerade die Masse befindet und auch alle
andere Messauswertmöglichkeiten Schätze ich da.
Und Ich würde auch zu ner Vierkanalkiste greifen. Bandbreite von 100Mhz
reichen erstmal dicke aus. Die zusätzlichen Logickanalyser die da
manchmal drin sind schaffen oft eh mehr. Und für richtig HF nimmst dann
eh nen Specktrumanalyser.
Also ehrlich: Das DS1054Z bietet sogar über den Einstieg hinaus ein
super Preis/Leistungsverhältnis: 4 Kanäle, Softwaremäßig: Sagen wir mal
gut und leicht erweiterbar; schau mal nach Hack DS1054Z...
Und wenn es trotzdem noch ein zusätzlicher Logikanalyzer sein soll:
Kauf dir für 10 € aus der Bucht einen Salae-Clone und benutze die freie
Software sigrok. Da kommt man auch am Anfang stand-alone sehr weit mit
und 10 € dafür ist nun echt lächerlich und keine Verschwendung.
Bis du mit den beiden Teilen nicht mehr auskommst, vergeht garantiert
viel Zeit!
Sascha_ schrieb:> Erst hatte ich ein EO213 und jetzt ein Hameg 205-3. Das Hameg ist> eindeutig ausreichend für kleine µC.
Ich hab mein HM205 nach jahrelanger Standzeit weggeworfen. ;)
Matthias S. schrieb:> Wenn Papa sponsort, ist das Tektronix top. Nimm es und lass dir keinen> anderen Krams aufschwatzen.
Der Meinung bin ich auch.
Man könnte höchstens alternativ mal auch bei Keysight schauen.
Ralph Berres
Ralph B. schrieb:> Matthias S. schrieb:>> Wenn Papa sponsort, ist das Tektronix top. Nimm es und lass dir keinen>> anderen Krams aufschwatzen.>> Der Meinung bin ich auch.>> Man könnte höchstens alternativ mal auch bei Keysight schauen.>> Ralph Berres
Das TBS1152B speichert nur 2500 Punkte. Deshalb wäre das meiner Meinung
nach ein Fehlkauf.
Ralph B. schrieb:> Matthias S. schrieb:>> Wenn Papa sponsort, ist das Tektronix top. Nimm es und lass dir keinen>> anderen Krams aufschwatzen.>> Der Meinung bin ich auch.
Ich nicht. Wenn der TE keine Alternativen zur Kenntnis nehmen möchte,
sollte er besser erst gar nicht so eine Frage hier im Forum stellen.
>> Man könnte höchstens alternativ mal auch bei Keysight schauen.
Man könnte sich einfach mal selber mit der Materie VOR dem Kauf vertraut
machen. Aber wenn eine solch massive Geldausgabe das nicht mal wert ist,
dann ..
>> Ralph Berres
Helmut S. (helmuts) schrieb:
> Das TBS1152B speichert nur 2500 Punkte. Deshalb wäre das meiner Meinung> nach ein Fehlkauf.
Vor allem, spätestens wenn man so ein Teil wieder verkaufen möchte,
weil's einem nicht mehr reicht, wird man merken, was man angesichts der
modernen Konkurrenz noch dafür bekommt (höchstens den halben Neupreis
eines DSO mit anständigem Speicherausbau und die gibt es schon für ein
paar hundert Tacken).
Helmut S. schrieb:> Das TBS1152B speichert nur 2500 Punkte. Deshalb wäre das meiner Meinung> nach ein Fehlkauf.
Ja, man muss leider feststellen dass die "großen Namen" im Billigsegment
nichts taugen. Ist bei Tek so und auch bei LeCroy. Und wird bei Keysight
nicht anders sein. Wer da nicht die gute Ware für 5 stellig kaufen kann,
bekommt bei Rigol ein bessere Preis/Leistungsverhältnis.
Würde ein Tektronix TDS460 nehmen,
hatten wir vor 2 Jahren noch täglich im Einsatz,
350MHz, 4 Kanäle, GPIB, Diskettenlaufwerk, 100MSps (Der Bildaufbau bei
350MHz dauert dadurch etwas), 15KSamples Speicher, sämtliche
wünschenswerten Messfunktionen, einfache Bedienbarkeit, Kurze Boot-Zeit,
sehr Hochwertiges Gerät.
Die Nachfolgegeräte von R&S Booten recht lange, sind nicht so intuitiv
bedienbar.
Cyblord -. schrieb:> Muss hier jeder arm sein und alles so billig wie möglich kaufen?
Nö, aber man sollte sein Geld schon einigermaßen sinnvoll ausgeben und
falls man zufällig besonders viel Geld übrig hat, braucht man auch kein
"Knauser-DSO" auf Volks Computer 64-Niveau von anno dunnemals zu
erwerben.
Hameg bietet übrigens auch schöne DSO an und nicht gerade billig.
Lanzette schrieb:> Ralph B. schrieb:>> Matthias S. schrieb:>>> Wenn Papa sponsort, ist das Tektronix top. Nimm es und lass dir keinen>>> anderen Krams aufschwatzen.>>>> Der Meinung bin ich auch.>> Ich nicht.
Ich auch nicht. Nur weil das Geld anscheinend da ist, muß man es nicht
unwirtschaftlich und uneffektiv rausschmeißen. Erst wenn Geld völlig
Sch..egal ist , macht es keinen Unterschied mehr. Davon gibt es aber
(zum Glück) nicht allzuviele Menschen, und der Hinweis mit 2 Wochen
Zeltlager bei gleichen Ausgaben trifft es mich mich sehr gut...
Cyblord -. schrieb:> Wer heute noch analog empfiehlt tickt nicht mehr ganz richtig. Ab ins> betreute wohnen und Internetzugang sperren.
Glaube mal nicht, Wohlstand allein bewahrt einem davor. Im Gegenteil,
denn deine Erben werden dich um so schneller so bequem entsorgen.
Arme Schlucker verkneifen sich diesen Luxus und du wirst auch alt
werden, du Nase. Der TO ist erst 15 und selbst die einfachste
Krücke wird der selbst in den nächsten Jahren kaum ausreizen können.
Mein HM 312 den ich in dem Alter bekommen habe, krame ich gelegentlich
schon mal wieder vor und der reichte bisher immer.
Sparen ist nicht das schlechteste, wenn man die Zukunft gar nicht
kennen kann. Deinen Internet-Zugang zu sperren, wird nichts bringen
weil du ohnehin nichts brauchbares mitzuteilen hast.;-b
Hallo,
> Sebastian P schrieb:> Ich hoffe es ist nicht schlimm das ich erst 15 bin und noch kein> Elektroniker oder so!
Nein, im Gegenteil. Das ist doch super
>> Ich baue seit ich klein bin elektronische Schaltungen, am Anfang> vorallem mit Baukästen von Kosmos. Danach mit Arduino und Co.
Ein Oszi ist beim Elektronikbasteln eigentlich unverzichtbar und eher
noch wichtiger als ein Multimeter. Vielen Problemen kommt man nie auf
die Spur, wenn man nicht sieht, was die Signale machen.
uC haben heute Taktfrquenzen bis ín den 100 MHz-Bereich und Signale mit
Auflösung im einstelligen ns-Bereich ist da schon angemessen.
Deshalb sind mind. 50 MHz Bandbreite und auch ca. 0,5...1GSa/s
angemessen. Speichertiefe ist auch nicht schlecht, aber mit paar Tricks
kommt man auch mit rel. wenig aus. Bei der Auflösung sind 8 Bit bei
einem Oszi ausreichend.
Auf was ich aber nicht verzichten würde, wäre ein Gerät mit 4 Kanälen.
Mit nur 2 Kanälen ist es oft mühsam. Wenn du z.B. einen SPI-BUS hast,
dann möchte man doch schon möglichst gleichzeitig Das Chipselekt, Clock
und dazu noch die Daten auf MoSi und Miso sehen.
Ähnlich ist es mit vielen anderen Anwendungen, wo man meist mind. 3
Signale gleichzeitig vergleichen möchte.
> Aus diesem Grund möchte mein Vater mir auf den Geburtstag ein> Oszilloskop schenken,
Super, wenn dein Vater dich da unterstützt.
> von Kondensatoren oder Sendewellen von einem Radiomodul).
Lezteres ist schon problematischer. Aber das brauchst du wahrscheinlich
auch zu allerletzt.
> Er hat jetzt mal dieses bei Völkner rausgesucht> http://www.voelkner.de/products/653908/Tektronix-Digital-Oszilloskop-TBS1152B-EDU-150-MHz-2-Kanal-2-GSa-s-2.5-kpts-8-Bit-Digital-Speicher.html?ref=43&products_model=V039621&gclid=CjwKEAjw7ZHABRCTr_DV4_ejvgQSJACr-YcwoJ8VCn8ByTTrXty8n4uZycmaCQSrk6pZTA4eV2tCdRoC1eDw_wcB
Wie schon geschrieben, ist das sicher ein gutes Markengerät, aber
ehrlich bischen teuer und für den Preis ohne die Eigenschaften, die mir
wichtiger wären.
> Ich möchte jetz mal nett fragen ob mir jemand von Ihnen hier sagen kann,> ob dieses Oszilloskop gut geignet ist und was Vor - und Nachteile des> Geräts sind. Falls Sie mir das Oszilloskop nicht empfehlen können,> welches Modell währe eine bessere Alternative?
Ich würde ein 4-Kanal-Modell nehmen mit den oben genannten Eckdaten.
Da bekommst du um ca. 1000€ schon ganz ordentliche Technik.
Wie schon geschrieben sind Voltkraftk, Rigol und Keysight zu nennen.
Aber selbst ein Tektronixs TBS1064 ist günstiger zu bekommen.
Ich meine, das nützt die mehr als das teure, welches dein Vater
ausgesucht hat.
Gruß Öletronika
Matthias S. schrieb:> Wenn Papa sponsort, ist das Tektronix top. Nimm es und lass dir keinen> anderen Krams aufschwatzen.
ja TEK ist Top,
aber 2-Kanal ist zwar besser als NIX aber 4-Kanal ist noch besser.
Speichertiefe wurde schon erwähnt, ich finde das hier ist der beste Tipp
für den Anfang!
Lothar M. schrieb:> Sieh dich mal nach einem MSO um. Da ist auch gleich ein Logikanalyser> drin. Von Rigol gibt's da sicher auch was für das aufgezeigte Budget...>> Bei dem hier sind für das gesparte Geld sogar noch zwei Wochen Zeltlager> mit drin:> http://www.batronix.com/versand/rigol/MSO1000Z.html
zumal wenn sich die Bedürfnisse erweitern ist es leichter loszuwerden
als das genannte TEK.
Die Leute die TEK wollen geben sich selten mit wenig Speicher und nur 2
Kanäle zufrieden.
Joachim B. schrieb:> Die Leute die TEK wollen geben sich selten mit wenig> Speicher und nur 2 Kanäle zufrieden.
Kann man nicht verallgemeinern.
Ich habe vorwiegend Analogzeug gemacht und hätte mein
Zweikanal-Tek (TDS20xx) gegen nix anderes tauschen wollen.
Pluspunkte (aus meiner subjektiven Sicht):
* Bandbreitenangabe ist sehr konservativ; mit einem
200MHz-Gerät kann man (bei ausreichender Sachkenntnis)
noch deutlich oberhalb 300MHz etwas messen
* FFT ist sehr gut brauchbar (hat mir für viele Messaufgaben
den nicht vorhandenen Spekki ersetzt); mit einem Rigol (?)
bekomme ich die Krise.
* Bedienkonzept liegt mir.
(Das ist mir bei einem Gerät, das ich viele Stunden am Tag
benutze, durchaus wichtig.)
Zwei Kanäle (plus Trigger) und 2500 Punkte waren für meine
Zwecke völlig ausreichend, aber das wird am Einsatzfeld
"Analog" liegen.
U. M. schrieb:> Mit nur 2 Kanälen ist es oft mühsam. [...] Ähnlich ist> es mit vielen anderen Anwendungen, wo man meist mind. 3> Signale gleichzeitig vergleichen möchte.
Das ist vielleicht ein guter Gesichtspunkt.
Als Einsteiger ist man mit 100MHz+ sowieso überfordert;
ergo ist 50MHz/Vierkanal nützlicher als 100MHz/ZweiKanal.
ich habe ehrlich gesagt noch nie ein 4-Kanal Oszilloskope benötigt.
Wenn ich digitale Schaltungen untersuchen möchte, nehme ich einen
Logik-Analyzer.
Das vom Vater ins Auge gefasste Tek ist für den Anfang schon nicht
schlecht!
U. M. schrieb:> Mit nur 2 Kanälen ist es oft mühsam.
Nicht umsonst hatte ich oben auf ein 4-Kanal-Gerät mit Logikanalyzer
verlinkt.
Einfach mal andersrum: wenn ich mir eines der hier angesprochenen Geräte
wünschen dürfte, dann würde ich das von mir empfohlene Rigol-MSO nehmen.
Das Ding bedient sich recht flüssig und vor Allem: es triggert sinnvoll
und reproduzierbar.
Sagt einer, der schon viele Oszis in der Hand hatte und sein erstes
selbst gekauftes Hameg 307 allein wegen des Komponententesters behält...
;-)
Thomas V. schrieb:> Das vom Vater ins Auge gefasste Tek ist für den Anfang schon nicht> schlecht!
Ich sehe das so: es ist für Schulen und Lehrwerkstätten konzipiert und
deshalb für den "Normalverbraucher" überteuert.
Rigol MSO. Ein aktuelles Gerät mit Bandbreite(100Mhz reichen) nehmen.
Meines (2Kanal+16Digital, 100Mhz) ist jetzt schon etwas in die Jahre
gekommen. Die ersten Knöpfe fallen ab und die Kontaktgabe der
Drehencoder lassen mittlerweile zu wünschen übrig. Gerade bei der
Zeitbasis springt es dann zuweil nervig hin und her.
Die Software ist totaler Mist!
Die Screenshots lassen sich alternativ auf einen USB-Stick speichern.
Die Bildchen sind 320x240 Pixelchen (oderso) klein...
Der Logikanalyser ist super.
Die Pass/Fail mit Signalausgang braucht niemand!
Nächstes mal achte ich auf die (hier noch nicht vorhandenen)
verschiedenen Möglichkeiten der Softwaredekodierung verschiedener
Bussignale.
Für mein Modell bitet RIGOL kein Updatemöglichkeit in dieser Richtung
an, leider.
Das TEK, was Papa ausgesucht hat, ist zu teuer.
StromTuner
Cyblord -. schrieb:> Sascha_ schrieb:>> Schorsch schrieb:>>> .>>>> Geld zuviel?>> Muss hier jeder arm sein und alles so billig wie möglich kaufen?
Nee, nur keine funktionsfähigen Geräte in den Müll werfen!
Lanzette schrieb:> Vor allem, spätestens wenn man so ein Teil wieder verkaufen möchte,> weil's einem nicht mehr reicht, wird man merken, was man angesichts der> modernen Konkurrenz noch dafür bekommt (höchstens den halben Neupreis> eines DSO mit anständigem Speicherausbau und die gibt es schon für ein> paar hundert Tacken).
Wobei Tektronix ja auch ein etwas überhobenes Image in
Elektronikerkreisen hat (vielleicht noch mehr in den USA). Ich habe es
auch schon in Foren gesehen, dass einem Anfänger als bessere Alternative
zum Einsteiger-Rigol ein teureres TDS 2x0 (zur Erinnerung: auch 2,5k
Speicher, ein grottenschlechtes monochromes Display und umständliche,
langsame Bedienung) empfohlen wird.
Solange Tektronix drauf steht, findest du wahrscheinlich auch bei hohem
Preis einen Deppen, der dir das Ding abkauft.
Cyblord -. schrieb:> Ja, man muss leider feststellen dass die "großen Namen" im Billigsegment> nichts taugen. Ist bei Tek so und auch bei LeCroy. Und wird bei Keysight> nicht anders sein. Wer da nicht die gute Ware für 5 stellig kaufen kann,> bekommt bei Rigol ein bessere Preis/Leistungsverhältnis.
Auch die "großen Namen" wollen im Billigsegment für Hobbyisten,
Ausbildung und knausrigen Firmen präsent sein. Außer Tek und wohl Hameg,
die selber Billiglinien herstellen, verkaufen die anderen von
einschlägigen chinesischen Firmen entwickelte Oszilloskope.
Statt einen Keysight aus der 1000er Serie oder ein LeCroy WaveAce (das
sind glaube ich Atten/Siglent) zu kaufen kann man auch direkt beim
chinesischen Hersteller zugreifen. Außer dem guten Namen auf dem Gehäuse
und vielleicht den Zugang zum Netzwerk von Service-Werkstätten hat man
nichts verloren und viel Geld gespart.
Aber darüber gehen z.B. bei Keysight ja schon bei <1500€ die
"eigentlichen" Keysight-Geräte los. Nachdem das DSOX2000 (damals noch
Agilent) rauskam und zu den Preisen 50000 wvfm/s auf 100k Speicher bot,
hat es auch erst mal ein paar Jahre gedauert, bis Rigol mit der 2000er
Serie ein günstigeres Konkurrenzprodukt im Angebot hatte.
Und Tektronix bietet in der Preisklasse weiter 2,5k Speicher an. Es
verkauft sich ja. Verwenden die eigentlich immer noch CCDs als
Analogspeicher?