Kann ein Schweiß Trafo Leistung verlieren

OP #7551584
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Schönen guten Tag, ich habe ein MAG Schweißgerät das auf einmal keine Leistung mehr hat. Am Trafo kommen die 3 Phasen an und der Leistungsschalter schaltet die die entsprechende Wicklung auf. Aus meiner Sicht alles so wie es sein soll. Kann der Trafo massiv an Leistung verlieren oder ist der Fehler eher im Gleichrichter zu suchen? Was meint Ihr?

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Beitrag #7551589 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7551607
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Ersma die üblichen Verdächtigen:

Masseklemme in Ordnung, Kabel zw Buchse und Trafo auch? Verschraubung fest? Gleiches beim Schlauchpaket, irgendwas dort verkokelt?

Wenn ja, dann wohl tatsächlich Gleichrichter. Ist aber nicht allzu teuer. Die alten Trafos sind zwar Schluckspechte, aber dafür robust.

DerSchmied

OP #7551713
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C. D. schrieb:

Ersma die üblichen Verdächtigen:

Masseklemme in Ordnung, Kabel zw Buchse und Trafo auch? Verschraubung fest? Gleiches beim Schlauchpaket, irgendwas dort verkokelt?

Wenn ja, dann wohl tatsächlich Gleichrichter. Ist aber nicht allzu teuer. Die alten Trafos sind zwar Schluckspechte, aber dafür robust.

DerSchmied

Ja 4 Dioden haben kein DUrchgang mehr. Danke für die Hilfe

(Firma: Funkenflug Industries) #7551996
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Naja, ganz so unberechtigt ist der Einwand nicht, den kompletten Gleichrichter zu tauschen. Die neuen Dioden müssen wieder richtig fest in den Kühlkörper eingesetzt werden, so daß sie mit möglichst viel Druck und Fläche mit diesem verbunden sind. Sonst hat man da Übergangswiderstände, zusätzlich zur Verlustwärme der Diode sorgt das dafür, daß der Kühlkörper keinen guten Job machen kann und dann platzt den neuen Dioden evtl. auch recht zeitnah wieder der Arsch. Spätestens dann hat's sich mit dem Fuffi sparen erledigt.

Gast #7552033
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Andreas B. schrieb:

H. H. schrieb:

Du hast das also noch nie gemacht.

Ich habe es zwar auch noch nie gemacht, aber da alles nur Alu ist, sollte das einfach sein: passendes Rohr und reinkloppen.

So ähnlich, aber besser mit Schraubstock/Schraubzwinge statt Hammer. Etwa so wie man Kugellager wechselt.

#7552061
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●DesIntegrator ●. schrieb:

was mir an Trafos immer nicht so zusagt sind die Schweissnähte, die die einzelnen Bleche im Kern allesamt wieder verbinden

Nuja, beim Schweißtrafo stand Zuverlässigkeit & Belastbarkeit im Vordergrund; Strom & Kupfer waren noch bezahlbar. Verluste sind nicht so sehr ins Gewicht gefallen wie heute, also stand das im Hintergrund. Bumms mußte er haben, und idealerweise die Spannung unter 42V bleiben. Ein Lichtbogen beim Schweißen ist lang nicht so anspruchsvoll wie empfindliche Unterhaltungselektronik, der lebt simpel von schierer Leistung. Wärme muß ins Material, viel und schnell.

Nicht einen von den alten Trafos habe ich während meiner Karriere geschafft zu himmeln, sauteuere moderne Inverter von Marktführern jedoch schon mehrere.

DerSchmied

#7552106
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C. D. schrieb:

Nimm einen eine Nummer größer, dann bist auf der sicheren Seite.

Nützt bei gleichbleibender Kühlkörpergröße nur bedingt. Und das kann nach hinten losgehen. Das Teil hat bei großen Strömen sehr wahrscheinlich keine Ed von 100%. Machst du den Gleichrichter robuster, dann gibt bei der nächsten Überlastung halt der Trafo zuerst nach. Das wäre dann aber ein Totalschaden.

#7552179
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Udo S. schrieb:

C. D. schrieb:

Nimm einen eine Nummer größer, dann bist auf der sicheren Seite.

Nützt bei gleichbleibender Kühlkörpergröße nur bedingt. Und das kann nach hinten losgehen. Das Teil hat bei großen Strömen sehr wahrscheinlich keine Ed von 100%. Machst du den Gleichrichter robuster, dann gibt bei der nächsten Überlastung halt der Trafo zuerst nach.

Nicht wirklich. Die Dioden sind KEINE Sicherung oder Überlastabschaltung für den Trafo! Der muss die Maximallast, auch Kurzschluß, dauerhaft aushalten oder per Übertemperaturschalter abschalten. Und wenn er gescheit dimensioniert UND gebaut ist, tut er das auch. Das Ding sollte ein Streufeldtrafo sein, der ist dauerhaft kurzschlußfest.

#7552316
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Falk B. schrieb:

Das Ding sollte ein Streufeldtrafo sein, der ist dauerhaft kurzschlußfest.

Dieser nicht: Ist eine MIG/MAG-Maschine, die fährt (näherungsweise) Konstantspannung. Der Strom stellt sich durch die Abbrandgeschwindigkeit des Drahtes ein. Du gingst wahrscheinlich von einer E-Hand-Maschine aus, das sind tatsächluch Streufeldtrafos und damit Konstantstromquellen.

Aber unabhängig davon gebe ich Dir recht: So einen Trafo bekommt man -einen funktionierenden Thermoschalter vorausgesetzt- nicht kaputt.

Ich würde allerdings auch alle Dioden tauschen...

Jörg

#7554269
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H. H. schrieb:

Ich habe es zwar auch noch nie gemacht, aber da alles nur Alu ist, sollte das einfach sein: passendes Rohr und reinkloppen.

So ähnlich, aber besser mit Schraubstock/Schraubzwinge statt Hammer. Etwa so wie man Kugellager wechselt.

Bosch empfiehlt Kniehebelpresse als Handmodell.

Bevor man sich den Krampf antut, kauft man mehrere neue komplette Gleichrichter.

(Firma: Funkenflug Industries) #7554342
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Das sind nur Dioden und Alu-Platten. Wenn man nicht gerade einen Schraubstock aus Plastik benutzt, schafft der das von der Kraft her locker, die Dioden in die Löcher zu pressen. Alternativ hat jede Werkstattbude, die so ein doch schon etwas größeres Schweißgerät einsetzt, auch eine hydraulische Werkstattpresse. Damit geht's auch wenn man das Loch nicht genau trifft - aber dann nennt man es Stanzen und der Diode geht's danach dreckig.

#7554580
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Bei so nem einfachen Eisenschwein ist die Fehlersuche doch ein Klacks. Wenn vor dem Gleichrichter von die volle U anliegt u. dahinter nichts mehr kommt, kann man ja über jede Diode messen u. wird die Ursache so ganz einfach finden. Ist ja nun kein SNT. In einem Bohrmaschinenständer wird man nicht viel Druck aufbauen können, dazu ist der nicht konstruiert.

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