Ursachen fuer Potialterung

OP #8086038
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Moin Leute,

Mark hat gerade mal wieder ein Reparaturvideo rausgehauen.

https://www.youtube.com/watch?v=bCUT_QfsFC8

Aber darum soll es garnicht gehen. Ich erlaube mir mal ein Bild von Minute 33:21 anzuhaengen. Das sind die ueblichen Kontaktprobleme von alten Potis wie sie hier wohl jeder schon mal gesehen und repariert hat.

Aber was sind eigentlich die Ursachen dafuer. Wie man dem Bild sieht kommt es zu dieser Schwarfaebung nur im Bereich der Kontaktstelle und in der Naehe davon. Waere das einfach Oxidation durch Alterung muesste ja das gesamte Metallteil gleichermassen betroffen sein.

Hat da jemand eine brauchbare Idee dazu?

Vanye

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OP #8086075
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Ich kenne diese schwarzfaerbung auch vom inneren dieser kleinen Taster wie man sie seit 30Jahren ueberall findet. Betroffen sind vor allem Taster die man haeufiger verwendet. Zum Beispiel laut/leise. Von daher waere irgendein Prozess unter Einfluss von Spannung/Strom schon denkbar.

Ich hatte diese Probleme auch schon bei meinem HMO2022 an einem der Encoder. Andererseits habe ich in der Firma 3Stk HMO2024 welche diese Problem nicht haben obwohl sie fast zeitgleich beschafft wurden.

Es ist schon erstaunlich was in diesen Schaltern/Potis so abgeht.

Vanye

#8086420
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Frank E. schrieb:

Ich vermute mechanisch bedingten Abrieb,

Ich habe ältere Radios mit aussetzenden Potis, sowohl Dreh- als auch Schiebepoti, wo ich Verschleiß wegen häufiger Bedienung ausschließen möchte. Das muß eher Reaktion mit der Umwelt sein, Oxidation und/oder Ablagerungen.

Thomas R. schrieb:

Ich hatte mal eine Mikrowelle deren Bedieneinheit ständig eine "Bedienung" durchführte die es aber gar nicht gab. Da waren etwa 10 Mikrotaster drin....

Das hat jetzt mit Potialterung genau was zu tun?

(Firma: Starfleet) #8086462
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... Ich habe ältere Radios mit aussetzenden Potis, sowohl Dreh- als auch Schiebepoti, wo ich Verschleiß wegen häufiger Bedienung ausschließen möchte. Das muß eher Reaktion mit der Umwelt sein, Oxidation und/oder Ablagerungen. ...

Alterung lässt sich nicht ausschliessen, nur in der Geschwindigkeit verändern und den Auswirkungen der Alterungen kann man durch Wartung entgegen wirken.

Ansonsten was kann man tun?

  • Poti's die konstruktiv bedingt langsamer altern (bspw. automotive, Drahtpotis ) gibt es halt nicht mit der Vielfalt an Parametern und sind dn meisten zu teuer.
  • Lagerung unter kontrolliertem Klima wäre ne Option, vakuumieren, Schutzgas, mit Lack versiegeln, das Ganze gerät in eine dicht verschlossene Tüte stopfen ... widerspricht aber dem Zweck des Potis mechanische Einflüße in elektrische zu wandeln. Manche teile müssen regelmäßig bewegt werden, damit nichts "festbäckt".
OP #8086464
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Lagerung unter kontrolliertem Klima wäre ne Option, vakuumieren, Schutzgas, mit Lack versiegeln, das Ganze gerät in eine dicht verschlossene Tüte stopfen ...

Oder auch mit Fett beschichten, was man ja in machen Potis vorfinden kann. Aber ist alles schon ein interessantes komplexes Thema das einem die Probleme der Ewigkeit vor Augen fuehrt.

Was einem ja auch wundert, es gibt eine Zeit wo so ein Poti neu und gut ist, dann bildet sich ueber Jahrzehnte eine isolierende Schicht. Man wuerde denken das die gerade an den Kontaktstellen auch wieder abgeschubbert wird. Und zum Teil passiert das ja auch, aber nicht so das nach dreimal hin und her drehen ein Poti wieder 2Jahre funktioniert.

Vanye

#8086547
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Vanye R. schrieb:

Was einem ja auch wundert, es gibt eine Zeit wo so ein Poti neu und gut ist, dann bildet sich ueber Jahrzehnte eine isolierende Schicht. Man wuerde denken das die gerade an den Kontaktstellen auch wieder abgeschubbert wird

Ich habe ein rastendes Lautstärkepoti an einem Verstärker. Komischerweise haben sich gerade an den Stellen Kontaktprobleme gebildet, an denen der Schleifer jahrelang auf der Widerstandsbahn stand...

(Firma: Starfleet) #8086549
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... Ich habe ein rastendes Lautstärkepoti an einem Verstärker. Komischerweise haben sich gerade an den Stellen Kontaktprobleme gebildet, an denen der Schleifer jahrelang auf der Widerstandsbahn stand ...

Daran könnte man auch den Vorteil von (Volume-)Potis mit Schalter erkennen, da muss man das Poti auf eine (hoffentlich geeignete) "Parkposition" drehen, damit das Gerät ausgeschaltet ist.

Bei einem Kohleschicht-Poti sollten bei den End-Stellungen der Schleifer auf besondere Positionen ausserhalb des Widerstandbahn stehen, das "reinigt" auch den Schleiferkontakt.

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Persönliche Seite #8087822
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Bradward B. schrieb:

Daran könnte man auch den Vorteil von (Volume-)Potis mit Schalter erkennen, da muss man das Poti auf eine (hoffentlich geeignete) "Parkposition" drehen, damit das Gerät ausgeschaltet ist.

Das mag bei einem Küchenradio ok sein, aber bei einem Handfunkgerät ist es lästig, weil oft hast Du beim Einschalten gerade keinen Funkbetrieb auf der Frequenz, und daher keine Möglichkeit, die situationsbedingte passende Lautstärke einzustellen.

Meine Idee dazu wäre ein Stufenschalter, mit dem Du in wenigen logarithmisch gestaffelten Stufen die Lautstärke wählen kannst, z.B. "Aus, Sehr Leise, Leise, Mittel, Laut, Sehr Laut". Beim Einschalten könntest Du vom Anschlag an zählen, und wüsstest wo Du stehst. Geht auch Blind ohne Hinsehen, vorausgesetzt, Du hast keine Touch-Technik ohne taktile Rückkopplung. Und Schalter lassen sich robuster bauen als Potis.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

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(Firma: Starfleet) #8087830
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Hm, also da hat es mindestens zwei Varianten der Implementierung:

  • Stufenschalter oder
  • Poti mit Rastung.

bei letzteren hat es lediglich eine mechanik die nur eine "ruckweise" Bedienung zulässt

Ein "echter" Stufenschalter könnte m.E. zu groß (tief) für eine Handfunke sein. Ansonsten wäre es tatsächlich eine Idee ein Poti mit so einem Stufenschalter zu ersetzen.

Bei meiner Handfunke (Kenwood) hat das lautstärkepoti einen Anschlag und keinen Schalter.

Ich kann damit auch ohne aktiven Verkehr die Lautstärke anhand des Rauschens einstellen, den Squelch stelle ich erst später ein.

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Persönliche Seite #8087875
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Hallo Bradward B.

Bradward B. schrieb:

Ein "echter" Stufenschalter könnte m.E. zu groß (tief) für eine Handfunke sein. Ansonsten wäre es tatsächlich eine Idee ein Poti mit so einem Stufenschalter zu ersetzen.

Das wurde so an meinem alten 70cm HFG Autophon SE-19 gemacht. Und da fand ich das war eine gute Lösung.

Allerdings war der SE-19 auch eine große Büchse, aber sehr komfortabel zu Handhaben und mechanisch robust. Aktuell würde mir auch kein passender Stufenschalter einfallen, aber das ist kein Grund dafür, dass nicht sowas gemacht werden könnte.

Bei meiner Handfunke (Kenwood) hat das lautstärkepoti einen Anschlag und keinen Schalter. Ich kann damit auch ohne aktiven Verkehr die Lautstärke anhand des Rauschens einstellen, den Squelch stelle ich erst später ein.

Bei modernen Geräten ist das komplizierter. Viele bieten keine manuelle Squelch Einstellung mehr an. Dazu musst Du tief ins Menue abtauchen oder einen direkt Code, falls der existiert, eingeben. Ansonsten wird der Squelch per Codeplug voreingestellt. Geringste Stufe über "Aus" hat sich bei mir bewährt.

Der Codeplug ist mittlerweile das Maß der Dinge geworden. Weil bedingt durch die massive Verbreitung von Subaudio kannst Du sowiso nicht mehr "über die Frequenzen drehen", sondern müsstest zusätzlich dazu noch durch die Subaudiofrequenzen gehen. Also im Prinzip eine Frequenzeinstellung in 2D. ;O)

Ich habe zwar an meinem Anytone überall im Codeplug den Subaudioton RX mäßig abgeschaltet. Sendeseitig muss der aber ausgesendet werden, weil geschätzt 70% aller Relais kriegst Du anders nicht mehr auf. Da Du aber einem unbekannten Relais nicht ansiehst, welchen Subaudioton Du brauchst, musst Du das vorher in Erfahrung bringen und dann praktischerweise auch in den Codeplug miteinbinden.

Die meisten senden zwar den gleichen Subaudioton, der zum öffnen nötig ist auch selber aus (sicher ist das nicht), aber ich habe noch kein Gerät gesehen, das in der Lage wäre, die Subaudiofrequenzen durchzuscannen. d.H. auch da wäre massives herumfummeln im Menue nötig.

Subaudio macht die Dinge furchtbar kompliziert. :(

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de

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#8087899
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Manfred P. schrieb:

Ich habe ältere Radios mit aussetzenden Potis, sowohl Dreh- als auch Schiebepoti, wo ich Verschleiß wegen häufiger Bedienung ausschließen möchte.

Nicht nur da besteht das Problem. Habe das auch an meinen zwei, ebenfalls schon älteren EA7060100 Netzgeräten. Jedoch scheint das Problem nicht alle Hersteller zu betreffen. Ich habe aus einem geschlachteten, noch älterem, Schreiber ein Poti mit integrierter Übersetzung geerntet welches ich anstatt dem 5k in eines meiner EA eingebaut habe. Funktioniert nach wie vor perfekt.

#8088006
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Armin X. schrieb:

Manfred P. schrieb:

Ich habe ältere Radios mit aussetzenden Potis, sowohl Dreh- als auch Schiebepoti, wo ich Verschleiß wegen häufiger Bedienung ausschließen möchte.

Nicht nur da besteht das Problem. Habe das auch an meinen zwei, ebenfalls schon älteren EA7060100 Netzgeräten. Jedoch scheint das Problem nicht alle Hersteller zu betreffen.

Auch in Labornetzteilen, sowohl R&S NGM35 als auch in meinem Eigenbau, musste ich schon 10-Gang-Potis tauschen. Das waren kein NoName-China, sondern Bourns oder vergleichbar.

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