Gefälschte AMD-CPUs?

#7246658
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Hardy F. schrieb:
> Ich wollte ja nur wissen ob die Chinessen auch hier neue Beschriftungen
> aufbringen können und den Type ändern, so wie bei USB-Sticks ...

Bei den USB-Stick haben die eine eigene Lügen-Firmware für den 
Microcontroller geschrieben. Bei CPUs ist das nicht möglich; selbst 
Microcode-Updates sind in eine Menge Kryptographie verpackt.

> Statt 3100 € neu für 800 € gebraucht.

Es gibt halt für gebrauchte SP3-CPUs keine große Nachfrage. (Das wäre 
anders, wenn sie mit dem TR4-Sockel kompatibel wären.)
#7247480
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Ich würde trotzdem kritisch überprüfen ob sich das lohnt mit so einem 
älteren Epyc, die Performance pro Core ist bei moderneren Chips deutlich 
besser. Bei Passmark hat der Epyc 7542 einen Score von 56,728 während 
zum Vergleich der Ryzen 7950x mit halb so vielen Kernen bei 63,531 liegt 
und den Ryzen kriegt man zu einem ähnlichen Preis neu vom Händler. Ok 
der Passmark-Score ist eine Mischung aus Single-Core Performance und 
Multi-Core Performance, bei einem Workload der unbegrenzt 
parallelisierbar ist wird der Epyc trotzdem etwas schneller sein aber 
auch bei weitem nicht doppelt so schnell.

Falls es kein Multi-Socket System werden soll und du mit 128 Gb Ram 
auskommst dann ist der Ryzen höchstwahrscheinlich die bessere Wahl. Und 
auch wenn die TDP grob vergleichbar ist wird das Ryzen-System mit 
AM5-Socket (insbesondere im Leerlauf) **deutlich** sparsamer sein als 
der Epyc und Stromkosten sind auch nicht gerade irrelevant heute.

Zurück zur ursprünglichen Frage: Wirklich fälschen kann man so einen 
Chip nicht, die Fertigung wäre viel zu aufwändig. Eventuell kann man 
noch etwas am Label tricksen, gibt die Chips ja mit verschiedener 
Taktfrequenz. Ist aber auch eher unwahrscheinlich, glaube nicht dass man 
die Informationen die per Software ausgelesen werden so leicht ändern 
kann. Und gerade bei solchen Server-Prozessoren kommt es schon mal vor 
das viele gebrauchte CPUs auf den Markt geworfen werden (System-Upgrade 
bei einem Cluster/Rechenzentrum) und dann die Preise purzeln. Wenn du 
mit dem China-Risiko (Reklamationen schwierig) leben kannst dann kann 
man das schon kaufen (zumindest wenn die Bewertungen passen und der 
Händler schon vorher im Bereich CPUs aktiv war).

Ach ja auf so was würde ich mich nicht einlassen, ist im Prinzip nichts 
anderes als Steuerhinterziehung:
> For buyers in Europe with orders over 150 Euros, we can provide an effective 
low-tax plan. (You need to choose DHL expedited shipping, we will send the package 
through DHL, the declared item value is 25 US dollars each, you only need to pay 
about 5 US dollars each, and you can experience DHL's expedited logistics service 
)
Gast #7247554
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Andre G. schrieb:
> In einem FPGA "nachbauen"?

Vor über 20J habe ich auf der Cebit mit einem Intel Ing gesprochen der 
meinte das man die CPUs vor Produktion auf FPGA simmulieren würde.
Das FPGA war ein gigantischer klotz für einen gigantischen Preis und die 
Ausführungsgeschwinigkeit war ein Bruchteil der späteren CPU.

Also wenn ein FPGA den Epyc in Echtzeit simmulieren kann, auf jeden Fall 
alle kaufen.
Die werden mindestens das 100fache wert sein. ;-)
#7247988
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Wieviele moderne Intel/AMD Cores passen eigentlich in vollem 
Umfang/Komplexität (Branch Prediction, Spekulative Execution, Pipeline, 
Hyperthreading...) in so Monster-FPGA wie Xilinx VU19P/XC7V2000 bzw 
Stratix 10GX10M?

Cache macht man wahrscheinlich mit Block-RAM, davon gibts mehr als 
genug. D.h die vollen ca. 10Mio Gates kann man komplett für Logic 
verwenden. Allerdings gibs bei Intel/AMD nur Anzahl Transistoren, wovon 
vermutlich die meisten für Cache draufgehen. Von Anzahl 
Gates/Transistoren für die Logic findet man wenig...
#7248015
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Rote T. schrieb:
> Cache macht man wahrscheinlich mit Block-RAM

Wenn es um den Funktionstest geht, ist volle Cache-Kapazität unnötig. Da 
kann man also allerhand einsparen.

Obendrein ist gerade die Zen Architektur gut geeignet, die Komplexität 
der Tests zu reduzieren. Denn ob du 2 oder 8 Chiplets testest, ergibt in 
der Funktion kaum einen Unterschied.
OP #7248232
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Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise. Da ich die CPU in einem 
richtigen Server mit ganz viel RAM und sehr vielen PCIe-Lanes benötige 
ist das schon die richtige CPU. Allerding war es auch schon bemerkt, 
statt den 800€, die ich bezahlt habe, stehen auf der Rechnung nur 48$. 
Mir nützt das gar nichts, da ich für eine Firma gekauft habe, ganz im 
Gegentzeil ich habe jetzt Probleme das Geld zu bekommen.
#7248236
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Hardy F. schrieb:
> stehen auf der Rechnung nur 48$

Um EUSt und evtl Zoll zu sparen? Tja, dann musst du eben selbst der 
Firma eine vollständige Rechnung stellen, mit einem Betrag, mit dem du 
unter dem Strich keine Miese machst. Und je nach Grundeinstellung 
überlegen, ob du den Beschiss riskierst, oder ausgleichst.

Hoffentlich funktioniert das Teil wenigstens. Ich hatte schon mit einem 
frischen EPYC 2 Rechner zu tun, bei dem ein Core von 48 unter Last alle 
paar Tage zum Crash führte. Dell hat dann brav CPU und vorsorglich auch 
Mainboard gewechselt, und damit war Ruhe.

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