Hallo!
Ich suche eine AGC (Automatic Gain Control) -Schaltung mit diskreten
Bauelementen. Ich möchte den Fernsehton auf konstantem Pegel halten,
weil ich in Werbepausen immer so "angebrüllt" werde. Wenn jemand
schon
mal so etwas gebaut hat, brauche ich das Fahrrad nicht nochmal zu
erfinden.
Vor Jahrzehnten habe ich das schon einmal mit Röhren aufgebaut, aber
ich will nicht einen extra "Kasten" für die Röhre mit Heiztrafo etc.
bauen müssen.
MfG Paul
Danke erstmal für die Hilfe. Diese Sachen konnte ich mit Google alle
nicht finden. Ich muß die Suchmaschine wechseln.
Trotzdem ist es nicht das, was ich brauche. Ich wollte es mit einzelnen
Transistoren aufbauen. Spezialteile wie einen OPA (bin ich selbst) :-))
kriegt man so schlecht.
Alles klar erstmal; ich versuche nochmal, etwas anderes zu finden.
MfG Paul
Naja, der LM13700 ist ein Feld-Wald-und-Wiesen OPV. Was ist daran ein
Spezialteil? Außerdem sind da zwei drin, falls Du einen
Stereo-Fernseher hast.
ciao, Stefan.
@Stefan
Der LM13700 ist eben kein Wald-und Wiesen OPV. Siehe Anhang.
Außerdem ist er nicht mehr im DIL-Gehäuse lieferbar.
Trotzdem danke ich Dir für den Tip.
MfG Paul
So, jetzt habe ich eine Schaltung in einem Buch aus der Bibliothek
gefunden. Die ist nur mit Transistoren bestückt.
Das kommt mir entgegen, weil ich lieber mit einzelnen Transistoren
im NF-Bereich arbeite. Da kann man besser an seine Belange anpassen.
Danke Euch allen für die Hilfe.
MfG Paul
@Paul Baumann
in der Elektor Buchreihe "30x Schaltungen" sind diverse
NF-Schaltungen mit diskreten Bauelementen. Stammen aus den 80er´n,
als Elektronik nicht nur aus Transistor-Massengräbern (IC´s) bestand.
Auf Wunsch sende ich Dir was passendes zu.
Gruß, Thomas.
@Thomas
Au ja! Der Wunsch besteht. Ich habe die Schaltung zwar schon aufgebaut,
aber der Wunsch besteht, daß Du mir etwas passendes zusendest.
MfG Paul
Hallo Thomas,
kannst du mir auch diese Schaltpläne senden?
Gruss
Bruno1
in der Elektor Buchreihe "30x Schaltungen" sind diverse
NF-Schaltungen mit diskreten Bauelementen. Stammen aus den 80er´n,
als Elektronik nicht nur aus Transistor-Massengräbern (IC´s) bestand.
Auf Wunsch sende ich Dir was passendes zu.
Gruß, Thomas.
Das Problem mit der Fernsehwerbung ist ein anderes: der Ton der
Werbeblöcke ist fachmännisch komprimiert und limitiert und erscheint
aufgrunddessen viel lauter, als ein Film oder eine Dokumentation. Der
Pegel ist dabei nicht wirklich lauter, höchstens wenn man den RMS-Pegel
betrachtet. Mit einem einfachen Transistorkompressor wirst Du hier nicht
weiter kommen, da die Werbeblöcke anhand ihres RMS-Pegels identifiziert
werden und komplett um 3-6db abgesenkt werden müßten. Ich hatte da mal
eine Schaltung mit AVR und PGA2311 aufgebaut, die gut funktionierte. Der
AVR nahm mit seinem ADC den Pegel und eine Routine testete, wie oft ein
Schwellwert überschritten wurde, was bei hohen RMS-Pegeln oft und bei
normalen Sendungen nur gelegentlich auftritt. Der AVR verstellte dann
gemäß dieser Funktion den PGA2311.
Guten Tag!
Entschuldigen Sie meine Einmischung als Foren-Fremdling, aber das Thema
interessiert mich auch brennend ;-)
@ Travel Rec.
Das klingt vielversprechend. Haben Sie dazu evtl. einen Plan und/oder
die Programmierung für den Chip? Die Forensuche führte mich leider
erstmal nicht dazu.
Man muss ja auch erstmal den RMS bilden... in Echtzeit? Naja, vllt.
denke ich auch nur gerade zu kompliziert... muss dazu sagen ich bin
Informatiker, spiele nur in der Freizeit ein wenig mit Elektronik, wobei
wenig analog und mit Audio eigentlich gar nicht (bin eher audiophob als
audiophil).
Ja, ich muss gestehen, trotz des miesen Programms wird auch bei uns
dennoch noch ferngesehen. Mit einem "Selbstbau-VolumeMaster" zwischen
Empfänger und Fernseher (oder Stereoanlage, wer denn eine dran hat)
gegen die laute Werbung wäre das aber schon toll. Man könnte sich ja
auch den Status anzeigen lassen, ob ein "Werbung" erkannt wird und
reguliert wird, evtl. mit "Empfindlichkeitseinstellung" und
"Reduktionslevel" - stelle mir da gerade 2 Schieberegler vor. Sollte das
gut funktionieren, würde ich meine Großmutter (die sich immer besonders
über die "neumodische laute Werbung" echauffiert...passt eben nicht mehr
in ihr Weltbild) mit einer Kopie des Kästches beglücken wollen.
Entschuldigen Sie bitte meine aufdringeliche Nachfrage.
Grüße,
Horst
>Horst: Haben Sie dazu evtl. einen Plan und/oder>die Programmierung für den Chip?
Im Forum wird sich gedutzt ;-) Nein, habe leider keinen Plan, da aus Not
auf Lochraster gefrickelt. Ist aber nicht weiter tragisch. Die NF habe
ich per Kondensator auf 2 auf Vcc/2 ADC-Pins geleitet. Bei 10 Bit
ADC-Auflösung hat man genug Dynamik, um den Fernsehton abzutasten. Der
ADC sollte möglichst schnell laufen, um eine hohe Samplerate zu
bekommen. Prinzipiell reicht für die Funktion auch eine Auswertung eines
aus beiden Stereokanälen gemixten Monosignals. Das Signal wird im
Programm so ausgewertet, daß es einen Schwellenwert nicht nur in Spitzen
und gelegentlich überschreitet, sondern ständig. Der Pegel des PGA2311
wird in diesem Fall um einen einstellbaren Betrag relativ schnell
abgesenkt und mit langsamer Erholzeit wieder angehoben. Der Schwellwert
kann dynamisch und schleichend auf das gemessene Signal angeglichen
werden, so daß unterschiedliche Senderlautstärken kompensiert werden.
Die Bildung des RMS-Pegels ist übrigens für den Zweck trivial und als
einfacher Tiefpaß in Software nachgebildet. Es werden eine gewisse
Anzahl an Spitzenwerten gesammelt und durch die Anzahl geteilt. Durch
Eingrenzung des wirksamen Triggerbereiches kann man eine gute
Ansprechcharakteristik erreichen.