Also ich denke sogar, dass der PHY das unterstützen muss weil er ja
bereits in der PCS eine extra Umwandlung durchführt.
Diese müsste der SFP+ ja dann dekodieren und in PAM16 umwandeln.
Das ist doch voll umständlich.
Aber naja warum nicht ..
Spezifikation von SFP: SFF-8431. Da läuft demzufolge SFI drüber, das ist
10 Gb nativ in 66&64-Bit-Code. Wenn das auch für 10GBaseT SFP+ Module
gilt, liegt die Modulation im Modul.
Die Codierung muss der PHY machen. SFP gibt es von passiv über aktiv,
mit Kupfer oder LWL. Die Module sind eigentlicht meist nichts anderes
als Medienconverter.
(prx) A. K. schrieb:> Wenn das auch für 10GBaseT SFP+ Module> gilt, liegt die Modulation im Modul.
Was genau bedeutet Modulation? Also meinst du 64B/66B Umwandlung?
Eigentlich geschieht die doch im PHY in der PCS oder?
Auf jeden Fall stehte in IEEE 55.1.3
Ich frage mich, ob die SFP+ pluggables die Aufgabe trotzdem lösen
würden, wenn der PHY keine PAM16 Modulation anbietet und z.B. auf
Lichtwellenleiter also 64B/66B eingestellt ist.
Was würde dann ein SFP+ Transceiver 10GBaseT RJ45 machen? Würde er die
Eingangssignale die vom PHY kommen trotzdem übertragen? Würde er selber
eine PAM16 Modulation durchführen?
Unwahrscheinlich oder?
Woher weiß das SFP+ Modul eigentlich, was da bei ihm ankommt?
Schnurhund schrieb:> Woher weiß das SFP+ Modul eigentlich, was da bei ihm ankommt?
Es gibt einen Nebenkanal für die Konfiguration zwischen Host und Modul.
Schnurhund schrieb:> The 10GBASE-T PHY employs full duplex baseband transmission over four> pairs of balanced
Dieser Text dürfte sich auf native Kupferports beziehen, nicht auf SFP+.
Ich habe keine Spezifikation gefunden, die das Interface vom SFP+
speziell für 10GBase-T völlig auf den Kopf stellt. Daher muss sich die
Wandlung zwischen den 4 bidirektionalen PAM Paaren und dem SFI auf dem
Modul befinden.
SFP+ wurde für optische Interfaces entwickelt, nicht für 10GBase-T.
Kupfer ist da nur ein Nebenschauplatz, ausgenommen Direct Attach Kabel.
Schnurhund schrieb:> Also meinst du 64B/66B Umwandlung?
Mit dieser Codierung arbeitet der 10,x Gb SFI Datenstrom zwischen Host
und Modul. 10GBase-T verwendet 64/65.
Mit Modulation meinte ich das, was am Ethernet abgeht. Wofür steht denn
das M in PAM?
Die Schnittstelle zwischen PHY und SFP+ ist immer gleich, egal welches
SFP+ man da hineinsteckt, es gibt auch G.FAST SFP und XGS-PON SFP+ etc.,
wenn der Gerätehersteller das nicht in der Software verbockt hat und das
EEPROM der SFP/SFP+ richtig programmiert sind funktioniert sozusagen
jedes SFP in jedem Switch. Es ist Aufgabe des SFP dies dann auf den
Elektrischen oder Optischen Pfad umzusetzen.
Wie gesagt, wenn das EEPROM richtig programmiert ist, dann hat der
Router oder Switch die Möglichkeit die Konfiguration abzufragen, der
Inhalt und die Struktur der Daten im EEPROM sind vorgegeben, so wie bei
den SPD EEPROMs bei Memory Modulen. Da stehen dann Sachen drin wie
welcher Hersteller, was für ein Interface, gegebenenfalls die
Wellenlänge. Daneben sollte ein SFP/SFP+ über diese Schnittstelle auch
Angaben zu den aktuellen Übertragungswerten liefern. Wie etwa
Geschwindigkeit bei Multi-Rate SFP (10/100/1000Base-T) und die
Signalpegel und Betriebstemperatur. Die Schnittstelle dafür ist als I2C
implementiert (also könnte man das auch selbst auslesen und bei vielen
SFP/SFP+ kann man diese mit einem geeigneten Gerät auch beschreiben).
Manchmal steuert der Router oder Switch auch Parameter des SFP+ damit,
etwa bei Tunable optischen SFP+ die Wellenlänge.
Oder mit anderen Worten, ja es ist das SFP+ das PAM-16 machen muss.
Peter S. schrieb:> Die Schnittstelle zwischen PHY und SFP+ ist immer gleich, egal> welches egal welches SFP+ man da hineinsteckt
Ja aber wenn die Schnittstelle nicht geeignet ist für den SFP+?
D.h. der SFP+ bekommt zwar Daten und will sie senden, aber das Medium
ist nicht geeignet dafür.
Also der PHY hat ja bereits eine Kodierungs-Einheit (PCS) integriert.
Ich habe angenommen, dass der SFP diese einfach ohne weiteres Kodieren
auf das Medium überträgt.
Also warum wird dann die Kodierung im PHY gemacht? Das kann doch nicht
sein, dass der PHY zuerst 64B/66B macht und dann der SFP noch mal
PAM-16?
Oder doch?
(prx) A. K. schrieb:> 10GBase-T verwendet 64/65.
Wirklich? Kannst du das zeigen? Weil hier liegt eine meiner Hauptfragen.
Ich denke nämlich, dass nicht 64/66 verwendet sonder PAM-16.
Habe allerdings noch keinen PHY gesehen für 10GBase-T
https://download.tek.com/document/55W_23486_0_0.pdfhttps://www.mouser.com/datasheet/2/612/x557-at-at2-at4-10gbe-phy-datasheet-1140598.pdf(prx) A. K. schrieb:> Schnurhund schrieb:>> Woher weiß das SFP+ Modul eigentlich, was da bei ihm ankommt?>> Es gibt einen Nebenkanal für die Konfiguration zwischen Host und Modul.
Bei meinem Gerät habe ich diesen Nebenkanal nicht genutzt.
Es funktioniert auch nur DAC.
Schnurhund schrieb:> Ich denke nämlich, dass nicht 64/66 verwendet sonder PAM-16.
Es wird beides gleichzeitig verwendet: "10GBASE-T for twisted pair
copper splits the data into four lanes and uses 64B/65B encoding,
scrambling, and 128 double-square (DSQ128) checkerboard encoding with
PAM-16 generated at 800 MBd."
https://www.wikiwand.com/en/Physical_Coding_Sublayer
Allerdings ist es wie auch ich oben erwähnte 64B/65B. Den Leitungscode
64B/66B findest du im SFI zwischen Host/Karte und SFP+-Modul, wie in
1GBASE-R.
Schnurhund schrieb:> Also warum wird dann die Kodierung im PHY gemacht? Das kann doch nicht> sein, dass der PHY zuerst 64B/66B macht und dann der SFP noch mal> PAM-16?> Oder doch?
Wegen irgendwas müssen die Dinger ja auch so warm werden ;)
Schnurhund schrieb:> Also warum wird dann die Kodierung im PHY gemacht?
Weil SFP+ die älteren Rechte hat und nicht für 10GBASE-T konzipiert
wurde. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. Notfalls mit Rohr-
und Kneifzange.
Steckt ein Optik-Modul im SFP+ Slot, ist auf dem Modul nur die Optik,
d.h. der allerunterste Layer. Das gesamte Datenprotokoll wird zwischen
Ethernet-Karte und Netz durchgereicht. Ein grosser Teil des PHY ist also
auf der Karte, und ist für den Layer 1 der Optik gebaut.
Ein RJ45-Modul für SFP+ passt dazu wie die Faust aufs Auge, weil es
keinerlei Ähnlichkeit damit hat. Auf beiden Seiten des Stöpsels werden
völlig verschiedene Layer 1 Protokolle gesprochen und das Modul muss
zwischen denen übersetzen. Bei 10GBASE-T in SFP+ gibt es also zwei PHYs:
Eines auf der Ethernet-Karte, konzipiert für einen Optik-Transceiver,
und eines für RJ45, auf dem SFP+ drauf.
Technisch gesehen ist 10GBASE-T in SFP+ folglich Krampf. Weshalb die
Switches und Ethernet-Karten gewöhnlich in zwei Versionen existieren:
eine mit SFP+ für Optik/DAC, und eine andere Version mit direktem
Anschluss in RJ45. Wer partout RJ45 in SFP+ stecken will, der kriegt
halt diese doppelte Umsetzung.
Habe IEEE 55.3.2 komplett übersehen. 64B/65B wird da ja wirklich
beschrieben.
55.4.3.1 MDI
"The modulation scheme used over each pair is PAM16. PMA
Transmit generates a pulse-amplitude modulated signal on each pair in
the following form:"
Und in der Übersicht Figure 55 - 1 zeigen die das es kein PMD gibt.
PCS -> PMA-> MDI -> Medium
(prx) A. K. schrieb:> Weil SFP+ die älteren Rechte hat und nicht für 10GBASE-T konzipiert> wurde. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. Notfalls mit Rohr-> und Kneifzange.
Wie meinst du das?
(prx) A. K. schrieb:> Ein RJ45-Modul für SFP+ passt dazu wie die Faust aufs Auge, weil es> keinerlei Ähnlichkeit damit hat.
hea wie meinst du das? Es passt aber es hat keine Ähnlichkeit?
(prx) A. K. schrieb:> Allerdings ist es wie auch ich oben erwähnte 64B/65B. Den Leitungscode> 64B/66B findest du im SFI zwischen Host/Karte und SFP+-Modul, wie in> 1GBASE-R.Georg A. schrieb:> Wegen irgendwas müssen die Dinger ja auch so warm werden ;)
Hab ihr spontan ein Beispiel parat wo ein Leitungscode im SFP+-pluggable
angewendet wird?