Hallo,
ich habe vor mit ein halb digitales Mischpult zu bauen.
Ich hatte vor für den EQ und die Effekte einen DSP-Chip einzubauen der
von einem Arduino oder Raspberry Pi mit den Daten beschrieben wird.
Meine Idee war es einen ADAU1761 oder ähnlich zu verwenden.
Hat jemand von euch Ahnung, ob und wie dass am besten gehen würde?
MfG Monte
Ob? Bestimmt.
Wie? Na, am besten die Verbindungen mit irgendetwas leitfähigem, und mit
Software, die das macht, was du möchtest.
Oder ist das eine Frage der Art: Ich möchte einen Flugzeugträger bauen.
Einen Flug und einen Träger hab ich schon, wer kann mir sagen, wo ich
passendes Zeug herbekomme, und wie ich das zusammenbauen muß?
Oliver
Dann tue dir selber einen gefallen und fang erstmal klein an, bring
erstmal ein paar LEDs zum leuchten.
Ich mache sowas auch nun schon viele Jahre, aber ein DSP ist schon hohe
Schule - und mit einem Ardunio wirst du da sicherlich auch nicht sehr
weit kommen. Zumal das Programmieren ja dann das kleinere Übel ist,
vielmehr sehe ich im Layout der Platine da so meine Zweifel.
Monte schrieb:> Na, ich meine natörlich von der Softwareseite her, denn ich kenne mich> mit diesem ganzem "Zeug" nicht ganz so gut aus.
Na, dann fang mal ganz vorne an...
Erst mal kleine Schritte machen, bevor man sowas komplexes bauen möchte
:)
Auf S.47 des Datenblatts ist ein Screenshot der IDE für diesen DSP zu
sehen.
DB lesen, IDE (versuchen zu) installieren und Trockenübungen machen.
Nur, glaub nicht daß man alle Ideen, die man irgendwann mal hatte, auch
realisiert.
Sagt dir jemand, der deine Situation kennt, aber 40Jahre Vorsprung hat
;-)
Monte schrieb:> Meine Idee war es einen ADAU1761 oder ähnlich zu verwenden.
Die Idee ist gut,
die Überschrift irreführend.
Ein Arduino hat keine ausreichende Rechenleistung, um einen Audio-EQ zu
simulieren.
Der ADAU1761 kann das. Allerdings ist der Chip so klein und nicht
einzulöten, daß du sicherlich ein Eval-Baord verwenden wirst. Damit sind
die Analoganschlüsse und das Platinenlayout schon mal vorhanden.
Du musst also bloss deinen Arduino per SPI/I2C (I2C ist default)
anschliessen, und das im SigmaStudio erstellte ROM-Image übertragen.
Hier wäre wohl der Code in C, aber für den ARM:
https://www.beyond-circuits.com/wordpress/tutorial/tutorial17/
Der DSP wir dann bei jedem eingelesenen Sample das Programm ein mal
ablaufen lassen, um den Klang zu bearbeiten.
Ich bin nicht 100% sicher, daß man einfach durch klicken im SigmaStudio
einen EQ hinbekommt, der dann auch von der Speichergrösse in den
ADAU1761 passt, das musst du ausprobieren, und notfalls Programmteile
selber kompakter schreiben.
Kurze Zwischenfrage:
Meint ihr dass der ADAU1761 ein bisschen "overpowered" für einen
"einfachen" EQ ist?
Kennt ihr eine andere Möglichkeit für einen EQ, der vom Arduino oder
Raspberry Pi ansteuerbar ist?
LG Monte
Ich habe selbst schon mit diesen DSPs gearbeitet und das erstellen der
DSP-Software ist wirklich ganz einfach. Auch ohne DPS
Programmierkenntnisse.
Die Integration des Chips in ein Projekt ist dann aber schon etwas
schwieriger.
SigmaStudio erzeugt dir C und H Dateien die du in dein Projekt einbinden
musst, welche dann auch den Maschinencode und die API für den DSP
enthalten. Die Treiber für I2C oder SPI musst du dann jedoch noch selber
schreiben / anpassen. Vielleicht gibst ja schon eine Library dazu.
Am besten kaufst du dir das Eval-Board mit dem USB-Adapter. Dan kannst
du mal anfangen das ganze am PC zu testen.
Wenn du ein Mischpult bauen willst, dann gibt es auch Sigma-DSPs mit 24
Kanälen.
Ich hab mal geschaut.
In dieser Anleitung ( https://ez.analog.com/docs/DOC-1806 ) wird erklärt
wie man einzelne Register des DSPs mit z.B. einem Arduino ändern kann.
Nun habe ich mal in SigmaStudio geschaut was das denn für Register sind
und dass sind irgendwelche mit "A1, A2, B0, B1, B2". Kann mir jemand von
euch erklären was es damit auf sich hat oder eine Anleitung verlinken?
Monte schrieb:> Nun habe ich mal in SigmaStudio geschaut was das denn für Register sind> und dass sind irgendwelche mit "A1, A2, B0, B1, B2". Kann mir jemand von> euch erklären was es damit auf sich hat
Sowas wie ne Anleitung kannst Du in SigmaStudio finden.
Ich kann Dir ein paar Codefetzen anbieten. Läuft auf einem STM32F103.
Ich habe den per SPI gefüttert, ein 640x480 Pixel LCD hängt da auch noch
dran.
Viel Erfolg
Kurze zwischenfrage beim rumspielen mit SigmaStudio. Was bedeutet das
"Gain" beim parametrischen EQ? Dass was man normalerweise als "Gain"
bezeichnet bei einem EQ, nimmt hier ja offensichtlich "Boost" ein.
Die Änderungen werden beim Ausführen der Funktion "InitSafeloadParam()"
übernommen. Ist aber alles soweit ich mich erinnern kann (ist 5 Jahre
her) in der Hilfe von SigmaStudio beschrieben.
ähm... wenn du schon eine RPi hast, dann nimm doch einfach einen
x-beliebigen EQ der unter linux rennt...
Im prinzip gehst du dann per audio-in auf den RPi, machst dort dein
VooDoo und gehst wieder zurück per audio-out.
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