Liebherr Tiefkühler

OP #7694198
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Fehlermeldung im Display. TK schaltet nicht ab. Elektronik mit ATmega bei 2,8V und Allstromnetzteil mit "Vorwiderstand" ein Kondensator mit 68 nF, ein NTC Sensor und Infoleitung an Motoreinheit anbei. Das Liebherr noch Allstromnetzteile anwendet, ist ja kein Volksempfänger.

Da der ATmega8 direkt den Motor steuert muss davor noch ein Relais sein, das wahrscheinlich nicht mehr öffnet und deshalb die Fehlermeldung auftaucht.

Im Moment ist eine Schaltuhr mit on-off Tastverhältnis als Notlösung in Anwendung.

Hat dieses Problem schon jemand bearbeitet?

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#7694220
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Rudi D. schrieb:

Es steht 68 nF drauf, die auch nachgemessen sind und der ATmega8 ist ja mit den > 1,8 V ja voll zufrieden.

0,68µF entspricht 680 nF (1000n = 1µF) Wenn der µC in einer 5V oder 3,3V Umgebung arbeitet, der Takt entsprechend hoch ist und die Brownout Fuse entsprechend gesetzt ist, dann eher weniger. Außerdem sagt mir meine Glaskugel, das du mit einem DVM und nicht mit dem Oszi misst ;-)

Gast #7694226
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Gerald B. schrieb:

Wobei Faktor 10 schon auf ein recht robustes Design schließen lässt.

Das stimmt.

Übrigens ist die Möhre von 2009. 15 Jahre sind auch ein ganz gutes Alter für ein Kondensatornetzteil, heutzutage...

@TE: Es handelt sich auch nicht um ein Allstromnetzteil, sondern um ein Kondensatornetzteil. Mit DC würde es nicht funktionieren.

OP #7694230
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Ben B. schrieb:

Es steht 0,68µF drauf, das ist Faktor 1000 mehr.

Ich bedanke mich für die Hartnäckigkeit. Die Beschriftung ist so, dass ich den"." nicht sehen kann und das µ ist so geschrieben, dass ich es für ein n hielt. Habe jetzt einen 0,47µF, der da war, eingebaut. Der ATmega8 läuft nun mit 5V.

Mein Freund wird sich freuen! Vielen Dank. LG Rudi

#7694239
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oh je, ein Liebherr Kühlschrank, der Mercedes unter den Kühlschränken...

Ich habe hier so ein Gastro-Teil mit Glastüre

Ich habe das Innenlicht umgebaut - so einen Murks habe ich selten gesehen Es sind sogar ein Möbeleinbau-Netzteil mit Euro-Rasierer-Stecker verbaut

Von daher würde ich mich auch hier nicht gutgläubig auf irgendwas verlassen das eigentlich so üblich ist

#7694481
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Matthias S. schrieb:

Soll das ein Witz sein? Ich habe bei meiner Liebherr TK mittlerweile schon 2 mal den X2 tauschen müssen. Gut, immerhin läuft sie dann wieder und laut ist sie auch nicht.

Für solche Fälle habe ich irgendwann mal kleine Schaltnetzteile, zum Einbau, gekauft. Ich klemme den Mist vom Strom ab und das Schaltnetzteil an den Ausgang des Kondensatornetzteils. Bisher haben die Schaltnetzteile alle gehalten (>10 Jahre).

Heute würde ich auch eher einen Liebherr kaufen. Hatte mal einen LG. Damals ganz neue "no Frost" Technik. Das Ding hat mehr als den dreifachen Energiebedarf gehabt, als angegeben. Später hatte ich eine reine Kühltruhe von Liebherr, die hatte einen KWH weniger verbraucht, als angegeben. Tatsächlich war dieser LG mit der größte Stromverbraucher in meinem damaligen Haushalt.

OP #7695739
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Wendels B. schrieb:

Matthias S. schrieb:

schon 2 mal den X2 tauschen müssen

Zumindest beim 2. Mal war aber nicht Liebherr schuld.

Der Vorwiderstand zum .68µF ist nur 47 Ohm. Das ergibt max. etwa 7A Spitzenstrom, zwar kurz, aber die komplexe Impedanz des C verträgt das offenbar nicht so gut. Wenn es auch äußerst selten auftreten kann. Ob da Spannungsspitzen des Verdichtermotors, wie beschriebn, mitspielen kann? 100 Ohm entschärft das sicher. Die Impedanz des C ist ja +- 5 kOhm. der 100 Ohm spielt also nur im Einschaltmoment eine Rolle, nicht im Betrieb.

Der Tk beim Freund läuft wieder. Der Tausch des C hat ihm einige 100 Euro erspart. Übrigens ist mein Elektra-Bregenz 39 Jahre alt, hat 4 cm Styroporisolation wo es möglich ist. Die Temperaturanzeige zeigt dann Phantasiewerte. -10°C angezeigt ist Innen -24°C mit Thermometer gemessen.

Danke an das Forum für die Hilfe. War ja merkwürdig dass der .68 µF gerade 68 nF hatte, was mich fehlgeleitet hatte.

OP #7696278
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Gerald B. schrieb:

Rudi D. schrieb:

Es steht 68 nF drauf, die auch nachgemessen sind und der ATmega8 ist ja mit den > 1,8 V ja voll zufrieden.

0,68µF entspricht 680 nF (1000n = 1µF) Wenn der µC in einer 5V oder 3,3V Umgebung arbeitet, der Takt entsprechend hoch ist und die Brownout Fuse entsprechend gesetzt ist, dann eher weniger. Außerdem sagt mir meine Glaskugel, das du mit einem DVM und nicht mit dem Oszi misst ;-)

Gerald, die Glaskugel ist wirklich o.k. Ich habe sogar noch ein passives analoges Multimeter mit 100 kOhm/V. Die Spannung mit dem zerfressenen 68nF ist am 100 µf Elco nach der Gleichrichtung ohne Rippel, völlig glatt. Aber das habe ich aus den Schaltungsdaten erwartet und nachträglich bestätigt mit Tek 2247A. Jedenfalls arbeitet der Tk scheints noch mit ca. 100 nF -habs nicht überprüft- statt 680 nF. Aber da ich oft mit Atmel arbeite haben mich nur die 2,8V etwas gewundert, aber bei ATmega8 sind sie noch normal.

Der Trenntrafo bei der Reparatur ist ja schon im Thread genannt worden, man kann es nicht oft genug wiederholen: LEBENSGEFAHR!

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