Der RTL8019 enthält einen Adressdekoder. Wenn man diesem alle 16
Leitungen zuführt, tauchen die Register nur einmal im Adressraum auf.
Wenn Du nur SA0-SA4 verkabelst, dann würden sich die Register im Abstand
von 32 wiederholen. Fügst Du SA5 hinzu, nur noch alle 64 Bytes usw. Beim
Ethernut 1 tauchen die Register nur einaml von 0x8000 bis 0x801F auf,
alle anderen Adressen dürfen von anderen Devices belegt werden.
A15 wurde übrigens negiert, um 0x8300 (statt 0x0300) als Basisadresse zu
bekommen.
Natürlich brauchst Du trotzdem nicht alle Adressleitungen zum Realtek
führen. Wenn Du z.B. nur SA0-SA4, SA14 und SA15(neg) belegst, SA8 und
SA9 fest auf high und den Rest auf low legst, bleiben die Adressen
0xC000 bis 0xFFFF zur freien Verfügung.
Eine reichlich komplizierte Geschichte ist übrigens die zusätzlich
Verwendung von A13 und A14 zur EEPROM Simulation. Neben der Möglichkeit
ein echtes EEPROM zu bestücken, kann man auch Portbits dafür nehmen, was
die Software erheblich vereinfacht. Du kannst den Pin EDO auch einfach
auf high legen, nur kannst Du den Chip dann nicht in den Half Duplex
Modus schalten. Der RTL8019AS ist sehr alt und macht den Link Aufbau im
Full Duplex Mode nicht nach gültigem Standard, was dann zu Ethernet
Kollisionen führt.