Temperaturmessung an spiegelnden Oberflächen

Gast #4337181
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Hallo zusammen

Ich möchte an einer verchromten rotierenden Welle (d=200 mm) 
berührungslos die Temperatur im Bereich zwischen 50 bis 200°C auf +- 1°C 
genau messen dauernd messen. Berührungslos u.a. deshalb, weil die 
verchromte Oberfläche nicht zerkrazt werden darf.

Gefunden habe ich Sensorn, welche die Infrarot-Strahlung (über 
Emissionsgrad) messen. Z.B. uEpsilon hat solche im Programm.

Gibt es aber vielleicht auch noch Alternativen / Sensoren dazu?

Beste Grüße und vielen Dank für eure Tipps

Geri
(Firma: www.wolfgangrobel.de) #4337511
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Für die Therografie lackieren wir Leiterplatten mattschwarz. Vielleicht 
kann man das auf der Welle in einem schmalen Bereich auch machen.

Oder eine IR-Messeinrichtung nehmen und den Emissionsgrad zur Korrektur 
bestimmen, dann muss die Einrichtung aber auch effektiv gegen Fremd-IR 
abgeschattet werden.
Gast #4337959
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Hallo zusammen

Vielen Dank für eure Rückmeldung!

@Oder Doch
Zwei Welle laufen gegeneinander und dienen zum "verpressen" von Folien. 
Sie sind ca. 500 mm lang und ich möchte die Temperatur in der Mitte des 
Zylinders an dessen Oberfläche messen.
Eine Messung am Wellenende liefert unbrauchbare Werte.
Wenn die Oberfläche beim Messen nicht beschädigt wird, dann wäre das 
auch möglich.

@Wolfgang
An einen Bereich mit anderer Beschichtung habe ich auch schon gedacht. 
Das sieht man dann aber an den Folien.

Die Messung mit Korrektur der Emission - genau so macht es der Sensor 
von uEpsilon. Wie du schon mit Fremd-IR geschrieben hast, wenn bei solch 
einem Sensor die Sonne drauf schein, dann liefert der gleich mal (w)irre 
Werte:)

Ich habe mir gedacht, dass ich vielleicht viel zu kompliziert denke und 
es
wesentlich einfachere, robuste Lösungen gibt.

Beste Grüße und vielen Dank nochmals

Geri
Gast #4337991
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Man könnte den Sensor schon nach innen verfrachten. Von Interesse ist 
aber die Oberflächentemperatur. Evtl. am Rande eine tiefe Bohrung. 
Irgendwie muss dann aber das Messsignal von der Walze (evtl. 
Schleifringe).
#4337998
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Ich bin mir nicht sicher, ob es dich weiterbringt:
Wir haben im Studium im Physik Labor unter anderem auch die Temperatur 
einer spiegelnden Oberfläche mit einer Thermosäule berührungsfrei 
gemessen...

Falls ich da bei deiner Problemstellung irgendetwas falsch verstanden 
habe einfach ignorieren ;)

lg
ISP
Gast #4338012
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Geri schrieb:
> Von Interesse ist aber die Oberflächentemperatur.
Findet dort ein größerer Energieeintrag statt bzw. ist die Welle aus 
einem guten thermischen Isolator oder warum rechnest du mit größeren 
Unterschieden zwischen Oberfläche und dem Inneren?
Gast #4338059
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Wenn du ein Offset hast kannst du das einrechnen und der Unterschied zur 
Wand könnte man in der ersten Näherung auch rechnen.

Wobei du dann einen guten Drehübertrager brauchst.

Kannst du von der Folientemperatur auf die Temperatur schließen ?

Gruß JackFrost
Gast #4338081
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Die indirekte Messung der Temperatur ist völlig Abhängig von der 
Oberflächenstruktur. Da ist das Spiegeln nur noch ein Faktor unter 
vielen.

Definierte Verhältnisse schaffen, wie z.B. das Mattieren, erscheint mir 
dabei u.v.a. ein gangbarer Weg zu besseren Ergebnissen.

Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass sich die Messergebnisse, 
wegen der geänderten Verhältnisse, stark ändern können. Im schlimmsten 
Falle ändert man sogar die Messbedingungen. Bessere oder schlechtere 
Wärmeabgabe.
#4338096
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Wenn es nicht gerade PE Folie ist könnte man die Temperatur der Folie 
direkt neben der Walze messen.

Nahezu alle Kunststoffe haben (außer PE) in dem in Frage kommenden 
Wellenlängenbereich von 8 bis 14µm einen recht hohen Emissionsgrad, 
selbst wenn sie im sichtbaren Bereich des Spektrum glasklar durchsichtig 
sind.

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