Hallo,
ich hab mir jetzt schon die Finger wund gesucht, aber immer noch keine
PIN Diode bei Reichelt gefunden. Scheint keine im Programm zu haben.
Oder hat vielleicht doch jemand zufällig eine bei R. entdeckt?
Wäre schön - Danke.
Danke,
aber wenn ich das DB der BA282 (wie auch der BA243/244) richtig
verstehe, ist dies eine HF Switching Diode und auf kleines R.diff
getrimmt und weniger wie bei PIN Dioden üblich lässt sich der Widerstand
in weitem Bereich über If durchstimmen.
Ich möchte die PIN Diode für Variable Gain Zwecke im HF Bereich
einsetzten.
Fall EMV für Dich wichtig ist, lass die Finger von PIN - Dioden. Die
Dinger strahlen ab, dass es eine Freude ist, wenn Du sie nicht
ausreichend bestromst.
Also: entwder schirmen oder mit hohem Strom beaufschlagen
lg,
>Die Dinger strahlen ab, dass es eine Freude ist
Aha, danke.
Mit Strahlen meinst du vermutlich das generieren von Harmonischen wenn
man sie im stark nichtlinearen Bereich der Kennlinie betreibt?
ba282 ala db 0,4 .. 5 ohm , ba283 0,5 .. 10 ohm , bei 10 ua sollten die
etwa 100 ohm haben
was erwartest du denn? 1ohm .. 100kohm ? wohl kaum...
bei 100Mhz haste 100 ohm schon bei 10pf struekapazität, viel hochohmiger
is also fast sinnfrei
Im FUNKAMATEUR-Shop (http://www.box73.de/) gibt's ein paar PIN-Dioden
(BAR63-04), außerdem ein programmierbares Dämpfungsglied namens RF2420.
Scheint aber generell nicht zu dicke gesät zu sein bei den Versendern.
>was erwartest du denn?
Na ich hatte halt einen um den Faktor 10 höheren Widerstandsbereich vor
Augen, so wie er z.B. hier in der Literatur beschrieben ist:
Fig. 3 HPND4165 20 Ohm-1 kOhm @ 1mA-10µA
AN 922: Applications of PIN Diodes
http://cp.literature.agilent.com/litweb/pdf/5965-8666E.pdf
Ausserdem war da bei der BA282 nichts über die Charge Carrier Lifetime
angegeben, die ja ein wesentliches kriterium für die untere
Grenzfrequenz der PIN Diode ist, so dass ich davon ausging, dass sie
nichts anderes ist wie eine normale Diode die auf kleines R.diff
getrimmt ist.
Ich hab bissher mit PINs noch nichts gemacht und wollte mir daher fürs
Experimentieren bei der nächsten Bestellung ein Paar dazulegen.
Für den reinen Switching Anwendungen hatte ich ja schon die BA283 im
Warenkorb.
Aber ich sah noch nicht so ganz wie ich für den Variable Attenuation
Fall mit den kleinen Widerständen bei nicht allzukleinem Bias etwas
vernünftiges hinbekommen soll.
> zu was willst du die pin verwenden?
Na ich dachte an variable Amplitudenkontrolle im VHF/UHF Bereich, soweit
wie man halt mit einfachen mitteln jeweils kommt.
Wie gesagt einfach mal ausprobieren wie praktikable das ist und welche
Überraschungen es dabei gibt.
Anbei zwei Beispiele dafür, wie man sie häufig in Test Equipments
findet.
Als variables Dämpfungglied eignen sich auch 4n148, auch wenn sie dazu
nicht gedacht sind. bis 200 MHz getestet.
BEi interesse such ich eine schaltung raus
>soweit wie man halt mit einfachen mitteln jeweils kommt.
eher wenig weit..
nimm ruhig die ba282/283
versuch erstmal: statt diode : brücke / offen
dann siehste, was in deiner schaltung überhaupt möglich ist.
bei zb 100 Mhz
vmtl. deutlich weniger unterschied als du erwartest !
>Als variables Dämpfungglied eignen sich auch 4n148>BEi interesse such ich eine schaltung raus
Nur zu, wenns keine grossen Umstände macht, man kann nur dabei lernen.
Hier einige typisches Beispiele für passive Abschwächung & Switching mit
PIN Dioden:
A Low Cost Surface Mount PIN Diode Pi Attenuator (AN 1048)
http://www.home.agilent.com/agilent/redirector.jspx?action=ref&cname=AGILENT_EDITORIAL&ckey=1115267&lc=eng&cc=US&nfr=-11143.0.00
Applications for the HSMP-3890 Surface Mount Switching PIN Diode (AN
1072)
http://www.home.agilent.com/agilent/redirector.jspx?action=ref&cname=AGILENT_EDITORIAL&ckey=1115296&lc=eng&cc=US&nfr=-11143.0.00
@ Düsentrieb
>versuch erstmal: statt diode : brücke / offen>dann siehste, was in deiner schaltung überhaupt möglich ist
Wenn ich deine Ausführungen richtig interpretiere ziehlts du eher auf
den Fall des Switching Betriebs ab, bei dem ja ein kleines R.on
erwünscht ist und die Dioden Kapazität im Reverse/Off Fall die maximal
Isolation frequenzabhängig begrenzt.
Aber für den variablen Gain/Attenuation Fall (z.B. 5-20dB) spielen diese
beiden Eckwerte doch weniger eine Rolle, da man ja "nur" einen
durchstimmbaren RF Widerstand braucht - oder übersehe ich da was?
@ Jörg Wunsch
>Im FUNKAMATEUR-Shop (http://www.box73.de/) gibt's ein paar PIN-Dioden...>Scheint aber generell nicht zu dicke gesät zu sein bei den Versendern.
Ja im RF Bereich wird die Bauteilbeschaffung schnell zum Hauptproblem.
Gibts es denn noch andere einfache Konzepte für RF Switching &
Var.Attenuation/Gain Anwendungen? (abgesehen von HF-Relais u.d.g)
>Gibts es denn noch andere einfache Konzepte für RF Switching &
Var.Attenuation/Gain Anwendungen?
Wie wäre es mit Arbeitspunktverstellung? Die Steilheit eines
Bipolartransistors lässt sich super mit dem Basisstrom einstellen.
Reduzier diesen, und die Verstärkung der Stufe läßt sich bis weit unter
0 bringen. Da haste locker 30dB Einstellbereich pro Transistorstufe.
Wird in vielen Funkgeräten in Verbindung mit einer AGC-Schleife
verwendet. Slebst schon eingesetzt, geht super.
>Wie wäre es mit Arbeitspunktverstellung ... Da haste locker 30dB>Einstellbereich pro Transistorstufe
Sowas hatte ich auch mal kurz angedacht, aber dann etwas
hintenangestellt, da ich sah dass fT ja stark von Ic und so der
Frequenzgang etwas unvorhersehbar wird.
Ein ähnliches Konzept steuert die Verstärkung über den Emitter Strom,
Z.B. bei einer Differenz Verstärker Stufe. Da kann man einfach die
Verstärkung über den Tail Strom steuern, aber der Austeuerbereich am
Eingang ist halt mit ~20mV nicht gerade sehr gross.
Das schöne an dem oben angeführten Beispiel ist, dass die
Verstärkungsregelung im Rückkopplungskreis erfolgt und man so im
Frequenzgang zunächst nur Sekundäreffekte hat.
>Wird in vielen Funkgeräten in Verbindung mit einer AGC-Schleife...
Erfolgt dies in der NF Stufe?
Wie sieht es mit Dual-Gate-MOSFETs aus?
Den BF961 nehme ich für sowas gerne. Bei ordentlicher Ansteuerung
(negative Gate-2-Spannungen) sind mehr als 40 db drin.
Sven