Guten Abend liebe Gemeinde,
ich bin gerade dabei einer kleinen Modellturbine neues Leben
einzuhauchen und will ihr eine Steuerelektronik verpassen, dazu bin ich
auf der Suche nach einer passenden Basis.
Eingänge:
-Drehzahl für 120k rpm (entweder Hallsonde oder optische Erfassung was
zu doppelt so vielen Signalen führen würde)
-Temperatur über ein Thermoelement
-4-6 Eingabetasten
Ausgänge:
-2 Ventile
-Startmotor 6-12V
-Pumpe 3-6V
-Zündkerze 6V
Die wichtigen Daten dann auf einem kleinen Display einsehbar.
Das Ganze soll auf einem Teststand laufen, an Platz sollte es also nicht
mangeln.
Nun dachte ich erstmal an die üblichen Verdächtigen Arduino und
Raspberry mit ihren Shields und Erweiterungskarten, aber ein Blick in
dieses Forum zeigt das die Welt weit größer ist. =)
Mein Bisherigen Erfahrungen in dem Gebiet gehen gegen Null, ich glaube
das bisschen Siemens SPS-Programmage kann man getrost vergessen.
Daher die Frage: Was nehmen?
Grüße
Simon
Ich habe hier noch eine IBM Z9 BC (Vollausbau) herumstehen, die wäre
evt. passend aber ein bisschen unhandlich.
Spass bei Seite.
Da würde ich mal bei den 32er bittigen CPU schauen, denn die 120k rpm
sind schon ein bisschen heftig. Gut mit Vorteiler wäre das nicht so
kritisch.
Du hast leider nicht erwähnt, wie die Auflösung der Drehzahlaufnahme
sein sollte. 1000 rpm Auflösung oder 1 rpm?
Atmel / Microchip hat etliches im Programm, das passen würde.
STM / TI auch.
Gehe am Besten auf die Homepages der jeweiligen Hersteller und versuche
über die Produktselektion eine Hand voll auszuwählen.
Speziell die I/Os bzgl. Counter und Timer solltest Du als Kriterien
heran ziehen.
Arduino und Co. sind da nicht so optimal. Die Shields sind meist lahm.
Dein Projekt kann / wird als eigenständiges Platinchen realisiert.
Wenn Du eine vorab Auswahl getroffen hast, kannst Du dich hier wieder
melden und Dir Ideen/Meinungen dazu holen.
Das wäre mein Vorschlag dazu.
Simon schrieb:> Mein Bisherigen Erfahrungen in dem Gebiet gehen gegen Null,Simon schrieb:> will ihr eine Steuerelektronik verpassen
Das passt irgendwie nicht ganz zusammen..
Bei allem Respekt, aber ohne Erfahrung da selbst was "from sketch"
aufzubauen und zu programmieren, halte ich für ein sehr hoch gestecktes
Ziel.
Ich habe zwar keine Ahnung von Turbinen, aber ich könnte mir vorstellen,
dass es da so einige Parameter gibt, die fein aufeinander abgestimmt
werden müssen, dass das Teil sauber läuft und nicht abbrennt oder dir im
dümmsten Fall sogar um die Ohren fliegt.
Gibt es da nichts Fertiges für diese Turbine zu kaufen?
Codix schrieb:> Du hast leider nicht erwähnt, wie die Auflösung der Drehzahlaufnahme> sein sollte. 1000 rpm Auflösung oder 1 rpm?
100 rpm Auflösung wäre gut 1000 rpm wäre ausreichen, je nachdem was
einfacher zu realisieren ist.
Schlumpf schrieb:> Das passt irgendwie nicht ganz zusammen..>> Bei allem Respekt, aber ohne Erfahrung da selbst was "from sketch"> aufzubauen und zu programmieren, halte ich für ein sehr hoch gestecktes> Ziel.
Mit irgendeiner Herausforderung muss man ja anfangen! ;)
klar gibts fertige Lösungen, aber wo bleibt da der Spaß.
Da ich bei Null beginne können auch gerne Bausätze o.Ä. genannt werden,
auf das ich mich langsam in die Materie einarbeiten kann. =)
hmm ich stell mir grad vor wie man einen Sensor für die RPM Erfassung
basteln könnte, gibts ja wie Simon schon erwähnte mehrer Möglichkeiten
(Magnet + Hallsensor, IR LED + IR Empfänger, LED +
PhotoTransistor/Widerstand, laser?) aber wie verhält sich das denn,
könnte mir durchaus vorstellen das so eine Modelturbine bei 120k RPM
äußerst ungehalten auf eine Unwucht auf ihrer Welle (z.B. Magnet) oder
auf den Schaufelblättern reagiert, oder ist das zu vernachlässigen
solange man nicht sagen wir mal >50g Gewicht zusätzlich aufbringt?
Ich bezweifle, dass es für dein Vorhaben eine fertige Elektronik von der
Stange geben wird. Grund sind insbesondere die vier benötigten Ausgänge
für Pumpe, Startmotor und die Ventile. Hier muss einiges an Strom
drüber, was die meisten Standardboards überfordern wird. Zudem liegen
induktive Lasten vor.
jetzt macht mal halblang ...
120k Impulse auf einen Countereingang eines STM32 ist kein Problem ...
(denke sogar ein AVR würde das packen)
Was möchtest du den gerne machen?
eine Treibstoffregelung basierend auf Drehzahl und Temperatur?
Ventil und Pumpe sind im Vergleich zu der Drehzahl eher Träge,
Ansprechverhalten der Turbine wird ja auch nicht 100krpm / s sein oder?
also einfaches Discovery-Kit von ST (gibts auch gleich mit Display) und
ein wenig Interfaceelektronik dran und gut.
Die Grundlagen der Programmierung musst du dir schon selbst zulegen.
Also nur Mut, die HW packts sicher, den Rest bekommst du mit genug
Willen und Durchhaltekraft hin !
Grobi schrieb:> solange man nicht sagen wir mal >50g Gewicht zusätzlich aufbringt?
Oh doch ein paar weniger Gramm machen sehr wohl was aus! :D
Aber du hast das Prinzip verstanden und beim Hallsensor gibts auch
passende Magnetringe die auf die Welle kommen.
soundso schrieb:> Also nur Mut, die HW packts sicher, den Rest bekommst du mit genug> Willen und Durchhaltekraft hin !
DANKE!
Ich habe mir die STM32-Boards gerade angesehen, gibt es da welche die
besonders (für meine Zwecke) empfehlenswert wären?
Habe gerade diese Beiden hier im Blick:
https://de.rs-online.com/web/p/entwicklungskits-prozessor-mikrocontroller/9093660/https://de.rs-online.com/web/p/entwicklungskits-prozessor-mikrocontroller/8463500/
Im Netz gibt es auch Menschen, welche die Drehzahlerfassung auch mit
einem Arduino hinbekommen haben...
soundso schrieb:> 120k Impulse auf einen Countereingang eines STM32 ist kein Problem ...
Ist sogar noch witzloser, weil das 120k / min sind.
Also kaum 2000 Pulse pro Sekunde (welche auch nur gezählt/deren
Intervall berechnet werden müsste). Die Regelung (sofern man das so
nennen darf) ist nicht bei jeder Umdrehung upzudaten und braucht keine
Zwischenpunkte innerhalb einer Periode. Da schläft sogar ein 8-bitter
bei 4MHz ein. Selbst wenn man die Abstände ohne Counter-Modul berechnen
müsste :)