Norbert schrieb:
> Ergebnis war erschreckend: von den eingekauften 12 Bits waren im
> Durchschnitt 9-10 stabil. Ohne Moving-Average Filter sahen die Meßwerte
> aus als wenn man einen Zitteral streichelt.
Da bist Du leider genau da, was man beim F4 erwarten darf.
Es gibt dann noch Tipps vom Hersteller, wie man das verbessern kann.
Hintergrund: auf dem Chip ist Logik, die gelegentlich pulsweise viel
Strom zieht und damit den Messwert verbiegt. Da hilft auch die äußere
Beschaltung und das Layout nicht viel bis garnichts.
Der Hersteller empfiehlt, die Messwerte auf Ausreißer zu untersuchen und
diese wegzuwerfen. Das ist kein Problem, falls man DC misst.
Das eine MegaSample/s gibt es aber ohne Nachbearbeitung nur mit 8..9bit.
Siehe AN4073.
Unter diesem Problem leiden viele Mixed-Signal-Chips.
Beim AVR wird z.B. empfohlen die CPU während der Wandlung in den Sleep
zu schicken - und das schon bei 10bit und ein paar KiloSamples/s.
Mein Lieblingsbeispiel - weil ich damals ein Dutzend Siliziumrevisionen
mitgemacht und einige Einträge im Errata Sheet mit verursacht habe - ist
der TMS320F2812. Da haben wir im 12bit Wandler bis zu 200 LSB Offset
gesehen. 200/4096 :) War zum Glück kein Beinbruch, weil wir beim Sonar
eine KKF mit einer mittelwertfreien Funktion gemacht haben.
Fazit: bei vielen Mikrocontrollern muss für schnelle,präzise Messungen
ein externer ADC rangeschraubt werden. Beim STM32F4 dank DMA, SPI, FSMC
etc. kein Problem, kostet "nur".