Um die Stromaufnahme eines OpenWrt-Systems zu senken möchte ich einen
USB-Stick mit geringer Aufnahme einsetzen. Was ich aktuell so einsetze
nimmt ca. 70 mA bei 5 V auf.
Hat jemand eine Kaufquelle oder hat man mit einem selbstgebauten Stick
mehr Aussichten auf Erfolg (z. B. STM32F103 plus SD-Card)? Mein Ziel ist
unter 30 mA zu kommen bei 5 V.
Friedhelm schrieb:> Um die Stromaufnahme eines OpenWrt-Systems zu senken möchte ich> einen USB-Stick mit geringer Aufnahme einsetzen.
Ich erwarte wenig Erfolg bei USB Sticks, denn die sind in erster Linie
schnell, groß und billig. Warum sollte ein Hersteller sich bei einem USB
Stick um geringe Stromaufnahme bemühen? Dafür gibt es doch keinen Markt.
Eventuell wirst du aber mit SSD glücklich, denn deren Stromaufnahme
dürfte durchaus viele Käufer interessieren.
Je niedriger der Stromverbrauch, desto langsamer ist auch der Stick. Das
willst Du nicht wirklich. Ich habe hier einen alten 8GB Sandisk Cruzer
Micro U3, der kommt auf ca. 30-40mA (ohne Zugriff).
Friedhelm schrieb:> Mein Ziel ist> unter 30 mA zu kommen bei 5 V.
Allein die SD-Karte braucht schon mehr - bis 200mA Peak. Dein SoC hat
doch bestimmt sowieso eine MMC/SDIO-Schnittstelle - da wäre der
STM32F103 eine überflüssige Bremse (manche kein SDIO, kein USB-HS).
Vielen Dank für eure Beiträge.
@ Stefanus
Dem SSD-Hinweis werde ich nachgehen
@ Andreas
Geschwindigkeit ist kein Problem. Werde mal bei Ebay schauen, ob es den
Stick noch gibt.
@ Niklas
Der Spitzenstrom ist nicht wichtig, es geht mir um den Durchschnitt.
Wie oft müssen den Zugriffe erfolgen?
Du könntest doch auch die Versorung des USB-Port schaltbar machen und
nur bei einem Zugriff die Spannung einschalten. Dauert dann halt ne
Weile, bis der Zugriff tatsächlich erfolgen kann.
Aber USB-Festplatten legen sich auch nach einer gewissen Zeit ohne
Zugriffe einfach schlafen.
Ich geb zu ich hab noch keinen Stick darauf hin untersucht, aber ich
vermute mal das da eher ein Linearregler drin ist um dir 3.3V zu
erzeugen. Wenn dem so ist dann koennte man da vermutlich mit einem
Schaltregler noch einiges rausholen. Aber Wunder darf man nicht erwarten
weil schnelle Elektronik einfach auch mehr Strom braucht.
Olaf
Olaf schrieb:> Ich geb zu ich hab noch keinen Stick darauf hin untersucht, aber ich> vermute mal das da eher ein Linearregler drin ist um dir 3.3V zu> erzeugen.
Dieser Gedanke kam mir auch.
Wenn dem so ist dann koennte man da vermutlich mit einem
> Schaltregler noch einiges rausholen. Aber Wunder darf man nicht erwarten> weil schnelle Elektronik einfach auch mehr Strom braucht.
Na, wenn schon, dann diesen Regler rauswerfen und den USB Port gleich
mit den 3,3V des SOCs laufen lassen.
Andreas B. schrieb:> Na, wenn schon, dann diesen Regler rauswerfen und den USB Port gleich> mit den 3,3V des SOCs laufen lassen.
Dann aber nie wieder woanders einstecken....
Sind inzwischen auch gerne mal 1,8V-Speicher verbaut, müsste man auf
jeden Fall vorher genauer schauen.
H.Joachim S. schrieb:> Dann aber nie wieder woanders einstecken....
Das allerdings. ;-)
> Sind inzwischen auch gerne mal 1,8V-Speicher verbaut, müsste man auf> jeden Fall vorher genauer schauen.
Da sollten auf jeden Fall auch 3,3V sein, weil die Datenleitungen des
USB mit 3,3V laufen. Wenn 1,8V, dann haben die Speicherbausteine
vermutlich 2 Betriebsspannungen. Kern und I/O. Das wäre meine Vermutung.
Andreas B. schrieb:> weil die Datenleitungen des USB mit 3,3V laufen.
Das hat damit gar nichts zu tun, da sitzt eh ein Speichercontroller und
da hinten dran erst der eigentliche flash.
Friedhelm schrieb:> Um die Stromaufnahme eines OpenWrt-Systems zu senken möchte ich> einen> USB-Stick mit geringer Aufnahme einsetzen. Was ich aktuell so einsetze> nimmt ca. 70 mA bei 5 V auf.>> Hat jemand eine Kaufquelle oder hat man mit einem selbstgebauten Stick> mehr Aussichten auf Erfolg (z. B. STM32F103 plus SD-Card)? Mein Ziel ist> unter 30 mA zu kommen bei 5 V.
Ich sag mal: vergiss es. Wenn Du mehr Kapazität ohne mehr Stromaufnahme
haben möchtest, müsstest Du das interne NAND-Flash tauschen. Ein
kompatibles größeres zu finden ist aber eher schwierig, und für die
Anpassung des Systems braucht es mehr Erfahrung als Du sie vermutlich
haben wirst.
fchk
H.Joachim S. schrieb:> Andreas B. schrieb:>> weil die Datenleitungen des USB mit 3,3V laufen.>> Das hat damit gar nichts zu tun, da sitzt eh ein Speichercontroller und> da hinten dran erst der eigentliche flash.
Stimmt, irgendwie hatte ich die Idee, das wäre alles mittlerweile
integriert. Nichtsdestotrotz liegen innen dann 3,3V am
Speichercontroller.
Schlumpf schrieb:> Die Idee ist nicht schlecht, aber spart (bei 3,3V-Betrieb) maximal 35%.> Der TO will aber von 350mW auf 150mW runter kommen..
Wenn er jetzt noch die 1,8V am SOC für den Speicher abgreift......;-)
Andreas B. schrieb im Beitrag #5842037:
> Offensichtlich werden auch Soziopathen von diesen Forum angezogen.
Full Ack!
Alexander schrieb im Beitrag #5842032:
> die> sich nach Bruchteilen der Inaktivität schlafen legen und bis zur> nächsten Aktion nur wenige Mikrowatt ziehen
Ich habe vorgeschlagen, ihm einfach die Spannung zu "klauen", wenn man
ihn nicht benötigt.
Musst halt lesen!
Alexander schrieb im Beitrag #5842032:
> Auch bei Aktivität müssen> nicht mehr als 10mW sein.
Dann zeig doch mal her und laber nicht nur!
Keiner schließt aus, dass es sowas gibt. Aber offenbar kennst DU die
Quelle, wo es sowas gibt. Also, dann zeig doch einfach mal her. Dann
wärst du der, der dem TO helfen kann.
Stefan schrieb:> Was soll denn drauf gespeichert werden?
Lua-Scripts und Daten (< 2 GBytes)
> Benutze auch USB Sticks mit wenigen mA> Verbrauch.
Wo kann ich die Sticks kaufen?
Es gibt ach Adapter von SD bzw. Micro SD auf USB
Ich mit einer 32GB Micro SD von Intenso 40mA gemessen (Adapter + SD
Karte),
wobei vom USB Tester auf 40mA aufgerundet wurde
GEKU schrieb:> Es gibt ach Adapter von SD bzw. Micro SD auf USB>> Ich mit einer 32GB Micro SD von Intenso 40mA gemessen (Adapter + SD> Karte),> wobei vom USB Tester auf 40mA aufgerundet wurde
Das hatte ich vorhin auch mal versucht, wobei meine beiden Adapter schon
um die 20-30mA geschluckt haben (ohne SD Karte).
Es kommt also darauf, welchen Adapter man erwischt.