Hallo Leute,
Habe zu Hause folgendes Problem:
Feuchter muffeliger schimmeliger Keller -> Altbau
Nun habe ich auf einer Messe einen Flyer mitgenommen, und den Herrn
angeschrieben. Dieser hat mir den Flyer nochmals im PDF Format
geschickt.
Nun stellt sich mir die Frage, ob das Gerät überhaupt funktioniert bzw.
ob sich die Kosten lohnen?
Das Gerät (Regler) mit Sensoren, Gehäuse , Netzteil, Sicherungsautomat
und 2 Sensoren würde 470 Euro brutto kosten.
Kann mich da jemand beraten?
Gibt es da was besseres / billigeres?
mfG
Lüfti
Lüfti schrieb:> Nun stellt sich mir die Frage, ob das Gerät überhaupt funktioniert bzw.> ob sich die Kosten lohnen?
Ist ein Regler, der mag durchaus funktionieren. Zu einem Regelkreis
fehlt jetzt vor allem noch irgendwas das die die (Luft)feuchte auch
wegschafft.
Bei Altbau helfen eigentlich nur diese Optionen:
1. Vor allem im Winter wenns draussen kalte und damit auch trockenere
Luft hat viel Lüften
2. Den Keller moderat heizen, daß die Feuchtigkeit nach aussen geht.
3. Den Keller komplett sanieren (Bodenplatte sanieren, Haus aussen
aufgraben und dichten, Wände mit Kunstharz Feuchtesperren einbringen,
oder sogar mit Diamantsäge alle Wände stückweise aufsägen und
Feuchtesperren einbringen, ...
4. Damit leben daß alte Keller halt feucht und damit perfekt für Wein
etc geeignet sind.
Udo Schmitt schrieb:> Bei Altbau helfen eigentlich nur diese Optionen:> 1. Vor allem im Winter wenns draussen kalte und damit auch trockenere> Luft hat viel Lüften> 2. Den Keller moderat heizen, daß die Feuchtigkeit nach aussen geht.
So wie ich das sehe, kann das der Regler ja.
Punkt 3 und 4 möchte ich nicht unbedingt anfangen/akzepiertieren.
Hat jemand Erfahrungen mit solch Reglern?
Gibt es dazu Online irgendwo einen Vergleich?
Habe noch folgende Seite gefunden:
http://www.logidry.de/
Sieht irgendwie minimalistischer aus.
Lüfti schrieb:> Habe zu Hause folgendes Problem:> Feuchter muffeliger schimmeliger Keller -> Altbau
Dann kauf Dir einfach einen Entfeuchter. Die haben typisch auch
gleich einen eingebauten Hydrostat, der das Gerät abschaltet,
wenn es trocken genug ist.
Gruss
Harald
Lüfti schrieb:> Aber der Stromverbrauch!!! Kann ich ein Lied davon singen. HAbe ich im> Momment im Einsatz.
Nochmal:
Dein Regler trocknet von sich aus noch keine Luft. Das ist nur ein
REGLER, der etwas ansteuern kann, das dann deinen Keller trocknet.
Ich habe eine solche Steuerung für einen Arbeitskollegen gebaut.
Zwei SHT75 messen jeweils die Feuchte innen und aussen. Die absolute
Feuchtgkeit wird berechnet und je nach Situation gelüftet.
Wobei diese Installation in einem Mehrfamilienhaus ist und er im Grunde
nur trockene Luft von außen ansaugt. Die gesättigte Luft wird dann in
den Kellerflur gedrückt.
Die Feuchtigkeitswerte werden in einem EEprom gespeichert wodurch sich
ganz gut verfolgen lässt wie sich die Feuchte im Keller so enwickelt.
Über das letzte Jahr lässt sich deutlich sehen daß so etwas sehr gut
funktioniert.
Lüftungsdauer ist in Summe je nach Wetter etwa eine Stunde am Tag.Die
Betriebskosten liegen damit bei etwa 30€ im Jahr was im Vergleich zu
einem Trockner, den ich im Keller habe, recht günstig ist.
Also wenn die Möglichkeit für eine ordentliche Lüftung gegeben ist,
funktioniert das ganz gut.
Solltest Du allerdings Schäden im Mauerwerk haben hift das alles sicher
nicht. Bei meinem Keller war der Wasserdichte Putz auf höhe der
Horizontalsperre gebrochen. Dort ist bei Aufsteigendem Wasser gerne mal
welches eingedrungen. Da hilft dann nur aufgraben wegstemmen und neu
verputzen. Danach noch schön ne Dickbeschichtung auf Bitumenbasis drauf
und gut ist.
Gruß Stephan
Lüfti schrieb:> ob das Gerät überhaupt funktioniert
Ja, aber es ist ziemlich teuer, denn es ist eine Siemens Logo SPS mit
zusätzlichem Netzteil und dann noch der doppelte Preis.
Das Problem aller dieser Anlagen ist der Lüfter: Wenn er ausgeschaltet
ist, ist das Loch in der Wand trotzdem offen, und selbst wenn es
Lamellengitter hat, ist es ein Wärmedämmloch.
Man braucht EIGENTLICH Ventilatoren die ausgeschaltet das Loch mit einem
Styroporklotz verschliessen. Solche gibt es, noch mal viel teurer als
die sowieso schon teure Elektronik.
Man braucht auch 2 Ventilatoren, einer saugt und einer bläst, sonst hat
man Unterdruck oder Überdruck im Keller und saugt sich feuchte Luft aus
den Wohnräumen in den Keller oder bläst muffige Luft in den Wohnbereich
(es sei denn, der Keller hat keine Türen zum Wohnbereich).
Daher ist eine andere Variante besser: Die Anlage öffnet nur 2
gegenüberliegenden Fenster (wenn das baulich möglich ist), mit
elektrischen Fensteröffnern / Dachkuppelmotoröffnern. Den Durchzug macht
dann der Wind von draussen.
Die hier
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf
hat dasselbe viel früher viel billiger angeboten.
Es gibt auch weitere Angebote
http://www.ebh-gmbh.de/logidry
Schau dir mal das Konzept von dem hier an:
http://www.grammer-solar.com/cms/de/twinsolar.html
Die gibt es auch ohne Solaranteil, mit Netzanschluß.
Solange man die Luft draussen nicht 10cm über dem Boden ansaugt (da ist
sie am feuchtesten), sondern so weit oben wie baulich möglich, kann das
gut funktionieren.
Das Konzept ist:
Du holst dir draussen die trockenste Frischluft, die es am Objekt gibt,
heizt diese solar auf (so dass sie relativ noch trockener wird) leitest
diese in den Keller (wo sie Feuchtigkeit aufnimmt) und ziehst dafür
bereits feuchte Kellerluft ins freie.
Wenn du einen leichten Hang zum Overengineering hast ;) , dann kannst
zusätzlich noch einem unbeschichteten Rotationswärmetauscher benutzen.
Für ähnliche Geräte schwirren auch Selbstbauanleitungen im Netz herum.
Wie bei allen Solarsachen solltest du dich über den Begriff
"Stillstandstemperatur" informieren und entsprechend konstruieren.
Wenn du in einer Gegend mit stetigem Wind wohnst, kann so etwas deine
Ventilatoren ersetzen oder unterstützen: (google nach "BedZED wind
cowls")
Das ist ein stolzer Preis nur für die Steuerung. Dann noch Lüftung...
Ich habe seit 4 Jahren einen el. Luftenfeuchter für 90 Euronen im KEller
(Kleines Standgerät mit Kompressor, noname, wahrscheinlich Made in
Italy, bisher keine Störung). Der kann in 5%-Schritten auf die
Soll-Feuchte eingestellt werden und die Sache läuft problemlos. Im
Winter läuft er recht selten, sonst so ca. 6h über den Tag verteilt. Im
unregulierten Keller liegt die Feuchte bei ca 65-70% und ich senke sie
auf 50% ab. Raum rd. 60 cbm.
Ja - kostet Strom, hilft aber nix,wenn ausgraben ausfällt.
Grundsätzlich kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.
Stromt warme Luft in einen kalten (Keller)Raum, schlägt sich
zwangsläufig Feuchtigkeit nieder, und zwwar so lange, bis der Raum die
Tempertur der warmen Luft angenommen hat. Erst dann kann man mit einer
Troknung rechnen.
Vermutlich willst Du einfach nicht im Sommer schöne warme Luft in deinen
kühlen Keller pumpen. Das würde aber eine simple Zwangsbelüftung ohne
(stromhungrige) Entfeuchtung machen.
Funktionieren könnte es im Winter, wenns draußen richtig kalt ist. Dann
wird aber auch der Keller kalt...
Ich hab den aktuellen Bayernlüfter im Schlafzimmer, kann ich weiter
empfehlen. Im Keller gibt es aber evtl. stärkeren Druckabfall und somit
weniger Luftaustausch, zumindest, wenn noch im Erdreich rohre verlegt
werden sollen. Die Lüfter sind nur normale "PC-Ventilatoren" und keine,
die auf grosse Druckverluste optimiert sind.
Für den Keller (Altbau) hab ich selbst eine Zentrale Lüftungsanlage
installiert. Der Keller wird inzwischen teilweise als Wohnraum
mitgenutzt.
Kein Schimmel, keine Feuchtigkeit, immer frische Luft. Klappt perfekt!
Die selbstgenaute Anlage ist Feuchtigkeitsgesteuert mit DHT-22. Im
Sommer ist sie wenn überhaupt, nur abends an.
Lüfti schrieb:> UUUUiiiiii. Dieser Logidry ist noch teuerer.>> Wieviel kostet die Lösung mit den SHT71 ?> Ist diese EMV geprpft, oder nur für "Bastler" ?
Falls Du die Lösung mit SHT75 gemeint hast,
- 2 Sensoren SHT75 25€/e
- 1 Display 4 zeilig Pollin 5€
- 1 Atmega32 3,50€
- 2 Relais 12V 230V 2€/e
- 1 Verteilerkasten klein als Gehäuse 6€
- 1 Echtzeituhr DS1307 2€
- 1 Treiberbaustein ULN2802 0,50€
- 1 EEProm at24c256 4€
- 1 Max232
- 4 Taster
- 1 Netzteil 5/12V Pollin 5€
mit Kleinkram also ca.: 80€
Wenn Dir an einem EMV Gutachten liegt ca. + 2000€
Und ist natürlich nur für Selbermacher ...
...aber die meisten Teile bekommt man heute schon als Module beim
Chinamann:
- Treiber mit Relais
- Uhrenbaustein mit EEProm
- Als Mainboard kann man dann sicher so ein Arduino nehmen, dort gibt es
glaube ich sogar passende libs für die SHTs.
brauchst Du nur zusammenstecken.
Gruß Stephan
Lüfti schrieb:> Udo Schmitt schrieb:>> Bei Altbau helfen eigentlich nur diese Optionen:>> 1. Vor allem im Winter wenns draussen kalte und damit auch trockenere>> Luft hat viel Lüften>> 2. Den Keller moderat heizen, daß die Feuchtigkeit nach aussen geht.>> So wie ich das sehe, kann das der Regler ja.>> Punkt 3 und 4 möchte ich nicht unbedingt anfangen/akzepiertieren.>> Hat jemand Erfahrungen mit solch Reglern?> Gibt es dazu Online irgendwo einen Vergleich?>> Habe noch folgende Seite gefunden:> http://www.logidry.de/>> Sieht irgendwie minimalistischer aus.
1. der Regler ist ein Regler. Der schaltet feuchteabhängig ein oder aus.
Der heizt nicht und entfeuchtet nicht. Das Licht kommt bei dir ja auch
nicht aus dem Lichtschalter.
2. Was du brauchst ist ein Luftentfeuchter, den es für normale
Kellergrößen für ca. 200 Euro zu kaufen gibt. Nominale
Entfeuchtungsleistung 20 l/Tag.
Das wird zwar nicht erreicht, aber ist ein Anhaltswert für die
Leistungsklasse.
3. Auf der von dir genannten Seite steht schon "die LogiDry®-Steuerung
schaltet Lüftungs- und Heizungskomponenten abhängig von bestimmten
Vorgaben".
Wenn der Keller schon müffelt ist das letzte Quentchen Regellogik aber
nicht gefragt sondern ne Entfeuchtungsmaschine, die dir das Dings
trockenlegt.
Also, mit 200 Euro bist du mit dabei, die ausgefuchste Elektronik
brauchst du nicht.
Hanss schrieb:> 2 x Sensoren ca. 200 Euro
Mit so einem Sensorpreis läßt sich alles schön rechnen. Nimm einen DHT22
o.a. für wenige €. Dann sieht das schon wieder ganz anders aus
Habe jetzt mal ein bischen gerechnet.
Nehmen wir an, der Kellerraum hat 10 X 10m und ist 2m hoch.
Das ergibt 200 m³.
Wenn die Luft zweimal pro Stunde ausgetauscht wird und ein
Feuchteunterschied (Absolute!!! Feuchte) von 5 g/m³ herscht, kann ich
pro Tag (12 Stunden) 24 Liter aus dem Keller holen.
Mit einem 50W Ventilator !!! Nicht mit einem 450W Monster!!!
Das ist ein Neuntel an Energie.
Ich gebe erlich zu, das wahrscheindlich nicht immer eine
Feuchtedifferenz von 5g herscht. Daher ist die Rechnung sehr mutig
gewählt.
Von den ganzen angeführten Reglern ist dieser Hydrothyr 5 zur Zeit der
Billigste.
Es ist mir klar, das der Regler nur ein Regler ist.
Der Regler schaltet ja auch nur einen Ventilator ein und aus.
Der Ventilator muss natürlich wirklich dicht machen wenn er nicht läuft,
sonst wird das nichts.
Hallo Leute,
Von der Fa. „Technische Alternative“ gibt es einen Regler UVR61-3 der
zusammen mit 2 Fühlern alle Anforderungen an eine Entfeuchtung flexibel
realisiert hat. Das Gerät wertet die absolute Feuchtigkeit aus. Alle
Parameter sind einstellbar.
Kostet auch deutlich weniger. Ich meine ich hab dafür mit 2 Lüftern vom
reichelt um die 200,- gezahlt.
http://ta.co.at/de/download/anwendungsbeispiele/trocknung.html
Gruß
Hat aber bei weitem nicht die Funktionen wie dieser Hydrothyr.
Ich werde mal das Ding antesten, und melde mich dann wieder, wenn die
Anlage eine Zeit lang gelaufen ist.
Lüfti schrieb:> Habe jetzt mal ein bischen gerechnet.>> Nehmen wir an, der Kellerraum hat 10 X 10m und ist 2m hoch.> Das ergibt 200 m³.> Wenn die Luft zweimal pro Stunde ausgetauscht wird und ein> Feuchteunterschied (Absolute!!! Feuchte) von 5 g/m³ herscht, kann ich> pro Tag (12 Stunden) 24 Liter aus dem Keller holen.>> Mit einem 50W Ventilator !!! Nicht mit einem 450W Monster!!!>> Das ist ein Neuntel an Energie.>> Ich gebe erlich zu, das wahrscheindlich nicht immer eine> Feuchtedifferenz von 5g herscht. Daher ist die Rechnung sehr mutig> gewählt.>> Von den ganzen angeführten Reglern ist dieser Hydrothyr 5 zur Zeit der> Billigste.>> Es ist mir klar, das der Regler nur ein Regler ist.> Der Regler schaltet ja auch nur einen Ventilator ein und aus.> Der Ventilator muss natürlich wirklich dicht machen wenn er nicht läuft,> sonst wird das nichts.
Mit einem Ventilator kriegst du Feuchtigkeit kaum aus dem Keller. Wenn
es draußen sehr kalt ist, kannst du auf Durchzug stellen und stoßweise
die sich zwischenzeitlich angesammelte Feuchtigkeit abpumpen. Dazu
brauchst du gar keinen Ventilator.
Wenn es draußen wärmer wird oder feucht ist, hilft nur ein Luft ENT
feuchter. Also na Art Kühlschrank, dessen Tür ständig auf ist. Nur dann
wandert wirklich Feuchtigkeit aus der Luft an die kälteste Stelle. Der
Kühlschrank muss also kälter sein als deine kälteste Stelle an der
Kellerwand.
Und nun zur Regelung: Es kann natürlich sein, dass du die Überreste von
Guttenbergs Bibel hygrostatisieren möchtest und nun eine Regelung
brauchst, die zwischen 50,1% RH und 50,2% RH unterscheidet.
Aber deine Schilderung gibt das nicht her. Für die grobe Entfernung von
Feuchtigkeit brauchst du nen Luftentfeuchter, da führt kein Weg dran
vorbei. Vergiss die Reglung bis du erst mal in die Nähe dessen kommst,
was du im Keller an Feuchtigkeit haben möchtest.
Wenn du schnell fahren möchtest kaufst du dir ja auch keinen Tacho vom
Schrott nebst Tempomatelektronik sondern ne gescheite Karre - nur Not
auch ohne Tacho.
J. Ad. schrieb:> Also na Art Kühlschrank, dessen Tür ständig auf ist.
Vergess auch nicht, die Eisfachklappe zu entfernen. Dann über
Zeitschaltuhr 30 Minuten an, dann 30 Minuten aus (zum Abtropfen in die
eingefügte Schale unter dem Eisfach). Luftfeuchte lag dann eingependelt
bei ca. 50%. War ein alter 100 Watt Absorberkühlschrank und damit auch
leise. Betriebskosten fand ich tragbar gegenüber anderen Lösungen.
Regeln (also einstellen) könnte man über die Intervalle der
Zeitschaltuhr.
mhh schrieb:> J. Ad. schrieb:>> Also na Art Kühlschrank, dessen Tür ständig auf ist.>> Vergess auch nicht, die Eisfachklappe zu entfernen. Dann über> Zeitschaltuhr 30 Minuten an, dann 30 Minuten aus (zum Abtropfen in die> eingefügte Schale unter dem Eisfach). Luftfeuchte lag dann eingependelt> bei ca. 50%. War ein alter 100 Watt Absorberkühlschrank und damit auch> leise. Betriebskosten fand ich tragbar gegenüber anderen Lösungen.> Regeln (also einstellen) könnte man über die Intervalle der> Zeitschaltuhr.
War jetzt eher als Basis-Verständnisbrücke gedacht, dass das wirklich
einer macht. Die Zeitschaltuhr ist wichtig, damit das Dings auch wieder
abtaut.
Die Lüftergeschichte mit der absoluten Feuchtigkeit drinnen und draußen
find ich an sich prima, nur wird der Einsatzbereich kleiner und kleiner,
je wärmer es wird.
Ich lüfte jeden Morgen (wenn es kalt ist) für 5 Minuten durch. Die RH
sinkt dann von 60% auf 50%, die Temperatur an der Wand jedoch bleibt
fast gleich. So ist dann nach dem Lüften relativ trockene Luft im Raum,
die weitere Feuchtigkeit aus den Wänden aufnehmen kann.
Wenn es im Sommer sehr warm ist, hilft nur noch der Luftentfeuchter, der
aber dann läuft, wenn ich nicht im Raum bin, wg. Geräuschentwicklung.
Ein muffiger Geruch verschwindet übrigens auch mit dem Luftentfeuchter.
Und ja, die Raumtemperatur steigt durch den Betrieb des Gerätes an. Das
ist aber gerade im Sommer, wo "kühle" Kellerräume die Feuchtigkeit
reinpumpen, ein eher positiver Nebeneffekt.
Meine Überlegungen dieses Jahr gehen sogar dahin, auf der Terasse nen
Solarkolletor aufzustellen und mit zwei Rohren und eine Umwälzpumpe
einen Heizkörper zu betreiben, vorzugsweise in Wandnähe oder Bodennähe.
Denn wenn Wände und Boden warm sind, ziehen sie auch keine Feuchtigkeit
an.
lutz h. schrieb:> Ja,der Händler freut sich.
Warum?
Lüfti schrieb:> Das Gerät (Regler) mit Sensoren, Gehäuse , Netzteil, Sicherungsautomat> und 2 Sensoren würde 470 Euro brutto kosten.
LOL!
> Feuchter muffeliger schimmeliger Keller -> Altbau
Jeden Cent, den du in eine neue Aussen-Erdreich-Abdichtung deiner
Kellerwände investierst, ist tausendmal besser angelegt, als in diesen
Elektronik-Hokuspokus.
J. Ad. schrieb:> War jetzt eher als Basis-Verständnisbrücke gedacht, ...
Da ich das über 5 Jahre so genutzt habe, habe ich Deine Einlassung als
Einladung benutzt. :)
mhh schrieb:> War ein alter 100 Watt Absorberkühlschrank und damit auch> leise. Betriebskosten fand ich tragbar
Naja, die Betriebskosten liegen da wohl mindestens doppelt so hoch,
wie bei einem normalen Entfeuchter.
Gruss
Harald
Florian H. schrieb:> Sagen wir er zieht die vollen 300W für 2h am Tag übers Jahr sind das bei> 30ct/kwH etwa 65€ im jahr
Damit hätte sich der "Superduperregler" des TE nach 7 Jahren
amortisiert. :-)
Harald Wilhelms schrieb:> Naja, die Betriebskosten liegen da wohl mindestens doppelt so hoch,> wie bei einem normalen Entfeuchter.
Der Kühlschrank hat mich nichts gekostet im Gegensatz zum Kauf eines
Entfeuchters. Und 1,2 kWh am Tag sollte einem das erreichte Ergebnis
nicht vermiesen.
Harald Wilhelms schrieb:> Damit hätte sich der "Superduperregler" des TE nach 7 Jahren> amortisiert. :-)
Fehlt mir bei dem Preis noch der Preis für die Stellglieder, Lüfter und
Installation?
Oder wird eine SMS gesendet : bitte Fenster öffnen,schließen.
Naja.
(Es ist jeweils alles 2 mal. Einmal wird Luft eingeblasen, einmal
ausgeblasen)
Für 2 X 25W Lüfter + Absperrklappe , 2 X Abluftgitter, 2 x Dichtband und
2 X Telekoprohr wird man etwa 300 Euro rechnen müssen.
Hey Leute,
Bin zufällig auf diesen Eintrag gestossen.
Verwende den Hydrothyr 5 seit einem Jahr mit einem 50W Ventilator.
Keller wurde nicht renoviert !!!
Anlage hat etwa 1000 Euro gekostet.
Der Keller wird bewohnt. Vorher war der unbewohnbar, wegen
Schimmelpilze.
Diese wurden emfernt, bevor der Regler in Betrieb ging.
Im Anhang der Mitschnitt.
Die Werte kann der Regler direkt auf SD Karte ablegen.
Also: Das Ding funktioniert sehr gut. Empfehlenswert das Gerät.
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:> Von 65% auf 45% innerhalb 9 Monate .. nicht grad der Hammer. Dann> doch> lieber einen Entfeuchter, der macht mir das innerhalb zweier Tage.
Sorry, ich finds überzeugend. Gerade im Kellerbereich wird ja oft
"falsch" gelüftet und man holt sich bei ungeschickter Lüftung schnell
sehr hohe Rel-Werte in den Keller.
Klar kann man dass dann wieder rausentfeuchten.
Aber eine Anlage, die einem sagt, ob hygromäßig sinnvoll ist JETZT zu
lüften oder nicht ist da schon eine viel elegantere Lösung.
J. Ad. schrieb:> Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:>> Von 65% auf 45% innerhalb 9 Monate .. nicht grad der Hammer. Dann>> doch>> lieber einen Entfeuchter, der macht mir das innerhalb zweier Tage.>> Sorry, ich finds überzeugend. Gerade im Kellerbereich wird ja oft> "falsch" gelüftet und man holt sich bei ungeschickter Lüftung schnell> sehr hohe Rel-Werte in den Keller.>> Klar kann man dass dann wieder rausentfeuchten.>> Aber eine Anlage, die einem sagt, ob hygromäßig sinnvoll ist JETZT zu> lüften oder nicht ist da schon eine viel elegantere Lösung.
So wie ich das sehe, betreibt das Ding einen Ventilator.
Man muss also überhaupt nicht mehr eingreifen.
Es können also im Prinzip alle Fenster geschlossen bleiben und dieser
Hydrodingbumbs in Verbindung mit einem Ventilator macht den Rest.
Hast du dich eigentlich schonmal gefragt, warum es überhaupt feucht ist
in dem Keller? Wenn z.B. deine Wandabdichtung defekt ist wird das
entfeuchten das Problem ja nicht lösen. Einzig eine neue Abdichtung kann
hier helfen. Ich spreche da aus Erfahrung. Wir hatten auch einen
feuchten Keller. Wobei feucht relativ ist. Es war nicht muffig oder Naß,
aber z.B. Schränke, welche direkt an der Wand standen hatten
verschimmelte Rückwände. Auf der Suche nach der Ursache stellte ich dann
fest, daß die hartgerbrannten Ziegel, aus denen das Haus besteht
teilweise problemlos mit dem Schraubenzieher zu durchlöchern waren. Am
Ende haben wir eine neue horizontale und vertikale Feuchtigkeitssperre
einbauen lassen und innerhalb eines halben Jahres waren die Wände
trocken und der restliche Keller auch. hat mich auch überrascht, daß das
so schnell ging.
und ganz ohne Lüftungsanlage.
ja das Gerät ist grundsätzlich geeignet.
Es vergleicht die absolute Feuchte der Raumluft mit der absoluten
Feuchte der Aussenluft.
Da die Taupunkttemperatur stetig monoton positiv zur absoluten Feuchte
ist, kann man auch die Taumpunkttemperatur der Raumluft mit der
Taupunkttemperatur der Aussenluft vergleichen.
Die relative Feuchte der Luft kann man auf zweierlei Weisen senken:
1) absolute Feuchte senken
1a) Zufuhr von Aussenluft mit geringerer absoluten Feuchte
1b) Feuchteabscheidung
(Absorptionsentfeuchter oder Kältekompresserentfeuchter)
2) heizen
Den geringsten Energiaufwand hat man mit der Kombination aus 1a und 2.
Im Winter und wenn sonst trockene Aussenluft zur Verfügung steht kannst
du mechanisch Aussenluft zu Raumluft und Raumluft zu Fortluft führen.
(Mit einer Wärmerückgewinnung ist das ganze auch Heizkostenneutral.
Jedoch vereist bei Aussenlufttemperaturen <0 die Wärmerückgewinnung und
ein Vorheizen oder ein bypass ist notwendig)
Im Sommer kann man dann heizen um die relative Feuchte zu senken. Das
erhöht den partiellen Dampfdruck der Raumluft und wenn dieser den
partiellen Dampfdruck im Erdreich übersteigt, kannst du sogar Feuchte
zurück ins Erdreich drücken.
1b kostet richtig Energie. Zudem spreizt man das partiellen
Dampfdruckgefälle im Sommer und der Feuchtetransport duch die Wand/Sohle
nimmt zu. Das kann zu Salztransporten, Saltpeterausblühungen und
Schmlimmstenfalls Mauerwerkversagen führen.
Das ganze beruht auf Mollier. mehr dazu bei z.B. wikipedia
Mollier-h-x-Diagramm
Du wirst stauenen an wievielen Stunden im Jahr die Aussenluft eine
geringere absolute Feuchte hat als die Kellerraumluft. Für eine
Abschätzung kannst du die Wetterdaten eines Flughafens in deiner Nahe
bemühen. Die findest du z.B. auf
http://mesonet.agron.iastate.edu/request/download.phtml?network=DE__ASOS
oder suche nach METAR.
Billiger: aber hallo - Selber machen. Der Regler ist ja nur ein Regler
und brauch noch Aktoren und Sensoren.
Einen MicroController in ein Hutschienengehäuse kann man sich für 50€
basteln.
Sensoren - je nach Güte - so dolle brauchen die aber nicht zu sein. Du
kannst eine Vergleichskalibrierung selbst machen, da die absoluten Werte
uninteressant sind. Mit einem ausreichend grossem Totband in einer
2-Punkt Regelung ist man auf der sicheren Seite.
Aktoren: Lüfter: Luftmenge ist nicht alles: Eine Luftwechselrate von
0,25 des Raumvolumen ist völlig ausreichend. Wichtiger ist die Montage.
Dynamische Winddruckdifferenzen sollten natürlich nicht bestimmen
wieviel Aussenluft in den Keller kommt.
Aktoren Heizung: Ein Heizkörperregelventil (gerne NC).
Ich habe mir das selber gebaut. Leider hatte ich nur ein 2Punkt
Heizkörperregelventil zur Hand.
Jetzt ist der Keller im Sommer trocken (und warm) und im Winter im
Schnitt ca. 0,5 - 1 K kälter und trocken.
Mr. X schrieb:> Hanss schrieb:>> 2 x Sensoren ca. 200 Euro>> Mit so einem Sensorpreis läßt sich alles schön rechnen. Nimm einen DHT22> o.a. für wenige €. Dann sieht das schon wieder ganz anders aus
Jaja, einen DHT22 nutze ich auch. Da man ja nur vergleichen will und ein
Totband in die Regelung einbauen kann ist das kein Problem.
Abber wenn man einen DHT22 im Aussenbereich anbauen will, dann braucht
der ein solides Spritzwassergehäuse, und eine solide Kabelführung - Das
kostet halt.
Christian B. schrieb:> ...aber z.B. Schränke, welche direkt an der Wand standen hatten> verschimmelte Rückwände.
Das ist aber auch nicht die richtige Methode, die Schränke direkt vor
die Wand zu stellen, weil dann die Luft nicht zirkulieren kann. Somit
kann die Feuchtigkeit nicht durch den "Aufwind" weggeleitet werden.
MfG Paul
DHT22 ist nicht so der Burner.
Machen wir mal eine Gegenkalkulation zu diesen Hydrothyr:
2 Sensoren (Quelle: Sensorshop24.de): ca. 130 Euro
Netzteil: ca. 20 Euro
Automat: ca.7 Euro
Kleinverteiler: ca. 30 Euro
Logo Steuerung (Oder was das ist): ca. 100 Euro
Kleinmaterial: (Kabel,Verschraubungen): ca. 10 Euro
Arbeit natürlich: 0 Euro (Das Zeug bestellt sich von alleine)
Ergibt gesamt etwa : 300 Euro netto
Wundert micht, wie man da mit 395 Euro netto (laut seiner Liste) noch
Geld verdienen kann.
Normale Kalkulation währe:
VK brutto = (EK *1,69) + Mwst
VK währe: etwa 500 Euro netto bzw. fast 600 Euro brutto !!!!
Wer das billiger kann (Fertiges Gerät mit CE,kein Bastelprojekt wo die
Versicherung aussteigt, Bedienungsanleitung,2 Jahre Gewährleistung, Voll
versichert falls was abbrennt, usw.) bitte hier posten.
Kaufe ich sofort.
D. V. schrieb:> Jeden Cent, den du in eine neue Aussen-Erdreich-Abdichtung deiner> Kellerwände investierst, ist tausendmal besser angelegt, als in diesen> Elektronik-Hokuspokus.
Zu 90% Zustimmung. Der Rest ist richtiges Lüften (Auge auf die
Hygrometer bevor das Fenster geöffnet wird). Oft liegt die Ursache an
einer undichten Stelle wie einem Fallrohr. Dagegen hilft der teuerste µC
nicht.
Sudo schrieb:> 2 Sensoren (Quelle: Sensorshop24.de): ca. 130 Euro
SHT75 die eine richtig gute Genauigkeit haben und eine gute Linearität
haben kosten 25€ das Stück.
Die habe ich für meine Anlage genommen und finde sie super.
> Jeden Cent, den du in eine neue Aussen-Erdreich-Abdichtung deiner> Kellerwände investierst, ist tausendmal besser angelegt, als in diesen>
Das ist sicher richtig aber der Elektronik-Hokuspokus dient ja hier nur
dem automatisierten Lüften.
Wenn die Mauer nicht dicht ist hilft alles andere auch nichts.
Stephan K. schrieb:> SHT75 die eine richtig gute Genauigkeit haben und eine gute Linearität> haben kosten 25€ das Stück.
Und der gibt 0-10V aus? Aso?
Da gehört wieder ein uC drann, der da 0-10V draus macht.
Dann noch Gehäuse, EMV Prüfung,... .
Wie ich schon erwähnt habe. Keine Bastlerei sondern geprüfte Qualität.
Ich weiss ser wohl wieviel ein SHT75 kostet.
Für dieses Gerätchen würde sogar ein SHT10 reichen.
Dieser kostet nur 4 Euro.
Es ist und bleibt eben nur ein Sensorelement.
oszi40 schrieb:> D. V. schrieb:>> Jeden Cent, den du in eine neue Aussen-Erdreich-Abdichtung deiner>> Kellerwände investierst, ist tausendmal besser angelegt, als in diesen>> Elektronik-Hokuspokus.>> Zu 90% Zustimmung. Der Rest ist richtiges Lüften (Auge auf die> Hygrometer bevor das Fenster geöffnet wird). Oft liegt die Ursache an> einer undichten Stelle wie einem Fallrohr. Dagegen hilft der teuerste µC> nicht.
Sehe ich auch so. Das Gerät ist auch nur zum lüften da.
Mehr tut es nicht.
Update:
Für den Hydrothyr gibt es jetzt eine homepage.
www.Hydrothyr.com
Habe mir so ein ding besorgt und bin sehr zufrieden damit :-)
Sieht allerding anders aus, als der alte.
Da hat es ein technisches und optisches Facelift gegeben :-D
Der Hydrothyr basiert auf einem Rievtech PR-18DC-DA-R Mini-PLC, der etwa
100 Euro kostet:
www.rievtech.com/PR-18DC-DA-R-pd01130.html
Gerade in den frühen Morgenstunden nach einer klaren Nacht ist die
absolute Luftfeuchte sehr gering, also ideal, sie in den Keller zu
blasen.
Gerade im Winter ist ein Gegenstrom-Wärmetauscher wie der Bayernluft
sehr gut geeignet. Zabex hat selbst Hand angelegt und die
wärmetauschenden Tiefziehfolien als Ersatzteil bestellt:
http://www.zabex.de/site/waermetauscher.html
eProfi schrieb:> Der Hydrothyr basiert auf einem Rievtech PR-18DC-DA-R Mini-PLC, der etwa> 100 Euro kostet:> www.rievtech.com/PR-18DC-DA-R-pd01130.html
Naja.
Das Ramser Elektrotechnik Ding sieht schon recht durch überlegt aus.
Ich habe mal die Referenzen eingesehen.
Sind wirklich $$$gute$$$ dabei.
Wenn man bedenkt, was man gegenüber einen Luftentfeuchter an Energie
spaern kann,dann finde ich das Hydroirgendwas Ding nicht so teuer.
Da gibt es noch einen Regler von Schwille.
http://www.schwille.de/lueftungstechnik/lueftungssteuerung-100-720-keller/
Der kostet auch in diesem Preissegment.
Von wem wurde der gebaut?
Hallo,
das Thema Feuchtigkeit und Schimmel im Keller ist sehr komplex
und nicht immer mit dem Aufstellen eines Entfeuchters getan.
Informieren Sie sich doch mal über das Matrolan-Verfahren.
Fachliche Beratung gibt es ggf. hier http://www.ruhling-stones.de/