mache gerade mit dem SCT013 15A/1V meine ersten Gehversuche zur indirekten Strommessung. Produkt ist von YHDO. Leider habe ich so meine Schwierigkeiten. Laut Datenblatt des Herstellers kann es 50mA treiben, wohl bei den 15A/[230V-50Hz] des Messbereichs. Ich habe den SCT013 15A/1V an eine MC Schaltung angebaut, aber irgend wird nichts an sin() des Stromes mit Netzfrequenz gemessen. Von den 3 Polen an der 3,5mm Klinke brauche ich doch nur 2. Die Mitte ich NC ungenutzt, laut Datenblatt des Herstellers.
Mein Widerstandsteiler mit Offset braucht keine 5mA. Sollte somit nicht das Problem sein. Nun habe ich mal das Oszi angeklemmt. Komisch ist irgend wie, das kurz nach dem Anklemmen höhere Spannungswerte angezeigt werden, als wenn das Oszi dann z.B. 10 sec. läuft. Dann wird die Spannung irgend wie geglättet, hat vom ehemaligen Peak keine 10% mehr. Auch die Klinkenzuordung passt irgend wie nicht zu den Signalen.
Kann es sein, dass das nur Schrottprodukte sind, welche ich gekauft habe, Fälschungen, Ausschuss & Co. oder mache ich da was falsch?
Weiter Frage aus dem Datenblatt: Es sieht dort im Diagramm so aus, als würde ich mit der 15A Version unter 2,5A nichts messen können, also unter ca. 550W nichts auswerten können. Ist das tatsächlich so?
Deiner hat eine eingebaute Bürde von 20 Ohm, so dass bei den transformierten 50mA gerade 1V anliegt. Wenn du den Wandler zusätzlich belastest, dann bricht die Spannung natürlich ein.
vielen Dank für die Info. "..20 Ohm, so dass bei den
transformierten 50mA gerade 1V anliegt..." Das versteh ich grundsätzlich schon, aber wenn ich R zwischen den Polen der Klinke messe, also alle Varianten, finde ich keine 20 Ohm, nur einmal 85 Ohm, zwischen Pol 1 und 3, also wie in der Doku beschrieben, die zu nutzenden Anschlüsse.
Aber da (Pol 1 und Pol 3) wird vom hochohmigen Oszi nichts an sin() angezeigt. Komisch ist auch, wenn ich überhaupt etwas mit dem Oszi messe, dann zwischen Pol 1 und 2. Das würde sogar dem skalierten Messbereich etwa entsprechen. Wird wohl nur "Rauschen" des Oszis bei freiem Ende 50Hz Einfang sein.
Wenn ich dann aber z.B. 480 Ohm zwischen Pol 1 und Pol 2 lege, bricht die Spannung komplett zusammen, sogar noch bei 10kOhm, erst bei 100kOhm bleiben 10% von Rauschsignal übrig..
"Wenn du den Wandler zusätzlich belastest, dann bricht die Spannung natürlich ein..." Aber bei Auslegung 20 Ohm oder 85 Ohm im Stromsensor sollten doch 480 Ohm, 10kOhm oder gar 100kOhm nicht den Totalzusammenbruch der Spannung am Sensor verursachen?
Ich habe nun mal einen der Sensoren geöffnet. Da ist eine kleine Platine drin mit einem SMD Widerstand (20 Ohm, 85 Ohm & Co.) damit wird dann wohl der Messbereich eingestellt. Das ist prima, da man sich dann ja alles selbst konfigurieren und kalibrieren kann. Weiterhin ein Baustein zur Spannungsbegrenzung und die 2x2 Lötstellen der Spule wie die zwei Kabel zur Klinke.
Komisch war, das die zwei dünnen Kupferfäden der Spule gekreuzt waren, zwei mal geflochten bevor diese auf die Platine gelötet wurden. Muss das so sein? Die Fäden sind ja bezüglich Spule isoliert beschichtet, aber ....
Die Spule hat ohmschen Widerstand von 200 Ohm, ein Ende abgelötet...
Ich bin kein E-Techniker, aber ist das nicht etwas viel?
Im Dokument wird von Sampling resistance 5 Ohm geschrieben. Ist da die Spule gemeint?
Wo kann der Fehler liegen?
Habe mal bei ebay nach Bildern gesucht. Die Aufdrucke ändern sich da wohl ständig. Die meisten haben R als eingetragenes Warenzeichen nach dem Label YHDC drauf. Meine Firma ist YHDO mit TM. Weiterhin haben die aktuell alle die Website des Herstellers www.YHDC.com drauf, meine nicht. Bin da wohl reingefallen...
Komisch war, das die zwei dünnen Kupferfäden der Spule gekreuzt waren,
zwei mal geflochten bevor diese auf die Platine gelötet wurden. Muss das
so sein? Die Fäden sind ja bezüglich Spule isoliert beschichtet, aber
Das ist sinnvoll, verringert den Einfluss von Streufeldern.
Die Spule hat ohmschen Widerstand von 200 Ohm, ein Ende abgelötet...
Ich bin kein E-Techniker, aber ist das nicht etwas viel?
Keineswegs, die Spule hat ja ziemlich viele Windungen sehr dünnen Drahts, so wie man es auch von Relais kennt.
ich gebe mit den markenlosen Kopien erst mal auf, habe mir das Original bestellt. Irgend etwas muss da mit den Kopien nicht passen, nur was:
Spule hat mit 200 Ohm Durchgang
Lastwiederstand ist mit 85 Ohm verbaut (von außen an Klinke so messbar), größer als 20 Ohm und sollte irgend etwas an Spannung bei Stromfluss durch L1 liefern
Kabel (2 Adern) von Platine zu Klinke passt auch hat Durchgang
Spule 1 und Klinke 2 = 0 Ohm
Spule 2 und Klinke 1 = 0 Ohm
Sollte ich mal testweise den Spannungsbegrenzer (TVS: Transient Voltage Suppressor 7.5V) auslöten? Das wäre die einzige Stelle, wo AC sich wegglättet...
Habe ich an einer Seite gelöst, aber keine Veränderung.
Nun habe ich den 150 Ohm Lastwiderstand entfernt. Die 85 Ohm kommen wohl aus 200 Ohm und 150 Ohm parallel. Auch ohne Last nur etwa 20mV bei wohl ca. 1A DC auf L1. Die Spule scheint die Magnetfeldänderung nicht in genügend Induktionsenergie umzusetzen....
Habe wieder etliches gelernt, aber halt ohne Erfolg...
..in deiner Beschaltung. + Zeig mal ein Foto von deinem Aufbau
Da gibt es an sich nicht spezielles zu zeigen. Der SCT013 15A/1V umschliesst das L1 Kabel, nur L1 und nichts anders, kein N, kein L2 kein L3, also nur ein Kabel. L1 führt V_eff = 230V AC. Gemessen wird per Handoszi an der Klinke "Außenpol" und "Innenpol", Mitte ist unbenutzt.
Die umfangreichere Schaltung rund um den MC habe ich für diese Basisanalyse gar nicht mehr in Betrieb.
Ich werde jetzt nichts mehr machen, auf die Originalsensoren warten, dann weiter suchen...