Autobatterie mit Solarmodul laden.

Gast #2928011
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Hallo,
Ich habe ein Weidezaungerät das ich mit einer Autobatterie den Sommer 
über betrieben habe. Hatte eine 88Ah Batterie dran die 2-3 Wochen (Je 
nach bewuchs) hielt. Dann habe ich sie Zuhause wieder mit einem 
"normalen" KFZ-Ladegerät aufgeladen und in der Zwischenzeit eine alte 
110Ah Batterie drangehängt.
Für nächstes Jahr wollte ich mir jetzt eine Solaranlage zulegen die 
meine Batterie lädt.
Wenn ich sie dann nur noch ein paar mal im Jahr holen muss wäre das 
schon super.

Würde mir ein 30Watt Solarmodul und einen Solar-Laderegler bei Ebay 
kaufen.

Meine Fragen sind jetzt.
Ist es schlecht wenn die Batterie dauernd geladen/entladen wird. Wäre es 
sinnvoll die Autobatterie gegen einen "Solarakku" oder ähnliche Akkus zu 
tauschen.

Laut meinen Rechnungen sind 30Watt eigentlich zu viel aber ich dachte 
mir jetzt wenn längere Zeit mal schlechtes Wetter ist kann die Zelle das 
wieder aufholen. Ist es schlecht wenn sie zu groß ist ? Vielleicht würde 
ich mir sogar eine mit 50 Watt holen. Denn diese gehen bei Ebay für nur 
5-10€ mehr aus.

Schonmal danke
#2928030
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Kauf dir einen Laderegler der das Solarpanel vom Akku trennt wenn dieser 
voll ist!
30W und 50W sind okay für einen 88Ah-Akku. Wenn Du mit 1/10 der 
Akkukapazität lädtst (also ~9A), dann hast Du lange was vom Akku!
Meiner Meinung nach musst Du keinen "Solarakku" kaufen, die sind nur 
teuer und lohnen bei deinem Einsatz nicht.
#2929365
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Anon Ymous schrieb:
> Nico ... schrieb:
>> der Akku wirds ihm danken wenn er nicht immer bis 100% gefüllt wird!
>
> Das ist so total falsch. Bleiakkus benötigen allgemein eine
> Ausgleichsladung.

Zu welchem Zweck bitte? Es ist für Akkus allgemein besser wenn diese 
nicht 100%ig voll geladen werden, weil man die 100%-Marke garnicht genau 
bestimmen kann! Also lieber ein wenig drunter bleiben und den Akku nicht 
überladen.
#2929596
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Alexander schrieb:
> Hatte eine 88Ah Batterie dran die 2-3 Wochen (Je
> nach bewuchs) hielt.

Ok, also 13 Volt * 88 Ah = 1144 Wh = 1,1 KWh
das alle 18 Tage, macht im halben Jahr (180 Tage) = 11 Kwh

Grob überschlägig gerechnet kann ein 30 Watt-Modul an einem Standort in 
Deutschland (da gibt es aber trotzdem gewaltige Unterschiede!) im 
Jahresschnitt wohl ca. 30 kWh Ertrag erreichen, bei optimaler 
Aufstellung und Ausrichtung, also 15 kWh im Sommerhalbjahr sind locker 
drin.

Bei einem sehr geringen Preisunterschied (Modul und Laderegler) würde 
ich trotzdem lieber das 50W-Modul nehmen, denn wenn Du vom 14-tägigen 
Rhythmus ausgehst, wird es mit dem Ertrag ggf. schon etwas knapp:

180/14 * 1,1 KWh = 14,14 kWh.
Und irgendwann wird vermutlich auch das Panel oder der Akku schwach, und 
dann hättest Du bei längeren Schlechtwetterperioden mehr Reserven, ohne 
den Akku zwischendurch nachladen zu müssen. Kommt aber auch drauf an, ob 
der Standort vielleicht nicht ganz so optimal ist oder Du in einer vom 
Sonnenschein eher benachteiligten Region in Deutschland wohnst. 
Ertragskarte siehe:
http://www.ews.sh/ertragskarte/index_kataster.html
(So dramatisch wie die Farbunterschiede aussehen sind die tatsächlichen 
Ertragsunterschiede allerdings nicht, das ist schon ziemlich 
überzeichnet.)

> Meine Fragen sind jetzt.
> Ist es schlecht wenn die Batterie dauernd geladen/entladen wird. Wäre es
> sinnvoll die Autobatterie gegen einen "Solarakku" oder ähnliche Akkus zu
> tauschen.

Wenn eine Autobatterie mit Solarpanel und Solarlader immer nahe am 
Zustand "vollgeladen" gehalten wird, ohne sie dabei zu überladen, dürfte 
das für die Lebensdauer wesentlich zuträglicher sein als wenn sie bis zu 
15 mal im Jahr tiefentladen wird, so wie Du es jetzt machst. Das 
zyklische Tiefentladen können Autobatterien ganz schlecht ab.

Eine spezielle Solarbatterie wird sich für Deinen Anwendungsfall 
vermutlich nicht rechnen. Die haben eine wesentlich längere Lebensdauer 
als Autobatterien insbesondere im Zyklenbetrieb, also wenn sie tagsüber 
von der Solaranlage voll aufgeladen werden und nachts (also in einer 
Nacht) nahezu vollständig bis auf die Entladeschlußspannung herunter 
entladen werden. Diese Betriebsart vertragen nur spezielle Solarakkus 
gut.

Aber so wie Du es hast, dass eine vollgeladene Batterie nachts nur um 
wenige Prozente entladen wird, dürfte das den Mehrpreis von speziellen 
Solarakkus gegenüber einer gewöhnlichen Autobatterie nicht wert sein 
(meiner Einschätzung nach).
Gast #2929619
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Nico ... schrieb:
> Zu welchem Zweck bitte? Es ist für Akkus allgemein besser wenn diese
> nicht 100%ig voll geladen werden, weil man die 100%-Marke garnicht genau
> bestimmen kann! Also lieber ein wenig drunter bleiben und den Akku nicht
> überladen.

Das gilt höchstens bei NiMH und Li Akkus. Ein Bleiakku sollte möglichst 
immer vollgeladen sein. Bleibt er längere Zeit im teilentladenen Zustand 
dann führt das zur Sulfation.

Eine Autobatterie ist denkbar schlecht geeignet für sowas, denn die wird 
bei regelmäßiger Entladung auf weniger als 90% nicht lange halten. 
Autobatterien haben sehr dünne Platten. Bei Tiefentladung lösen die sich 
einfach auf bzw. zerbröseln. Eine AGM Batterie ist auch nicht teurer 
aber viel robuster und tiefentladetauglich.

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