in einem kleinen Wechselrichter für 12V sind eingangsseitig zwei Elkos mit 3300µF/50V verbaut und parallel geschaltet. Der eine ist kerngesund, der andere (jeweils rechts im Bild) ist aufgebläht, 2mm höher und hat noch schlappe 41pF, siehe Fotos. Interessant ist, dass es den Hersteller "Ruelioon" gar nicht gibt, offensichtlich werden für bestimmte Geräte extra Bauteile mit Phantasienamen gelabelt.
Was muss ich kaufen, wenn ich wirklich hochwertige und langlebige Kondensatoren möchte, denn das Gerät ist gerade mal etwas mehr als 2 Jahre alt. Und ich möchte das Gerät nicht nochmal auseinander rupfen müssen. Low-ESR muss sein.
Bei Nichicon fand ich einen (3300µF/50V (D25, H30, RM10) LGU1H332MELA), kann aber im Datenblatt keine Angaben zum ESR finden. Hat jemand eine andere Empfehlung?
Interessant ist, dass es den Hersteller "Ruelioon" gar nicht gibt
Das Schriftbild ist auch kein Zufall, da will ein China-Nachbaupfuscher mit Rubicon verwechselt werden und ist damit nicht alleine. Daneben sind hoffentlich Trimmpotis "BAOTER" im selben blau und gleicher Typennummer wie Bourns.
Wenn Du passende Nichicon gefunden hast, baue die ein. Du darfst natürlich auch, wie hier üblich, wochenlang über Wenn und Aber palawern anstatt einfach mal zu machen.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass (zumindest ein Hersteller) nur 6 Jahre Haltbarkeit auf seine Kondensatoren gibt. Ob man das auf alle anwenden kann, weiß ich nicht. Aber dann stelle dich drauf ein, dass das evtl. nochmal repariert werden muss. Und reichen die 50V oder sind die schon auf der Kante?
Ich persönlich habe ganz gute Erfahrung mit Panasonic gemacht. Langzeit kann ich jetzt nicht mal genau sagen, aber die Werte waren immer ziemlich genau und alles was ich eingebaut habe, lebt heute noch.
Nö das hat nichts mit Markenrechten zu tun sonden mit der Dummheit der Leute die das dann kaufen. Man Könnte ja auch statt Glashütte das Glashuette nehmen, oder nicht? Nachbauten oder komische Namen haben nichts mit Markenrechten zu tun sondern mit Täuschung ahnungsloser Kunden.
kann aber im Datenblatt keine Angaben zum ESR finden. Hat jemand eine andere Empfehlung?
Wichtig sind die max. Betriebs-Std. die der einhalten muß, die Temp. u.v.a. der max. zulässige Rippel-Strom, sonst wir der zu heiß. Der ESR ist da eher nebensächlich.
der Name soll wohl eher Ruelicon sein, nicht Ruelioon - vielleicht extra für den Schweizer Markt aufgelegt?!
zum Glück erkennt man an dem Namen sofort die billige Fälschung;
"bessere" Fälschungen von Rubycon gibts unter Rulycon, Rubicon oder Ruhycon etc..
Bei seriösen Distributoren kannst du auch nach der gewünschten Lebensdauer suchen/sortieren. Das geht von wenigen hundert bis über 100.000 Stunden. Dann noch Umgebungstemperatur, Größe, Pinabstand, Betriebsspannung uws. usw.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass (zumindest ein Hersteller) nur 6
Jahre Haltbarkeit auf seine Kondensatoren gibt.
Da fehlen die Angaben zu den Randbedingungen.
An der oberen Temperaturgrenze werden für Elkos oft nur 2000h als Lebensdauer angegeben. Das entspricht weniger als 0,23 Jahren.
der Name soll wohl eher Ruelicon sein, nicht Ruelioon - vielleicht extra für den Schweizer Markt aufgelegt?!
Habs mal gedreht und Kontrastverstärkt damit man den Aufdruck besser lesen kann.
Wenn allerdings die Schaltung und deren Aufbau reichlich suboptimal ist (bspw. zu heiss, heftige Spannungspulse) wird auch ein Qualitäts-Bauteil nicht lange überleben können.
Wenn allerdings die Schaltung und deren Aufbau reichlich suboptimal ist
(bspw. zu heiss, heftige Spannungspulse) wird auch ein Qualitäts-Bauteil
nicht lange überleben können.
Die verbauten Halbleiter werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht das gelbe vom Ei sein. Usw. usf.
Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass (zumindest ein Hersteller)
nur 6 Jahre Haltbarkeit auf seine Kondensatoren gibt.
Es kann auch deutlich weniger sein. 500 Stunden sind keine drei Wochen.
Die Hersteller geben die Lebensdauer in Stunden bei einer Bezugstemperatur an. Z.B. 500 h bei 125°C, 2000 h bei 105°C oder 10.000 h bei 85°C.
Das kann man dann auf die Betriebstemperatur umrechnen. Die exakten Formeln gibt es vom Hersteller (gegen NDA), die Faustregel "zehn Grad weniger hält doppelt so lange" passt aber für die meisten Anwendungen ganz gut.
D.h. Du nimmst Dein Lebensdauer-Lastprofil, z.B. "2 Jahre bei 45°C plus 200 Stunden bei 65°C plus 10 Stunden bei 85°C", rechnest alles auf die obere Grenztemperatur um und addierst die Werte. Das ergibt die Lebensdauer, für die der Elko spezifiziert sein muss.
Die Hersteller-Formeln berücksichtigen auch noch den Ripplestrom.
Eine Temperaturangabe ohne zugehörige Lebensdauer ("105C LOW ESR") ist völlig sinnlos, da beides voneinander abhängt. Sowas ist nur China-Marketing. Genau wie "low ESR". ESR ist ein Parameter und hat einen Zahlenwert. Zu niedrig ist genauso falsch wie zu hoch.
Das war damals nicht aus einem Datenblatt.
Das war irgendwo "im vorbei lesen".
Da man heute viele Defekte durch Kondensatoren sieht und auch oft nach relativ kurzer Zeit, ist es anzunehmen, dass die Qualität nicht mehr so toll ist.
Natürlich liegt es auch an anderen Bedingungen, wie immer mehr Schaltnetzteilen.
Insgesamt schon ein unbefriedigender Zustand und deshalb ist der Wunsch des TO durchaus verständlich.
Daher war mein Hinweis natürlich richtig, dass es durchaus noch zu weiteren Reparaturen kommen kann.
Da man heute viele Defekte durch Kondensatoren sieht und auch oft nach
relativ kurzer Zeit, ist es anzunehmen, dass die Qualität nicht mehr so
toll ist.
das liegt daran, dass die meiste Elektronik durchseucht ist mit miesen Billig-Elkos aus China - die Elkoseuche von Anfang der 2000er (https://de.wikipedia.org/wiki/Capacitor_Plague) wird von den Billigherstellern weiter am Leben gehalten
Die Datenblätter helfen da auch nur bedingt weiter - bei der Lebensdauer untertreiben die Japaner maßlos und ebenso übertreiben die Chinesen maßlos ...
Bei den großen Elkos fehlt gern die Angabe des ESR,
dafür ist Tangens Delta angegeben - bei 0,3 ist der ESR des genannten ca. 100mOhm;
kleinerer Tangens Delta = geringerer ESR;
bzw. als Auswahlhilfe kann man auch den Ripplecurrent heranziehen - je größer, desto kleiner der ESR
Beispiel dazu (Powerline-Adapter devolo):
die frühen dlan550WiFi / dlan550Wifi+ und die dlan-Adapter ohne Wifi laufen gerne >10Jahre - damalige Bestückung mit Rubycon Elkos Serie ZLH;
erst ab der Verwendung von SamXon-Elkos vor einigen Jahren sterben die Adapter nach wenigen Jahren (hab viele davon repariert) mit Fehlerbild: verbindet nicht/blinkt nur rot oder kpl. tot;
es betrifft die Elkos sekundär – je nach Modell 2x1000uF/10V oder 1000uf/10V + 470uF/6,3V;
p.s. das betrifft nicht die großen Adapter (1200 oder Magic-Serie)
hier die Ausbeute an defekten SamXon von devolo-Adaptern:
das liegt daran, dass die meiste Elektronik durchseucht ist mit miesen Billig-Elkos aus China - die Elkoseuche von Anfang der 2000er
(https://de.wikipedia.org/wiki/Capacitor_Plague) wird von den Billigherstellern weiter am Leben gehalten
Nöö, in dem verlinkten Artikel ist deutlich die Rede davon, das heutige Ausfälle eher auf unfähige Schaltungsdesigner zurück zu führen ist, nicht auf das Elektrolyt wie 1999:
"Gründe für Elko-Ausfälle nach 2007 ... Die Ausfallbilder, geplatzter Elko, hochgedrückter Gummistopfen, ausgelaufener Elektrolyt sind mit denen aus der Produktion mit dem „falschen“ Elektrolyten identisch. Es kann also, wenn jetzt nach dem Jahre 2007 noch Ausfälle dieser Art auftreten, nur durch eine sorgfältige Nachberechnung der gesamten Schaltung mit allen Randbedingungen für den Kondensator wie Temperatur- und Rippelstrombelastung ermittelt werden, ob es sich um ... einen Fehler bei der Auslegung der Schaltung handelt.
... auf eine nicht korrekt durchgeführte Berechnung der Elko-Belastung und der Elko-Lebensdauer zurückführen."
Nöö, in dem verlinkten Artikel ist deutlich die Rede davon, das heutige
Ausfälle eher auf unfähige Schaltungsdesigner zurück zu führen ist,
nicht auf das Elektrolyt wie 1999:
wie erklärst du dann den massenhaften Ausfall der SamXon in der gleichen Applikation nach 3 Jahren vs. Lebensdauer der Rubycon von >10Jahren? und das ist nur ein Beispiel - da gibts noch tausende andere
wie erklärst du dann den massenhaften Ausfall der SamXon in der gleichen Applikation
nach 3 Jahren vs. Lebensdauer der Rubycon von >10Jahren?
gleiche Applikation bedeutet jetzt nicht unbedingt gleiches PCB, da werden gern unterschiedliche PCB-Revisionen gemacht, bei denen dann auch andere Bauteile getauscht sein können (auch wg. Abkündigungen).
Und 3 Jahre dauerbetrieb (es geht doch hier um Netzwerkequipment?!) sind schon ne anständige Hausnummer für Consumergeräte, die eher auf "ein paar Stunden am Werktag" Betrieb ausgelegt werden, statt auf 24/7 Dauerbetrieb.
Generationswechsel wäre auch noch ein Thema, also da plant man beispielsweise auf 10 Jahre bevor man sowieso das Gerät wegen technischen Fortschritt (bspw. im WLAN-Protokoll) auswechseln muss.
Klar daß die in den ersten Jahren produzierten Geräte mehr Jahre in Betrieb sind als die am Ende des Produktionszykluses (sogenannte Auslaufmodelle). Diese Auslaufmodelle sind dann eher auf (Niedrige Produktions)Kosten optimiert und nicht auf Zuverlässigkeit wie die für die Markteinführung gefertigten.
Und die genannten Parameter wie 10V und 6.3V deuten ohnehin auf ein (wegen Miniaturisierung?) "auf Kante" konstruiertes Design.
"geschönt" kann man das such nennen,
.."Japaner untertreiben" -> Rubycon ZLH: DS: lifetime 8000h -- real >8000h
.."Chinesen übertreiben" -> CapXon KM: DS: lifetime 10000h -- real <1000h
2000 Stk ZLH 1000uF/10V (8x16) kosten bei Mouser 0,12€ - devolo zahlt vielleicht 0,06€
der kleine 470u/6,3V die Hälfte (Mouser 0,065€)
das gibt sich nicht so viel gg. SamXon - (bei TME 8x16 SamXon 0,085$);
->lohnt mMn nicht, daß man dafür das Firmen-Image aufs Spiel setzt
->lohnt mMn nicht, daß man dafür das Firmen-Image aufs Spiel setzt
Bei entsprechenden Stückzahlen sind 2ct pro Bauteil eine Menge. Da wurde auch schon für weniger der Lieferant gewechselt.
Was ist die angepeilte Lebensdauer des Produktes? 30 Monate? Overengineering kann sich heute keiner mehr leisten. Ich freue mich auch über meine historischen Computer mit Elkos von 1978, die immer noch wie am ersten Tag funktionieren. Bezahlen will sowas heute aber keiner mehr. Da bestellt man dann lieber beim Chinesen, denn der kann es überraschenderweise ja zu einem Bruchteil des Preises.
2000 Stk ZLH 1000uF/10V (8x16) kosten bei Mouser 0,12€ - devolo zahlt
vielleicht 0,06€
der kleine 470u/6,3V die Hälfte (Mouser 0,065€)
das gibt sich nicht so viel gg. SamXon - (bei TME 8x16 SamXon 0,085$);
->lohnt mMn nicht, daß man dafür das Firmen-Image aufs Spiel setzt
Mein Gott, was für ein Aufstand für den Schrott-Ab-Werk-"Kondensator".
Bau einfach einen ein von einem Markenhersteller ein.
Wenn dir das nicht genug ist, dann schätz den ripple current ab (50% Tastverhältnis, Leistungsaufnahme -> Eingangsstrom).
Immer noch nicht genug? Dann halt noch ein 1µ Keramik dazu.
Und 3 Jahre dauerbetrieb (es geht doch hier um Netzwerkequipment?!) sind
schon ne anständige Hausnummer für Consumergeräte, die eher auf "ein
paar Stunden am Werktag" Betrieb ausgelegt werden, statt auf 24/7
Dauerbetrieb.
Du bist in der Lage, das zu differenzieren: Eine Fritzbox, deren Repaeter und Powerline-Geräte laufen meist 24/7 durch, da ist der Kunde mit nur 3 Jahren zu recht unzufrieden.
Wenn Du passende Nichicon gefunden hast, baue die ein. Du darfst
natürlich auch, wie hier üblich, wochenlang über Wenn und Aber palawern
anstatt einfach mal zu machen.
Wenn Du passende Nichicon gefunden hast, baue die ein. Du darfst
natürlich auch, wie hier üblich, wochenlang über Wenn und Aber palawern
anstatt einfach mal zu machen.
ist natürlich so Blödsinn - was meinst du mit passend?
passende Farbe, die mit dem Rest harmoniert? passende Maße?
oder sogar technische Daten?
der TO hat ja explizit nicht nach irgendwie passenden gefragt, sondern:
Wenn Du passende Nichicon gefunden hast, baue die ein. Du darfst
natürlich auch, wie hier üblich, wochenlang über Wenn und Aber palawern
anstatt einfach mal zu machen.
ist natürlich so Blödsinn - was meinst du mit passend?
passende Farbe, die mit dem Rest harmoniert? passende Maße?
oder sogar technische Daten?
Natürlich mechanisch passend und mit Kapazität und Spannung.
der TO hat ja explizit nicht nach irgendwie passenden gefragt, sondern:
Gustav K. schrieb:
Was muss ich kaufen, wenn ich wirklich hochwertige und langlebige
Kondensatoren möchte
Hochwertig und langlebig sind keine objektiven Werte, dafür muß man dem Hersteller vertrauen. Nichicon steht da recht weit vorne?
Und blos auf den Goldrand aufpassen. Meine Oma hatte auch so nen Schnapps.
Hat mich als Kind fasziniert. Deswegen bin ich wohl so gerworden:
Wie wärs vielleicht mal mit MESSEN, ihr Spezialisten? (Wieso schrei ich so rum? isn cooles topic: Jungs, die Elektrolyten moegen. Auch schee:))) )
Gustav: Du kaufst/ersetzt das, was dem ursprünglichen Erfinder deines Wechselrichters(? ... hae??) auch vorschwebte. Er hat das ja nicht ohne Grund gemacht. So scheisse kanns nich sein, da es sich zu retten lohnt.
Oder willst du bei denen in der Firma einsteigen und du willst das Verbesserungsvorschlagswesen (schoenes Wort) dort revolutionieren?;)
Hilfreich, oder?
Einfach einen FUCKING E4990A für die Kondensatoren benutzen, dann geht nichts mehr schief!:P
Bei jedem halbwegs seriösen Distributor kannst du nach ESR
suchen/sortieren. Ich kaufe so etwas bei TME...
Bei TME fanden sich genau zwei Typen von einem Hersteller Namens Knowles Cooperation. Vom einen Typ sollte ich 27 und vom anderen Typ 31 Stück als Mindestmenge abnehmen. Das kann irgendwie nicht sein.
Habe also die Teile von Nichicon geordert, die gab es zu vernünftigen Konditionen von Darisus. Die haben zudem ein breites Sortiment von Nichicon Kondensatoren im Programm. Die falschesten Kondensatoren werden es mit Sicherheit nicht sein.
Habe also die Teile von Nichicon geordert, die gab es zu vernünftigen
Konditionen von Darisus. Die haben zudem ein breites Sortiment von
Nichicon Kondensatoren im Programm. Die falschesten Kondensatoren werden
es mit Sicherheit nicht sein.
Nichicon hat auch einen Lebensdauer-Kalkulator auf der Webseite. Da kannst Du für die verschiedenen Betriebszustände Temperatur und Ripplestrom eingeben, und dann kommt die benötigte Lebensdauer bei Grenztemperatur raus.
Habe also die Teile von Nichicon geordert, die gab es zu vernünftigen
Konditionen von Darisus. Die haben zudem ein breites Sortiment von
Nichicon Kondensatoren im Programm. Die falschesten Kondensatoren werden
es mit Sicherheit nicht sein.
Die werden in jedem Fall besser sein als die bisher verbauten.
Thomas B. schrieb:
Bist Du sicher das der Low ESR ist?
Bei 3300µF 50V finde ich das schon seltsam.
Wäre es einer, dann würde man ihn ganz sicher auch so bewerben.
Gegenfrage: Wieso sollte es einen 3300µF 50V nicht in Low ESR geben?
Sicher könnte es die geben. Stellt sich für den Hersteller die Frage, ob er die auch verkauft bekommt. Je größer die Dinger nämlich werden, desto eher kommt man zum Ergebnis, dass die Parallelschaltung mehrerer kleinerer Kondensatoren günstiger ist.
Wäre es einer, dann würde man ihn ganz sicher auch so bewerben.
Statt auf Werbung schaut man lieber ins Datenblatt:
https://www.mouser.de/datasheet/3/497/1/e_lgu.pdf
Daraus geht hervor, dass es sich bei der Serie um Netzelkos handelt,
also für 100 bzw 120 Hz und nicht um Typen für Schaltregler oder
Pulsentladung.
Nö, das ist Deine Interpretation. Klar setzt man die vorzugsweise bei niedrigen Frequenzen ein, da es halt für hohe Frequenzen technisch günstigere Lösungen gibt. Das heißt aber nicht, daß man sie in Schaltregler nicht einsetzen dürfte, sofern sie den Anforderungen entsprechen. Die "Frequency coefficient of rated ripple current" Tabelle steht im Datenblatt ja nun nicht zur Verzierung.
Mal vorausgesetzt, der Entwickler vom Gerät des TE hätte vernünftig gearbeitet, dann würden die Elkos auch noch ihren Dienst tun, wenn man nicht so einen Müll eingebaut hätte.
Nichicon hat auch einen Lebensdauer-Kalkulator auf der Webseite. Da
kannst Du für die verschiedenen Betriebszustände Temperatur und
Ripplestrom eingeben, und dann kommt die benötigte Lebensdauer bei
Grenztemperatur raus.
Da muss ich mich erst noch in die Bestimmung dieses Ripplestroms einarbeiten. Auf dem Oszilloskop waren die eingangsseitigen 12V mit einem deutlichen 100Hz Sinus überlagert und das schon bei rel.geringer Leistung.
Mal vorausgesetzt, der Entwickler vom Gerät des TE hätte vernünftig
gearbeitet, dann würden die Elkos auch noch ihren Dienst tun, wenn man
nicht so einen Müll eingebaut hätte.
Wobei diese "Ruelicon"-Kondensatoren nicht unbedingt Müll sind, denn der eine hat zwei Jahre lang seinen Job gemacht und hat mit gemessenen 3299µF noch 100% seiner Kapazität. Mir scheint eher, es hapert bei dem Hersteller mit der Qualitätssicherung.
Bei den großen Elkos fehlt gern die Angabe des ESR,
dafür ist Tangens Delta angegeben - bei 0,3 ist der ESR des genannten
ca. 100mOhm;
kleinerer Tangens Delta = geringerer ESR;
bzw. als Auswahlhilfe kann man auch den Ripplecurrent heranziehen - je
größer, desto kleiner der ESR
Wie wärs vielleicht mal mit MESSEN, ihr Spezialisten? (Wieso schrei ich
so rum? isn cooles topic: Jungs, die Elektrolyten moegen. Auch schee:)))
)
Dich hat das Forum NICHT gebraucht!
Oioioi! Hab ich ein Glück!
Ich war schon nah dran vorzuschlagen, dass der TO den einen funktionierenden Betrugsversuchs-Kondensator und irgendeinen irgendwie passenden Kondensator einzulöten. Einen Widerstand noch dahinter reinpfriemeln und dann mit dem Oszi Frequenz und Strom messen.
Dann könnte er faktenbasiert was passendes aussuchen. Vermutlich eine ganz böse Idee!
Aber ich versteh schon, das würde dir nicht passen. Darum hab ich das oben geschriebene nie geschrieben und du kannst glücklich sein.
win-win-win